Was sind die Nachteile der EU (wirtschaftlich, politisch und kulturell)?

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13 Antworten

Als NACHTEIL kann ich NUR Regelungen sehen, die Verbrauchern WENIGER Schutz, als die landeseigenen Gesetze bieten. Vermutlich wäre das CETA- Abkommen bezüglich genmanipulierter Lebensmittel für UNS\\\\MICH nachteilig. ICH WILL solches Zeug NICHT!!

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Sieh dir doch die momentane finanzielle Situation an. Durch die einheitliche Währung werden den Mitgliedsländern quasi die gleiche Gangart aufgedrückt. Das ist aber problematisch, da nicht jedes Land die selben wirtschaftlichen, geschweige politischen Strukturen hat.

Politisch gesehen würden kleinere Länder von den größeren übervorteilt. Sieh dir doch mal die Statistik in Dänemark an, was die dortigen "Flüchtlinge" angeht. Beinahe nur 25 Prozent fanden dort von denjenigen eine Arbeit, welche vor 10 Jahren(!!!) dort eingewandert sind. die restlichen 75 Prozent sitzen auf dem trockenen. Das gerade diese Staaten von einer Quote nicht begeistert sind, liegt auf der Hand.

Ebenso sind einige Mitgliedsstaaten von den kulturellen Begleiterscheinungen nicht gerade begeistert. Das fängt schon bei den Lebensmittelvorschriften der EU an.

Das dann der "kleine Mann" sich platt an die Wand gedrückt fühlt, kann man also absolut verstehen. Daher auch der Erfolg in GB und deshalb der Brexit.

Erst kürzlich hat die französische Politikerin Marine Le Pen gesagt, das Frankreich im Falle ihres Wahlsieger aus der EU austreten werde.

Der amerikanische Außenminister gab der Euro-Zone nur noch eineinhalb Jahre. Sie dir mal Italien an. Das steht wirtschaftlich an der Wand.

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Fehler im Konzept derEU:

1.Der Euro ist zu früh eingeführt und es sind zuviele Länder mit strukturell schwacher Wirtschaftdaran beteiligt.

2.Einige osteuropäische Länder sind frisch aus dem Einflußkreis der Sowjetunion,,entlassen" und wurden anschließend schnell in die EU aufgenommen. Keine Erfahrung mit Demokratie; nur mit Korruption und Diktatur.

3.Das Schengen-Abkommen (keine Kontrolle an den Binnengrenzen) ist ein Fehlentscheid erster Klasse. Das Argument, dass Schwerverbrecher auch mit Kontrollen die Grenze überschreiten, haut nicht hin. Außerdem ist die vorgesehene strenge Überwachung der Außengrenze noch nicht eingeführt.

4.Gebetsmühlenartigwird die sogenannte Personen-Freizügigkeit als Grundsatz verkündet. Die ungünstigen Folgen davon werden totgeschwiegen.

5.Zuviel zentralistische Bürokratie. Zuviele Details werden in Brüssel vorgeschrieben.

6.Enormer finanzieller Aufwand. Die europäischen politischen Verwaltungsorgane sind zwischen Brüssel, Straßburg und  Luxembourg aufgeteilt. Viele, viele Stunden pro Woche an Reiseaufwand.

7.Der verwerfliche,,Thatcherismus" wird übernommen und zum Standard erklärt. Die Liberalisierung der Eisenbahnen hat in Großbritannien mehr Unfälle und höhere Tarife bewirkt. Auch die elektr. Strompreise für Endverbraucher sind seit der Liberalisierung gestiegen.

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Kommentar von atzef
05.02.2017, 14:45

zu 1. Warum und für wen soll das ein nachteil sein? Für unsere wirtschaft ist das eher ein exportvorteil.

zu 2. Und die bekommen mehr und schneller "demokratische Erfahrung" ohne EU?

zu 3. Der verzicht auf Binnengrenzen ist ja gerade der vor allem wirtschaftlich bewusst gewollte Zweck des Schengen-Abkommens. Wer wieder Grenzkontrollen möchte, nimmt sehenden Auges eine deutliche verteurung der verbraucherpreise in kauf. Selbstverständlich könnten auch "Schwerverbrecher" mit Kontrollen Grenzen überschreiten. Und natürlich werden auch die Außengrenzen streng überwacht. Allerdings haben wir da ggewollt keine mauern und Selbstschussanllagen...

4. warum nennst du denn dann nicht die vrmeintlich ungünstigen Folgen der Arbeitnehmerfreizügigkeit?

5. Welche denn? Gegenthese: Auch wenn es keine EU-Vorschriften gäbe, würde es nicht weniger Vorschriften geben, sondern genausoviele, da es immer noch den Regelungsbedarf gäbe. Nur i jedem einzelnen Land gesondert. Genau mit DIESEM nationalistischen Bürokratiewahn macht die EU Schluss!

6. Dummes Zeug. Als ob Verwaltungsangestellte ständig zwischen Verwaltungsstandorten pendeln müssten. Auch bei uns ist die verwaltung zwischen Bund, Ländern nd kommunen auufgeteilt. So what?

7. Noch mehr Unsinn. Die Privatisierung von Staatsbetrieben bleibt ja auch derzeit eine nationale entscheidung und gerade NICHT eine der EU. Wie effizient also die Briten oder andere privatisieren, ist gerade KeINE angeleenheit der EU!

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1. Ausufernde Bürokratie
Im Zentrum der Kritik steht vor allem die ausufernde Bürokratie der Europäischen Gemeinschaft. Nach inoffiziellen Schätzungen sind knapp 170.000 Menschen mit der Formulierung, der Implementierung und Überwachung der europäischen Gesetzgebung beschäftigt.

2. Regulierung und Zentralisierung behindert Freiheit und Wirtschaft
Europa als dynamischer Kontinent lebt vor allem auch durch den Wettbewerb. Kaum eine gesellschaftliche Ebene ist heutzutage von den Regulierungen der europäischen Verwaltung unberührt. Diese Eingriffe behindern auf vielfältige Weise die Bemühungen einzelner.

3. Mangelnde Transparenz der Entscheidungen der EU
Um willkürlichen Machtgebrauch zu verhindern, ist ein Mindestmaß an Transparenz von Nöten. EU-Behörden haben die Entscheidungsprozesse sehr kompliziert gemacht und diese außerhalb der öffentlichen Aufmerksamkeit platziert.

4. Wenig Gemeinsamkeiten der EU-Mitgliedsstaaten
In Europa gibt es keine gemeinsame Sprache und damit keine gemeinsame Öffentlichkeit. Ein konstruktiver Diskurs kommt nicht zustande. Egoismus ist vorprogrammiert: jeder nimmt, was er kriegen kann, Rücksicht wird kaum genommen.

Hoffe dir reichen diese vier Argumente. Damit sollte man auf jeden Fall diskutieren können.

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Kommentar von Safecock
05.02.2017, 12:48

Du hast Punkt 5 vergessen, die Währungsunion könnte scheitern

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Kommentar von cdufh
05.02.2017, 12:50

Nein, Punkt fünf halte ich für äußerst unwahrscheinlich.

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Ein Nachteil ist, daß ewiggestrige Nationalisten wieder Aufwind bekommen, weil einige Gesetze nicht mehr im eigenen Land gemacht werden.

 "Die Bürokraten in Brüssel" ist ein gängiger Slogan, die für alles Ungemach in Europa verantwortlich gemacht wird. 

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Kommentar von abibremer
06.02.2017, 19:02

MEIN gängiger Spruch, den ich ALLEN Nörglern entgegenschleudere: Mach s doch BESSER! Das aber macht den jeweiligen Herrschaften zu viel Arbeit!!!

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Oh, mir fällt da auch als EU-Befürworter (mit LK bzw. Abiturfach Geschichte - Kursbester) schon einiges ein.

Also tatsächliche Nachteile und Umstände, die man als Vor- aber auch als Nachteil sehen kann. Meistens letzteres.

Aber eine Sonntagsfrage für 'ne Stunde am Montag? Bisschen spät, sich mit der Aufgabe zu beschäftigen, oder?

Und dann noch fälschlich  mit "Sex" taggen, nur um mehr Leute zu erreichen?

Nö, bei so viel Dreistigkeit verzichte ich dann doch auf eine inhaltliche Antwort, und wünsche viel Erfolg mit dem Unsinn, denn ich hier bei bisherigen Antworten so lese. =:-o

Wenn Du dich danach richtest, dürfte wohl vorher feststehen, dass keine gute Note bei rauskommt ...

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Bei Rechts- und Gesetzesangleichungen einigt man sich im unteren Level. Löhne, Gehälter, Sozialabsicherungen werden nach unten angeglichen.

Normen werden durch Angleichung nach unten gesenkt, die Sicherheit bei Maschinen und Menschen usw. wird abgesenkt.

EU-Richtlinien müssen umgesetzt werden, obwohl sie in gewissen Regionen unnötig sind. In der Norddeutschen Flachebene müssen Gesetze und Regelungen für Seilbahnen eingeführt werden, obwohl es keine Seilbahnen gibt.

Die Beschilderung im Verkehrswesen und öffentlichen Räumen (Notausgänge, Fahrstuhl, Straßenverkehr...) muss einheitlich geregelt sein. Das führt zum Regulierungswahn.

Zur Wettbewerbsangleichung werden angleichende Regeln geschaffen. Strafzölle zum Schutz der heimischen Wirtschaft werden abgeschafft.

Die EU verhindert regionale Besonderheiten und muss gleichzeitig Gesetze schaffen um regionale Produkte zu schützen. Bei Lebensmitteln müssen Gesetze erfunden werden um den Schwarzwälder Schinken zu schützen. Das gleiche gilt für Schafskäse oder Hirtenkäse, Leberkäse :-), Mozzarella, Parmaschinken, Balsamicoessig.

Zapfsäulen an Tankstellen müssen neben dem einheimischen Begriffen für Benzin, Diesel usw. EU einheitliche Kennzeichen benutzen (neues Gesetz).

Die einheitliche Währung behindert den Urlaubsspaß, Umrechnungen entfallen. Wechselstuben gehen pleite, weil es nichts zu wechseln gibt, die Arbeitslosenzahlen steigen.

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Und warum recherchierst du nicht selbst? Schau dir bspw. die Argumente der Brexit Befürworter an, da werden viele Infos dabei sein, warum sie die EU ablehnen. Zwar auf GB bezogen aber dann hast du schonmal einen Ansatz. Wenn man einfach "Kontra EU Argumente" Googelt kommen da auch jede Menge Seiten, auf denen man sicherlich viele Punkte finden wird. Das ganze dauert halt seine Zeit. Viel Erfolg dabei!

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Die EU ist ein künstliches Staatengebilde, vergleichbar mit der Sowjetunion (darum bezeichnet man die EU auch als EUdSSR) oder der VR Joguslawien.

Und künstliche Staatengebilde haben die Angewohnheit, auf kurz oder lang wieder zu zerfallen.

Denn Zuneigung bzw. ein Zugehörigkeitsgefühl entsteht durch Ähnlichkeit.

Und die grösstmögliche Gemeinschaft, in der diese Ähnlichkeit und das damit vorhandene Zugehörigkeitsgefühl vorhanden ist, ist die Nation, die sich dann in einem Nationalstaat organisiert.

Diese Organisation ist natürlich und entsteht von alleine. Aber alles was darüber hinaus geht, ist künstlich und oftmals mit Zwang verbunden.

Deswegen können künstliche Staatengebilde, sei es die EU, die Sowjetunion, die VR Joguslawien o.a. auf Dauer nicht bestehen und zerfallen wieder.

Am Ende setzen sich immer die Nationalstaaten durch.

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Nachteile für Wen ??

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tja, Pech gehabt. Aber es gibt keine vernünftigen Arumente gegen die EU.

Wirtschaftlich? Wir profitieren wie kein anderer von der EU.

Politisch? Momentan wird die EU durch Trumps egomanischen Kurs erst recht in ihrer politischen bedeutung massiv aufgwertet.

Kulturell? Was sollte denn die Alternative zur Vielfalt in Einheit sein? Nationalistischer Autismus?

Du kkannst dir natürlich die EU-Kritik der Neonazis oder AfD anschauen und das in der Diskussion vertreten... Ich hätte mir das nicht aufs Auge drücken lassen. :-)

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Kommentar von ulrich1919
05.02.2017, 14:18

es gibt keine vernünftigen Arumente gegen die EU

Gewiss nicht alle, aber doch mehrere vernünftige Argumente gegen die EU nach dem jetztigen Konzept sind in den anderen Antworten enthalten.

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Kommentar von abibremer
06.02.2017, 18:59

Als glühender Europäer, der die Weitsicht von Adenauer, De Gaulle und Schumann(der Italiener dazu fällt mir gerade nicht ein) begrüßt, bin ich begeistert, das sich die SPD dazu durchgerungen hat, den größten Europäer (Martin Schulz) zum Kanzlerkandidaten zu machen. Als alter Fernfahrer wüßte ich das Schengener Abkommen entsprechend zu würdigen. Im  Rollstuhl kann ich nur von Ferne winken...

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Die Deutschen sind immer die die Angeschmierten

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Wir müssen Flüchtlinge aufnehmen weil jedes Land der EU das eigentlich sollte

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