Was sind sternbilder?

6 Antworten

Hallo,

da die Sterne, die man an einem klaren und dunklen Nachthimmel mit bloßem Auge erkennen kann, weder gleichmäßig verteilt noch gleich hell sind, bilden die helleren zufällige und auffällige Muster, die die menschliche Phantasie anregen.

Ein Trapez aus hellen Sternen mit einem Sterndreieck darüber sieht einem hockenden Löwen ähnlich und es ist seit alters her als das Sternbild Löwe bekannt.

Ein sanduhrförmiges Gebilde mit einer gekurvten Sternenkette dabei kann man als eine Gestalt mit Gürtel und Schwert und erhobenem Arm deuten: Der Himmelsjäger Orion, der schon in der Bibel erwähnt ist, vor allem seine drei Gürtelsterne.

Eine andere sehr ausgedehnte Konstellation am Nordhimmel erinnert an einen Bären usw.

Diese Sternbilder sind eine Hilfe, um sich in dem Gewimmel von Sternen zurechtzufinden, indem man sich ihre Formen merkt und dann auch die Namen ihrer hellsten Sterne lernt.

Während in früheren Zeiten die Sternbilder und deren Grenzen eher willkürlich festgelegt waren und für ein und dasselbe Sternbild unterschiedliche Namen gebraucht wurden, hat die Internationale Astronomische Union im Jahre 1928 88 Sternbilder offizielle festgelegt, deren Grenzen nahtlos aneinanderliegen und die den kompletten sichtbaren Himmel der Nord- und Südhalbkugel abdecken.

Die Sternbilder werden dabei mit lateinischen Namen versehen.

Das Sternbild, das wird als Löwe kennen, ist Leo maior, wörtlich: der größere Löwe, weil es auch noch das Sternbild Leo minor, das des kleineren Löwen gibt, das an das Sternbild des großen Löwen angrenzt.

Die Sternbildnamen der nördlichen Hemisphäre wurden meist aus der Antike übernommen, während die des Südhimmels oft von Seefahrern geprägt wurden und unter anderem Apparate aus der Schiffahrt bezeichnen, etwa Octans, der Oktant (hier befindet sich der Himmelssüdpol) oder Pyxis, der Kompaß.

Auch Teile der Argo, des berühmten Schiffes der Argonautensage, finden sich am Südhimmel: Vela (Segel), Carina (Kiel), Puppis, Achterdeck - aber auch Namen exotischer Tiere wie Chamaeleon, Pavo (Pfau), Apus (Paradiesvogel).

Sogar der Tafelberg (Mensa) ist am Südhimmel verewigt.

Während nur die helleren Sterne, die man mit bloßem Auge oder einem kleinen Fernglas beobachten kann, Bezeichnungen tragen, in denen das Sternbild vorkommt, zu dem sie gehören, oder auch Eigennamen besitzen (Alpha Lyrae etwa ist bei uns als Wega bekannt), tragen die schwächeren Sterne, die nur großen Instrumenten zugänglich sind, ausschließlich Katalognummern.

Die Sternbilder allerdings sind eine große Hilfe, wenn man sich rasch am Himmel zurechtfinden möchte. Da zumindest die älteren der antiken Mythologie entstammen, lassen sich mit ihnen schöne und manchmal romantische Geschichten verbinden, die einer lauen Herbstnacht unter dem Sternenzelt erst das gewisse Etwas verleihen.

Herzliche Grüße,

Willy

Das selbe wie Wolkenbilder. Schau mal in den Himmel und du siehst in den Wolken mit ein bisschen Fantasie Tiere, Köpfe, Bäume, Landschaften und sonstige Bilder.

Bei Nacht siehst du die Sternenbilder. Das haben Schafhirten vor Tausenden Jahren schon entdeckt und den Bildern Namen gegeben. Schau mal die Sterne in dem Haufen schauen aus wie ein Fisch, etc. Und weil man 12 Monate hatte wurden es eben 12 Sternbilder je nachdem welches "Sternbild" im laufenden Monat da zu sehen war. Und dann machten andere eine Wissenschaft draus. Denn wenn das Sternbild der Fische da oben zu sehen ist und einer wurde an diesen Tagen geboren , dann muss er Eigenschaften eines Fisches haben: Schleimig, agil, schlängelt sich überall durch u.s.w.

und viele glauben an diesen Humbug.........

Mach ein kleines Experiment:

nimm eine gute Handvoll Münzen (von 1Cent, 2Cent bis 1€ , 2€ , (5€)) und wirf sie auf den Wohnzimmerteppich. Dann fotografierst du das Wurfbild von oben und kannst dieses Bild nun eine Zeitlang angucken und darüber phantasieren, was für scheinbare "Bilder" du darin erkennst - ähnlich wie du manchmal am Himmel ein Wolkengebilde oder eine Wolkengruppe in der Form eines Gesichts, eines Hundes, eines Vogels etc. erkennen kannst.

Natürlich bedeuten diese "Bilder" (die dein Sehsystem in deinem Kopf produziert) in Wirklichkeit rein gar nichts Reales.

So: die sogenannten "Sternbilder" bedeuten genauso nix - aber sie bleiben eben über Jahrtausende hinweg ziemlich unverändert, so dass die Menschen auch sehr viel Zeit hatten, sich darüber Gedanken zu machen und auch gewisse unnütze Interpretationen da hineinzudenken und diese Interpretationen an ihre Nachkommen weiterzuerzählen.

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