Was soll ich nur tun? Auf mein Herz hören oder auf meine Mutter?

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9 Antworten

Du lebst in einer unerträglichen Umgebung. Geh nach Dortmund! Die einzige Gefahr, die ich sehe, ist, dass du außer deinem Freund niemand hast, den du kennst. Aber das geht vorüber und bessert sich mit der Zeit, wenn du mehr Leute kennenlernst. Die Menschen im Ruhrgebiet sind weltoffen, tolerant und es ist leicht, mit ihnen Freundschaften zu schließen.

Selbst wenn es mit dem Freund - aus welchen Gründen auch immer - schief gehen sollte, wäre deine Lage immer noch besser als jetzt, denn wo du jetzt bist, hast du nur Leute, die dich runterziehen, auch leider deine Mutter.

Schade nur, dass du deine Ausbildung abbrechen müsstest. Aber der derzeitige Zustand muss auf jeden Fall beendet werden.

Was deine Mutter als Weglaufen bezeichnet - da ist was dran, aber manchmal im Leben muss man eben "weglaufen". Niemand würde zB in einem sinkenden Schiff sitzen bleiben.

Und von wegen Vaterersatz - was wäre denn schlimm daran? Hauptsache er tut dir gut und hat keine hinterlistigen Absichten.

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Gibt es nicht die Möglichkeit gemeinsam umzuziehen?

Also du mit deiner Mutter? Unterstützt sie dich nicht, wenn sie die Vorgeschichte kennt und um deine Belastung weiß? Es ist natürlich eine Zumutung für dich in der Nähe dieser Person zu leben, sie jeden Tag zu sehen und ihr immer über den Weg laufen zu können. Und ich denke auch, dass du unbedingt da weg solltest.

Unabhängig davon was deine Mutter sagt, finde ich auch, dass du nicht überstürzt zu deinem Kollegen ziehen und damit auch ein Stück weit von ihm abhängig werden solltest. Kannst du dich nicht nach Alternativen erkundigen? Vielleicht kannst du in eine WG ziehen, weit genug weg von da, wo du jetzt wohnst? Vielleicht sogar mit Freunden, die auch in deinem Alter sind. Oder wenigstens bedeutend näher daran. Nach dem, was dir passiert ist, brauchst du ganz dringend Normalität. Das wird dir gut tun. Und es ist nicht unbedingt normal, wenn ein 20 Jahre junger Mann zu einem 50 Jahre altem Freund zieht. Auch wenn es natürlich durchaus Freundschaften mit großem Altersunterschied geben kann.

Du würdest das jetzt nur nicht tun, weil du das gerne von dir aus möchtest, sondern weil deine momentane Situation eine ungeheure Belastung für dich darstellt, aus der du schnellstmöglich zu fliehen versuchst. Gehst du noch zur Therapie? Kannst du da nicht um Rat fragen oder um Adressen bitten, wo du dich entsprechend erkundigen kannst?

Vielleicht kannst du auch nochmal hier nachfragen— nicht danach, ob du nun wirklich zu deinem Kollegen ziehen solltest, sondern was für Möglichkeiten du insgesamt hast und an wen du dich alles wenden könntest. Tut ja nicht weh zu fragen, oder? Nur als Alternative. Ist aber nur ein gut gemeinter Vorschlag. Natürlich musst du selbst wissen, was du lieber tun möchtest. Ich würde dir jedenfalls alles Gute und alles Liebe dafür wünschen!

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Erst einmal tut es mir sehr leid, was Du bis jetzt alles durchgemacht hast, bist noch so jung und hast soviel hinter Dir.

Aber ich finde es super, das Du gewillt bist Therapien zu machen und Dein Leben umzuordnen und zu erkennen, das dies alles notwendig ist - das ist nicht selbstverständlich.

Du solltest ein neues Leben beginnen und Dich klar und deutlich auch räumlich von Deinem Vater distanzieren. Das Du ihn jeden Morgen ertragen musst, geht an de Psyche, da hast Du schon recht.

Geh zu Deinem Freund nach Dortmund und fang neu an. Und auch wenn Du einen Vaterersatz suchen würdest, na und? Du sagst ja, er ist Dir ein guter Freund, hört Dir zu und versteht Dich, das ist das was Du gerade gut gebrauchen könntest.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und viel Glück dabei. Denk dran, das dies Deine Vergangenheit ist, Deine Zukunft hast Du nun selbst in der Hand und diesen kannst Du ganz toll gestalten :)

Alles Gute. LG

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Ich find schon, dass du auf dein Herz hören solltest. Ich mein, so, wie es jetzt ist, kann's ja auch nicht wirklich weiter gehen. Wenn ich meinen Vater jeden Tag sehen müsste, würde mich das bestimmt auch ganz kirre machen xd. Ich würde versuchen irgendwie eine Lösung mit deiner Mutter zu finden, damit sie dir auch hilft usw.

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Ich muss noch etwas dazusagen hat nicht mehr reingepasst : Ich will dort in Dortmund nicht vor meinen Problemen weglaufen sondern erstmal eine Therapie ob ambulant oder stationär machen und mir anschliessend eine Arbeit und eine Wohnung suchen. Ich bin bereit jeden drecksjob anzunehmen um mein Leben alleine auf die Reihe zu bekommen. Ich denke einfach dass ich diesen ABstand brauche weil mein Herz es so will versteht ihr vielleicht was ich meine ? und meine muter macht mir vorwürfe was soll das ? dann sehen wir uns ja so selten aber ich will nur noch weg ..

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Erstens ist manchmal das Herz gefährlich nahe dem Unterleib. Zweitens: Zwischen der Mutter und dem Herzen gibt es noch etwas, auf das man hören sollte: den Kopf. Therapieliebschaften sind trügerisch. Ein Ein einiger klammert sich an einen anderen Ein einigen und beide glauben unter der schützenden Käseglocke der Therapie, sie hätten jeder zwei gesunde Beine. Draußen allerdings hat jeder mit sich selbst so viel zu tun, dass er nicht noch einen anderen mit schleppen kann. Ich weiß, wovon ich Rede, denn ich hatte auch eine Thrapie- und später eine Fernliebschaft, die der Wirklichkeit nur zwei Monate standhielt. Gottseidank verlegte ich nicht auch noch meinen Wohnsitz. Unser Altersunterschied war auch nicht so dramatisch und dennoch war es ein Schmarrn. Denk noch mal nach!

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Kommentar von VtychtoUliciach
25.09.2014, 14:20

ehm es ist keine Therapieliebschaft. Es ist ein guter Freund der zuhören kann und mir viel bedeutet. Ich stehe allerdings auf Frauen und wenn ich schwul wäre ( was ich nicht bin ) würd ich auch dazu stehn kein Thema. Wollte nur nicht dass du da etwas missverstehst.

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Antidepressiva helfen bei deinen Erlebnissen nur bedingt. Wichtig ist es, dass du deine Traumata Therapie weiter machst. Auch wenn du von BW nach NRW ziehst wirst du deine Probs mitnehmen.

Du hast einen Verständnis vollen Chef. Du hast jetzt noch deinen Ausbildungsjob.

Ja es ist hart. Aber was passiert denn anderes wenn du in NRW bist ?? Die Situation was war wirst du nicht mehr ändern können. Dann sitzt du in einer Stadt in der du niemanden kennst, hast keine Ablenkung durch die Arbeit und fängst noch mehr das grübeln an.

Was du jetzt eher machen solltest ist deinen eigenen Tages Rütmus zu finden. Lasse dich nicht von deinem "Vater" weiterhin bestimmen.

Z.B. wenn er immer um 16.00 Uhr Einkaufen geht, dann gehe du um 10.00 Uhr....

Verstehst du was ich meine?

Ich rate dir jetzt erst mal dich um deine existenz gesicherte Zukunft zu kümmern. Wenn du deine Prüfung in der Tasche hast bist du freier. Wenn du jetzt abbrichst sehe ich die Befürchtung, dass du ein ewiger HARTZTER bleibst. Und dann gibt es noch einen punkt in dem du (zu guter Recht) auf ihn sauer zu sein.

Leider spricht der Bauch eine andere Sprache als der Kopf. Du bist jetzt 20. Setze dich mit deinem Therapeuten noch mal strukturiert hin und erarbeite mit ihm eine Pro/ Kontra Liste.

lg

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Kommentar von VtychtoUliciach
25.09.2014, 14:37

danke für die antwort, nur glaube ich irgendwie dass ich zwar meine probleme dann dorthin mitnehme aber dass es mir leichter fällt durch den räumlich sehr grossen abstand diese dinge zu verarbeiten. Weisst du wie ich das in etwa meine ? Das mit dem Tagesrytmus klingt gut daran hab ich auch gedacht, aber etwas anders als du. Erst mal muss ich wieder regelmässig schlafen ich schlafe zur Zeit 1 ne Nacht durch die Nächste kann ich nicht mehr schlafen dann wieder am Mittag usw alles durcheinander. Und mein Vater ist Alkoholiker und Frührentner, der geht leider nicht jeden Morgen um 10 uhr einkaufen, sondern immer zu ner anderen Zeit der kriegt selbst nix auf die Reihe.

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höre auf dein herz, und laß dich NICHT von deiner mutter beeinflussen.

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Soll ich auf mein Herz hören? ?

Klar^^

Ich will dort in Dortmund nciht vor meinen Problemen weglaufen sondern erstmal eine Therapie ob ambulant oder stationär machen

Gut so. Du schaffst das !

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Kommentar von VtychtoUliciach
25.09.2014, 02:58

Vielen dank baut mich grade bisschen auf

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