Was soll ich tun. Studium - wechseln.. Verwirrung..?

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4 Antworten

Es gab hier schon sehr richtige Antworten. Bevor du dich auch in die Game Design Schiene wirfst, würde ich die empfehlen erst einmal darüber zu lesen. Dadurch bekommst du einen guten Eindruck von den Anforderungen und täglichen Aufgaben. Das Problem beim Game Design ist, dass viele Menschen unterschiedlicher Firmen diesen Titel tragen, aber sehr unterschiedliche Dinge tun. Ich habe in meiner Firma nur das Team gewechselt und habe komplett andere Aufgabenbereiche. Während ich im ersten Team sehr viel mit Balancing und Monetarisierung zu tun hatte, bin ich im jetzigen Team eher für Konzeptionierung und Texte verantwortlich. Eine gute einstiegslektüre ist meiner Meinung nach "Level Up" von Scott Rogers. Englisch solltest du für den Beruf nämlich auch gut können, schließlich sind in der Branche viele Teams international.
Wenn du danach immer noch Interesse hast, sieht dir an welche Firmen es in Deutschland oder dem Land in dem du Leben möchtest gibt, welche Art von Spielen sie machen und welche Qualifikationen von Nöten sind, um dort Game Designer zu werden. Grundsätzlich kannst du auch dein Architekturstudium beenden und danach Game Designer werden. Derzeit gibt es noch sehr viele Quereinsteiger. Ich gehöre auch mit dazu.
Und bei meinem Studium war es damals auch so. Ich habe zwar Film und nicht Architektur studiert aber nach dem ersten Semester war ich auch etwas enttäuscht. Ich habe es aber durchgezogen und nicht bereut. Ich habe meinen persönlichen Schwerpunkt allerdings etwas verlegt und dadurch hat es mir letzendlich sehr viel gebracht.
Studier erst einmal weiter, sprich mit Studenten höherer Jahrgänge, warte ab wie das zweite Semester wird und lies Lektüre zu Architektur und Game Design. Dann musst du irgendwann abwägen, was du lieber tun möchtest. Aber bis dahin einfach etwas recherchieren und deine eigenen Bedürfnisse analysieren.

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Folge deinem Herzen.
Ich denke übrigens: Gute Eltern wollen, dass ihr Kind mit ganzem Herzen dabei sein kann und auch dabei ist. Weil das bedeutet, dass man glücklich ist. Und gute Eltern bringen genau das ihrem Kind auch bei. Wenn deine das nicht getan haben und auf andere Dinge mehr achten als darauf, sage ich es dir. ;)

Höre auf dein Herz.
Ich will deine Eltern keinesfalls schlecht machen. Die kenn ich ja gar nicht. Ich kenne das Szenario aber selbst - weil meine Eltern mir nicht beigebracht haben, immer zu wissen, was ich fühle, oder auch zu spüren, was ich will. Ich hielt mein Herz für Jahrzehnte für eine muskulöse Pumpe, die komische Geräusche macht. Heute darf ich mir jetzt mühevoll erkämpfen, was es heißt, aus dem Herzen zu leben... Und meine Eltern leben heute noch verkopft und ohne mit sich selbst im Reinen zu sein. "Muss ja." Das alte Paradigma: Geld ist das wichtigste Gut im Leben. Wenn die Hütte abbezahlt ist, ist alles gut. Oder Hauptsache, man ist gesund. Tja. Denkste!

Ich frag dich nur eins: Wer wird dein Leben leben müssen? Womöglich die nächsten 60 Jahre? Du oder deine Eltern? Irgendwann sind deine Eltern weg - und du schaust auf dein Leben zurück. Da solltest du heute absolut sicher sein, dass du für dich und aus deinem eigenen Herzen heraus gelebt hast. Sonst verbrennst du deine Jahre.
Löse dich von deinen Eltern. Lass dich von deinem Herzen leiten.

Wohlgemerkt: Das Leben ist oft anstrengend. Mit Herz dein Leben anzupacken ist echt sau viel Arbeit. Das erfordert vor allem Mut. Und du wirst Gegenwind kriegen. Von Leuten, die deinen Ansatz nicht verstehen. Von deinen Eltern, die "nur dein Bestes" wollen. (Und genau das sollten sie nicht kriegen!) ;) Und von Menschen, die nicht so viel Mut haben, ihrem Herzen zu folgen und stattdessen die (scheinbare) Sicherheit suchen und sich hinter Jägerzäunen, Kleinwagen und vierstelligen Kontoauszügen verschanzen.

Höre auf dein Herz - Aber ignoriere Affekte (kurzlebige Gefühlswallungen, Schwärmereien - Angst, Sorge, Begeisterung... Alles, was Strohfeuer sein können). Ist manchmal schwierig, das alles auseinanderzuhalten. Braucht Übung. Fang also schnellstmöglich an.

Kein Job wird dir komplett zusagen. Es wird immer Bereiche geben, in denen du dich nicht zuhause fühlst. Es wird immer Tätigkeiten geben, die dich einfach nur stressen. Da hilft nur Fokus. Wo willst du hin? Setze dir Ziele - und verlier sie nicht aus dem Auge, egal, was kommt.

Ein Problem könnte noch aufkommen: Du wirst dich entscheiden müssen. Wer immer einen Plan B hat, wird nie mit Plan A richtig glücklich werden. Wer keine Brücken abreißt und "all in" geht, wird nie aus der Mittelmäßigkeit herauskommen. Plan B zu nähren und einen Fuß immer noch in der Fluchttür zu haben, bedeutet ein Leben im Spagat. Und das macht weder Sinn noch Laune.

peace out
Z

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MrsManna hat dir bereits eine sehr gute Antwort gegeben. Mir ging es nach dem ersten Semester genauso wie dir. Du musst dir einfach bewusst werden was du wirklich möchtest und was du bereit bist, dafür zu geben. Gerade die ersten Semester waren bei mir auch megastressig. Aber ich wusste, ich will Architektin werden und dann muss ich da einfach durch. Du solltest dich mit anderen Studenten zusammen tun, damit ihr euch gegenseitig unterstützen könnt. Dann wirds für alle einfacher! Im ersten Semester gehts übrigens hauptsächlich um das Finden und Erkennen unterschiedlicher Designprozesse / Gestaltungsprozesse. Deswegen die viele "Kunst" und die äh teilweise sehr abstrusen Aufgaben... (Ich hab DAS übrigens erst lange nach meinem Studium erkannt :D ) Schau auch mal bei architektur-studieren.info vorbei. Dort bloggt ein Absolvent übers Studium, gibt Tipps wie man sich verbessern kann, beantwortet zum Teil auch Fragen. Eigentlich eher was für Studieninteressierte, aber sicherlich auch in den ersten Semester nicht verkehrt.

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hey :)

also mir gings 2010 genauso!!! Ich war an der RWTH in Aachen. Also zuerstmal lass dich nicht von aussagen wie kein Geld schlecht bezahlter Job verjagen. Das ist echt nicht wahr (ok du wirst kein millionär aber es ist ein geschätzter Beruf und du machst was du magst..)aaaaaber heutzutage zeichnen architekten kaum auf papier herum dass ganze ist eher vor dem pc sitzen.

MIr hat das Studium persönlich nicht getaugt,gefallen. Habe aber den Bachelor gemacht, auch wegen den Eltern. Nun studiere ich seit 2013 Publizistik was viel mehr mein Studium ist. Aber ich bin froh den Bachelor gemacht zu haben einerseits kommt es sehr gut an wenn ich es erwähne andererseits war es eine erfahrung wert. Lernen ist das beste was du machen kannst. 

Wenn es finanziell geht und du die Kraft dazu hast kannst du ja versuchen den Bachelor zu machen? (danach ein Master ist schon pipifutz ;) ) den kannst du dann dranhängen irgendwann wenn du doch architekt sein willst.

Dieses Game Design ding find ich aber auch spannend. Da kann man ja ziemlich erfolgreich mit werden, ich weiß nur nicht wie überlaufen der Beruf schon ist?

Was aber am wichtigsten ist. Studienplan durchlesen, Uni anschauen, mit Studenten reden , in Foren nachfragen. 

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