Was sind die Vorteile anderer Sturmgewehre gegenüber der AK-74(neuere AK-47)?

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6 Antworten

Fast die komplette Ausrüstung des russischen Militärs ist darauf ausgerichtet, unter allen Bedingungen zu funktionieren

Das AK74 funktionier sogut wie immer, unter Wasser, feucht, schlammig, und hat wenig Probleme mit Verkantungen / Rückstoß. Darüber hinaus hat es eine sehr schnelle kadenz.

Genauso funktionieren russische Panzer in allen Bedingungen (der US kollege bleibt zum Beispiel gerne mal in Sand und Schlamm stecken und muss häufig geborgen werden, deutsche Panzer müssen beim Einsatz in wustenregionen regelmäßig überholt werden und von Sand befreit)
Russische kampfjets können auf fast jedem Untergrund landen. Während das US Pendant eine saubere Landebahn brauch, die vor jedem Start auf kleinste Metallteilen abgesucht werden muss, damit nichts in Triebwerk gelang.

Du merkst das russische Militär hat eine änder Philosophie und das spiegelt sich fast schon paradebeispielartig in der AK wieder.

Kl. Anmerkung noch:
-Das russische Militär verwendet übrigens auch andere sturmgewehre nicht nur die AK
- mein Beitrag klang jetzt wir eine Lobrede auf das russische Militär, sollte es aber garnicht sein. Jede Philosophie hat seine vor und Nachteile, ich wollte nur den Unterschied anschaulich darstellen. Mein Kommentar ist wartungsfrei

Ja ich hab schon gemerkt das die AK ziemlich viele aushält auch Sand im Gewehr (yt Video) während andere Gewehre zb g36 wahrscheinlich ziemliche Probleme hätten.ist das g36 in Iwas besser ?

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Ja das G36 ist da relativ empfindlich bei dreck, deshalb darf man in der AGA (Wehrdienst) auch ständig das Gewehr penibel säubern.

Man ging von höherer Präzision aus ( was ja jetzt mit dem Skandal auch infrage gestellt ist ). Auch höhere reichweiten sind Ggf. etwas was die AK nicht so gut beherrscht.

Hinzu kommt natürlich auch, das man aus politischen Gründen keine russischen Produkte kaufen will und zusätzlich massiver Lobbyismus seitens der Rüstungspolitik betrieben wird und unsere Politiker hinsichtlich dessen auch sehr korrupt sind ( Deutschland schnitt im letzenkorruptuinsvergleich ziemlich schlecht ab, größte Ursache: waffenlobby)

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@MrMoccachino

Das Renigen der Waffe hat nichts mit der Anfälligkeit zu tun, sondern ist einfach Bestandteil der Ausbildung. Glaubst du andere Gewehre in anderen Grundaubiödungen werden nicht gereinigt? Ich durfte das G3 auch putze bis zur Vergasung.

Ich behaupte dass trotz alledem das G36 präziser schießt als das AK-74. Es ist eben nur nicht für hohe Schussraten ausgeleg, weil nicht so bestellt.

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@bartman76

Die Reinigung der Waffe ist ein wesentlicher Konstruktions/Ausrüstungspunkt. Das AR15/M16 hatte als Flugzeugüberlebensgewehr nur EIN Magazin und KEIN Putzzeug. Daher kommt auch der später ins Putzzeug  eingeflossene "Pfeifenreiniger". Daher hatten  die "Fehlverwendeten" AR15/M16 sofort Verriegelungsprobleme (neben den 381 sonstigen Konstruktionsfehlern) die auch daher kamen,  dass sie US So0ldaten das AR15/M15 als Pfeife fürs "Grasrauchen" verwendeten. Standardgewehr war das gerade erst eingeführte M14 mit "Schlüssel!!!" Das einzige für ..223 (5,56 Nato)  BERECHNETE und danach auch konstruierte Sturmgewehr ist das Steyr AUG(StG77)  Den Fehler des M16(Flobertdrall(!!!) versuchte man mit verschieden laborierten Patronen(Vietnameffekt-überstabilisiert) beizukommen. Wesentlich ist der mit einem Handgriff herausnehmbare Lauf und die Verschlusssperre(Verhindert ein Abschlagen bei nicht korrekter Verriegelung(daher der Nachdrücker beim M16ff) Damit ist die Überprüfung des Patronenlagers sowie eine klemmende Patrone( im Gegensatz zum G36!) sofort behebbar. Außerdem wird das StG 77(AUG) von fast allen Sondereinheiten im EINSATZ, auch wegen der vorgenannten Gründe, sowie von vielen Armeen verwendet. U.a, aus vorgenannten Gründen ist das G 36 ein Pfusch. Geplant war ja das zur Einführung stehendes G11 und nicht das schnellst konstruierte(?) oder besser gesagt von verschiedenen Gewehren abgekupferte  G36.USW, USW.....

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@bartman76

Eine zweite Anmerkung-Reinigung-ein wesentlicher Bestandteil.! Deine Antwort zeigt dass du KEINE Ahnung von Waffen UND deren Verwendung hast.!!

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Mir ein Grund, wieso die CSU/SPD  seit Jahren den Gesetzesentwurf Antikorruption in politischen Reihen seit Jahren blockiert und durch Hintertürchen versucht sogar zu lockern

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Ich behaupte nicht, dass in den Ausbildungen in anderen Ländern die Waffen nicht gereinigt werden.

Trotzdem ist das G36 extrem anfällig, was Schmutz Staub Sand Schlamm usw. Angeht. Auch die Waffe an sich ist wegen dem hohen Kunststoff Anteil bei weitem nicht so robust wie die AK, was auch nachhaltige Präzisionseinbußen zur Folge hat, was ja sogar das Ministerium jetzt bestätigt hat.

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Hast du mal das G36 benutzt? Nein, es funktioniert auch wenn es extrem mit Schlamm eingesaut ist. Die Waffe ist so penibel zu reinigen, da es sich um die deutsche Bundeswehr handelt, bei der man dient! Jedes Land, das seine eigenen Waffen herstellen kann, verwendet diese auch. Das ist der einzige Grund, weswegen die Russen ihre AK-Modelle weiter verwenden.

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Das Ministerium hat außerdem gar nichts bestätigt. Heckler und Koch hat den Prozess gewonnen, das G36 hat keine Präzisionsprobleme.

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Nunja auf die Treffsicherheit wollte ich nicht unbedingt hinaus. Zwar Stimm es, das HK einen Prozess gewonnen hat, jedoch war das nicht die vollständige Beanstandung.

HK hat den Prozess über Treffsicherheitsverlust aufgrund von kurzzeitiger hitzer (dauerfeuer) gewonnen. Es stellte sich heraus, das die BW fehlerhaft galvanisierte Munition (Zinnbeschichtet) wegwendet hat, welches bereist bei ca. 240 grad beginnt zu schmelzen.

Jedoch hat das nichts mit der Beanstandung der BW und dadurch auch der Beanstandung des Ministeriums (Ursula von der Leyen) zu tun, die besagt, das bei allgemeinen wetterschwankungen von AUßEN! sich zum Beispiel der Lauf verzieht. Darüber hat es auch kein Gerichts Prozess gegeben, den HK gewonnen hat.

Da diese Beanstandung auch nicht ausgeräumt /behoben werden konnte, hat sich das Ministerium dazu entschlossen, das da G36 langfristig keine Zukunft bei der Bundeswehr hat.

Zu der Schlamm Geschichte: ja das HK G36 kann auch schießen nachdem es in Schlamm Getaucht wurde. Bis hierher in etwa Labor Bedingungen.

Wie sieht es jetzt aber im Extremfall aus? Wenn das Gewehr z.B. 1 Woche im tatsächlichen einsatz ist, von einer Gruppe Soldaten, die im feindgebiet ausharren muss, keine Reinigung möglich ist, die Waffe über Tage mehrmals im Schlamm ist. Nachts minus Grade herschen und tagsüber 40 grad. Wenn nachts Feuchtigkeit und nachts massiv Staub in den Lauf eindringt.

Die AK kannst du nach solchen extremen 7 Tagen nehmen, als wäre sie neu.

Das HK G36 kannst du danach entsorgen, es wird nicht mehr sauber schießen, der Kunststoff ist danach wahrscheinlich hinüber und die Waffe wird nicht voll funktionstüchtig sein. (Dafür ist sie aber auch nicht ausgelegt, zur Vertiefung von HK)

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Das G36 funktioniert auch dann. Der Kunststoff ist dann sicher nicht hinüber. Der Glasfaser verstärkte Kunststoff ist gegenüber Waffenstahl sogar im Vorteil.

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Jede Nation, die fähig ist eigene Waffen herzustellen, baut und verwendet diese auch nach eigenen Wünschen und Vorstellungen.
Für die Auftragserfüllung des russischen Militärs sind die AK-Modelle nach russischer Auffassung wohl am besten geeignet.
Genau wie die USA das M16, M14 und die Bundeswehr das G36 verwendet.

Länder mit moderner Rüstung nutzen normalerweise nur Wehrtechnik, die von ihnen selbst oder von verbündeten Nationen entwickelt wurden. Der Erwerb von Rüstungsgütern einer potentiell gegnerischen Macht wäre propagandistisch ein schlechtes Zeichen für die eigenen Fähigkeiten. Zumal in einem Konfliktfall der Nachschub von weiteren Gewehren und Ersatzteilen nicht möglich ist.

Daneben spielen natürlich auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle, zudem gibt man eigenes Know-How grundsätzlich ungern an potentielle Gegner weiter, auch wenn das beim AK-74 heute keine große Rolle spielen dürfte.

Mit der Qualität oder den Fähigkeiten des Gewehrs hat das recht wenig zu tun.

Das AK-74 ist nach wie vor ein sehr gutes Sturmgewehr.

Die leichte Hochgeschwindigkeitspatrone ist sehr zielgenau. Der geringere Rückstoß (im Vergleich zu klassischer Gewehrmunition wie z.B. 7.62 NATO oder gar die schwere 8x57IS), macht die Waffe auch für ungeübte Schützen im Feuerstoßmodus besser handhabbar. Die Waffe ist leicht und einfach zu bedienen. Sie ist robust und schmutzunempfindlich.

Es gibt nach technischen Merkmalen sicherlich bessere Sturmgewehre. Mit dem AK-74 lassen sich aber große Truppenverbände schnell und kostengünstig ausrüsten. Solch strategische Gesichtspunkte sollten auch in der Beurteilung eines "guten" Sturmgewehres einfließen.

Es gibt aber etliche andere Sturmgewehre, die mit "neuer" (naja, nunmehr fast 50 Jahre alt) Hochgeschwindigkeitsmunition schießen (5.56 NATO). Diese haben ihre Vor- und Nachteile.

Man kann jetzt nicht pauschal sagen, dass dieses und jenes Sturmgewehr das beste sei. Aber das AK74 gehört nach wie vor zu den besseren.

Ich würde mal ganz vorsichtig behaupten, dass das HK416  eines der besten Sturmgewehre zurzeit ist. Das hängt allerdings auch von den Anforderungen an ein Sturmgewehr ab.

Ich dachte die hätten auf die AK-103 modernisiert?

Ein Nachteil ist die mangelnde Durchschlagskraft der 5,45x39 Munition. Weswegen viele Spezialeinheiten das AKM mit dem alten 7,62 Kaliber verwendeten. Das wurde ja mit der AK-103 wieder rückkgängig gemacht, was auch wieder das größere verwendet.

Der Vorteil ist sicher die Robustheit, da relativ wenig (bewegliche) Teile verwendet werden. (Im Gegensatz zum recht anfälligen M4 von Colt.)

Weswegen westliche Länder keine russischen Gewehre nutzen würden, ist in jedem Fall zunächst eine politische Frage. Ebenso umgekehrt.

Die AK-100er Serien sind eigentlich nur modernisierte AK-74 für verschiedene Munitionstypen.

Dazu gehören auch Modelle die die beiden gängisten NATO-Munitionstypen 7.62 und 5.56.

Ich glaube, Polen als relativ junges NATO-Mitglied hat auf AK-104 umgerüstet (so aus dem Kopf heraus).

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Ich bin zwar kein Militärexperte, jedoch weiß ich, dass die Aks immer modernisiert werden. Das russische Militär benutzt zwar das gleiche Gewehr, jedoch halt modernisiert.

Das ist richtig und trifft auch auf nahezu jede andere Ordonanzwaffe zu. Das Colt M4 (wenn das überhaupt noch die aktuellste Waffe ist) unterscheidet sich stark von dem systemgleichen M16.

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