Was soll ich tun nach dem tot meines Vaters?

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5 Antworten

Hmmm, das ist eine schwere Situation aus der du wahrscheinlich nicht mehr so leicht heraus kommen wirst.

Im Grunde gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. Du verkaufst das Haus und du und deine Mutter ziehen jeweils in eine eigene Wohnung.

2. Du ziehst aus und vermietest deine Wohneinheit.

3. Du bleibst wohnen und alles läuft weiter wie bisher. Das heißt deine Beziehung geht in die Brüche und du verbringst die Zeit nur noch mit deiner Mutter.

oder 4. Du findest einen Mittelweg indem du im Haus wohnen bleibst und dich von deiner Mutter abgrenzt.

Ich würde zu Nummer 4 tendieren. Doch die Frage ist, ob du überhaupt weiterhin in dem Haus bleiben kannst. Du hast geschrieben dass das Haus dein komplettes Konto leer frist. Wenn du das Haus also nicht mehr halten kannst, dann kommt nur Punkt 1 in Frage.

Punkt 2 würde ich dir auf gar keinen Fall vermieten. Denn die Belastung durch das Haus bleibt und du wirst Probleme haben Mieter zu finden, die deine Mutter im Haus als Mitbewohnerin akzeptieren und Mieter die deine Mutter auch als Mitbewohner akzeptiert.

Punkt 3 scheidet auch von dem her aus, weil du dein eigenes Leben brauchst. Bei aller Liebe und Verständnis für deine Mutter, aber sie muss lernen, das du nicht ihre Gesellschafterin bist. Sie muss lernen auf eigenen Beinen zu stehen und aktiv zu werden. Sie kann nicht immer erwarten das du dein Leben nach ihr ausrichtest. Ob sie seit sie 15 Jahre alt war gewohnt war, das immer jemand um sie herum war, ist vollkommen uninteressant. Ihr Mann, dein Vater, ist leider verstorben. Also muss sie ihr Leben neu ausrichten. Deine Mutter ist erst 56 Jahre alt, sie ist noch jung. Sie kann rausgehen und Leute treffen. Es gibt genug Vereine, Interessengruppen, Chöre, Seniorenkreise wo sie Menschen treffen, Freundschaften knüpfen und eventuell einen neuen Partner finden kann. Du solltest und darfst dich auf jeden Fall nicht von ihr vereinnahmen lassen.

Zu Punkt 4. Es spircht absolut nichts dagengen, wenn ihr eure Wäsche gemeinsam wascht und gemeinsam kocht. Aber ansonsten sollte eine klare Trennung sein. Man kann Zeit miteinander verbringen, aber es muss auch Zeit ohne den jeweils anderen geben. Zeit in der jeder für sich ist und in der jeder seine Privatsphäre hat.

Wenn du die Möglichkeit hast das Haus zu halten, dann rate ich dir zu Punkt 4. Denn dieser Punkt wird dir und ihr am meisten bringen. Ich rate dir, wenn du dich für diesen Punkt entscheidest, dir therapeutische HIlfe zu holen. Die Abgrenzung von deiner Mutter ist ein Prozess, bei dem du mit Sicherheit Hilfe brauchst. Suche dir einen Therapeuten oder eine Psychologin die dich dabei unterstützt.

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Vielen dank erstmal für die Antworten, meine Mutter ist 56 Jahre als seit ca. 16 Jahren zuhause, keine Hobbys , nur den Hund und sie hat über Facebook ihre Gruppen, wo sie ständig drin hängt. Meine Eltern haben lebenslanges Wohnrecht über einen Notar eingetragen. Ich habe schon oft versucht mit ihr dadrüber zu sprechen, dass ich mit meinem Freund alleine was unternehmen will, alleine meine Wäsche waschen will, alleine kochen will... normale alltägliche Dinge, die ein junges Paar macht. Da reagierte sie immer beleidigt und ist abgehauen. Als mein Freund im Juni zurück nach Köln ging, ich mit Liebeskummer da saß, bekam ich zuhören , dass Sie ja auch immer alleine ist wenn ich im Urlaub war( ich war in vier Jahren mit meinem Freund 2X a 4 Tage weg) in der Zeit kam mein Bruder Sie besuchen.

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Ich habe es schon oft versucht mich zu distanzieren und mehr Zeit in "meiner Wohnung" zu verbringen, dann kommt sie einfach hoch oder schreibt per WhatsApp. Zu meinem "Partner" habe ich aktuell keinen Kontakt mehr , was meine Mutter natürlich sehr gefällt. Ich überlege nach NRW zu gehen, ich brauche einfach Distanz und natürlich will ich meinem "Partner" beweisen , dass ich auch eigenständig leben kann und hoffe, dass alles wieder gut wird! Ja das mit dem Therapeuten ist denke ich eine gute Lösung. Vielen Dank erstmal für die Antworten

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zuerst mein Beileid, hast du deinen Vater so früh verloren.

Es ist klar, dass du dich um deine Mutter gekümmert hast und dein Freund hatte ja auch Verständnis dafür.

Aber wie es scheint nimmt dich deine Mutter immer mehr ein, wahrscheinlich merkt sie es nicht einmal, wie sehr dich das einschränkt im eigenen Leben.

Rede mit ihr, dass sie nun wieder auf die eigenen Füsse kommen muss...sei dies in einen Verein zu gehen oder einen Kurs zu belegen, wo sie auf neue Leute trifft.

Sie könnte sich auch Ehrenamtlich nützlich machen....im Altersheim Leute besuchen, die sonst niemanden haben. Aber sie muss dir mehr Raum für deine eigenen Aktivitäten geben.

Sage ihr ruhig auch, dass du dir überlegst, deine Wohnung zu vermieten, einfach weil du mehr Privatsphäre brauchst. Also sollte sie sich nicht zurück nehmen, du eben ausziehen müsstest.

Das klingt zwar hart aber sie muss nun wirklich lernen dich nicht all zu sehr einzunehmen und als Ersatz für ihren verstorbenen Partner zu missbrauchen.

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Wie alt ist Deine Mutter? geht sie arbeiten? Hat sie ein Haustier, ein Hobby?



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frodobeutlin100 02.10.2017, 17:48

verkaufen geht nicht ganz so eifach, weil dann auch die Mutter ihre Wohnung verliert (falls ihr eine Eigentümergemeinschaft seid)

besser wäre es zu vermieten ... so könntest Du auch gleichzeitig weiter abzahlen

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ShopenQuenn 02.10.2017, 19:17
@frodobeutlin100

Mein Vater ist dritter Darlehnsnehmer da es ein großes Haus ist, die Bank hat jetzt einen Erbschein, wo ich als Alleinerbin hinterlegt bin, ich hoffe , dass die Bank den Kredit kündigt, weil im Grunde kann ich mir das Haus nicht mehr leisten

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