Was sind Ursachen für Fehlenden Mut?

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8 Antworten

Worum geht es denn genau? Keine Zivilcourage, nicht eingreifen, wenn man sich evtl. in Gefahr begeben würde? Fehlender Mut bei wem (Alter) und in welchen Situationen (nur subjektiv gefährlich oder auch objektiv, sinnlose Mutproben oder wichtige Handlungen, die man sich nicht auszuführen traut; nur auf körperliche Handlungen bezogen oder auch auf Aussagen - sich nicht trauen, seine Meinung zu sagen etc.)?

Da gibt es ja nun viele mögliche Aspekte des Themas.

Grundsätzlich sagt einem der gesunde Menschenverstand, dass fehlender Mut auf Angst beruht. Angst vor einer Gefahr für das eigene Wohl oder Angst vor der Reaktion der Mitmenschen (Angst, an die Tafel zu kommen in der Schule = Angst, von der Klasse ausgelacht zu werden z.B.).

Jetzt müsste man Situationen konstruieren und überlegen, woher die Angst jeweils kommt, ob und wie berechtigt sie ist. Also hat man Angst, weil man sich übersteigerte Konsequenzen überlegt (soziale Ängste, z.B. Leute anzusprechen, wenn diese Leute normalerweise freundlich reagieren würden) oder hat man Angst, weil man schon ein oder mehrfach negative Erfahrungen gemacht hat (Angst, seine Meinung zu sagen, weil man früher gemobbt und immer dafür ausgelacht etc. wurde), hat man berechtigte Angst (wenn man mit schlechter Koordination über einen Zaun balanciert, könnte man abstürzen und sich wirklich etwas brechen) oder eine Angststörung/ unbegründete Angst (wenn man über die Brücke geht, könnte sie zusammenbrechen -> Höhenangst etc.)?

Und was bedeutet in diesen Zusammenhängen jeweils MUT?

Ist das die Überwindung der Angst, weil man weiß, dass man etwas tun muss/ das Richtige tun muss (Zivilcourage; hier könnte man diskutieren, wie wichtig Mut ist, weil man sich ja beim Eingreifen nicht selbst in Gefahr bringen soll!/ oder auch sich für jemanden einsetzen, der gemobbt wird; wieder prinzipiell ohne sich selbst in Gefahr zu bringen aber mit der Gefahr der sozialen Ausgrenzung durch die Mobber)?

Oder ist das die Überwindung der Angst rein aus Prestigegründen, um "seinen Mut zu beweisen", ohne dass das wirklich nötig wäre (wobei man sich bei einer sinnlosen Mutprobe auch selbst in Gefahr begeben und sein Gefühl für den Selbstschutz verlieren könnte)?

Wer definiert Mut? Man selbst oder die Gruppe? Wie wirkt sich das jeweils aus?

Wie du siehst: Je nach Aspekt hat "fehlender Mut" ganz unterschiedliche Gründe, die zugrunde liegende Frage ist aber immer: Welche Angst erfordert Mut und ist diese Angst sinnvoll und berechtigt? Und wenn nicht, ist der Mut dann sinnvoll und berechtigt? Und wer definiert, was mutig ist? Wenn das bei sinnlosen Mutproben die Freundesgruppe ist, könnte fehlender Mut auch mutig sein, indem man sich der Mutprobe aus gesundem Menschenverstand heraus (bzw. Selbstschutz) verweigert!


Wenn es um Angst geht, müsste unterschieden werden zwischen berechtigter Angst, übersteigerter Angst (durch zu viele Gedanken, was alles passieren könnte) und Angststörung (unberechtigte Angst, die durch ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt oder auch ein traumatisches Erlebnis etc. ausgelöst wird und vor  keiner echten Gefahr warnt; hier könnte man noch mal recherchieren; auch wie, in diesem Zusammenhang "Mut" definiert ist) sowie spezifischen Angststörungen (Höhenangst, sozialer Angst etc.).

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Das kann damit zusammenhängen, dass man in bestimmten Bereichen immer wieder schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Wenn man zum Beispiel immer wieder die Erfahrung macht, dass einem beim Referatvortragen keiner zuhört und am Ende niemand gute Kritik gibt (ich hoffe das wird bei dir anders ;)), dann verliert man Motivation und Mut dazu, sich da vorne hinzustellen und etwas vorzutragen, obwohl man es theoretisch gut könnte.

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Grüß Dich tyarz!

Mut zu haben heißt auch sich zu überwinden, selbst auf die Gefahr hin, das man scheitern könnte.

Was sollte man überwinden? Es ist immer die Angst, die den Mut verhindert. Das muss aber nicht so sein. Die Angst sagt einem, das man vorsichtig und überlegt sein soll, im Handeln und im Unterlassen und nicht, das man an sich selbst verzagt.


Um andere zu besiegen, braucht man Gewalt, um sich selbst zu besiegen, braucht man Stärke. Und diese Stärke gewinnst Du aus erfolgreichen Taten.

Man muss herauszufinden was man kann und nicht, was man nicht kann.

Sich mit Dingen sich zu beschäftigen, die man kann, ist die Grundlage Mut zu gewinnen. So wird man eines Tages Dinge tun können, die jetzt noch nicht vorstellbar sind. Die positive Erfahrung mit einem selbst wird Dir Hilfe sein, die man braucht, um dann Dinge anzugehen, die Dman sich nicht traute.

Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.

Perikles
(um 500 - 429 v. Chr.), athenischer Politiker

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Fehlender Mut kommt von fehlendem Vertrauen. Und das ist häufig erlernt bzw. konditioniert. Es ist ein eingewöhntes Verhaltensmuster. Am einfachsten entsteht das sicher dann, wenn jemand immer dann eine auf den Deckel bekommt, wenn er Mut gefasst hat. Z.B. gibt es in Dresden sicherlich viele Menschen (Pegida), die früher einmal Mut gefasst hatten und nun enttäuscht sind.

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Wenn dir Deine Eltern dein Leben lang einreden, dass Du das sowieso nicht kannst, dann traust Du Dich irgendwann auch nicht mehr, es auszuprobieren. Dir fehlt dann der Mut.

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Fehlende Zuversicht, übermäßige Grübelei.

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