Was sind die stationen der wiedervereinigung?

7 Antworten

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1989:

  1. Mai = Kommunalwahlen in der DDR

7./8. Juli= Tagung des Politischen Beratenden Ausschusses des Warschauer Paktes in Bukarest: Widerruf der Breschnew- Doktrin

  1. August= Paneuropäisches Picknick in Sopron; erste Massenflucht von Ostdeutschen über die österreichisch-ungarische Grenze

September= Formierung der Oppositionsgruppen in der DDR (10. September: Gründung- saufruf des Neuen Forums)

  1. September Öffnung der ungarisch-österreichischen Grenze

  2. September= 1. Ausreise der ostdeutschen Botschaftsflüchtlinge in Prag und Warschau

  3. Oktober= gewaltsamer Konflikt zwischen Demonstranten und staatlichen Sicherheitskräften am Dresdener Hauptbahnhof

  4. Oktober= 40-Jahr-Feiern der DDR

  5. Oktober= entscheidende Montagsdemonstration in Leipzig

  6. Oktober= Rücktritt Erich Honeckers als Generalsekretär der SED, Nachfolger: Egon Krenz

  7. Oktober= Schürer-Papier über die wirtschaftliche Lage in der DDR

  8. November= Massendemonstration auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz

  9. November= Öffnung der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze

  10. November= neue Regierung der DDR unter Ministerpräsident Hans Modrow; Montagsdemonstration in Leipzig: erstmals "Deutschland einig Vaterland"

  11. November =Regierungserklärung Modrows: Vorschlag einer Vertragsgemeinschaft beider deutscher Staaten

  12. November =Aufruf "Für unser Land"

  13. November= 10 -Punkte-Programm Helmut Kohls

  14. November = 4 Prinzipien der US-Regierung

  15. Dezember= Zusammentritt des Zentralen Runden Tisches der DDR in Ost-Berlin

8./9. Dezember= außerordentlicher Parteitag der SED –Wahl Gysis zum neuen Vorsitzenden

  1. Dezember =Zusammentreffen der Botschafter der 4 alliierten Siegermächte des 2. WK in Berlin

19./ 20. Dezember= Besuch Kohls in Dresden

  1. Dezember= Öffnung des Brandenburger Tors

1990

  1. Januar = Besuch Helmut Kohls bei François Mitterrand in Latche

  2. Januar= Sturm auf die Zentrale der Staatssicherheit in der Ost-Berliner Normannenstraße

  3. Januar= Entscheidung der sowjetischen Führung, eine deutsche Wiedervereinigung zu akzeptieren

  4. Januar= Rede Modrows vor der Volkskammer: die ökonomische Lage verschlechtere sich besorgniserregend

  5. Februar= Erweiterung der DDR-Regierung um Vertreter der Opposition

  6. Februar= Angebot einer Wirtschafts- und Währungsunion an die DDR durch die Bundesregierung

10./11. Februar= bundesdeutscher Regierungsbesuch in Moskau

  1. Februar= Etablierung des 2 -plus-4-Prozesses am Rande der Open-Skies-Konferenz in Ottawa

24./25. Februar= Besuch Kohls bei George Bush und Baker in Camp David

  1. März= Volkskammerwahlen in der DDR

  2. April= Bildung der Regierung de Maizière

  3. April= EG-Gipfel in Dublin

  4. Mai= erste 2-plus-4-Ministerkonferenz in Bonn

  5. Mai= Einrichtung des Fonds Deutsche Einheit

  6. Mai= Unterzeichnung des 1. Staatsvertrags über die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion

  7. Mai= amerik.-sowjet. Gipfel in Washington: Einverständnis Gorbatschows mit gesamtdeutscher NATO-Mitgliedschaft

  8. Juni= Verfassungsgrundsätzegesetz der Volkskammer

  9. Juni= zweite 2-plus-4-Ministerkonferenz in Ost-Berlin

  10. Juli= Inkrafttreten der deutschen Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion

2.–13. Juli= XXVIII. Parteitag der KPdSU

15./16. Juli =bundesdeutscher Regierungsbesuch in Moskau und im Kaukasus

  1. Juli= dritte 2-plus-4-Ministerkonferenz (zzgl. Polens) in Paris

  2. Juli=Ländereinführungsgesetz der Volkskammer

  3. August= Bruch der Koalitionsregierung der DDR

  4. August= Beschluss der Volkskammer über den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik zum 3. Oktober 1990

  5. August= Unterzeichnung des Einigungsvertrags (2.Staatsvertrag)

  6. September= vierte 2-plus-4-Ministerkonferenz und Unterzeichnung des Vertrags über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland

  7. Oktober= Wiedervereinigung: Beitritt der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen sowie Ost-Berlins zum Geltungsbereich des Grundgesetzes

  8. Oktober= Parlamentswahlen in den neuen Bundesländern

  9. Dezember= 1.gesamtdeutsche Bundestagswahlen

  10. März= Ratifizierung des 2-plus-4-Vertrags durch die Sowjetunion

  11. August= Putsch gegen Gorbatschow

  12. Dezember Auflösung der Sowjetunion

1992

  1. Februar= Vertrag von Maastricht

Literatur: Geschichte der Wiedervereinigung- 2009 -Deutschland einig Vaterland Verlag C.H.Beck

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ich weiß nicht ob es dir wirklich weiterhilft und habe auch leider nicht die genauen daten im kopf aber nach meiner erinnerung lagen die anfänge bei treffen von stoph und brandt in kassel und honecker und brandt in erfurt.

MEINER ANSICHT nach ist das wort "WIEDERVEREINIGUNG" schon eine völlig falsche fragestellung: "wieder" läßt sich nur vereinigen, was schon mal EINS war. das trifft auf ddr und bundesrepublik aber nicht zu: aus den besatzungszonen heraus hatten sich zwei völlig unterschiedliche staaten und gesellschaftsordnungen entwickelt, die nur eine oftmals unrühmliche geschichte gemeinsam hatten.

Selbstverständlich war Deutschland bis 1949 ein Staat/Land. Gegen den Willen des deutschen Volkes wurde D. von den Siegermächten zunäcst in 4 Besatzungszonen-dann in 2 nicht souveränene den Siegermächten hörige Staaten geteilt. Die Brd wurde durch die dortige Bevölkerung durch frei Wahlen legitimiert mit dem ausdrücklichen Wiedervereinigungsgebot u. dem zeitlich unbegrenzten Streben nach Einheit D.in der Präambel des GG. Die nach sowjet Vorbild in Gesellschaft u. Wirtschaft von der sowj Besatzungsmacht installierte DDR war niemals durch Wahlen legitimiert. Aus der Verfassung der DDR:"Deutschland ist eine unteilbare Republik ihre Hauptstadt ist Berlin"Die Wiedervereinigung war also auch Zieldes Ostens Und dieses Land/Staat Deutschland hatte nach der gewaltsamen Teilung das Recht, sich mit allen seinen verbliebene nTeilen sich wiederzuvereinigen

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@Zeitzeugenfall

zeitzeugen(un)fall - pardon, von Geschichte hast Du keine Ahnung!

Selbstverständlich war Deutschland bis 1949 ein Staat/Land.>

Von 1945 bis 1949 gab es Besatzungszonen in weiten Teilen des ehemaligen Deutschland.

Das Deutschland, das bis 1945 (nicht 1949!) existierte, umfasste bedeutend größere Territorien (Sudeten, Vorpommern, Ostpreußen usw.). Eine "Wiedervereinigung" hätte also diese Gebiete mit beinhalten müssen. Alles andere (z. B. der "Beitritt" der ehemaligen DDR zum GG-Gebiet der ehemaligen BRD im Jahre 1990) war deshalb keine "Wieder-", sondern bestenfalls eine "Neuvereinigung"! In diesem Fall aber auch das nicht! Dieses war eine blanke "Einverleibung"!

Beispiele aus dem Vorgeplänkel Kohl-Gorbatschow, dem Wirken der Treuhand uvam. gefällig - nullo Problemo!!

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Die Antwort von BULBAJO könnte von einem kommunist Funktionär stammen, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Deutschland wurde 1949 von den Besatzungsmächten gegen den Willen des deutsch. Volkes gewaltsam geteilt. Die DDR wurde von der Bevö. niemals durch Wahlen usw. legitimiert. Durch unsere Revol. 1989 u. durch die 1, freie Wahl am 18.3 90 ( 95%Wahlbetei. 98% für den Beitritt zur BRD) haben wir unseren Willen zur Einheit D. bekundet u.verwirklicht vor der deutsch Geschichte.Darauf sind wir im Osten stolz u. freuen uns täglich. Im Westen D. hat die Bevöl. in ihrem Grundgesetz mit dem Wiedervereinigungsgebot mit dem Vollzug der Einheit erfüllt. Selbst bei der Gründung der DDR war in deren verfassung die Wiederherstellung der deutschen Einheit=Wiedervereinigung oberstes Gebot.Daß sie später davon abrückte,hat das Volk nocht gewollt

Da Du mich persönlich anquatscht, hier meine persönliche Meinung zu Deinem Kauderwelsch, das inzwischen 8.-Klasse-Schüler selbst in diesem PISA-Land hier nur mitleidig belächeln dürften:

1) Deutschland wurde nicht erst 1949 geteilt, sondern durch Bi- und Trizone sowie Währungsreform im Westen bedeutend eher!

2) "Gegen den Willen des deutschen Volkes" ist blanker Hohn, allein wenn man an den Spruch des ersten Bundeskanzlers denkt: "Lieber das halbe Deutschland ganz als das ganze Deutschland halb!"

3) Doch - die DDR wurde durch Wahlen legitimiert, natürlich nicht durch Wahlen, wie Du das gern gehabt hättest!

Alles andere ist dumme Propaganda am Rande grenzenloser Debilität. So hat Karl-Eduard früher (mit anderen Vorzeichen) gepredigt!

vor der deutsch Geschichte> > hat die Bevöl. in ihrem Grundgesetz mit dem Wiedervereinigungsgebot mit dem Vollzug der Einheit erfüllt.>

Ich denke, Du solltest aufhören zu trinken!

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@babulja

Lese erst heute den weiteren Unsinn von babulja, deren Beantwortung sich eigentlich verbietet. Jedoch für den Fragesteller noch einmal : Ich habe die deutsche Geschichte von 1945 bis in Gegenwart bewußt u.mit Interesse in allen Entwicklungsabschnitten in Ost u. West erlebt. Aus meinen obigen Beiträgen habe ich nichts zu korrigieren -eher noch sehr viele Einzelheiten hinzuzufügen, worauf ich heute verzichte. Nur noch zu dem Unsinn von babulja :1. Deutschland wurde selbstvertändlich erst 1949 mit Bildung von 2 Staaten geteilt. Bei der Aufteilung in 4 Verwaltungszonen handelte es sich nicht um staatliche Teilung, sondern nur um Besatzung u. Verwaltung des ganzen D.auch im gemeinsamen Kontrollrat der 4 Mächte. 2.Das deutsche Volk wurde bei der Teilung 1949 in 2 Staaten wegen der untersch. Systeme der Sieger wurde nicht gefragt u. lehnte sich in großer Mehrheit dagegen auf.=ohne Erfolg Die BRD wurde nachträglich durch regelmäßige freie Wahlen legitimiert - was in der DDR niemals der Fall war.Wahlen in der DDR waren keine geheimen Wahlen u. ohne Gegenkandidaten = nur Zettel falten u. einwerfen. Wer bis mittags nicht da war, wurde "besucht" u. hatte Schwierigkeiten.Ebenfalls wer es wagte die zum Schein aufgestellte Kabine zu besuchen. 3. Im GG der BRD war von Beginn bis zur Wiedrvereinigung D 1990 in der Präambel sinngemäß " Das ganze deutsche Volk ist aufgerufen, in freier Selbstbestimmung die Einheit D. in Frieden u. Freiheit zu vollenden"Dieses Gebot wurde am 3.10.90 mit der Wiedervereinig. D. eingelöst.

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@babulja

Lese erst heute den weiteren Unsinn von babulja, deren Beantwortung sich eigentlich verbietet. Jedoch für den Fragesteller noch einmal : Ich habe die deutsche Geschichte von 1945 bis in Gegenwart bewußt u.mit Interesse in allen Entwicklungsabschnitten in Ost u. West erlebt. Aus meinen obigen Beiträgen habe ich nichts zu korrigieren -eher noch sehr viele Einzelheiten hinzuzufügen, worauf ich heute verzichte. Nur noch zu dem Unsinn von babulja :1. Deutschland wurde selbstvertändlich erst 1949 mit Bildung von 2 Staaten geteilt. Bei der Aufteilung in 4 Verwaltungszonen handelte es sich nicht um staatliche Teilung, sondern nur um Besatzung u. Verwaltung des ganzen D.auch im gemeinsamen Kontrollrat der 4 Mächte. 2.Das deutsche Volk wurde bei der Teilung 1949 in 2 Staaten wegen der untersch. Systeme der Sieger wurde nicht gefragt u. lehnte sich in großer Mehrheit dagegen auf.=ohne Erfolg Die BRD wurde nachträglich durch regelmäßige freie Wahlen legitimiert - was in der DDR niemals der Fall war.Wahlen in der DDR waren keine geheimen Wahlen u. ohne Gegenkandidaten = nur Zettel falten u. einwerfen. Wer bis mittags nicht da war, wurde "besucht" u. hatte Schwierigkeiten.Ebenfalls wer es wagte die zum Schein aufgestellte Kabine zu besuchen. 3. Im GG der BRD war von Beginn bis zur Wiedrvereinigung D 1990 in der Präambel sinngemäß " Das ganze deutsche Volk ist aufgerufen, in freier Selbstbestimmung die Einheit D. in Frieden u. Freiheit zu vollenden"Dieses Gebot wurde am 3.10.90 mit der Wiedervereinig. D. eingelöst.

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@babulja

Lese erst heute den weiteren Unsinn von babulja, deren Beantwortung sich eigentlich verbietet. Jedoch für den Fragesteller noch einmal : Ich habe die deutsche Geschichte von 1945 bis in Gegenwart bewußt u.mit Interesse in allen Entwicklungsabschnitten in Ost u. West erlebt. Aus meinen obigen Beiträgen habe ich nichts zu korrigieren -eher noch sehr viele Einzelheiten hinzuzufügen, worauf ich heute verzichte. Nur noch zu dem Unsinn von babulja :1. Deutschland wurde selbstvertändlich erst 1949 mit Bildung von 2 Staaten geteilt. Bei der Aufteilung in 4 Verwaltungszonen handelte es sich nicht um staatliche Teilung, sondern nur um Besatzung u. Verwaltung des ganzen D.auch im gemeinsamen Kontrollrat der 4 Mächte. 2.Das deutsche Volk wurde bei der Teilung 1949 in 2 Staaten wegen der untersch. Systeme der Sieger wurde nicht gefragt u. lehnte sich in großer Mehrheit dagegen auf.=ohne Erfolg Die BRD wurde nachträglich durch regelmäßige freie Wahlen legitimiert - was in der DDR niemals der Fall war.Wahlen in der DDR waren keine geheimen Wahlen u. ohne Gegenkandidaten = nur Zettel falten u. einwerfen. Wer bis mittags nicht da war, wurde "besucht" u. hatte Schwierigkeiten.Ebenfalls wer es wagte die zum Schein aufgestellte Kabine zu besuchen. 3. Im GG der BRD war von Beginn bis zur Wiedrvereinigung D 1990 in der Präambel sinngemäß " Das ganze deutsche Volk ist aufgerufen, in freier Selbstbestimmung die Einheit D. in Frieden u. Freiheit zu vollenden"Dieses Gebot wurde am 3.10.90 mit der Wiedervereinig. D. eingelöst.

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Die Verfassung der DDR von 1949 wörtlich:" Deutschland ist eine unteilbare Republik, ihre Hauptstadt ist Berlin" Die im 1. Kommentar angeführte angebliche Aussage von Egon Bahr über unsere 1.freie Wahl im Osten Deutschlands vom 18.3.90 kann ich nur sagen: Wenn diese stimmt, hat der Bahr uns im Osten u. die deutsche Geschichte insgesamt vollkommen verraten, wie weite Teile der SPD auch. Das Wiedervereinigungsgebot im GG und alle internationalen Verträge der BRD -auch alle Ostverträge -hielten stets an der deutschen Wiedervereinigung fest. Besonders CDU/CSU haben immer hartnäckig daran festgehalten. Dafür werden wir im Osten immer dankbar sein u.das wird in der Geschichte immer Platz haben.

Sprich bitte nicht im Namen aller (Ost-)Deutschen, ich und viele Andere finden nichts wofür man da dankbar sein sollte! Dafür ist nun wirklich zuviel kaputt gemacht worden und schief gegangen ... so eine Deindustrialisierung wie wir Sie nach 1990 erlebten haben nicht mal die ach so bösen Russen mit der Demontage der Industrie nach 1945 geschaft, die im übrigrigen von allen 4 Siegermächten beschlossen wurde!

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zeitzeugen(un)fall - im GG steht nichts von "Wiedervereinigung", wohl aber etwas von "Beitritt"! Verstehst Du den kleinen, aber feinen Unterschied??

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