Was sind denn unsere meistverbreiteten deutschen Lebenslügen?

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4 Antworten

Viele beruhigen auch ihr Gewissen. Verschließen die Augen vor unbequemen Wahrheiten und Notwendigkeiten.

Z. B. nichts mit seiner Umwelt zu tun zu haben, aber sein Gewissen mit Mülltrennung beruhigen, da man dadurch ja so umweltbewusst ist. Nichts gegen Mülltrennung - ist wichtig das, aber ich denke, du weißt wie ich das meine.

Und wer verzichtet schon auf sein Auto, auch wenn jeder weiß, dass gerade das Auto einen großen Teil Mitschuld am Klimawandel hat? Jeder sagt, `das Bisschen, das ich fahre, macht schon nicht so viel aus....´.

Oder die Leute, die einen fragen, ob man heuer in den Urlaub fliegt und wenn man verneint, erleichtert meinen, dann könnten sie ja guten Gewissens (CO2-Bilanz) zweimal fliegen.. .

So könnte man solche Beispiele noch weiter fortführen, aber ich denke, das was ich sagen wollte, kam rüber.

Selbstbeweihräucherung und Lüge sind die zwei Folien, die der Mensch über seinen Spiegel klebt, damit er seinem Treiben nicht ständig zusehen muss, daran erinnert wird.

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Das mit der Toleranz hast du ja schon angesprochen. Wenn Ausländer an "deutsch" denken, denken sie im nächsten Atemzug auch an tolerant. Und wir brüsten uns natürlich damit und hängen es an die große Glocke (-> Flüchtlinge)
Aber ich kenne oder sehe ganz viele, die dann doch im Kreise der Familie oder in der Öffentlichkeit hinter vorgehaltener Hand über andere lästern - mit anderen meine ich Menschen, die nicht sind, wie man selbst.

Die Familie habe ich ja gerade erwähnt: Viele deutschen lügen nach außen hin eine perfekte Familie vor. Hauptsache die "Fassade" glänzt. Aber was dahinter in Wirklichkeit abgeht, bleibt gekonnt dahinter und wird verschwiegen.

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Ich glaube, was nationsübergreifend ein Problem ist, ist, dass wir uns einbilden und/oder behaupten, keine Vorurteile zu haben. Oder mit irgendeiner Gruppe "kein Problem" zu haben. Alle Menschen gleich zu respektieren. Oder uns überhaupt nicht für das Aussehen einer Person zu interessieren, sondern nur für den Charakter.

Wir alle haben ein Problem mit der ein oder anderen Art Mensch, seien es Ausländer, Homosexuelle, Geschiedene, Mitglieder der ein oder anderen Weltanschauung oder politischen Überzeugung. Was einem halt so einfällt. Wir alle machen uns Bilder über Menschen und wenden diese auf sie an, obwohl wir sie eigentlich nicht kennen. Wir alle starren bei dieser einen Person immer auf den großen Leberfleck oder die abgefahrene Frisur. Aber ich finde, statt das krampfhaft vor sich selbst und anderen leugnen zu wollen, sollte man einfach dazu stehen und gleichzeitig daran arbeiten. Das macht uns Menschen doch aus - dass wir spontane Impulse zugunsten eines höheren Zwecks (vielleicht nicht nur zur Toleranz, sondern zur Akzeptanz) zurückstecken können.

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Das ist kein deutsches Phänomen, in jedem Land versuchen die Menschen irgendwie ihr Gewissen zu beruhigen!

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bagdader 17.10.2016, 19:41

Das ist schon richtig, aber jedes Land, jedes Volk hat eine ganz eigene spezifische Identität, eine einzigartige Geschichte, Kultur und Erfahrung, die sich in den Nachgeborenen auf die eine oder andere Weise widerspiegelt.

Mich interessierte besonders das, was wir Deutschen uns am liebsten vormachen, auch abgesehen vom Thema Toleranz.

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