Was sind Gley-Böden?

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2 Antworten

  • Ah is der humushaltige Oberboden.
  • G0 bezeichnet einen rostbraunen, fleckigen Oxidationsbereich.
  • Gr bezeichnet einen grauen Horizont, der ständig im Grundwasser bleibt.

G0 ist reich an mangan- und Eisenoxiden, die normaler Weise im Wasser gelöst sind. Das Wasser steigt aber in der Erde auf wie in einem Schwamm und transportiert dabei die Salze mit sich. Wenn das Wasser dann aber irgendwann verdunstet, bleiben kristallisieren die Oxide aus und man sieht sie schön als braune (Eisenoxid) Farbschicht im Bodenhorizont G0.

Das sieht man bei Wiki alles schön an der Grafik rechts und an dem Foto darunter. Deswegen verstehe ich nicht ganz, was du nicht verstehst. :)

Die 4 Stichpunkte von dir sind ggf. etwas wenig.

LG

MCX

Hallo, der Gleyboden ist ein 3-schichtiger Boden, der sehr stark vom Grundwasser beeinflusst wird.

Im Untergrund staut sich das Grundwasser. Von dem steigt Feuchtigkeit nach oben in eine Schicht, die in der Bodenkunde Gr-Horizont heißt. Das Wasser transportiert dabei Eisen (Fe) mit sich. G heißt Grundwasser, r steht für reduktiv. Das bedeutet, das in dieser Schicht kein Sauerstoff mit dem Eisen reagieren kann.

Danach steigt das Wasser in die Go-Schicht (Go-Horizont). G steht wieder für Grundwasser, o für oxidativ. Das bedeutet, in dieser Schicht kann der Sauerstoff der Luft mit dem Eisen reagieren (oxidieren). Es entsteht Eisenoxid, der diese Erdschicht rostrot färbt.

Hierüber liegt der obere Humusboden, der A-Schicht (A-Horizont) heißt.

mineralixx 25.01.2013, 10:23

Die Bodenhorizonte als "Schichten" zu bezeichnen ist falsch! Schichten haben eine völlig andere Genese als Horizonte! Es gibt auch "geschichtete Böden", aber der Gley gehört nicht dazu.

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mineralixx 26.01.2013, 11:36
@Rotfabriker

Nur kurz etwas dazu: Schichten werden nacheinander, übereinander abgelagert. Jüngste Schicht oben, älteste unten. Bodenhorizonte entstehen "in situ" durch innere Differenzierung, alle Horizonte sind gleich alt. Wenn oben etwas dazukommt, so nennt man es (organische) Auflage. Böden können aber auch durch Sedimente zugedeckt werden (z.B. Flugsand; Bachsedimente), auf denen sich dann wieder Horizonte bilden - dann entstehen "geschichtete Böden". Deren Symbolbenennung wird dann allerdings komplizierter, je nachdem ob der zugedeckte Boden noch weitergebildet wird oder "fossil" ist. Fossile Böden kennt man z.B. aus dem Tertiär (z.B. Rheinhessen) und aus der Kreidezeit - die sind noch so rot, wie die heutigen in Brasilien (damals anderes Klima).

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