Was sind die Gründe für so starke AfD im Bundestag?

15 Antworten

Dazu gibt es qualifizierte und intelligente Analysen und Einschätzungen, z. B. hier:

http://www.euractiv.de/section/bundestagswahl-2017/news/zum-wahlerfolg-der-afd/

Kernsatz (meiner Meinung nach):

"Innere Sicherheit und Migration waren allen Befragungen zufolge die Themen, die die Menschen zur AfD getrieben haben."

Hinzu kommen die Strategien der AfD, wie z. B. ihr Populismus, die bei dem durchschnittlichen Bildungsniveau hier im Lande auf sehr fruchtbaren Boden stoßen (wie das auch zu Zeiten eines AH schon deutlich zu verzeichnen war!).

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Mein Bericht musste Federn lassen, bis auf die blanke Haut.

Nur Tacheles, ohne Polemik und schon waerend des schreibens.

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Und das sagt einer aus der DDR

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@zilllk

zilllk, mit wem redest Du?

Die DDR ist Vergangenheit, falls Du das noch nicht bemerkt hast. Schon reichlich 27 Jahre.

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Laut Umfragen nach der Wahl gibt es sehr unterschiedliche Beweggründe, weshalb Menschen die AfD gewählt haben. Dabei kam vor allem heraus, dass rund 60% der Wähler dieser Partei gar nicht die Politik der AfD wollten, sondern einfach nur nicht die bisherige. Sprich, sie haben nicht so ganz verstanden, dass man bei Wahlen nicht GEGEN alle anderen, sondern nur FÜR die Partei stimmt, die man wählt...

Es ist ja auch kein Geheimnis, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht, dass die Vermögensverteilung immer ungerechter wird. Ein Problem, was immer mehr Menschen direkt betrifft, Stichwort prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Dumm ist nur, dass die AfD alles andere als die Interessen des "kleinen Mannes" in diesen Fragen vertritt, sondern da ganz schön neoliberal unterwegs ist...

Ansonsten spielt in den neuen Bundesländern hinein, dass 27 Jahre nach der Wende immer noch geringere Löhne im Osten gezahlt werden, sich einige immer noch als Bürger zweiter Klasse fühlen, nicht ernst genommen "vom Westen". Das fand ich recht erstaunlich, denn in meiner Generation ist Ost-West bereits kaum noch Thema. Bei älteren Menschen ist das aber wohl durchaus noch ein sehr tief sitzender Schmerz...

Und natürlich ist ein großer Faktor auch das Thema Ablehnung bis offener Hass gegenüber fremden Menschen. Denn wer AfD wählt, hat zumindest kein Problem mit Rassisten, auch wenn er selber vielleicht kein 100%iger ist...

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hat zumindest kein Problem mit Rassisten, auch wenn er selber vielleicht kein 100%iger ist...

Das ist ein anderes Phänomen, dass die AfD aber geschickt ausnutzt.

Es gibt viele sozial, finanziell und geistig Benachteiligte, die sich aus der dumpfen Masse erheben wollen. Das klappt gut, wenn man einen Schwächeren findet, auf dem man rumtrampeln kann. Da fühlt man sich stark, erhaben und erhoben.

Selbst die Diffamierung und Hetzte gegen die bestehende Politik passt darein. Da werden Amtsträger einfach zu Versagern, Rechtsbrechern und Knalltüten degradiert und schon fühlt man sich mit der eigenen (schlau diktierten) "Wahrheit" überlegen.

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@schmerberg
Da werden Amtsträger einfach zu Versagern, Rechtsbrechern und Knalltüten degradiert 

...während andere die Rechtsbrüche leugnen. So what?

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Sprich, sie haben nicht so ganz verstanden, dass man bei Wahlen nicht GEGEN alle anderen, sondern nur FÜR die Partei stimmt, die man wählt...

Applaus, Applaus. Wo ist sein Experten-Status im Bereich Politik? Keiner hats mehr verdient als er...

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@Psssh

Und ich sage, als erneuter AfD-Wähler, dass die FDP viele meiner Ansichten vertritt, mich aber die Obrigkeitsgehörigkeit vom Lindner ein wenig abschreckt. Dieses permanente Distanzieren von allem, wie auch die ehem. Parteivorsitzende Petry stark demonstriert hat, ist halt einfach nicht mit meinen Werten kompatibel.

Man sollte für seine Meinung stehen-und das stark und ohne Reue. No apologies. Denn dafür gibt es keinen Grund.

Ich bin mir sicher, dass sich jeder der die AfD wählt im klaren ist, dass er eine Partei wählt. Und nicht nur "die anderen nicht" wählt. Aber wenn das wirklich der Fall ist, dass Millionen von Menschen die die AfD wählen bereits so von Politikverdrossenheit betroffen sind, dass sie keine einzige Partei (bis auf die Oppositionspartei der AfD) noch als wählbar betrachten, ist es vielleicht einfach mal Zeit für ein wenig frische Luft im Bundestag, meinen Sie nicht?

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Dass Bürger der neuen Bundesländer vom Westen nicht ernst genommen werden, kann ich nicht bestätigen, nachdem (jedenfalls für mich) die Wiedervereinigung einer meiner glücklichsten Tage des Lebens war und das gilt für alle denkenden Bürger des Westens. Seltsamerweise kommen die Erklärungen gezielt aus dem Osten. Nur was wollen die Betreiber damit erreichen? Und Beweise gibt es nicht, weil die Tatsache nicht existiert.

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@straton

Ich bin "Wessi", seit Jahren wohnhaft im "Osten", mit einem "Ossi" verheiratet ;). Für uns ist das entsprechend auch sowas von überhaupt kein Thema. Ich war allerdings bei der Wende auch erst 5 Jahre alt, mein Mann zarte 8. Für uns ist die deutsche Trennung also nur so eine sehr entfernte, verschwommene Erinnerung, den Großteil unseres Lebens inklusive der relevanten Prägungsphasen gab's das einfach nicht.

Schaue ich hingegen meine Großeltern, jenseits der 80 und Wessis, an bzw. höre ihnen zu, dann ist die Mauer in deren Köpfen aber sowas von noch gar nicht weg. Da ist der Osten immer noch das unterentwickelte Land, wo alles irgendwie kaputt und veraltet ist (egal wie oft sie hier sind und sehen, dass das gar nicht stimmt - das sind und bleiben für sie Ausnahmen im Kopf ;)). Und auch bei unseren Eltern schwingt hier und da mal die eine oder andere (oft ziemlich substanzlose) Überzeugung, wie "die anderen" "so sind", mit. Und das, obwohl es eigentlich allesamt sehr gebildete Menschen (Akademiker) mit eigentlich sehr differenzierten Meinungen und Ansichten sind.

Deshalb kann ich mir vorstellen, dass es in den älteren Generationen, die die Teilung noch sehr bewusst erlebt haben, auch noch allerlei Abstufungen gibt, wie die jeweils "andere Seite" wahrgenommen wird und dass manches in einigen Köpfen so fest verankert ist, dass es auch nicht mehr weggeht. Und da gibt's dann tatsächlich sowohl die Ossis, die in jedem Wessi erst mal eine Art Feind sehen, als auch die Wessis, die wirklich der Ansicht sind, dass die Bildung im Osten zu kurz kam und einzig und allein die Faulheit der Ossis Schuld am Scheitern der DDR waren... Dumm, auf beiden Seiten, aber leider wohl doch noch traurige Realität...

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"Einfache" , besser gesagt ZU einfache Antworten auf scheinbare Probleme leuchten dem deutschen Durchschnitttsdeppen schneller und besser ein, als die Argumente derer, die sich wirklich inhaltlich damit auseinandersetzen. Je größer die Blödzeitungsschlagzeile und je häufiger die entsprechenden RTL-Berichte, um so einfacher fällt es dem Durchschnittsdödel sich eine "eigene Meinung" zu bilden...

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