Was sind mögliche Auswirkungen des Insektensterbens?

8 Antworten

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Rückgang von Pflanzen, die auf Insektenbestäubung angewiesen sind und von Tieren, die Insekten fressen sind mögliche Folgen.

Maßnahmen wären eine Eindämmung von Insektizidnutzung (obwohl der Umfang des Einflusses von Insektiziden auf den Rückgang der Insektenbestände unbekannt ist), naturnahe Gärten mit geeigneten Pflanzen (z.B. keine gefüllten Blüten oder besondere Züchtungen; zahlreiche Zierpflanzen sind nutzlos für Insekten), Insekten-Brutkästen ("Insekten-Hotel"). Politische Interventionen, Ökosystem-Schutz.

Weiteres siehe NABU: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/naturschutz-im-garten/insekten/22696.html


Maßnahmen wären eine Eindämmung von Insektizidnutzung (obwohl der Umfang des Einflusses von Insektiziden auf den Rückgang der Insektenbestände unbekannt ist)

Aus Vorsicht sozusagen?

Die meisten Umweltschützer "wissen" längst dass es die Pestizide, v.a. die Neonicotinoide oder gern auch das Glyphosat sind. 

Das ist ein echtes Problem, sorry. Denn sie können es nicht wissen, es spricht sogar sehr viel dagegen.

Und dann- woran soll es liegen?

Woran soll insbesondere die jüngst durch die Medien gegangenen 75-80% Biomasserückgang in den letzten Jahren liegen? IN Naturschutzgebieten??? 

http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809

Es gibt hier in der Studie ein Problem, nämlich dass die Modelle nicht die ganze Varianz erklären. Und dann muss es natürlich die Landwirtschaft sein....

Nein, es muss nicht die Landwirtschaft sein. Es ist aus meiner Sicht wahrscheinlicher dass die Stärke des Rückgangs überschätzt wurde und DAS der Grund dafür ist dass man so krampfhaft eine Erklärung suchen muss. 

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@Grobbeldopp

PS das erste youtubevideo das ich unter meiner Antwort verlinkt habe.

Bitte guck es dir an wenn dich das Thema interessiert, und lass dich nicht von dem verwirrenden Anfang (Stiftung Warentest hat das verwendete Material beanstandet) und der unprofesosionellen Machart abschrecken.

Dr. Gerhard Liebig ist hier wirklich offensichtlich mit guten und sauberen Argumenten zu gange- und erntet dafür nur Verachtung. Es hibt also kaum ein Thema wo der Mainstream weiter von der Realität liegt.

Das ist nicht irgend ein Verschwörungshansl- es ist ein Wissenschaftler mit Spezialgebiet Bienen und ein guter Imker. Und da er eine echte Autorität ist ist das kein Argumentum ad autoritatem.

Natürlich klärt das das Insektensterben in keiner Weise, aber es zeigt wie als seriös empfunde Forschung auf diesem Gebiet irren kann und doch den öffentlichen Diskurs monopolisiert hat.

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Die meisten Obst- und auch Gemüsesorten sind auf die Vestäubung durch Insekten angewiesen. Fällt das weg, gibt es keine Ernten. Folge: die Menschen verhungern. Vermeiden könnte man das, wenn Insektizide und Pestizide nicht mehr auf Feldfrüchte und Obstanbau gesprüht würden. Auch die Monokulturen tragen zum Insektensterben bei. Der größte Fehler war die Flurbereinigung in den frühen Jahren der EU.

Deine Frage beantworte ich damit zwar nicht, aber:

Erst mal wären zwei andere Sachen wichtiger: Gibt es das Insektensterben (bin mir nicht sicher, aber ich glaube es gibt es in der in den Medien behaupteten Form nicht).

....und woran liegt es. 

Sonst kann man keine Maßnahmen dagegen treffen. Woran es liegt ist nicht bekannt, das Ausmaß und die Bedeutung ist hochumstritten- nicht in der linksgrünversifften Öffentlichkeit ;-)

Das bisher stattgefundene "Insektensterben" in Deutschland- weltweit sag ich nichts dazu- ist im Großen und ganzen folgenlos gewesen. Es hat natürlich Auswirkungen wenn es von bestimmten Insekten weniger gibt, offensichtlich auf insektenfressende Tiere, von Insekten gefressene Pflanzen und die ganze Nahrungskette- aber man sollte sich nicht der Illusion hingeben dass diese Systeme normalerweise im Gleichgewicht seien.

Natürlich gibt es das Insektensterben. Man müsste blind sein, das nicht zu bemerken

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@ApfelTea

Zumindest gibt es einen allgemeinen quantitativen Rückgang. Was Bienen angeht ist ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen, jedoch ist das ökologisch hinsichtlich Honigbiene Biene Maja der Gattung Apis bedeutungslos. Die meisten Pflanzen, die durch Bienen bestäubt werden, sind weniger auf Honigbienen als Wildbienen agewiesen - Wildbienen leben meist solitär (nicht im Staat) und sind im Bestand an vielen Standorten rückläufig.

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@ApfelTea

Ich bin aber nicht blind. Dazu noch ein naturverbundener Mensch. Ich habe neulich erst diese Studie hier gelesen, die das Insektensterben quantifiziert:

http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809

Ich bin nicht überzeugt, im Gegenteil.

Selbstverständlich gibt es Rückgänge in Insektenpopulationen, aber die Behandlung dieser Trends als ein monolithisches "Insektensterben" macht bei uns hier keinen Sinn- und das ist nur meine bescheidene Meinung.

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@Danny4793

Zumindest gibt es einen allgemeinen quantitativen Rückgang. 

Wenn du allgemein mit auf die überwältigende Anzahl der Arten zutreffend meinst, nein, glaub ich nicht. Einen gewissen Rückgang in der Gesamtbiomasse, das glaub ich gern.

Aber nie und nimmer in den Ausmaßen wie immer, und immer wieder in den Medien behauptet.

Die Zahl der Honigbienen dagegen ist im Moment in einem mehrjährigen positiven Trend. 

http://deutscherimkerbund.de/161-Imkerei_in_Deutschland_Zahlen_Daten_Fakten

Die Honigbiene würde zudem wegen des sehr sehr großen Einflusses des Imkers nicht übermäßig empfindlich auf Umwelteinflüsse reagieren- das könnten Imker zum Teil ausgleichen (und sie müssen es bei der Varroamilbe sogar tun)

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@Grobbeldopp

Ich glaube, mit quantitativ meinen wir dasselbe. Eine Gesamtbiomasse, ja, ohne Differenzierung der qualitativen Zusammensetzung dieser Biomasse in verschiedene Insektentaxa.

Zur Honigbiene: Ich meinte im Prinzip, dass der Bestand der Honigbiene ökologisch weitestgehend uninteressant ist, im Gegensatz zur Rolle von Wildbienen.

Ich für mein Teil kann mich jedoch nicht auf eine absolute Aussage
einlassen - möglicherweise ist das aufgrund der Dynamik  ökolgischer Systeme ohnehin nicht möglich. Mit deinen Ansichten gehe ich, auch bzgl. Umgang mit "Medien", in weiten Teilen d’accord (auch wenn ich mir die verlinkten Videos/ Seiten nicht angesehen habe). Sicherlich ziehst du in Betracht, nicht der einzige zu sein, der sich um eine differenzierende und objektive Betrachtungsweise bemüht.

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Ja, Bild-und Kronenleser wissen es besser. Sind alles Erfindungen von der Merkel-diktierten-Presse. Und das Erdöl wird auch ständig im Erdkern endlos weiterproduziert.

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@maxxxmann

Deine Charakterisierungen treffen auf mich nicht zu. Du siehst vielleicht das kleine Zwinkergesicht hinter linksgrünversifft ;-)

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Insektensterben 

die Erde wäre eine Kugel

abends würde es dunkel. 

Quatsch-   Alles nur haltlose Behauptungen der Medien.

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@palzbu

@ palzbu

Du willst mir also sagen, dass die Medien immer Recht haben? Bzw. dass ich nur weil ich ihnen in dem Fall nicht glaube automatisch unrecht habe?

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