Was soll ich bei der Gehaltsvorstellung angeben?

6 Antworten

So wie du würde ich das auch machen.

Gehälter sind erstmal Region- und Brachenabhängig. Dann kannst du im Internet vergleichen, was überhaupt so üblich ist.

Dann überlegst du dir, was du mind. brauchst für deinen eigenen Unterhalt.

Dann überlegst du dir, welche Zusatzqualifikationen du anzubieten hast, falls vorhanden und könntest noch etwas draufpacken.

Und zum Schluß würde ich nochmal 10% mehr angeben, als Verhandlungsspielraum.

Ich denke, zuwenig Gehalt zu fordern wir oft schlechter bewertet, als zuviel anzugeben. Wenn der AG wirklich an dir interessiert ist, wird er versuchen das Gehalt runterzuhandeln, wenn er es nicht zahlen kann/will. Wenn du zu wenig angibst, erwartet man auch dementsprechende Leistung von dir und könnte Rückschlüsse auf dein Selbstvertrauen ziehen.

Viel Glück.

Dass du dich schon informiert hast, in welchem Bereich sich die Gehälter bewegen, ist schon ein guter Anfang.

Wie schon von Tilgung geschrieben wurde, sind Argumente wie Lebenserhaltungskosten etc. nicht sinnvoll, da diese auf alle zutreffen.

Ich habe mich immer am Durchschnitt orientiert. Von da aus brauchst du dann Argumente, die dein Gehalt rechtfertigen (Erfahrung, Ausbildung, Qualifikation, etc.). Abhängig davon was du alles vorweisen kannst, erhöht sich deine Gehaltsvorstellung.

Wenn du dann einen Betrag, der für dich in Ordnung ist, gefunden hast, schlägst du nochmal etwas drauf, da selten der geforderte Betrag gezahlt wird. Ausser du hast dich unter Wert verkauft ;)

Ich würde vorrangig nicht mit den Lebenskostet argumentieren, denn selbiges Problem hat der Chef oder die Chefin natürlich auch. Schlimmstensfalls wirst du einfach unter den Tisch geredet mit Schlagwörtern wie: Geschäft, Konkurrenzdruck und sinkenden Einnahmen. Besser ist es mit seinen Qualifikationen ins Rennen zu gehen.

Am Anfang einer Verhandlung sollte man immer erst einen Anker auswerfen. Studien haben ergeben, dass es völlig ausreichen ist, wenn die Zahl überhaupt genannt wird, auch in einem anderen Zusammenhang, damit der Arbeitgeber schon höher an sein Limit geht.

Ein Anker ist, wenn jemand sagt 2300. Dann wurde ein Anker gesetzt und man trifft sich für gewöhnlich in der Mitte dessen was beide verlangen. Wenn einem ein Anker zu hoch erscheint, dann kann man natürlich sagen " ... da ich das und das kann, aber vielleicht erscheint ihnen das zu hoch". Dann läuft man nicht gefahr als all zu unverschämt zu gelten.



Übrigens kann man nicht nur über das Gehalt verhandeln. Arbeitszeiten, Urlaubstage, Bezuschussungen, Weiterbildungen, Fortbildungen, sogar Essen etc..

Du kannst dir ja überlegen "Was kann mir mein Arbeitgeber anbieten, was mir viel Wert ist, aber ihn wenig kostet". ;)

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