Was soll ich tun (Depression,Suizid)?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Melina,

Depressionen sind eine Krankheit, für die sich niemand zu schämen braucht. Außerdem kann sie jeden treffen! Wie man bei jeder anderen Krankheit auch einen Arzt aufsucht, sollte man auch eine Depression nicht unbehandelt lassen. Vor allem schwere Depressionen können so sehr in den Alltag übergreifen, dass Hilfe von außen dringend erforderlich ist. Dein Arzt kann Dir verschiedene Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen und Dir helfen, Dir ein genaues Bild Deiner Krankheit zu machen.

Du kennst wahrscheinlich das Gefühl, tiefer Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit. Du hast auch möglicherweise das Empfinden, dass der Schmerz nie aufhört und hast die Aussicht auf Besserung aufgegeben. Das kommt daher, dass man in eine Art Negativspirale geraten kann, die einen mehr und mehr nach unten ziehen kann. Vergiss jedoch eines bitte nicht, auch wenn es sich momentan anders anfühlt: Deine Situation ist nicht hoffnungslos! Es gibt einen Weg aus der Depression!

Doch so wie Deine Depression nicht über Nacht entstanden ist, so wird sie auch nicht über Nacht wieder verschwinden. Doch sei guten Mutes! Viele andere vor Dir haben es geschafft, ihre Depressionen zu überwinden und führen heute wieder ein normales Leben. Ein wichtiger Schlüssel ist die Hoffnung - Hoffnung auf Besserung! Das solltest Du nie aus den Augen verlieren!

Neben der Hilfe durch Ärzte oder Therapeuten kannst Du auch selbst eine Menge gegen Deine Depression tun. Nachfolgend möchte ich Dir einige Strategien aufzeigen, die im Kampf gegen Depressionen nützlich sind.

Es kann z.B. sehr hilfreich und heilsam sein, sich an einen vertrauenswürdigen, einfühlsamen Menschen zu wenden. Es könnte ein guter Freund/Freundin, ein Verwandter oder ein fähiger Berater sein. Wenn Du es lernst, über Deine Gefühle zu sprechen, wirst Du merken, dass allein das schon eine heilende Wirkung hat. Ein Problem zu verleugnen und es nicht zu bearbeiten, macht alles nur noch schlimmer. Dein Gesprächspartner könnte Dir auch dabei helfen, verkehrte Denkmuster zu korrigieren. Dadurch magst Du mit der Zeit einiges aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

In den meisten Fällen sind bei Depressionen auch Minderwertigkeitsgefühle mit im Spiel. Wie kann man diesen Gefühlen geschickt entgegenwirken? Oftmals haben wir in uns eine innere Stimme, die überkritisch ist und uns zu unrecht verurteilt. Das kann zu verzerrten Denkmustern führen, die dann letztendlich in eine Depression münden. Es geht also darum, falsche Denkweisen zu erkennen und gedanklich dagegen anzugehen. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass jegliches negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren die Depression und halten sie am Dasein.

Manche emotionale Probleme reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Es könnte z. B. sein, dass Dir früher jemand schweres Unrecht oder sonst wie Schaden zugefügt hat. Damit die Sache nicht immer wieder hoch kommt, wäre es ratsam zum Vergeben bereit zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, etwas herunter zu spielen oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Es geht eher darum, alle negativen Gefühle "fortgehen zu lassen". Wenn man wegen früherer Fehler anderer zu Verbitterung neigt, schadet man sich nur selbst. Schließe, soweit irgend möglich, mit der Vergangenheit ab und grübele nicht immer wieder darüber nach. Dadurch durchlebst Du alles erneut und gibst dem Verursacher die Macht, Dir immer wieder erneut Schmerz zuzufügen.

Da ist noch ein Aspekt, den Du nicht unbeachtet lassen solltest: Es gibt jemanden, dem Du nicht gleichgültig bist und der Dir auf eine Weise helfen kann, zu der kein menschlicher Ratgeber, Helfer oder Arzt in der Lage ist. Ja, ich spreche von Gott. Ich möchte Dir hier zwar keine Predigt halten, doch finden sich in der Bibel trostreiche Aussagen, die Dir vielleicht Mut machen . Sie zeigen, dass Gott ein unvergleichlicher Helfer und Tröster sein kann.

Hier ist ein Text aus der Bibel, der mir persönlich sehr gut gefällt. Er lautet: "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10). Dieser Text macht eines deutlich: Gott liegen die Niedergedrückten sehr am Herzen und er ist bereit, denen zu helfen, die sich an ihn wenden. Wenn Gott auch unsere Krankheiten nicht durch ein Wunder heilt, kann er uns doch zum einen die Weisheit geben, die richtigen Schritte im Kampf dagegen zu unternehmen und zum anderen die Kraft geben, die schlimmen Gefühle zu ertragen und nicht unterzugehen. Das kann ich durch viele eigene Erfahrungen nur allzu gut bestätigen.

Ich wünsche Dir, dass Du Dich nach und nach aus der Umklammerung Deiner Depressionen befreien kannst! Und denke immer daran: Du stehst nicht völlig allein da! Es gibt Hilfe und Unterstützung, die Du auf jeden Fall in Anspruch nehmen solltest. Der Weg aus einer Depression ist zwar nicht nicht unbedingt ganz einfach, doch ist er - gerade auch mit professioneller Hilfe - zu schaffen! Alles Gute und viel Erfolg dabei!

LG Philipp

Hallo Philipp,

Vielen lieben dank für diese aufmunternden Worte.ich werde mir Hilfe holen.wann und wie weiß ich nicht.ich les mir das alles nochmal ganz genau durch und werde überlegen.

Danke.

LG Melina

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@Melinablr9903

Hallo Melina,

erst einmal vielen Dank für den Stern! Es freut mich, dass Dir die Antwort ein wenig geholfen hat! Hier sind übrigens einige Anlaufstellen, an die Du Dich wenden könntest:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111
0800 - 111 0 222
0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

Ich wünsche Dir, dass Du dort oder auch woanderst die Hilfen bekommst, die Du im Moment so dringend brauchst!

LG Philipp

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Ich versteh dich sehr gut, ich hab das auch, ich bin ebenfalls 14. 

Du solltest eine Therapie anfangen, das würd ich dir dringend raten. Ich versteh wenn du nicht willst weil deinen eltern dann davon erfahren, aber du solltest das machen sonst wird das sehr schwer wieder gut :/.

Versuch, wenn du Depressionen hast etwas zu tun was dir gut tut. Vielleicht denkst du jetzt "mir tut nichts mehr gut", das kenn ich. Aber irgendetwas tut einem immer gut. 

Schreib Songs, hör Lieder, zeichne, treff dich mit Freunden, besorg dir n Tier(katze ist toll, hilft sehr) oder spiel n Instrument, kann sehr gut helfen.

Versuch deine Emotionen in andere Dinge reinzupacken sodass du diese nicht mehr ertragen musst.

Bitte versuch dich nicht noch mal umzubringen, ich weiß es ist so schwer und es gibt kein sinn, aber - es gibt sinn. Denk an deiner Zukunft, die du noch hast. 

Denk positiv und denk dass alles wieder gut wird. Ich verpreche es :)

Du schaffst das ich glaub an dich.

Wenn du willst können wir bisschen reden.

Alles gute :)

Danke erstmal.ich habe überlegt eine Schauspielschule zu besuchen weil das mein großer Traum ist aber ich habe irgendwie angst nicht akzeptiert zu werden.und wenn ich herausfinden wie das geht können wir gerne schreiben weil ich denke dass ich noch mal fragen haben werde aber nur wenn das inordnung ist.

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@Melinablr9903

Das mit dem schauspielen ist eine super idee :)

Klar wirst du akzeptiert wenn du an dich glaubst! Keine Angst das kriegst du hin ;)

Klar kannst du mir noch schreiben, wenn du ne frage hast bin ich immr erreichbar :)

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N'guter anfang wäre wohl mal mit einem Außenstehenden zu reden.

Gibt's denn gar keinen mit dem du mal drüber reden kannst und dem du vertraust.

Meine Mutter versteht mich nicht und meint ich sei nicht depressiv und meine Freunde sagen mir nur das das alles vorbeigehen wird.außerdem habe ich angst dass mich Leute dann anders sehen und mit mir nichts zutun haben wollen.ich weiß nicht ob man meine Gedanken verstehen kann.

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@Melinablr9903

kannst du denn konkret beschreiben wieso du depressiv bist?

Musst du jetz nicht, würde mich nur interessieren ob du denn genau weißt was das Problem/die Probleme sind/ist

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@F1shBr4In

Ein Grund ist mein Vater.er redet wie gesagt nicht mit mir,guckt mich nicht an und schenkt mir kein bisschen Aufmerksamkeit.ich habe Bulimie weil ich dachte es würde ihm auffallen.am Anfang habe ich mir auch selber wunden zugefügt mit der Hoffnung er würde es sehen.mittlerweile füge ich mir aus trauer und leid wunden zu.ein anderer Grund sind Selbstzweifel.als ich gemerkt habe wie gut ich durch Bulimie abnehmen kann habe ich mich nicht mehr wegen meinem Vater sondern wegen meinem Gewicht übergeben.es macht einfach keinen Sinn mehr irgendwas was meinen Vater betrifft zu versuchen

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@Melinablr9903

Hier kann dir eig. keiner wirklich helfen..du brauchst echte Menschen bei dir, die dir helfen und zuhören.

Ziemlich abgedroschen..aber such dir Hilfe, auch wenns schwer ist.

Solltest halt ned vergessen, dass dein Leben wichtig ist für jemanden, und wenn auch nur für dich selbst.


Lg und alles Gute.

Das packst du

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