Was soll der sich wieder in Deutschland wieder ansiedelnde Wolf offiziell fressen?

17 Antworten

Wenn ich hier den einen oder anderen Kommentar lese, wird es mir übel.

Der böse Wolf.

Verursacht so ein Tierleid, weil er das gerissene Tier voher nicht betäubt…. Sorgt bei ganzen Schafherden für posttraumatische Belastungsstörungen…. Sorgt dafür, dass die holde Jägerschaft keinen Alleinanspruch darauf hat, Rot- und Schwarzwild zu dezimieren.

Ist vielleicht in Vergessenheit geraten, dass fressen und gefressen werden ein völlig natürlicher Vorgang ist und die Landwirtschaft des Menschen auch in Teilen der Welt weiterexistiert, in denen noch ganz andere Prädatoren heimisch sind?

Das größte Problem am Wolf ist der Mensch ;-)

Zum Glück gibt es auch den einen oder anderen Kommentar der sachgerecht auflistet, von was sich Wölfe ernähren. Dafür den Daumen hoch.

Wölfe leben zum großenTeil von Mäusen. Ansonsten von Wild oder Haustieren.

Ich lebe in einer Wolfsgegend. Die Schafshalter gehen auf die Barrikaden und wollen die Wölfe ausgerottet sehen. Die Jäger wollen sie nicht, weil sie das Wild dezimieren. Ich frage mich, warum in anderen Ländern Wölfe leben können und keinen stört's. Nur in Deutschland, da macht die CDU schon Wahlwerbung mit "Wölfen eine Grenze zeigen".

Ich war oft in den Karpaten, da gibt es mehr Wölfe als in D. Dennoch ziehen dort die Cioban mit ihren Herden durch die Berge - und die Hunde passen darauf auf. Dort klappt es, nur im lobbybeherrschten Deutschland nicht.

Wölfe leben zum großen Teil von Mäusen.

Er frisst sicher auch mal Mäuse, aber ein Wolf bräuchte pro Tag unzählige um satt zu werden. Er benötigt, je nach Energieverbrauch, 1kg bis 4kg Fleisch täglich. Um diesen Bedarf zu decken braucht der Wolf wesentlich größere Beute. Sonst gute Antwort.

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@Maya707

Duhast recht. Ich habe mal auf des NBU-Seite nachgeschaut:

"Rehe, Rothirsche und Wildschweine: Davon ernährt sich der Wolf zu über 96 Prozent. Das sind die Ergebnisse einer Analyse von über 2.000 Kotproben. Nutztiere wie zum Beispiel Schafe machen dagegen weniger als ein Prozent aus."

Offenbar gibt es regionale Unterschiede. Ich sah einmal eine Doku über die Wolfsernährung, dort wurde festgestellt, dass sich der (nordamerikanische) Wolf überwiegend von Mäusen ernährt. Muss er wohl, wenn's nix anderes gibt.

Immerhin weniger als 1 Prozent Haustiere. Aber wenn ich die Schaftzüchter, Jäger, Bauern und Politiker in unserer Gegend höre...der Wolf ist der Schädling schlechthin und muss weg.

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@furbo

Wenn es nichts anderes gibt, dann frisst ein Wolf was er bekommt, das stimmt. Ja, es ist mehr als peinlich dass wir es in Deutschland nicht schaffen mit dem Wolf zu leben. Die Politik geht lieber den einfachen Weg und verlangt die Regulierung.

Verkehr und Hunde sind um das hundertfache gefährlicher als ein Wolf, aber kaum einer käme auf die Idee zu sagen, Autos und Hunde müssen weg!... aber wegen 1000 Wölfen wird Aufstand betrieben. Traurig.

Ich sehe ernsthaft schwarz für die Zukunft. Wenn wir es nicht einmal schaffen mit einem Raubtier zu leben, wie wollen wir dann die Singvögel und Insekten schützen, wofür wir noch viel mehr zurückstecken müssten?

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@Maya707
Ich sehe ernsthaft schwarz für die Zukunft. Wenn wir es nicht einmal schaffen mit einem Raubtier zu leben, wie wollen wir dann die Singvögel und Insekten schützen.

Wohl wahr. Auch wenn es am Gesamtbild kaum was ändert, versuche ich in meinem ziemlich großen Garten, viele Tieren Nahrung und Unterschlupf zugewähren. So füttere ich rund ums Jahr die Wildvögel. Seit Jahren gibt es deshalb schon eine recht stabile Spatzenpopulation und im Frühjahr werden wir von Hunderten von Grünfinken "überfallen". Derzeit gehen in einer Woche rund 10 kg geschälte Sonnenblumenkerne und Erdnüsse weg. Pestzide und Herbizide gibt es bei mir nicht.

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Das "Gejammer" ist deshalb groß, weil so ein Wolfsriss letztlich auch ganz schöne Kosten verursacht.

Je nach Rasse kostet ein einzelnes Schaf durchschnittlich 100 €, dazu kommen Futterkosten für Heu, Einstreu ( Stroh ), Lecksteine, medizinische Versorgung, Klauenpflege, Pacht für Weiden, Zaun,E-Netze, Stromgeräte etc.

Ich gehe davon aus, dass dir das auch ganz schön weh tun würde, wenn jemand dir einen Schaden in vierstelliger Höhe zufügt, und dir dann noch gesagt wird, du sollst gefälligst nicht jammern.

Versteh mich nicht falsch, ich finde es schön, dass der Wolf hierzulande wieder Fuß fasst. Blauäugig die damit einhergehenden Probleme zu verharmlosen nutzt aber auch niemandem und ist im besten Falle nur reichlich naiv.

Wie auch immer, natürlich reißt der Wolf auch allerlei Wildtiere, wenn er sie erwischen kann, etwa Wildschweine, Rehe, allerlei Geflügel, kleinere Nager uam.

Nur... die Schafe werden ihm quasi auf dem Tablett serviert. Und das macht es für ihn halt recht einfach.

Schäfer bekommen einen großzügigen Ersatz für verlorene Schafe, meistens sogar mehr, als der Marktwert eigentlich hergibt.

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@Banzai247sRache

Das ist mir durchaus bewusst - wobei ich 100% nicht unbedingt als "großzügig" bezeichnen würde, sondern gerade einmal als angemessen. Von dem ganzen Ärger, der Rennerei und der Bürokratie einmal abgesehen. Bei einem Autounfall bekommt man sein Geld auch ersetzt, besonders schön findet das trotzdem niemand. Es geht hier nur darum, dass man derlei Probleme nicht pauschal als "Gejammer" abtun sollte.

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Wobei es für die Schäfer ein leichtes wäre ihre Herden zu schützen, mit Herdenschutzhunden, so wie früher.

Da sind keine teuren Zäune oder so nötig, und die Hunde sind Flexibel und können mit der Herde ziehen.

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