Was sind die größten Fallen dafür, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zahlt?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Hallo Greyta,

grundsätzlich ist der Antrag von allergrößter Bedeutung. Dort sollten alle gestellten Fragen wahrheitsgemäß beantwortet werden.

Im Leistungsfall wird die Versicherung die Beantwortung der Fragen im Antrag überprüfen. Dazu werden z.B. Ärzte, Krankenhäuser, Reha-Kliniken, und Sozialversicherungsträger nach dem Gesundheitszustand bei Antragsabschluss befragt.

Falls bei der Antragstellung eine der Fragen unvollständig oder falsch beantwortet wurde, kann die Gesellschaft die Leistung verweigern.

Sie sollten bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen möglichst sorgfältig vorgehen. Im Zweifelsfall kann es sinnvoll sein, vorhandene Befunde mitzuschicken oder Rücksprache mit dem Hausarzt zu halten, um möglichst keine Behandlung zu vergessen. Auch wenn Sie selbst Erkrankungen für nicht relevant halten, sollten alle im Antrag aufgeführt werden.

Nicht nur die Gesundheitsfragen sollten unbedingt wahrheitsgemäß beantwortet werden.

Die weiteren Fragen im Antrag sind ebenfalls wichtig. Dort werden z.B. auch die Informationen zu bereits bestehenden Versicherungen, Ihrem Beruf und dem aktuellen Verdienst abgefragt.

Viele Grüße,

Frank Torbing, CosmosDirekt

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo, nein, es gibt keine Hitliste der größten Fallen, sondern es gibt nur eine einzige: Die Beantwortung der Gesundheitsfragen.

Selbstverständlich sollte man auf diverse tarifmäßige Punkte achten, aber die werden Dir von einem kompeteten Fachberater, mit mehrjähriger Berufserfahrung auf diesem speziellen Gebiet, in mehreren Gesprächen ausführlich beantwortet.

Eine BU hat existenzielle Bedeutung und kann deshalb nicht an einem Abend in einem zweistündigen Verkaufsgespräch an den Mann bzw. die Frau gebracht werden. Dazu sind mehrere Gespräche unbedingt notwendig.

Zu den Gesundheitsfragen: Diese sind mehr als nur penibel zu beantworten. Und wenn Du einen wirklich seriösen Partner gefunden hast, dann wirst Du ihn daran erkennen bzw. messen können, dass er bereits heute vor Antragseinreichung beinm Versicherer Dich so stellt, als ob heute bereits der Versicherungsfall (Leistungsfall) eingetreten wäre. Er schreibt also alle Ärzte/Krankenhäuser usw. an, die Dich in den letzten Jahren behandelt haben, egal wegen was. Diese ganzen Auszüge aus den Krankenakten werden dann mit dem Antrag eingereicht. Genaus das macht nämlich der Versicherer im Leistungsfall. Wenn Du ihm also bereits heute alle Informationen gibst, dann kann er, sollte es zum Leistungsfall kommen, niemals andere Informationen bekommen als Du ihm heute bereits vorgelegt hast.

Nur so wirst Du Sicherheit haben, und dafür ist der Fachmann zuständig. Damit er auch bei einer eventuellen Fehlberatung in Haftung genommen werden kann, muss er Dir ein ausführliches von ihm unterschriebenes Beratungsprotokoll vorlegen. Dort müssen alle wesentlichen Punkte drinstehen und warum er Dir gerade diesen Vertrag empfiehlt. Dieses Beratungsprotokoll ist gesetzlich vorgeschrieben und soll alle deine Fragen wiedergeben.

Wer das Dir nicht bietet, von dem lass die Finger, der ist nicht kompetent genug, denn Deine zukünftige finanzielle Sicherheit ist davon abhängig, und die rechtfertigt heute jeden zeitlichen Aufwand.

Zum einlesen lade Dir diese Broschüre runter: http://www.klipp-und-klar.de/versicherungen/berufsunfaehigkeitsvers/index.jsp

Über den Rentenversicherungsträger bekommst Du die neueste Ausgabe der Zeitschrift "Zukunft Jetzt", in welcher auch die GRV auf die Wichtigkeit einer eigenen BU-Absicherung hinweist.

Viel Erfolg bei der Suche nach dem richtigen fachmann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Paar Tipps: - Berufsunfähigkeitsrente bis 67 sonst hast du wahrscheinlich in den letzten Arbeitsjahren keinen Schutz mehr und die ganze Geschichte war umsonst - Verzicht auf abstrakte Verweisung (im Netz steht mehr dazu) - Richtige Beantwortung der Gesundheitsfragen (wenn was nicht 100% richtig beantwortet wurde, dann werden die Versicherer sich auch 20 Jahre später querstellen Schau Dir einfach die Bewertungskriterien von Stiftung Warentest dazu an (http://www.berufsunfaehigkeitsversicherung-testsieger.de/startseite/bewertungskriterien), daran kann man sich immer ganz gut orientieren, was wichtig ist. Viel Erfolg! P.S. Überleg dir aber wirklich gut ob du sowas brauchst...die sind nicht unbedingt billig und wenn Du jetzt keine Risikogruppe bist, würd ich das Geld lieber aufs Sparbuch legen (persönliche Meinung!)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die meisten Probleme gibt es regelmäßig dann, wenn die versicherte Person nicht während der Verrsicherungsdauer berufsunfähig wird.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Candlejack
24.08.2012, 09:21

Komm ich nicht ganz mit. VOR Versicherungsbeginn und NACH Ablauf wird logischerweise nicht mehr gezahlt. Oder meinst Du, die Kunden machen Probleme, wenn sie nicht BU waren ?

0

Es gibt keine größten Fallen, es gibt eigentlich nur zwei Knackpunkte:

  1. Versicherungsbedingungen: Das einzige, was bei Leistungsantrag zwischen Dir und dem Geld steht, sind die Bedingungen. Alle Möglichkeiten, den Schutz zu verweigern durch Ausschlüsse, Verweisungen und andere Klauseln, stehen dort drin. Der Bearbeiter sucht darin einfach nur nach Möglichkeiten, nicht zu zahlen. Das macht der übrigens nicht, weil er böse ist, sondern weil es seine Pflicht ist. Die Gelder der Versicherten sind treuhänderisch zu verwalten und unnötige und unberechtigte Ausgaben sind im Sinne der Versichertengemeinschaft abzuweisen. In den Bedingungen versteckt sich auch Punkt 2.

  2. Gesundheitsfragen: der größte Ablehnungsgrund sind Gesundheitsfragen, die nicht wahrheitsgemäß beantwortet wurden. Entweder werden Beschwerden kleingeredet oder ganz verschwiegen. Oft durch den Kunden (Bandscheibenvorfall ist nunmal keine Verspannung im Rücken, eine ambulante OP am Knie ist wesentlich, da gabs Urteile), manchmal leider auch durch den Berater, um den Fall durchzukriegen. Das Nachsehen hat der Kunde ! Leider sind Kunden wegen solcher Fälle dazu übergegangen, bei Gesundheitsfragen ALLES anzugeben, auch wenns nicht gefragt wurde. Mit der VVG-Reform hat der Gesetzgeber allerdings ausdrücklich festgelegt, dass der Kunde nichts beantworten muss, nach dem nicht gefragt wurde und später darf ihm daraus auch kein Strick gedreht werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das beginnt schon bei der Beratung und dem Kauf des Produktes. Wer eine neue BU-Absicherung abschließen will sollte nicht die billigsten Angebote vergeichen sondern sich nur die Besten. Dabei kommt es auf den Beruf an, auf das Einkommen und die Lebenssituation. Was die Bedingungen angeht sollte euch euer Versicherungsmakler zur Seite stehen und nur die Besten anbieten. Wichtig ist darauf zu achten, dass z.B. bei Selbstständigen auf die Umorganisation im Betribe verzichtet wird. Sonst könnte es sein dass trotz Absicherung keine Rente bezahlt wird. Weiter könnte die sogenannte abstarkte Verweisung (hat kaum noch einer) oder die konkrete Verweisung ein kritischer Punkt sein. Das heißt, dass ihr keine Rente bekommt weil ihr noch irgeneine andere Tätigkeit die konkret genannt wird ausüben könnt. Solche Fragen aber wie eben schon erläutert erhaltet ihr NUR in einem Beratungsgespräch. Achtet auf den § 163 VVG der einen Anstieg des Beitrages begrenzt..... und noch viele weitere Punkte. Dass die Gesundheitsfragen im Antrag vollständig und komplett ausgefüllt und beantwortet werden ist selbstredend Voraussetzung. Wer da schlampert hat im Ernstfall verloren. Bitte akzeptiert keine Ausscchlüsse wenn möglich. Zahlt lieber einen Zusatzbeitrag, einen Risikozuschlag. Näheres bitte in der Beratung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auf dieser Grafik siehst du die Hauptablehnungsgründe: http://einkommensschutz24.de/?p=378

Viele Grüße H.Kösling

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Candlejack
24.08.2012, 09:25

Also die Grafik überrascht mich jetzt etwas, weils nicht mit meinen Erfahrungen übereinstimmt:

  • vorvertragliche Verletzung war bisher recht oft
  • jeder dritte wegen Nichterreichung 50%, hab ich bisher kaum gehabt
  • jeder Dritte wegen keiner Reaktion vom Kunden ? kaum getroffen
  • Verweisungen waren bisher sehr viel häufiger als 2%
0

Was möchtest Du wissen?