Was sind sog. "Schlaftabletten"?

8 Antworten

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Schlaftabletten generell sind erst mal jegliche Tabletten, die schlaffördernde Wirkung haben.

Das können sein

  • pflanzliche Mittel, die es rezeptfrei in Apotheke und teilweise Drogerien gibt, mit Wirktoffen wie Hopfen, Baldrian, Johanniskraut etc.
  • rezeptfreie chemische Schlafmittel, die es, meines Wissens, nur in Apotheken gibt, mit Wirkstoffen wie Dipenhydramin, eigentlich ein Antiallergikum, was aber auch müde macht und schlafanstoßend wirkt
  • Antidepressiva - hier gibt es welche, die eher antriebssteigernd, welche, die in der Hinsicht neutral sind und welche, die eher schlaffördernd wirken. Typische Beispiele für Letzteres wären Doxepin, Imipramin, Opipramol, Amitryptilin und Trimipramin. Letzteres nimmt eine Sonderstellung ein, weil es das einzige Schlafmittel unter den rezeptpflichtigen Mitteln ist, welches die REM-Schlafphase nicht beeinträchtigt.
  • Neuroleptika - hier gibt es quasi 3 "Gruppen": hochpotente, mittelpotente und niedrigpotente Neuroleptika. Niedrigpotente sedieren am wenigsten und werden auch als "Beruhigungsmittel" eingesetzt gegen Angst und Ähnliches, aber eher selten als Schlafmittel. Typische Wirkstoffe sind hier Promethazin, Amisulprid, Levomepromazin und Pipamperon. Ausnahme darunter: Prothipendyl (Dominal), was auch als Schlafmittel eingesetzt wird. Die mittelpotenten Neuroleptika werden sowohl als Beruhigungsmittel, wie auch als Antipsychotika und als Schlafmittel eingesetzt, da kommt es sehr auf die Dosierung an. Typische Vertreter sind hier: Quetiapin, Perazin, Chlorpromazin und Melperon. Und dann gibt es noch die hochpotenten Neuroleptika, die hauptsächlich in Notfällen oder als Antipsychotikum eingesetzt werden, jedoch auch als Schlafmittel, in der Psychiatrie hauptsächlich. Hier sind die typischen Mittel, die zur Schlafförderung eingesetzt werden: Risperidon und Olanzapin. Es gibt noch mehr Mittel, aber die sind eher gegen Psychosen oder als Notfallmedikament gedacht.
  • Benzodiazepin-ähnliche Stoffe - die sind recht überschaubar: Zolpidem, was aufgrund seiner geringen halbwertszeit als EINschlafmittel verwendet wird; Zopiclon, was aufgrund seiner etwas längeren Halbwertszeit als DURCHschlafmittel eingesetzt wird; und das hierzulande eher selten eingesetzte Zaleplon. Diese Wirkstoffe sollen die Schlafarchitektur weniger beeinflussen, als die nachfolgenden Benzodiazepine, stören jedoch auch den REM-Schlaf.
  • Benzodiazepine: das sind die "klassischen" Schlaf- und Beruhigungsmittel. Die (zahlreichen) Wirkstoffe weisen unterschiedliche Wirkprofile hinsichtlich Krampflösung, Axiolyse (Angstminderung), Muskelrelaxanz, Sedierung (Beruhigung) und hypnotischer Wirkung (schlaffördernd) auf. Die Wirkstoffe, die aufgrund ihres Wirkprofils hauptsächlich zur Schlafförderung eingesetzt werden, sind: Diazepam ("Valium"), Flunitrazepam ("Rohypnol"), Lorazepam ("Tavor"), Lormetazepam und Nitrazepam. Früher auch Triazolam, wobei das aufgrund der Nebenwirkungen meines Wissens kaum noch Verwendung findet, eventuell sogar vom Markt genommen wurde. Eine Sonderstellung nimmt hier Flunitrazepam ein. Dieses wurde bis 2007 ohne Farbstoffe verkauft, danach wurden Farbstoffe beigemischt, da das Mittel oft in Diskotheken in Getränke gemischt wurde, als "K.O."-Tropfen, um die jeweiligen Opfer gefügig zu machen und ihre Erinnerung "auszulöschen". Außerdem wird es seit einigen Jahren (ab einer gewissen Dosis) als einziges Benzodiazepin als Betäubungsmittel geführt, was bedeutet, dass spezielle Rezepte mit strengeren Auflagen und Kontrolle erforderlich sind. Benzodiazepine machen auch bei relativ kurzer einnahme abhängig und es besteht die Gefahr der Toleranzbildung (man braucht immer mehr für dieselbe Wirkung). Benzodiazepine sind an sich nicht sonderlich toxisch (in den Mengen, in denen man sie einnehmen könnte), die größere Gefahr besteht darin, dass man bei Einnahme größerer Mengen an der Nebenwirkung der Atemdepression stirbt. Dies gilt übrigens auch für die Benzodiazepin-Ähnlichen Stoffe.

Ich hoffe, die Antwort ist für dich ausreichend und verständlich. Wenn noch fragen sind - einfach fragen ;)

Schlaftabletten sind Medikamente, die schlafanstoßend wirken und die für Schlafstörungen zugelassen sind. Heute werden fast ausschließlich die Wirkstoffe Zopiclon und Zolpidem verschrieben, die mit den suchterzeugenden Bezodiazepinen(z.B. Valium) sehr eng verwandt sind und ebenfalls abhängig machen können. Suizide mit Schlaftabletten sind heute schwer durchzuführen, denn die Barbiturate, die früher verschrieben wurden und die in der Überdosis oft tödlich wirken, sind mittlerweile vom Markt genommen und werden nur noch zum Einschläfern von Tieren benutzt, man mischt es auch in die Todesspritzen bei Hinrichtungen.

Psychopharmaka aus der Gruppe der Antidepressiva und Antipsychotika werden auch gerne bei Schlafstörungen eingesetzt, obwohl sie für diese Anwendung nicht zugelassen sind. Beispiele wären Trimipramin, Trazodon oder Quietapin.

Ich leide selbst an Schlafstörungen, hab deswegen auch schon sehr viele Antidepressiva und Neuroleptika genommen. Ob Trimipramin, Imipramin, Doxepin, Citalopram, Pipamperon, Escitalopram, Trazodon, Melperon, Dominal, usw.. Insgesamt 16 Sorten.. Und ich bin wohl der lebende Beweisdafür, dass diese wirklich zum Einschlafen helfen, jedoch nicht Schlafstörungen positiv bekämpfen. Abgesehen von Dominal. Das einzige Medikament, mit dem ich gut einschlafen konnte und auch pünktlich aufstehen konnte ohne einen matschigen Kopf zu haben. Jedoch ohne Medikamente kann ich einfach nicht einschlafen.

Danke für deine Antwort :)

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die meisten von dir benannten tabletten werden von einem Psychiater verschrieben weil die betreffende Person psychische Probleme hat bis hin zu Depressionen und wenn mann solche Medikamente verschrieben bekommt kann man auch schlecht bis ganz schlecht einschlafen und meistens auch nicht durchschlafen weil sie ihre Probleme mit in das Bett nehmen die sogenannte Antidepressiva enthalten in den meisten Fällen eine Schlafffördernde Substanz ich hoffe ich konnte dir etwas helfen

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So leider wird das Medikament nicht von der Krankenkasse bezahlt -.-
Und Sie meinte noch das ich zum Augenarzt gehen soll und meine Augen 👀 kontrollieren lassen soll wem ich das nehme weil das Medikament die Augen 👀 und den Mund 👄 trocken machen kann und man dann eventuell im Auge Wunden bekommen kann . Das wäre die Hauptnebenwirkung davon . Kennt sich jemand mit dem Medikament aus ? Oder hat damit schon Erfahrung gemacht ?

Danke Schon Mal im Voraus 🙂

PS : Habe 50mg verschrieben bekommen ist das die niedrigste Dosierung ?

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