Was sind eigentlich die Folgen von Lohndumping?

1 Antwort

Nach Hartz IV reagierten unsere Nachbarländer Holland und Dänemark entsetzt,sie hätten nun quasi ein "Zweites China" in ihrer Nachbarschaft. Diese Länder versuchten,sozial verträgliche Löhne zu zahlen,und wurden nun krass unterlaufen. Schon kurze Zeit später wurden dänische Fischprodukte zur Weiterverarbeitung ins billige Deutschland hin-,und wieder zurückgekarrt. Wie auch unsere Krabben zum Pulen nach Marokko gelastert werden. Es gibt Theorien,das die billigeren,begehrten deutschen Waren in Verbindung mit unseriösen Kreditangeboten deutscher Banken zum Niedergang von Ländern wie dem allseits gescholtenen Griechenland geführt haben.
Hilft das schon mal? :)

Also ist Lohndumping katastrophal?

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@Kritiker124

Ganz klar. Lohndumping verbessert kurzfristig die eigenen Wirtschaft, zerstört dabei aber die der anderen Länder. Langfristig geht dabei auch die eigene Wirtschaft kaputt.

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Es fördert das Verhältnis zwischen der reichen Gewinnerschicht und der armen Beschäftigtenmasse. Ich sehe als Katastrophe,der Satz "Sozial ist,was Arbeit schafft",ist widerlich. Wer das glaubt,sieht sich mal die Lebensbedingungen der frühen Industrialisierung an,mit 12-Stunden-Schichten,Hinterhofghettos und niedriger Lebenserwartung. Da steuern wir eher hin als zur Verbesserung.

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@RheumaBaer

Ja dann verreckt man wieder mit 50 oder schon 40 wegen brutalen Arbeitsbedigungen und Hungerlohn. Schöne neue Welt.

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@RheumaBaer

>der Satz "Sozial ist,was Arbeit schafft",ist widerlich.

Wenn man aber sagen würde  "Sozial ist, was Arbeit schafft von der man am Leben teilnehmen kann", wäre der Satz doch eigentlich ganz o.k.

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Wie war das Unwort..? "Sozialverträgliches FrühAbleben"? Und schon passt die Rentenplanung wieder. Wenn nur ein paar Schäfchen über die Ziellinie kommen und nicht so lange feiern,freut sich der Staat.

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Das einzige,das ewig wächst,ist Krebs. Und daran geht immer der Wirt zugrunde. Hoffentlich kriegen wir noch die Kurve.. ;)

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Genau. Ein Arbeitsplatz,der einen ernährt,in dem man Anerkennung bekommt und mit dem man sich identifizieren kann,dafür würde ich auf Teile des Urlaubs verzichten. Anstatt in der Arbeit zu leiden. Eigentlich leicht,aber wohl doch unmöglich,passt nicht in unsere unangenehme Form des Kapitalismus.

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