Was sind die Schäden bei Hirnblutungen und sind diese wirklich nicht reversibel?

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6 Antworten

Es kommt auf die Schnelligkeit und Massivität der Einblutung an, hängt es auch vom Beginn der Erstversorgung ab.

Ob das Opfer Vorschäden wie etwa Aneurysma hatte, bestimmte Medikamente nahm...

Das austretende Blut übt natürlich Druck innerhalb des Hirnes aus und führt zu Gewebsuntergängen.

Meine Mutter hatte ein Hirnaneurysma: sie klagte in der Nacht über Kopfschmerzen und Übelkeit, um dann aber wieder ein zu schlafen, wunderte ich mich morgens aber,dass sie partout nicht aufwachte, ihr allerdings gönnend, dass sie mal länger ratzt.

Als sie endlich kam, verblüffte sie mich, denn sie hielt die Augen geschlossen und hatte ihre Brille nicht bei, um aber zu meinen, schnell auf Toi zu müssen.

Also geleitete ich sie dahin und stutzte, als sie meinte, dass ja keine Tür da sei, was mich ihr sagen liess: Doch. Ich mach sie dir auf!

Aber im nächsten Moment hockte sie schon: Dann mach ich eben hier!, um wirklich in den Flur zu pieseln...

Ich war endlich so ratlos, dass ich meine Schwester anrief, die den Notruf tat:

Mütt wurde ins KKH geflogen, auch schnell operiert, wobei sich rausstellte: gerissenes Hirnaneurysma, und es kam jede Hilfe zu spät, starb sie friedlich, ohne das Bewusstsein zurück erlangt zu haben, lG.

michi57319 16.05.2017, 21:50

Danke für deinen Erfahrungsbericht. Er zerstört jedoch auch noch den letzten Funken Hoffnung, an den ich mich klammere.

Ich bin am Boden zerstört, weil mein Papa sterben wird. Wir haben beschlossen, ihn nicht wieder aufwachen zu lassen, die Blutungen sind bis ins Stammhirn vorgedrungen. Es war sein dringlichster Wunsch zu Lebzeiten, ihm ein Leben als Pflegefall zu ersparen. Es tut nur so verdammt weh.......

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ilknau 16.05.2017, 22:01
@michi57319

Ach, Lieb, das tut mir wirklich Leid und war nu8n wirklich nicht meine Absicht .

Blutungen bis ins Stammhirn - damit wäre dein Paps nur noch ein atmendes Etwas, das stumm in Inneren leidet, aber sich nicht mehr aktiv äussern kann.

Für Paps ist es besser so...

Und meine Mamusch wünschte sich genau dieselbe Art: Ex und Hopp!, denn sie erlebte, wie lang das Leiden in der Medizin- Industrie sein kann an ihrer Mutter.

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michi57319 16.05.2017, 22:07
@ilknau

Vorgestern haben wir noch zusammen gelacht, gestern Mittag Blumenerde gekauft, um 16 Uhr trafen wir uns auf der Intensivstation, um kurz vor fünf ging der Heli, seit heute nehme ich Abschied.

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ilknau 16.05.2017, 22:16
@michi57319

Ὼ eben. Mein Herzliches Beileid dir, euch. Hauptsache: ihr seid bei ihm. DAS hat er sicher gespürt.

Meine Mamusch auch.

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Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass man solche Vorhersagen nicht treffen kann.

Ich habe bei meinem Sohn den Kater eingehütet und wollte nach Hause fahren, Meine Sachen brachte ich Richtung Auto, als eine starke Windbö mir ins Gesicht wischte. Ich bekam irrsinnige Kopfschmerzen. Ich hatte mein Leben lang Migräne, aber diese SDchmerzen waren mit nichts zu vergleichen. Mir liefen die Tränen übers Gesicht, mir wurde schwindelig, und wer mich gesehen hat, dachte bestimmt, ich hätte getrunken. Es hat Stunden gedauert, bis ich mein Auto beladen und die 300 km wieder nach Hause gefahren bin.

Unterwegs habe ich an einer Raststätte gehalten, die Leute haben mich ganz komisch angesehen, das weiss ich noch, aber ich wollte nur noch nach Hause. In meinem Wohnort war ich noch einkaufen (immer noch heulend), und als ich endlich Zuhause war, habe ich mich sofort ins Bett gelegt. Nach 3 Tagen schlimmster Kopfschmerzen, war alles vorbei und meine Schmerzen weg.

Einen Tag später bin ich dann ausgerutscht und hingefallen, ich war etwas unsicher auf den Beinen, und habe mir das Sprunggelenkt gebrochen. Im Krankenhaus wurde ich sofort zur OP vorbereitet und habe dort auch immer wieder auf meine wahnsinnigen Kopfschmerzen, die wieder auftraten, hingewiesen. Man meinte, ich sei bestimmt mit dem Hinterkopf aufgeschlagen, oder es sei meine Migräne.

3 Wochen lag ich im KH, bekam gegen diese Schmerzen alles, was es gibt. Ich konnte plötzlich nicht mehr lesen oder das Gelesene verstehen. Es fiel mir schwer, zu sprechen oder zu verstehen, was man mir erzählte, ich stand völlig neben mir. und war vollkommen durcheinander. Wusste nicht mehr, was ein Telefon ist und wie man es bedient, habe meinen Nintendo FS in Gänden gehalten und nicht gewußt, was das für ein Teil war. Nach 3 Wochen kam ich aus dem Krankenhaus, aber meine Schmerzen waren immer noch da.

Nach weiteren 4 Wochen war ich beim Arzt, der mir dann eine Überweisung zum CT gab, weil ihm nicht klar war, weshalb ich immer noch so schlecht drauf war. Ich bekam sogar am gleichen Tag diese Untersuchung und man teuilte mir mit, dass ich eine schwere, nach insgesamt knapp 8 Wochen immer noch hühnereigroße Hirnblutung hätte. Lebensrettend hat sich bei mir ausgewirkt, dass ich in diesen Wochen wegen einer anderen Erkrankung Cortison genommen habe.

Jetzt, nach 5 Jahren, ist alles wieder da: Meine Fremdsprachenkenntnisse, mein Lesevermögen, meine Erinnerung. Ich kann normal sprechen und habe keinerlei Bewegungseinschränkung (nur die, die mit meinem altersadäquaten Wirbelsäulenproblem zu erklären sind). Es ist, als hätte ich nie etwas gehabt.

Einige Zeit lang hatte ich Epilepsie-ähnliche Anfälle, je länger aber die Zeit vergeht, desto eher neige ich zu einer anderen Erklärung dafür, gleichwohl können sie mit der Hirnblutung zusammenhängen. Ich nehme Medikamente und bin vollkommen anfallsfrei.

Ich rate Dir, die die Hoffnung aufzugeben, und so viel wie möglich zu unternehmen, um die richtige Behandlung zu bekommen. Wie Du siehst, wurde bei mir absolut gar nichts gemacht, und trotzdem lebe ich noch und kann sogar bei GF gute Ratschläge geben.

Hey,

wie so häufig kann man das pauschal nicht sagen. Es hängt vom Schweregrad und vom Ort der Blutung ab, wie die Prognose für den Patienten bestellt ist. Darum wird zwischen intrazerebralen und epiduralen Hämatomen unterschieden.

Durch die Einblutung in gesundes Hirngewebe kommt es zu einer Erhöhung des Hirndrucks und damit in schweren Fällen zu einer krankhaften Ausweitung der Hirnmasse bis an die Schädelknochen (Hirnödem). Das Hirngewebe wird bei der Einblutung geschädigt und so ist in vielen Fällen leider ein schlechter Ausgang zu befürchten, dessen Wahrscheinlichkeit sich mit zunehmender Großflächigkeit der Einblutung verstärkt.

Lg

michi57319 17.05.2017, 22:50

Hirndruck war hoch, das Stammhirn betroffen. Kein Lidreflex mehr, Ungleichheit der Pupillen. Alles in allem haben wir in seinem Sinne veranlasst, die Therapien einzustellen. Jetzt begleiten wir ihn rund um die Uhr beim Sterben.

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Hallo.

Meine SCHWESTER HAT EINEN Gehirnschlag VOR DER Intensivstation IM Krankenhaus BEKOMMEN. Gott sei Dank waren die richtigen Ärzte sofort da., deshalb konnten die durch Veröden erst einmal stoppen.
Die OP kam Später aber es hat noch geholfen.
Sie kann zwar nicht alles wie früher aber zu 80%. Glück gehabt.

michi57319 17.05.2017, 22:49

Mein Vater bekam Brilique, dagegen gibt es kein  Antidot. Die Blutungen konnten nicht gestoppt werden. Wir lassen ihn nun gehen, die Schäden sind so gravierend, daß er beatmungs- und ernährungspflichtig würde. Das ist genau das, was er nicht wollte und wir haben die Therapien gestern abgebrochen.

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