Was soll ich nur tun - Berufswechsel?

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4 Antworten

Du bist noch jung. Ich bin erst später Quereinsteiger geworden und mag Schüler und auch meinen Job sehr! 

Leider bin ich an Privatschulen und die Bezahlung ist schlecht. 

Wenn du aber in den Staatsdienst kommen kannst, gut in deinem Fach bist und Schüler magst und gerne förderst und forderst, dann bringt der Beruf jeden Tag was Neues und ist nie langweilig!

Allerdings habe ich auch Kollegen, die sehr unglücklich sind, jedes Jahr von neuem Krach mit Schülern haben und nur noch Lehrer sind, weil sie nichts anderes mehr finden. Sehr frustrierend!

Der Unterricht mit Flüchtlingen ist kein Maßstab. Flüchtlinge sind im Unterricht relativ pflegeleicht. Unsere Kids sind schon anspruchsvoller und verwöhnter, laut zappelig und du musst sie trotzdem ins Herz schließen können, sonst solltest du einen anderen Job machen.

Du schreibst, dass du viele Fehler machst und oft krank bist. Das kannst du dir in Schulen eigentlich kaum erlauben. Schüler und Eltern verzeihen kaum Fehler.

Aber wegen deines Alters brauchst du dir keine Sorgen machen! 

Oft sind die Lehrerer am verstaendnisvollsten und motivierensten, deren eigene Karriere nicht so geradlinig verlaufen ist!

Schnarchvictim 28.06.2017, 22:37

Hallo

Danke für deine Einschätzung. Allerdings habe ich nirgendwo geschrieben, dass ich oft krank bin. Ich habe eine leichte Behinderung, wodurch ich Konzentrationsprobleme habe. Krankgeschrieben bin ich im Jahr, wenn es hochkommt, eventuell 4 Tage.

Was die Fehler angeht, sind es Fehler in Abläufen. Also zum Beispiel, in welcher Reihenfolge eine Email abgelegt, und formatiert werden muss. Auch was das Arbeitsrecht angeht, unterlaufen mir viele Fehler, weil ich mir alles mittels Trial and Error beibringen muss. Ich muss häufig nachfragen, da mir viele Abläufe einfach noch nicht klar sind. Außerdem soll ich die Lohnbuchhaltung machen, wovon ich keinerlei Plan habe, was die Berechnung angeht. 

Solche Fehler sind es halt. Ich verstehe, was ich da mache, aber die Aufgaben sind einfach nichts für mich.

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Als erstes muss ich sagen, es ist nie zu spät um sich nochmal umzuorientieren oder was neues auszuprobieren. Wenn du unglücklich mit deiner beruflichen Situation bist, dann ändere was daran. Es bringt ja auch nichts, wenn du 40 Jahre jeden Tag ohne Motivation dafür aber mit Frust zur Arbeit gehst. Du solltest dich allerdings vor so einem Schritt intensiv mit dem neuen Job befassen. Sei dir sicher das Lehramt überhaupt was für dich ist (auf Dauer). Ansonsten wünsche ich dir viel Glück :)

Du musst für den Beruf sehr belastbar sein. Mit Fehlern musst du entweder offen umgehen oder sie sollten dir besser nicht unterlaufen. Nicht nur mit den Schülern, auch mit den Eltern musst du klarkommen.

Mach doch ein Praktikum, besteh drauf auch selbst zu unterrichten, dann siehst du, ob es dir gefällt.

Schnarchvictim 28.06.2017, 23:01

Mein offener Umgang mit meinen Fehlern ist eines der wenigen Dinge, die gelobt werden. Ich sei äußerst kritikfähig. 

Das mit dem Praktikum ist eine gute Idee... Der Seiteneinstieg würde gleich mittels Unterricht beginnen. Man ist also von Anfang an dabei. Das didaktische Handwerkszeug wird dir da so nebenbei mitgegeben. Zeitlich lässt sich ein Praktikum bei mir leider erst einrichten, wenn ich die Zusage für den Seiteneinstieg hätte. Nein sagen kann ich dann immer noch. Die Zusage/Absage käme im Dezember. Solange werde ich mein bestehendes Arbeitsverhältnis noch nicht kündigen. Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.

Danke nochmal für deine Erfahrungen!

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Ein Berufswechsel bringt immer neuen Schwung. Dann musst du dir nur sicher sein, dass du wirklich weg willst.

Weiter Schule machen , umschulung oder ähnliches. Mit 29 ist dir doch noch alles möglich.

Ich hatte damals selbst einen kollegen der mit 29 noch eine weitere Ausbildung gemacht hat.

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