Was soll ich bei einem SchlachtPferd beachten?

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8 Antworten

Das ist der Grund, warum ich ein Pferd nur dann zum Schlachter geben würde wenn ich die Kraft hätte, dabei zu bleiben, bis es am Haken hängt und tot ist! (Hätte ich aber niemals)

Ganz im Ernst - ich musste bereits die Entscheidung treffen, ein Leben voller Schmerzen, pro Pferd zu beenden. Diese Entscheidung war unendlich schwer und hat mich meine ganze Kraft zu diesem Zeitpunkt gekostet. Doch  das Wissen, dass dieses Pferd nicht einen Tag in seinem Leben würde mehr schmerzfrei sein können, es keine Aussicht auf Heilung, geschweige Besserung gab, das Pferd komplett austherapiert war und nicht einmal unter hochdosierten Schmerzmitteln schmerzfrei war, hat mich schließlich überzeugt, das Richtig zu tun. Wehen Herzens habe ich meine geliebte Stute einschläfern lassen. Nie wäre ich auf die Idee kommen, sie zum Schlachter zu geben - auch in der Angst, dass der dieses wunderbare, bildhübsche und grundliebe Tier an irgendeinen von sich überzeugten angeblich-Weltverbesserer verkauft, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat und das Leiden meines geliebten Tieres immer weiter in die Länge zieht.

Sicherlich werden immer wieder mal Pferde zum Schlachter gegeben, die therapiert werden könnten - vielleicht weil die Besitzer ihrer so oder so überdrüssig geworden sind oder sie sich die Kosten der Behandlung nicht leisten können oder wollen oder warum auch immer.

Aber kerngesunde Pferde landen in der Regel nur dann beim Schlachter, wenn sie zur Fleischgewinnung gezüchtet worden sind, wie zum Beispiel die Noriker und Haflinger in Österreich. Ansonsten sind es in der Regel alte Pferde oder sehr sehr kranke Pferde, deren Reitwert sehr oft gegen Null tendiert, weil gesundheitlich oder aus Altersgründen nicht mehr möglich. Auf jeden Fall sind es meist Pferde, die sehr langwierig und kostenintensiv aufgepäppelt werden müssen und für die man am besten eine Flatrate bei der Tierklinik bucht. Am Ende hat man vielleicht ein sehr eingeschränkt reitbares Pferd und nur in den allerwenigsten Fällen einen aufgehenden Stern am Sportpferdehimmel.

Wenn es Dir um Kosten geht und die Hoffnung günstig an ein Pferd zu kommen, dann gibt es doch einige, die sogar komplett mit Ausrüstung billig abgegeben werden, weil der Besitzer mit dem Reitsport aufhört.

Wenn es Dir um Hilfe geht, dann ist die Pferdeklappe, die viel bessere Lösung als der Schlachter.

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Hallo,

interessant wäre, wie viel Erfahrung du genau hast und ob du vor hast zu reiten oder ob du dich mit Bodenarbeit zufrieden gibst. Denn das Pferd steht ja nicht umsonst da, entweder es ist krank und benötigt besondere Pflegemaßnahmen oder es ist schwer verhaltensgestört und es erfordert einen besonderen Umgang. Beides teuer und beides etwas, was ich einem Anfänger nicht direkt empfehlen würde. 

Persönlich finde ich es ja immer gut, wenn man solchen Pferden eine zweite Chance gibt schließlich tu ich es ja auch, also bitte nicht falsch verstehen. Allerdings sind mir einige Fälle bekannt, dazu gehört auch mein leider inzwischen verstorbener Wallach, das Menschen aus Mitleid solch ein Pferd kaufen und die ganze Situation völlig unterschätzt haben. Vor lauter Überforderung ging das Pferd wieder an einen anderen Besitzer und wurde immer mehr kaputt gemacht. Bis es letztlich wieder zum Schlachter sollte. Dann kommen wieder Leute, die Mitleid haben, das Pferd auf Facebook teilen und ein "Retter" naht. Der ganze Teufelskreis geht von vorne los. 

Also bitte gut überlegen! Wenn du noch keine sonderlich große Erfahrung mit Pferden gemacht hast, aber was Gutes tun möchtest bzw. einem Pferd eine Chance geben möchtest, dann wende dich an KoMeT e.V. Dort werden auch Pferde vermittelt, wo die Besitzer schwer krank, verstorben oder pleite sind und man klare Voraussetzungen (z.B Offenstallhaltung, Barhuf usw) für´s Pferd wünscht. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

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ergänzend zum tipp von urlewas:

wende dich an den örtlichen Tierschutzverein oder an Gnadenhöfe bzw an die "Pferdeklappe" in SchleßwigHolstein

aber die Idee, IM SPÄTHERBST zum Händler zu gehen und ein "abgewracktes" Roß zu übernehmen, KANN auch klappen.

Für meinen Dicken hatten die RB und Stallgefährten einen guten Platz gesucht und über gemeiname Bekannte mich gefunden. Ich hatte das Glück, zuvor zu erfahren, wo das Problem liegt UND dieses auch mit derKlinik und meiner langjährigen TÄ zu besprechen. Er lebt jetzt 5,5 Jahre bei uns, mußte fast 9 Monate fast nur gepäppelt und gepflegt werden, bis er schmerzfrei war, hat natürlich weiterhin die bekannten Probleme, aber wir haben trotzdem gemeinsam viel Spaß, da ich ja weiß, worauf ich Rücksicht nehmen muß und lieber weniger als zuviel verlange

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Warum muss es denn ein Schlachtpferd sein ? 

Pferden in Not zu helfen geht über Tierschutzorganisationen viel besser, da gibt es einige, die entsprechende Pferde vermitteln. Durch die Unterstützung solcher Vereine verhindert man eventuell auch die Schlachtung eines Pferdes.

Und so hart es jetzt vielleicht klingt: Schau dir das Pferd, welches du dir anschaffst ganz genau an. Überlege dir deine eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten ganz genau und nimm diese selbstkritisch unter die Lupe. Schau dir deine Finanzen gut an, bist du in der Lage, gesundheitliche Probleme fachmännisch behandeln zu lassen? Auch chronische Erkrankungen dauerhaft über Jahre/Jahrzehnte hinweg finanziell stemmen zu können? Hast du im Zweifelsfall jemandem im Auge, der dir bei problematischen Verhalten des Pferdes weiterhelfen kann. Kannst du auch hier die eventuell anfallenden Kosten tragen - auch wenn sich die Probleme nicht innerhalb kurzer Zeit lösen lassen? 

Lass dich bei der Anschaffung nicht nur vom Mitleid leiten, sondern behalte auch die Realität im Blick. Kommst du damit klar, dass alle anderen Reiterkollegen tolle Dinge mit ihrem Pferd machen können und du eingeschränkt durch mögliche Handicaps deines Pferdes bist. Dass du möglicherweise nie in der Lage sein wirst, das Pferd zu reiten. Dass du weißt, dass dein Pferd mit Handicap dich möglicherweise nicht allzulange begleiten wird ? 

Nur Mitleid oder "unbedingt haben" wollen sind schlechte Ratgeber, wenn es darum geht, sich ein - egal welches - Tier anzuschaffen.

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Es wäre vielleicht sinnvoll, wenn du "Schlachtpferd" etwas näher definierst. 

Steht es bereits beim Schlachter oder läuft es Gefahr, zum Schlachter zu kommen, wenn es keinen Käufer findet ? 

Oder interessierst du dich ganz grundsätzlich für die Frage zur Anschaffung eines "Schlachtpferdes" - hast also noch gar kein bestimmtes Pferd im Auge ?

Direkt beim Schlachter dürftest du ja kein Pferd kriegen, insofern kannst du dich direkt beim Verkäufer/Vermittler erkundigen, welche Gründe dazu führen, dass das Pferd zum Schlachter kommen würde. Danach richtest du dann deine Vorbereitungen zum Kauf und entscheidest dann auch, ob du eventuell auch vor dem Kauf schon mal den TA deines Vertrauens das Pferd anschauen lassen möchtest, damit du kein Pferd kaufst, welches dich finanziell zu Grunde richtet oder ob die gesundheitlichen Probleme so gravierend sind, dass der Gang zum Schlachter für das Pferd die bessere Lösung ist. 

Ansonsten kannst du dich von deiner langjährigen Erfahrung leiten lassen. Ein Pferd ist ein Pferd. Ein gesundes Pferd kann immer mal krank werden, insofern sehe ich das jetzt keine so gravierenden Unterschiede in der Behandlung oder beim Umgang. 

Als kleinen Tipp noch: lass dich nicht zu sehr von deinem Mitleid beeinflussen, sondern treffe deine Entscheidung nicht allein aus dem Bauchgefühl heraus, sondern bedenke auch die möglichen Pros und Kontras, die mit dem Kauf des Pferdes einhergehen würden.

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Lass die Schlachtpferde besser wo sie sind. Sorge besser dafür, dass kein zusätzliches Pferd eines wird. Landratsamt und Tierschutzorganisationen suchen öfter mal Paten  Pferde, die aus schlechter Haltung in Obhut genommen wurden. Wenn Du Dich da eines solchen erbarmst, wird man Dirch auch genau darüber informieren  , was Du dazu benötigtst.

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Also ich habe vor ein paar jahren auch ein schlacht pferd gekauft und ich muss echt sagen das ich glücklich mit ihr bin! und wo du drauf achten sollst ist das ausehen ob es gesund und fell in ordnung ist! auch wenn nicht und es fällt dir ein pferd auf dan würde ich dir sagen nim es mit und lass es einmal ganz durch checken! damit du wissen kannst ob alles in ordnung ist ja! so habe ich es auch gemacht und wenn du noch weiteren fragen hast dan schreib pc lg superhorse!

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Da weißt du nie, was drin steckt, von daher kannst Du auch nichts beachten. Es kann sein, dass Du ein totkrankes Tier erwischst oder ein vollkommen gesundes. Ich finds eine gute Idee, es gibt Reitställe, die holen ihre Schulpferde vom Händler, der sie sonst zum Schlachter gibt, und es sind meist gute Pferde, so kenne ich es zumindest. Reingucken kannst Du nicht, aber der Körperbau, Zähne und Fell sind offensichtlich. Wenn Du Dich damit auskennst.......mehr kannst Du nicht tun.

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Kommentar von Urlewas
13.07.2017, 12:38

Auch eine gute Idee - geh zum Händler und nimm ihm eines der sclechtesten Pferde ab. Das geht nämlich sonst zum Schlachter, enn es kein anderer will.

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