Was sind die Unterschiede zwischen einem Diesel und einen Benzin Auto Und wann lohnen sich die Autos?

4 Antworten

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Der Unterschied liegt im Motorenaufbau und dem Zündverfahren, Benziner werden fremdgezündet, Diesel sind Selbstzünder.

Ich empfinde Fahren mit einem Diesel weitaus angenehmer als Fahren mit einem Benziner. Nur im Vergleich von keinmotorigen Autos würde ich eher zum Benziner neigen, also wenn der Hubraum nur noch knapp über 1L ist.

Dank Turboaufladung sind moderne Diesel auch recht flott, durch moderne Einspritztechnik ist Vorglühen eigentlich unnötig geworden (es wird zwar noch gemacht, dient aber nur dazu zu gewährleisten dass der wirklich auch sofort zündet). Auch wenn die moderne Technik bewirkte dass der Diesel lang nicht mehr so unkapttbar ist wie einst ist es trotzdem ein langlebiges Fahrzeug und wenn man es anständig wartet hat man gewöhnlich lange Freude daran. Meine letzten Autos waren Diesel die alle mehrere 100.000Km drauf bekamen ohne Was gehabt zu haben.

Die Frage ist mit dem Lohnen. Da der Diesel als Kraftstoff steuerlich begünstigt ist um die Wirtschaft zu unterstützen (ohne Transport keine Warenbewegung, ohne Warenbewegung keine Wirtschaft und Transport geht allermeist per Dieselkraft) wird der Diesel als Auto viel höher besteuert. Die Besteuerung erfolgt zudem noch per Hubraum, bei Autos mit gleich viel PS hat der Diesel idR auch noch mehr Hubraum, wobei man gegenrechnen muss dass die PS eines Diesel effektiv mehr Leistung darstellen (der hat gewöhnlich mehr Drehmoment) als die eines Benziners. Um das wirklich genau unterm Strich sagen zu könnnen bräuchte man die genauen Vorstellungen des Fahrzeugs, so als Faustregel rechnet sich ein Diesel ab 25.000Km/Jahr. Fährt man ausschlieslich Kurzstrecke sollte ein Benziner verwendet werden da der Diesel so wirtschaftlich verbrennt dass der möglicherweise nie auf Betriebstemperatur kommt und mit der Zeit der Partikelfilter zusetzt.

Nicht vergessen sollte man den Umstand des Lebensgefühls. Da der Diesel sparsam läuft liegt die Hemmschwelle deutlich niedriger Mal irgendwo hin zu fahren, einer Party die weiters entfernt liegt oder sonstige Ausflüge. Gegenrechnen müsste man dass es der Gesetzgebung lieber wäre wenn die Diesel weiterhin eine absolute Minderheit blieben und daher immer strengere Umweltzonen einrichten (von denen praktisch nur die Diesel betroffen sind).

Das Verbrennungsverfahren.

Ein Diesel würd für mich nicht in Frage kommen ! Sie haben einen unkultivierten Motorlauf, sind nicht Drehfreudig.

Außerdem rate ich dringend mal wenigstens ansatzweise auszurechnen, ob sich ein Diesel für dich persönlich überhaupt lohnt ! Diesel sind nämlich nur bei Spritpreis und Verbrauch günstiger. In allen anderen Belangen ist ein Diesel ( zum Teil erheblich ) teurer !

Ein Diesel ist teurer in :

- Anschaffung

- Steuer

- Versicherung

Außerdem sind Diesel oft anfälliger und es können plötzlich teure Reparaturen anfallen !

  

In einigen Punkten muss ich dir dann doch widersprechen:

1. Dass Diesel unkultiviert liefen, ist schon eine Weile her. Mittlerweile merkst du da kaum noch einen Unterschied.

2. Es ist korrekt, dass Diesel in der Regel ein kleineres Drehzahlband aufweisen, als Benziner. Dies machen sie jedoch durch sehr viel Drehmoment aus dem Drehzahlkeller wieder wett. Daher kann ein Diesel meist schaltfauler gefahen werden, als ein Benziner.

3. Gerade für Langstrecken sind Diesel besonders interessant. Die Ausfallraten sind hier in der Regel geringer, als bei Benzinern.

Richtig ist, dass die Fixkosten eines Diesel in der Regel höher sind und die Verbrauchskosten geringer. Das heisst, ein Diesel lohnt sich in aller Regel erst ab einer Jahresfahrleistung von 10-20 TKM pro Jahr. Bei den jetzigen Spritpreisen lobe ich mir meinen Diesel. (Heute getankt für 1,079 €/Liter. Verbrauch real 5,5 Liter/100 km bei 140 PS und 1,5 Tonnen Leergewicht. Da kommt kein vergleichbarer Benziner auch nur ansatzweise hin.

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@Interesierter

1. Ich fahre regelmäßig einen modernen Dieselmotor (Ford Fiesta als aktuelles Modell, Diesel, - und Ottomotor), und es ist völlig klar erkennbar: Der Dieselmotor läuft viel lauter und brummiger, vibriert außerdem spürbar stärker. Nicht nur ein bisschen, sondern wirklich deutlich. Auch aktuelle Dieselmotoren können ihr Verbrennungsprinzip nicht verheimlichen.

2. Das stimmt, ein (Turbo)dieselmotor braucht einfach keine hohen Drehzahlen, man kann flott fahren und trotzdem schon bei 2500 U/min. hochschalten.

3. Gerade das mit den Ausfallraten ist ein Mythos aus der Steinzeit. Aktuelle Dieselmotoren sind hochaufgeladen und technisch weitaus komplexer als Benziner ohne Turbolader, die Ausfallraten sind daher inzwischen höher als beim Benziner. Die Zeiten ändern sich halt, leider nicht immer allumfassend zum Besseren.

Und ja, in Sachen Sparsamkeit ist ein Dieselmotor immer noch absolut unschlagbar.

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Sie haben einen unkultivierten Motorlauf, sind nicht Drehfreudig.

Du hast offensichtlich in den letzten 10 bis 15 Jahren keinen modernen Diesel mehr gefahren...

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@Margotier

Fahr mal Du erst einen aktuellen Dieselmotor und direkt danach im gleichen Fahrzeug einen Benziner. Wenn Du dann keinen eklatanten Unterschied bemerkst, empfehle ich ein Hörgerät.

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@checkpointarea

Und inwiefern kann man nun vom Einzelfall auf den Generallfall schließen. Und btw: Aktuelle Dieselmotoren sind hochaufgeladen und technisch weitaus komplexer als Benziner ohne Turbolader, 

Das ist ja wohl nicht dein ernst. Man kann doch keinen Turbodiesel mit nem Saugbenziner vergleichen.

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kommt auf die Kilometerleistung an. Diesel und Benzin sagen dir was? Steuerlicher Aspekt; je nach Modell teurer als Benziner. Im Winter muss ein Diesel vorgeglüht werden.

Im Winter muss ein Diesel vorgeglüht werden.

Das ist technisch richtig und auch moderne Diesel haben noch eine entsprechende Kontrolleuchte, es spielt praktisch aber schon seit Jahren so gut wie keine Rolle mehr: vorgeglüht wird z. B. bereits beim Entriegeln der Tür. Man kann dann sofort den Motor starten.

Startet man dann allerdings nicht zeitnah den Motor, dauert das Vorglühen dann einige Sekunden (in der Zeit leuchtet dann die entsprechende Kontrolleuchte).

Bei Fahrzeugen ohne Zündschloss, die nur über einen Startknopf gestartet werden, zündet der Wagen in dem Fall erst nach dem Vorglühen.

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