Was soll ich jetzt noch glauben (Thema reiten)?

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8 Antworten

Ich denke, dass die beiden Reitlehrerinnen dir unterschiedliche Sachen sagen, kann daran liegen, dass sie verschiedene Reitstile haben. Und passend zu dem jeweiligen Reitstil der Lehrerin werden natürlich auch die PFerde ganz anders geritten.
Du solltest dich allgemeiner über das Reiten informieren, Videos und Lehrfilme, Bücher, YT, egal was, aber ich denke zu einem Reiter wird man, weil man sich durch und durch mit Pferden beschäftigt. Ich verbrachte meine Tage früher damit, riesige Lexikas von PFerderassen anzuschauen, dadurch lerne ich nicht besser reiten, aber mental werde ich zu einem Reiter, der sich wirklich für Pferde interessiert, ein Pferdemensch eben.
Und dann logisch das praktische, das du irgendwo erlernen musst. Schaue dir alle Höfe in deiner Gegend an, nimm vielleicht auch bei jedem eine Reitstunde, und dort, wo du das beste Gefühl hast (nicht dort wo es am einachsten war, aber dort wo dir vorkommt, was die Reitlehrein sagt, macht Sinn und das Pferd reagiert auch darauf) versuchst du einen Platz zu bekommen. Informiere dich was für Stil auf dem Hof gelehrt wird (Englisch/Western) und im Sommer kannst du ja eine Reitwoche auf eínem anderen Hof mit gleichem Stil machen. Zudem kannst du an reitwochenenden/kursen teilnehmen. Da kommen berühmte Reiter an bekanntere Höfe, man kann sich anmelden, dorthin fahren und sich von denen unterrichten lassen (allerdings bräuchtest du da ein pferd vom hof, wenn du nich nicht bereit bist, ein eigenes zu haben) So bekommst du einfach die Erfahrung von überall und musst nicgt nur das übernehmen, was dir eine Person sagt.

Aber das wichtigste, gib nicht auf! Nicht wenn dir das reiten wirklich gefällt. Ich reite auch schon lange, aber mein anfang war sehr schwer, denn meine Reitlehrerin glaubte (wahrscheinlich auf grund meiner schmächtigen und schüchternen Gestallt) kein bisschen an mich und machte mich immer nieder. Nun, über 10 Jahre später, bin ich auf einem anderen, wunderbaren Hof, habe einen Araber und wir beide sind ein unzertrennbares Team! Ausgelernt habe ich natürlich noch immer nicht, das hat man ja nie :)

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Knieschluss ist auf jeden Fall falsch. Diese Hilfe ist von Anno Dunnemals.  Man reitet in der Balance, aber nicht mit Knieschluss. Das verspannt nur.

Und mit ständigem Kreuzanspannen auch nicht.

Kauf dir doch mal eine gute Reitlehre und lies sie. Z.B. Michael Putz: Reiten mit Verstand und Gefühl. Allerdings muss du immer daran denken, dass der Autor sich stets auf das Reiten von großen Pferden bezieht. Letztlich reitet man natürlich auch einen Isi wie alle Pferde, aber die Beinhaltung ist halt notwendigerweise etwas anders. Man kann einen Isi schlecht mit den Beinen treiben wie ein Großpferd, da beim Isi einfach kein Pferd mehr ist, um es wie ein Großpferd zu treiben. Manche Reiter versuchen es dennoch, und das ergibt dann diesen grausigen Klappmessersitz, wo langbeinige Reiter noch Pferd suchen, wo keines mehr ist.

Um zu erkennen, was gut und richtig ist, muss man schon sehr viel Unterricht gehabt haben und auch theoretisch in der Materie vorgedrungen sein. Es gibt leider schlechte Reitschulen, die einem was von Knieschluss und Sattel auswischen erzählen.

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Kommentar von Hjalti
05.11.2016, 21:54

Ich reite meine Isis sitztechnisch (mal abgesehen von den “Zusatzgängen“) ganz genau wie meinen Andalusier und die Friesen, meine Berittpferde, etc. Gibt auch keinen Unterschied beim Treiben - ich lege ja die Wade an und hau den Pferden nicht die Hacken in den Bauch!

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Ich würde erstmal den Stall wechseln und in eine richtige Reitschule wechseln. Ich finde es etwas unverantwortlich, dass sie dich mit ins Gelände nimmt, wo du vermutlich nicht richtig sicher reiten kannst (ist nicht böse gemeint, aber aus reiterfreien und aus Ausritten lernst du meiner Meinung nicht sehr viel). Ich glaube es wäre mal ganz gut zu hören was dir die verschiedenen Reitlehrer gesagt haben.

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Kommentar von dressurreiter
06.11.2016, 06:48

Blödsinn, nach 7 Jahren reiten kann sie sicher ins Gelände. Und auf welchen Reitlehrer soll sie denn hören, die sagen doch alle was anderes, lies dir doch bitte nochmal die Frage durch, bevor du so einen Unsinn antwortet.

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Ich würde sagen, da, wo du die richtige Reitstunde hattest, solltest du tendenziell  bleiben - ohne den Unterricht zu kennen. 

Einfach, weil man nicht irgendwelche Leute aufs Pferd setzt und sie mit ins Gelände nimmt. Das sagt mir genug, um da nicht mehr hingehen zu wollen. 

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Das ist, als würdest du 2 Fremdsprachen lernen. Es gibt nicht immer richtig oder falsch. 

Auch sind Pferde  verschieden, selbst die Sättel machen oft viel aus. Auf einem Pferd neige ich dazu, die Beine zu weit nach hinten zu tun, auf dem anderen rutschen sie leicht nach vorne. Entsprechend bekomme ich jweils andere Korrekturen...

Auch haben Reitlehrer andere Herangehensweisen.

Was Dir der eine Reitlehrer sagt, das tue dort - und was Dir der andere sagt, mach da, wo er lehrt.

Mit der Zeit wirst Du merken, welche Methode Dir besser zusagt. 

Wenn es Dir zu schwierig ist, es zu trennen, mußt Du eben eines streichen. Aber es ist prinzipiell nur bereichernd, sich auf verschiedene Stile einzustellen.

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 Du stehst vor einem Problem, von dem andere gar nicht wissen, daß es das überhaupt gibt, weil sie immer den gleichen RL haben.

Ich habe das so verstanden, daß der Sitz dein größtes Problem darstellt. Da ich nicht weiß wie du genau sitzt, kann ich dir auch nicht sagen welche Information richtig oder falsch ist.

Allerdings kann ich dir hier eine recht simple Erklärung anbieten, anhand derer Du selbst feststellen kannst, ob die eine oder andere Variante richtig ist:

Pferde gehen grundsätzlich unter das Reitergewicht. Das bedeutet, wenn dein rechter Sitzbeinhöcker belastet ist, sollte das Pferd nach rechts gehen.

Ob es "Drehsitz" genannt wird oder "Gewichtshilfe" ist ziemlich wurscht...

Die Gefahr beim Drehsitz ist eigentlich immer das abknicken der Hüfte (damit belastet man aber leider die falsche Seite). Das ist etwas, was wir in der modernen Zeit alle falsch machen, denn wir üben das falsche Verhalten täglich gleich mehrmals (im Bus, Bahn oder Auto). Wenn das Fahrzeug in eine Kurve fährt, werden wir nach außen gedrückt. Dann legen wir uns mit dem Oberkörper zum Kurvenmittelpunkt. Dabei sitzen wir aber auf dem (für das Reiten) falschen Sitzbeinhöcker.

LG Calimero

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Als erstes würde ich eine richtige Reitschule suchen!
Aber fals du keine richtige Reitschule findest könntest du auch einfach dir ein Plegepferd suchen oder so und bei YT findest du ein paar videos zum Thema reiten (ist aber nicht die beste idee)😒😂😊

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Ihr macht alle einen ganz entscheidenden Fehler, indem ihr euch nie in das Pferd versetzen könnt.

Wir haben vor ein paar Jahren als ich noch jünger war in meinem Reitstall mit unserer Reitlehrerin ein ganz interessantes Experiment durchgeführt indem wir uns auf die Schultern der anderen gesetzt haben um die Hilfen zu kapieren.

Ich kann nur sagen dass ich bei einigen so gut wie gar nichts kapiert habe was sie auf mir oben wollten. Es war vollkommen diffus und und völlig unverständlich. Und ich war umgekehrt genauso geschockt wie wenig von meinen "Hilfen" angekommen ist.

Wie soll das auch noch ein Pferd kapieren?  Ich bin fast eine halbe Stunde auf einem jungen Kerl gesessen, der eigentlichen sehr guter Reiter war und er hat mir gesagt dass er von meinen Hilfen nur einen Bruchteil mitbekommen hat, obwohl ich mir alle Mühe gegeben habe. Hat mich damals sehr geschockt. Probiert das einfach mal aus und ihr werdet sehen, wie diffus ihr auf dem Rücken eurer Pferde sitzt. Ein Mensch kapiert so gut wie gar nichts und wie soll das dann ein Pferd kapieren?

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