Was sind "römische Amtsabzeichen" im Bezug auf das Mittelalter (Reichsinsignien)?

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1 Antwort

Die Reichsinsignien der deutschen Könige/Kaiser des Mittelalters werden auf römische Vorbilder zurückgeführt.

Auf welche Insignien bezieht sich diese Aussage?

1. Szepter -> Ein solches ist für römische Götterdarstellungen überliefert; in staatsrechtlichem Zusammenhang trug der militärisch erfolgreiche, mit einem Triumphzug geehrte Feldherr als "Triumphator" ein Szepter aus Elfenbein mit einem goldenen Adler als Spitze. In der römischen Kaiserzeit gab es kaum noch Triumphatoren, weil dieses Recht grundsätzlich dem Kaiser zustand. Der Kaiser übernahm auch die Triumphalinsignien, das Szepter und den weiten, reich bestickten Umhang (Krönungsmantel), Insignien, die alle späteren europäischen Monarchen übernahmen.

2. Krone -> Sie entwickelte sich aus dem Lorbeerkranz, der u. a. von römischen Triumphatoren getragen wurde und später den Kaisern in vergoldeter Form zukam. In der Spätantike entwickelte sich daraus eine Krone, geschmückt mit Edelsteinen, die das Vorbild für die Kronen in allen Königreichen Europas wurde.

3. Thron -> Hohe römische Beamte, die Konsuln, hatten besondere, schmuckvolle Sitzgelegenheiten, die sie bei Senatssitzungen oder Amtshandlungen in der Öffentlichkeit nutzen durften. Solche besonderen Sitzgelegenheiten nutzten in der römischen Kaiserzeit auch die Kaiser. Diese Sitte, den Herrschern eine besondere Sitzgelegenheit zuzuerkennen, die sie vor den Anwesenden auszeichnete, haben die europäischen Monarchen übernommen.

MfG

Arnold



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