Was sind die Nachteile der EU (wirtschaftlich, politisch und kulturell)?

13 Antworten

Fehler im Konzept derEU:

1.Der Euro ist zu früh eingeführt und es sind zuviele Länder mit strukturell schwacher Wirtschaftdaran beteiligt.

2.Einige osteuropäische Länder sind frisch aus dem Einflußkreis der Sowjetunion,,entlassen" und wurden anschließend schnell in die EU aufgenommen. Keine Erfahrung mit Demokratie; nur mit Korruption und Diktatur.

3.Das Schengen-Abkommen (keine Kontrolle an den Binnengrenzen) ist ein Fehlentscheid erster Klasse. Das Argument, dass Schwerverbrecher auch mit Kontrollen die Grenze überschreiten, haut nicht hin. Außerdem ist die vorgesehene strenge Überwachung der Außengrenze noch nicht eingeführt.

4.Gebetsmühlenartigwird die sogenannte Personen-Freizügigkeit als Grundsatz verkündet. Die ungünstigen Folgen davon werden totgeschwiegen.

5.Zuviel zentralistische Bürokratie. Zuviele Details werden in Brüssel vorgeschrieben.

6.Enormer finanzieller Aufwand. Die europäischen politischen Verwaltungsorgane sind zwischen Brüssel, Straßburg und  Luxembourg aufgeteilt. Viele, viele Stunden pro Woche an Reiseaufwand.

7.Der verwerfliche,,Thatcherismus" wird übernommen und zum Standard erklärt. Die Liberalisierung der Eisenbahnen hat in Großbritannien mehr Unfälle und höhere Tarife bewirkt. Auch die elektr. Strompreise für Endverbraucher sind seit der Liberalisierung gestiegen.

zu 1. Warum und für wen soll das ein nachteil sein? Für unsere wirtschaft ist das eher ein exportvorteil.

zu 2. Und die bekommen mehr und schneller "demokratische Erfahrung" ohne EU?

zu 3. Der verzicht auf Binnengrenzen ist ja gerade der vor allem wirtschaftlich bewusst gewollte Zweck des Schengen-Abkommens. Wer wieder Grenzkontrollen möchte, nimmt sehenden Auges eine deutliche verteurung der verbraucherpreise in kauf. Selbstverständlich könnten auch "Schwerverbrecher" mit Kontrollen Grenzen überschreiten. Und natürlich werden auch die Außengrenzen streng überwacht. Allerdings haben wir da ggewollt keine mauern und Selbstschussanllagen...

4. warum nennst du denn dann nicht die vrmeintlich ungünstigen Folgen der Arbeitnehmerfreizügigkeit?

5. Welche denn? Gegenthese: Auch wenn es keine EU-Vorschriften gäbe, würde es nicht weniger Vorschriften geben, sondern genausoviele, da es immer noch den Regelungsbedarf gäbe. Nur i jedem einzelnen Land gesondert. Genau mit DIESEM nationalistischen Bürokratiewahn macht die EU Schluss!

6. Dummes Zeug. Als ob Verwaltungsangestellte ständig zwischen Verwaltungsstandorten pendeln müssten. Auch bei uns ist die verwaltung zwischen Bund, Ländern nd kommunen auufgeteilt. So what?

7. Noch mehr Unsinn. Die Privatisierung von Staatsbetrieben bleibt ja auch derzeit eine nationale entscheidung und gerade NICHT eine der EU. Wie effizient also die Briten oder andere privatisieren, ist gerade KeINE angeleenheit der EU!

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@atzef

Danke für die kritische Auseinandersetzung mit meinen Antworten. Wenn ich mal unkritischen Sätze wie ,,dummes Zeug" übersehe, dann ist es sehr erfreulich, dass wir die unterschiedlichen Ansichten diskutieren können.

  1. Die Frage war nicht ,,Vorteil für Deutschland" sondern allgemein ,,Vorteil". Außerdem kann die massive Unterstützung für Länder wie Griechenland und Portugal, demnächst auch Italien doch nicht im Vorteil der nordwesteuropäischen Länder sein!  Und hast Du nicht gemerkt, wie stark die Preise seit Einführung des (T)euro gestiegen sind? Ist das ein Vorteil?
  2. Natürlich nicht; da hast Du recht. Nur ist es nicht Aufgabe der EU,  ,,politische Entwicklungshilfe" zu betreiben auf Kosten der eigenen Einwohner. Genauso wie man jetzt von der Türkei verlangt, wäre zuerst ein Reifungsprozess notwendig gewesen.
  3. Mit Grenzkontrollen wird nicht gemeint, dass alle Waren verzollt werden müssen, sondern das man beim Grenzübertritt einen Ausweis zeigen muss. Hat mit Verteuerung der Waren nichts zu tun. Das die Außengrenzen streng überwacht werden, gilt nur für den Flugverkehr. (Vielleicht auch an den Häfen; das weiß ich nicht)
  4. Lohndrückerei, unterschiedliche berufliche Qualifikationen, Mißbrauch von Sozialversicherungen usw. Nachzulesen bei den Motivationen für ,,Brexit".
  5. Vielleicht in Deutschland, wo alles geregelt werden muss. In einigen anderen Ländern braucht es andere Regelungen. Beispiel aus einem anderen Antwort: In MeckPom muss jetzt ein Seilbahngesetz erstellt werden, obwohl es dort keine Seilbahnen gibt. Ich bin erstaunt, diesen Einwand aus Deutschland zu bekommen, obwohl gerade in Deutschland als Föderationsstaat klar sein sollte, dass zentrale Regelungen nicht immer angebracht sind (Bundes- und Länderebene)
  6. Vielleicht findest Du im Internet Angaben darüber. Früher habe ich mal ein Zeitungsbericht darüber gelesen, wie viele tausend Mannstunden im Jahr mit diese Pendlerei verloren gehen. Dein Vergleich mit Bund, Ländern und Kommunen ist ,,dummes Zeug" um Deine Wortwahl zu übernehmen, weil es keine untergeordneten Ebenen betrifft, sondern alles Teile der europäischen Verwaltung sind.
  7. Hier haben wir unterschiedliche Informationsquellen. Ich weiß, das  die EU die Schweizer Eisenbahnen und Elektrizitätsunternehmungen dazu gezwungen hat, Netz und Betrieb zu entflechten und den Markt für Privatunternehmen zu öffnen. Solche Eingriffe haben immer Preiserhöhungen verursacht; mit Ausnahme der Telefonie, wo die Konkurrenz tatsächlich wesentliche Preissenkungen bewirkt hat.

Danke für die ,,Ehre" dass Du Dich mit meinen Argumenten auseinandergesetzt hast. Bei den anderen Antworten steht das noch aus?

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@ulrich1919

Außerdem kann die massive Unterstützung für Länder wie Griechenland und Portugal, demnächst auch Italien doch nicht im Vorteil der nordwesteuropäischen Länder sein!

Doch, genau das. Wenn Griechenland, Portugal und Italien kein Geld mehr haben, kaufen sie auch keine Produkte der nordwesteuropäischen Länder mehr

Und hast Du nicht gemerkt, wie stark die Preise seit Einführung des (T)euro gestiegen sind?

Ich habe das nicht gemerkt. Das haben immer nur alle behauptet. Also wollte ich es genau wissen und habe nachgesehen.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1046/umfrage/inflationsrate-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahr/
Jetzt weiss ich, warum ich es nicht gemerkt habe.

Mit Grenzkontrollen wird nicht gemeint, dass alle Waren verzollt werden müssen, sondern das man beim Grenzübertritt einen Ausweis zeigen muss. Hat mit Verteuerung der Waren nichts zu tun.

Nein, die Mehrkosten von mehreren Milliarden, die durch Wartezeiten an den Grenzen entstehen, tragen selbstverständlich die Logistikunternehmen, ohne einen Cent an deren Auftraggeber zu berechnen. Ist schon klar, ne?

Lohndrückerei, unterschiedliche berufliche Qualifikationen, Mißbrauch von Sozialversicherungen usw. Nachzulesen bei den Motivationen für ,,Brexit".

Lohndrückerei und unterschiedlichliche berufliche Qualifikation hat also die englischen Rentner dazu bewogen, für den Brexit zu stimmen. Interessant.

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@dataways

Danke für die Gegenargumente! Ich glaube, dass der ursprüngliche Fragesteller jetzt genügend Argumente und Diskussionsstoff hat um sich eine Meinung zu bilden für seinen Auftritt in der Schule.

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@ulrich1919

1. Der "Teuro" ist ein Vorurteil. Auch mit D-Mark hätten wir Inflation. Maßgeblich ist die Entwicklung der Reallöhne. Und die steigen. Die Unterstützung für finanziell anggeschlagene Länder ist nicht "massiv" und kostet uns keinen Pfennig. Vielmehr verdienen wir massiv daran! Ferner halten die Probleme den eurowechselkrs relativ niedrig. Das ist eine enormer Vorteil für unsere Exportwirtschaft.

2. Natürlich hätte man den beitrittsprozess abgestufter und langmütiger gestalten können. Aber Aber diese bloße Erwägung stellt noch keinen einzigen Nachteil dar. Entwiclungshilfe in jedweder Form stellt "Kosten" dar. Aber eben auch "Nutzen". Es ist unredlich, nur über eine Seite zu reden. in der Bilanz sind wir der Exportweltmeister und eines der wirtschaftlich, sozial reichsten und politisch stabilsten Länder der Welt in einer etsprechenden region!

3. Nun lieen die Außengrenzen der EU nunmal in der Regel an Küsten...:-) An den osteuropäischen Außengrenzen warst du wiederum noch nie...Das liest man. :-)

4. Beim "Brexit" lese ich nur nationalistisch und ausländerfeindlich motivierte Vorurteilspflege. Nenn mir ein einziges beispiel für lohndumping im deutschen mindestlohnland... was meinst du mit unterschiedlichen beruflichen qualifikationen? Was mit "Missbrauch von Sozialsystemen"? Ansonsten werden die Briten (und wir auch) schon noch vorgeführt bekommen, welche Konsequenzen der "harte Brexit" haben wird.

5. In MP "muss" ein Seilbahngesetz verabschiedet werden? Ich halte das für dummes zeug. Versuch mal, das zu bellegen...:-) Ud natürlich muss auch nicht nur n deutschland "alles geregelt" werden, sondern in jedem anderen Land auch im Interesse transparenten verbraucherschutzes. Auuch in Deutschland ibt es schließlich im Interesse von Konsumenten und Produzenten nicht für jeden reelungsbedarf unterschiedliche regelungen in jedem Bundesland.

Din-Normierung zum verlässlichen Vorteil aller setzt Verallgemeinerung voraus.

6. was immer du da glaubst, im Internet gefunden zu haben: Auch die eu-Verwaltungsangestellten arbeiten in einem Büro und nicht in 4 verschiedenen an 4 standorten. :-)

7. warum sollte die EU der Schweiz Vorschriften über deren Bahnverkehr machen, wo die noch nicht einmal Mitgied der EU sind? Das klingt nicht plausibel.

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@atzef

Punkt 7: Plausibel oder nicht: Es ist Teil der bilateralen Verträge CH - EU. Die EU hat verlangt, dass viele interne Regeln auch für die Schweiz gelten.

Die anderen Gegenargumente nehme ich zur Kenntnis. Danke für die Mühe, jedes Argument kritisch zu betrachten. Ich lerne gerne dazu!
 Ich glaube aber, dass der ursprüngliche Fragesteller seinen Einsatz heute geleistet hat und es nicht mehr sehr sinnvoll ist, weiter hin und her zu argumentieren.

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Oh, mir fällt da auch als EU-Befürworter (mit LK bzw. Abiturfach Geschichte - Kursbester) schon einiges ein.

Also tatsächliche Nachteile und Umstände, die man als Vor- aber auch als Nachteil sehen kann. Meistens letzteres.

Aber eine Sonntagsfrage für 'ne Stunde am Montag? Bisschen spät, sich mit der Aufgabe zu beschäftigen, oder?

Und dann noch fälschlich  mit "Sex" taggen, nur um mehr Leute zu erreichen?

Nö, bei so viel Dreistigkeit verzichte ich dann doch auf eine inhaltliche Antwort, und wünsche viel Erfolg mit dem Unsinn, denn ich hier bei bisherigen Antworten so lese. =:-o

Wenn Du dich danach richtest, dürfte wohl vorher feststehen, dass keine gute Note bei rauskommt ...

Die EU ist ein künstliches Staatengebilde, vergleichbar mit der Sowjetunion (darum bezeichnet man die EU auch als EUdSSR) oder der VR Joguslawien.

Und künstliche Staatengebilde haben die Angewohnheit, auf kurz oder lang wieder zu zerfallen.

Denn Zuneigung bzw. ein Zugehörigkeitsgefühl entsteht durch Ähnlichkeit.

Und die grösstmögliche Gemeinschaft, in der diese Ähnlichkeit und das damit vorhandene Zugehörigkeitsgefühl vorhanden ist, ist die Nation, die sich dann in einem Nationalstaat organisiert.

Diese Organisation ist natürlich und entsteht von alleine. Aber alles was darüber hinaus geht, ist künstlich und oftmals mit Zwang verbunden.

Deswegen können künstliche Staatengebilde, sei es die EU, die Sowjetunion, die VR Joguslawien o.a. auf Dauer nicht bestehen und zerfallen wieder.

Am Ende setzen sich immer die Nationalstaaten durch.

Als NACHTEIL kann ich NUR Regelungen sehen, die Verbrauchern WENIGER Schutz, als die landeseigenen Gesetze bieten. Vermutlich wäre das CETA- Abkommen bezüglich genmanipulierter Lebensmittel für UNS\MICH nachteilig. ICH WILL solches Zeug NICHT!!

Bei Rechts- und Gesetzesangleichungen einigt man sich im unteren Level. Löhne, Gehälter, Sozialabsicherungen werden nach unten angeglichen.

Normen werden durch Angleichung nach unten gesenkt, die Sicherheit bei Maschinen und Menschen usw. wird abgesenkt.

EU-Richtlinien müssen umgesetzt werden, obwohl sie in gewissen Regionen unnötig sind. In der Norddeutschen Flachebene müssen Gesetze und Regelungen für Seilbahnen eingeführt werden, obwohl es keine Seilbahnen gibt.

Die Beschilderung im Verkehrswesen und öffentlichen Räumen (Notausgänge, Fahrstuhl, Straßenverkehr...) muss einheitlich geregelt sein. Das führt zum Regulierungswahn.

Zur Wettbewerbsangleichung werden angleichende Regeln geschaffen. Strafzölle zum Schutz der heimischen Wirtschaft werden abgeschafft.

Die EU verhindert regionale Besonderheiten und muss gleichzeitig Gesetze schaffen um regionale Produkte zu schützen. Bei Lebensmitteln müssen Gesetze erfunden werden um den Schwarzwälder Schinken zu schützen. Das gleiche gilt für Schafskäse oder Hirtenkäse, Leberkäse :-), Mozzarella, Parmaschinken, Balsamicoessig.

Zapfsäulen an Tankstellen müssen neben dem einheimischen Begriffen für Benzin, Diesel usw. EU einheitliche Kennzeichen benutzen (neues Gesetz).

Die einheitliche Währung behindert den Urlaubsspaß, Umrechnungen entfallen. Wechselstuben gehen pleite, weil es nichts zu wechseln gibt, die Arbeitslosenzahlen steigen.

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