was sind die kommunisten?

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3 Antworten

Also die Gesellschaftsform Kommunismus nach Karl Marx strebt eine Herrschaftsfreie und Klassenlose Gesellschaft an.
Das heißt niemand herrscht über andere. Dies ist tatsächlich gegen den Staat. Vollendeter Kommunismus hat auch keinen Staat mehr.
Allerdings müssen immer Entscheidungen getroffen werden. Deshalb soll alles direkt demokratisch entschieden werden, also durch Volksentscheide, wie in der Schweiz.

Also kann man sagen, Ja, Kommunisten sind gegen den Staat, da Kapitalismus in unserem Grundgesetz verankert ist.
Jedoch sind nicht alle die gegen den Staat sind Kommunisten.
Rechtsradikale z. B. sind auch gegen unseren aktuellen Staat, wollen jedoch einen neuen schaffen.
Ein Großteil wird aber von Liberale, oder Anarchisten, ausgemacht. Diese wollen einfach, dass es keine Staatsgewalt mehr gibt, bzw. keine Herrschaft allgemein.
Jedoch machen sie sich kaum Gedanken, was danach kommen soll, da sie nur die Anarchie anstreben, was nur besagt, dass keine Herrschaft ausgeübt wird.
Im Kommunismus ist die Anarchie enthalten (Herrschaftsfreie Gesellschaft), jedoch machen Sie sich auch Gedanken, wie es sonst ablaufen soll.
Jeder gibt was er kann und nimmt sich was er braucht. Jeder bekommt also den gleichen Anteil und jeder Arbeitet nahezu gleich viel.

Also kurz gesagt:
Kommunisten sind gegen den Staat.
Aber nicht alle, die gegen den Staat sind, sind Kommunisten.

Die die gegen jegliche Form des Staates sind nennt man Anarchisten. Sie wollen wie die Kommunisten eine klassenlose Gesellschaft, einfach ohne jegliche Autorität. Dazu dienen Kommunen und (meist) eine basisdemkratische Organisationsform. Der Staat wird ersatzlos abgeschaft. Es gibt verschiedene Formen des Anarchismus wie z.B. der Individualanarchismus oder der Anarchosyndikalismus. Wichtig bei den Anarchisten ist auch die soziale Revolution. Nur wenn das Denken der Menschen freiwillig ändert, wird eine anarchistische Gesellschaft möglich sein.

Die Kommunisten hingegen wollen den bürgerlichen Staat in einen sozialistischen Staat umwandeln. Oft wird dabei der berühmte Satzt "die Diktatur des Proletariats" verwendet. Jedoch muss man sehen, dass dieser Satz im damaligen Kontext zu verstehen ist, also noch 99% der Bevölkerung Proletarier (also Arbeiter) waren.

Jedenfalls wollen die Kommunisten die Macht übernehmen, die Reichen enteignen und die Industrie verstaatlichen. Es folgt die sogenannte Planwirtschaft in welcher der Staat bestimmt was produziert wird. So sollen die Bedürfnisse aller gedeckt werden. Kommunisten wollen also eher mehr Staat, einfach einen völlig anderen. Der Staat sei das Mittel zum Zweck um eine solidarische Gesselschaft (ähnlich des Anarchismus) zu erreichen.

Dennoch gibt es auch bei den Kommunisten unterschiedliche Richtungen. Es gibt extrem autoritätre Formen wie z.B. der Stalinismus und Formen die nahe an den Anarchisten sind (z.B. Rätekommunismus).

Es gibt also nicht die Form des Kommunismus oder Anarchismus. Das Thema ist wesendlich komplexer und würde den Rahmen hier sprengen.

Nein, dass sind die, die ganz viel Staat wollen.

Yin060 11.07.2017, 13:30

Nein da verwechselst du was. Die die ganz viel Staat wollen sind die Sozialisten. Der Kommunismus ist um einiges liberaler.

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