Was sind das für Leute, die solche Pauschalaussagen über Kinder behaupten?

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5 Antworten

Die Generation vor unseren Eltern hat dasselbe über unsere Eltern gesagt, die davor über deren Eltern , ...

Was grundsätzlich aber schon eher neu ist, ist das Phänomen der sogenannten Helikopter-Eltern. Für einige Menschen gehört ein Kind zur eigenen Wunscherfüllung, alles muss perfekt laufen. usw. Deren Kinder wachsen dann tatsächlich etwas verzogen auf.

Im Großen und Ganzen kann man das viele Gemecker aber mit bestem Gewissen ignorieren.

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Hallo Elsale,

Das liegt an deren Erziehung - und - die haben die Basics nicht verstanden!

In der Autoritären Erziehung wurde von den Kindern verlangt, dass sie
brav zu sein hätten und die Eltern waren enttäuscht, wenn die Kinder
Dinge taten, über die sie sich ärgern mussten. Da Kinder aber den Eltern
gefallen wollten, haben die meisten Dinge, über die sich die
Erwachsenen ärgerten einfach nicht getan (oft). Die meisten haben es
dann doch getan, aber halt so, dass die Eltern nichts davon mitbekommen
haben! Das führt natürlich zu dem Bild: "Kinder sind von Haus aus böse!"
und genau so sehen diese erwachsen gewordenen Kinder dann alle die
Kinder, die nicht so sind, wie sie es sich vorstellen. Das ist eine ganz
einfach gelernte Einstellung. Die Erziehung hat sich doch erst in den
letzten Jahrzehnten seit den Studentenunruhen der 68er Jahre verändert
(reformpädagogische Ansätze begannen um die Jahrhundertwende 1900), und  natürlich steckt die Autoritäre Erziehung heute noch in vielen Menschen drin. Entsprechend ist ihre Wahrnehmung geprägt. Das Phänomen lässt sich über Viertausend Jahre in die Vergangenheit zurückverfolgen!

Die Erkenntnis, dass Kinder, oder überhaupt Menschen, nicht böse oder
schlecht sind ist eine relativ neue Erkenntnis der modernen Psychologie.
Dort wird überhaupt davon abgeraten überhaupt das menschliche Verhalten
zu bewerten oder zu urteilen, weil es eigentlich nie weiterhilft. Das
schreibt sogar Lydia Benecke in ihrem Buch über Psychopathen "Auf dünnem Eis". Was Du über Deinen Sohn schreibst, kann ich auch über meine Kinder, die inzwischen erwachsen sind, sagen. Wenn die mal vom
Kindergarten heimgekommen sind und haben Schimpfworte gesagt, dann haben wir nicht große ein Theater vollführt, sondern nur einmal kurz erklärt:
"Das ist aber nicht nett, so gehen wir hier nicht miteinander um! keine
weitere Reaktion. Das Verhalten hat sich ganz schnell erledigt, weil es
nicht erfolgreich war. Später haben wir mit unseren Kindern darüber
geredet und gefragt, warum sie das getan hätten. Die Erklärung war
einfach und einleuchtend: Das haben andere Kinder im Kindergarten mit
ihnen gemacht, und sie wollten einmal sehen, wie wir damit umgehen
würden! Tja cool und gelassen natürlich. Das hat sich immer wieder
bestätigt! Die Kinder haben schon manchmal Dinge getan, die wir nicht
gut fanden, aber im Gespräch hat sich immer gezeigt, dass sie nicht in
böser Absicht gehandelt haben. Da hat sich dann einfach bestätigt, dass
es nicht hilft sich zu ärgern oder groß zu strafen! Das hat dann ein
vernünftiges Reden leicht gemacht und ja, wir mussten manchmal
schwierige Unterhaltungen führen. Aber nachdem wir unsere Kinder
überzeugt hatten, mussten wir das gute, erwünschte Verhalten nur noch
üben. So einfach kann Erziehung sein. Die Richtige Einstellung hilft
weiter.

Aber die muss sich erst noch in den Köpfen unserer Gesellschaft
verbreiten. Die Zeiten autoritärer Erziehung liegt ja gesehen auf die
Menschheitsgeschichte noch nicht mal einen Wimpernschlag zurück und ist auch Heute noch weit verbreitet! Ganz einfach weil es Leute gibt, die sich nicht mit dem Thema beschäftigen und ihren einfachen, ja primitiven und falschen Ansichten frönen.

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Die Ursache dafür ist ein Salat aus vielen kleinen Stückchen.

Da wäre zum Beispiel das Problem der medialen Beeinflussung. Schaut man Fernsehen, so fällt oft auf, dass Kinder genau so dargestellt werden, als verzogen und ohne Respekt vor anderen Menschen, besonders in dem sogenannten Reality TV und Ähnlichem.

Desweiteren die "Entfremdung" ( ich möchte das Wort "fremd" hier nicht in einen wertenden Bereich stellen) von traditioneller Erziehung. Vor allem ältere Mitmenschen, so auch mein Vater, wurden in ihrer Kindheit bei Versagen bestraft und gezüchtigt. Durch das Fehlen und Verbieten eben dieser sogennanten Erziehungsmaßnahmen haben viele Menschen das Gefühl, die heutige Jugend wäre nicht mehr diszipliniert genug und ohne Respekt.

Diese Liste geht weiter und weiter.

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Ich glaube diese Vorurteile kommen von dem Verhalten von Kindern bei  Kindergeburtstagen :-D

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Das hat unabhängig vom Inhalt bloß mit Unbildung zu tun, denn Gebildete wissen, dass Pauschalaussagen, die wissenschaftlichen Allaussagen entsprechen, immer falsch sind. Diese Leute sind schlicht ungebildet, d. h., sie kann man nicht überzeugen, sondern man müsste sie auf eine Bildungseinrichtung schicken.

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