Was sind die Kriterien eines guten Buches?

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2 Antworten

Das Buch sollte in einem interessanten Stil geschrieben sein, die Einleitung nicht zu langweilig und wenn weitere Teile folgen, sollte am Ende nicht schon alles an Fragen die während der Handlung auftauchen erklärt sein. Überraschende und unvorhersehbare Wendungen sollten auch drin sein, was das Buch spannender und das Ende interessanter macht. Ereignisse die man nicht vorausahnt. Muss auch nicht zwangsweise gut enden, sonst bräuchte man ja garnicht anfangen zu lesen.

Danke. :) Dürfte ich auch fragen, ob ich vielleicht deine Antwort zitieren dürfte? Würde es gern einbauen.

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Hallo,

Also erst mal macht ein gutes Buch der Spannungsaufbau und die Technik aus. Doch zum Schreiben eines guten Buches gehört mehr als einfach ein guter Schreibstil.
Ich persönlich finde es immer sehr wichtig, dass der Autor auf alle Hintergründe der Geschichte eingeht. Es sollte also alles - oder zumindest fast alles - Sinn machen und öfters auch tiefere Sinne haben, sonst wird die Handlung schnell oberflächlich und flach.

Viele Autoren gehen deshalb die Geschichten immer wieder durch, hinterfragen ihre eigene Geschichte, suchen nach Lücken und füllen diese. Dabei helfen dann auch die Probeleser beim Überarbeiten. Meine Probeleserin hinterfragt zum Beispiel ständig alles mögliche und wir diskutieren dann darüber und so findet man wirklich am Besten Möglichkeiten die Geschichte auch auf ein realistisches Niveau zu bringen.

Ansonsten ist auch eine gute Recherche sehr wichtig. Also man sollte schon einiges wissen und wenn man es nicht weiß, herausfinden. Bei Fantasy-Geschichten die in einer fiktiven Welt spielen wird sicher kaum Recherche bei z.B. den Städten nötig sein, da diese ja praktisch "erfunden" sind. Ob man bei der Struktur der Städte und der Regierung recherchieren muss ist da eine andere Sache... Aber wenn du Beispielsweiße eine Geschichte die in unserer Welt in einer realen Stadt spielt schreiben willst, dann muss man schon ein bisschen Fachwissen haben, damit man es auch hier auf eine realistische Ebene bringen kann.


Mein persönliches Lieblingsbuch ist "Der Märchenerzähler" von Antonia Michaelis. Ziemlich harter Lesestoff, unheimlich berührend und ehrlich und eine tolle Geschichte mit haufenweiße Verstrickungen. Allgemein sehr ausgeklügelt und empfehlenswert zu lesen, wenn man mit einer gnadenlos ehrlichen Geschichte ohne Happy End klar kommt.

Hoffe ich konnte helfen,
LG Toni

Danke für die ausführliche Antwort. Du scheinst dich sehr gut auszukennen. Hast du selbst schon einmal ein Buch veröffentlicht?

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@JennaDine

Bin gerade in der Endphase meines ersten Romans (bisher Ü500 Buchseiten, werden wahrscheinlich noch mehr)
Veröffentlich habe ich bisher noch kein Buch, aber da ich in ca. einem Jahr mit dem jetzigen Buch komplett fertig werden werde (also restliche Schreib- und Überarbeitungszeit eingeschlossen), werde ich dann auch auf Verlagssuche gehen.

Schreibe aber schon seit fünf Jahren, Geschichten ausdenken an sich schon viel länger - also hab schon Erfahrung ;)

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@ToniQuiet

Klasse, werde deine Aussagen gern in die Reportage einbringen und ich wünsche dir viel Glück mit der Verlagssuche. :D

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