Was sind Spaltungsverhältnisse?

1 Antwort

Die Aufspaltungsverhältnisse der Mendelgenetik wirst du doch kennen. Sie zeigen in welchem Verhältnis die verschiedenen Phänotypen in der F2 auftreten. Aus diesen Zahlen kann man auf die Erbgänge bzw. Vererbungsmodi schließen, also ob es ein mono- oder dihybrider, ein dominant-rezessiver oder intermediärer usw. Erbgang ist.

In deinem Beispiel liegt eine Aufspaltung von 12 : 3 : 1 vor.

Es gibt also drei verschiedene Phänotypen.

In der Summe ergibt es 16, also so viel wie bei einem dihybriden Erbgang, es müssen also 2 Gene beteiligt sein. Zum gewohnten dihybriden Erbgang mit der Ausspaltung von 9:3:3:1  gibt es aber eine Abweichung.

Derartige Abweichungen treten auf, wenn eine Genkopplung vorliegt, in deinem Beispiel ist die Aufspaltung aber viel zu regelmäßig.

Wenn es anscheinend nur um das ein Merkmal Farbe geht, in der F2 aber mehrere verschiedene Phänotypen auftreten, könnte ein intermediärer Erbgang vorliegen. Das ist bei deinem Beispiel nicht der Fall, denn die Aufspaltung wäre anders.

Also bleiben nur Polygenie oder Epistasie als Erklärung für so einen Erbfall.

Um Epistasie handelt es sich, wenn ein dominantes oder rezessives Gen die Wirkung eines nichtallelen Gens ganz oder teilweise unterdrückt. Dabei kann sich das unterdrückte Gen nur im Phänotyp ausbilden, wenn das epistatische Gen homozygot rezessiv oder dominant auftritt.

Deine Aufgabe ist es also aus einem 16er Kombinationsquadrat diejenigen Genotypen herauszufinden, die eine bestimmte Farbe bewirken.

Tipp 

Grün taucht in 1 von 16 Fällen auf. Welchem Kästchen kann das entsprechen?

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