Was sind die Gefahren von Oligopolen und Monopolen für Marktwirtschaft?

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3 Antworten

Guten Tag,

Oligopole und Monopole sind insofern schlecht für Marktwirtschaften, als dass es nur wenige (Oligopol) oder nur einen (Monopol) Anbieter für ein bestimmtes Produkt gibt. Somit haben die Verbraucher kaum beziehungsweise gar keine Auswahl zwischen den verschiedenen Anbietern. Daraus resultiert ein mangelnder Wettbewerb zwischen den Anbietern, da die Endverbraucher ohnehin kaum oder gar nicht auf andere Anbieter ausweichen können. Gäbe es beispielsweise weltweit nur zwei Hersteller für Automobile, so befänden die beiden Automobilhersteller in einer äußerst komfortablen Situation, da alle Verbraucher nur bei Ihnen kaufen könnten. Somit wäre die Notwendigkeit, den anderen Hersteller zu übertreffen deutlich geringer, als wenn es rund 1500 Automobilhersteller weltweit gibt. Folglich würden die Hersteller weniger Innovationenin ihren Produkten implmentieren und die Produkte wären gleichzeitig teurer. Auch die Gefahr von Preisabsprachen wäre deutlich höher, als dies schon im Realfall zutreffen ist. Beim Monopol spitzt sich mein Beispiel noch dramatischer zu.

Ich hoffe das hilft ein weniger weiter. Bei Unklarheiten, einfach fragen.

Viele Erfolg!

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Besteht auf Anbieterseite ein Monopol (Angebot durch einen) oder Oligopol (Angebot durch wenige), dann bildet sich ein höherer Angebotspreis bei geringerer Angebotsmenge heraus, weil sich die Anbieter nicht mehr an den Preisen der Mitbewerber orientieren müssen und somit zu Grenzkosten anbieten, sondern sich nur noch am maximalen Gewinn orientieren. Der Wettbewerb ist dann verzerrt. In der volkswirtschaftlichen Mikrotheorie spricht man von einem Wohlfahrtsverlust.

Folgen also: höherer Preis, vermindertes Angebot, Wohlfahrtsverlust

Der fehlende Wettbewerb senkt allerdings auch den Druck auf den Anbieter nach Kostenoptimierung und Innovation. Somit können sich suboptimale Produktionsfinktionen ergeben und Produkte veraltern. Die hierdurch suboptimalen Gewinne führen zu einem weiteren Wohlfahrtsverlust.

Folgen also auch: geringerer technischer Fortschritt; Produktionsineffizienz

Durch die höheren Preise werden u.U. Substitutionsprodukte wettbewerbsfähig, wenn diese in nicht-monopolistischen Märkten gefertigt/angeboten werden. Gleiches gilt bei regionalen/nationalen Monopolen, bei denen dann überregionale Substitute wettbewerbsfähig werden können.

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Bei Monopolbildung gibt es zum Beispiel nur eine Firma die ein bestimmtes Produkt herstellt welches es sonst nicht gibt. Der Preis kann also total in die Höhe gepusht werden.....

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