Was soll das?

4 Antworten

Weil es einfach so ist.

Liebe ist nicht einfach nur durch eine biologische Verbindung vorhanden.

Sonst gäbs so etwas wie Gewalt/ Verwahrlosung etc von Eltern gegenüber ihren leiblichen Kindern nicht.

Deine Aussage "Wenn das Kind älter ist... sehnt es sich nach den leiblichen Eltern" kann ich defintiv nicht bestätigen. Bei einem sehr nahen Familienangehörigen von mir ist es da ganz anders. Dieses Familienmitglied von mir erfuhr von den leiblichen Eltern Ablehnung/ Vernachlässigung etc. Die Pflegeeltern (spätere Adoptiveltern gaben diesem Menschen dann das was dem Kind bis dahin fehlte: Eine Familie, Geborgenheit, Zuspruch, Förderung, Liebe, Zuneigung, eine gescheite Familienstruktur. Diese Leute die als Pflegefamilie einsprangen, die verhielten sich ganz so wie sich leibliche Eltern verhalten sollten. Oh und: Es besteht keinerlei Kontakt zur leiblichen Familie, dieser Kontakt wird von meinem Familienmitglied grundheraus abgelehnt.

Dann kann ich es auch nachvollziehen, das man sich dann gut fühlt bei denn Stiefeltern. Ich kenne deinen Familienangehörigen zwar nicht, aber ich vermute, das er/sie sich sehr schlecht gefühlt hat mit dieser situation, als er/sie erfahren hat, das die leiblichen Eltern kein kontakt wollen. kein Wunder, das man sich dann einen "Ersatz" sucht. Das ist völlig menschlich und passiert oft auch nur im Unterbewusstsein.

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@Chickenverbot

Nein, diese Person wuchs mit dem Wissen auf in einer Pflegefamilie aufzuwachsen. Es gab auch begleiteten Umgang mit der Mutter zu Beginn (wurde mir mal erzählt).... bis der irgendwann dann eben nicht mehr stattfand.

Die Pflegegeschwister wurden als richtige Geschwister wahrgenommen, die Pflegeeltern wie richtige Eltern wahrgenommen. Zwischen diesem Pflegekind und den leiblichen Kindern wurde kein Unterschied gemacht.

Und nicht die Eltern brachen den Kontakt ab - diese Person brach den Kontakt ab zur leiblichen Familie.

Mein Familienmitglied wusste über die Pflegesituation Bescheid, aber das spielte im Alltag/ im Familienalltag keine Rolle.

Wie auch immer.... das sollte auch nur als Beispiel dafür dienen dir zu zeigen "Ob Adoptiv, Stief, Pflege, leiblich...." nicht der Status ist entscheidend sondern das was an Zwischenmenschlichem drinsteckt.

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Du bist ein Stiefkind, evtl auch noch hin- und hergerissen zwischen leiblicher Mutter und leiblichem Vater evt mit möglichen Stiefgeschwistern.

Ich denke hier hängt es immer an den handelnden Personen, wenn hier zwischen meinem Kind, deinem Kind Unterschiede gemacht werden- sollte nicht so sein - liegt aber nicht selten im Streit der eigentlichen Sorgeberchtigten begründet.

Ein Kind welches du groß gezogen hast, egal ob dein Blut oder nicht - wirst du lieben, sofern du zu Liebe fähig bist.

Dass dieses Kind irgendwann seine Geschichte aufarbeiten will- seine Blutsverwandtschaft kennen lernen will - ist für mich verständlich und normal - und sollte man auch unterstützen.

Dass Kinder sich gegen die Eltern entscheiden- hat mit der Verwandtschaft nichts zu tun - sondern ausschließlich mit dem Verhalten und möglichen Erziehungsfehlern.

Mein Mann hat damals zwei Kindern (2 und 4 Jahre) mit in die Beziehung gebracht. Ich habe die Kinder mit großgezogen, sind inzwischen erwachsen, und liebe die beiden wie meine eigenen Kinder. Das ist definitiv kein Wunschdenken bei mir.

Trotzdem sind es nicht deine Kinder

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@Chickenverbot

Da hast du recht, es sind nicht meine leiblichen Kinder. Trotzdem liebe ich die beiden wie meine eigenen.

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@Chickenverbot

Ich habe die beiden groß gezogen, mich um die gekümmert. Habe die Liebe von den Kinder zurück bekommen. Ich würde alles für die beiden tun.

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@Vennesla

Was wäre gewesen, wenn du die Liebe nicht bekommen hättest? Würdest du sie dann trotzdem lieben? Bitte antworte ehrlich.

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@Chickenverbot

Ich würde die auch lieben, aber vermutlich anders. Ich habe damals die Verantwortung übernommen. Da die Kinder sehr klein waren als ich die kennen gelernt habe, bin ich für die beiden immer die Mama gewesen. Die leibliche Mutter „meiner“ Kinder ist verstorben, die beiden können sich nicht mehr oder kaum noch an sie erinnern. Trotzdem haben wir dafür gesorgt, das die beiden ihre leibliche Mutter kennen durch Bilder und Erzählungen.

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@Vennesla

Das finde ich gut. Wenn die leibliche Mutter nicht mehr lebt, und die Kinder sie nicht kannten oder kaum kannten, dann sollte es jemand anderes übernehmen. Komplett legitim meiner Meinung nach. Es ist auch gut das du sie trotzdem aufklärst.

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@Chickenverbot

Heißt, du befürwortest, Kinder bspw. in einem gewalttätigen Haushalt aufwachsen zu lassen oder überforderten/ungewollten Eltern (z.B. sehr jungen) nicht die Möglichkeit zu geben, ihr Kind an Paare mit großem Kinderwunsch abzugeben, wodurch sowohl das Leben des Kindes als auch ihr eigenes zerstört wird?

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Warum denkst du jede Beziehung zwischen Adoptiv-Eltern und -Kindern verurteilen zu können, wenn du überhaupt nicht jede kennst und evtl. nicht einmal selbst adoptiert bist?
Erzeuger zu sein bedeutet nicht automatisch (geeignete) Eltern zu sein, genauso hat auch nicht jede Mutter/Austrägerin Muttergefühle, nur, weil sie das Kind ausgetragen hat - Ähnliches gilt für den Vater/Erzeuger.
Je nach Vergangenheit besteht doch nicht bei jedem Kind dasselbe Verlangen, seine leiblichen Eltern kennenzulernen.

Warum machst du eine solche Liebe ausschließlich davon fest, ob die Kinder die eigenen Gene in sich tragen?

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Leide und liebe in einer Großfamilie. :)

Erstmal pauschalisiere ich hier gar nichts. Es kann gut möglich sein, das es auch Ausnahmen gibt. Aber jeder, der nicht bei seinen leiblichen Eltern groß geworden ist, hat sich mindestens einmal die Frage gestellt: Was ist eigentlich mit meinen leiblichen Eltern?

Und ich bin in einem Stiefelternhaus aufgewachsen.

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@Chickenverbot

In deinem Beitrag scheinst du schon ziemlich stark zu pauschalisieren, daher die Antwort.

Dass sich die meisten die Frage über ihre leiblichen Eltern stellen, möchte ich gar nicht infrage stellen. Allerdings widerspricht das ja nicht der Tatsache, dass man seine Adoptiveltern als Eltern ansehen kann und innerhalb dieser Familie wahre Eltern-Kind-Liebe besteht.

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