was sind Blockbuster

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3 Antworten

damit will dir der tv-sender vermitteln das das ein ganz toller film ist. du sollst ja nicht umschalten, sonst ruinierst du denen am ende noch die quote

Romy123 21.11.2011, 11:25

danke

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Wow, selbst der Wikipedia-Eintrag ist so unglaublich schlecht und falsch, dass man ihn kaum verbessern kann. Da müsste mal ein ordentlicher Löschtrupp ran.

Der Begriff "Blockbuster" wird heute zwar umgangssprachlich auch einfach für erfolgreiche Kinofilme benutzt, aber genau genommen ist nicht jeder erfolgreiche Kinofilm ein Blockbuster. Der Begriff entstand auch nicht in den 50er Jahren, sondern erst in den 70ern mit Steven Spielbergs "Jaws"/"Der weiße Hai", dem ersten richtigen Blockbuster. Der Unterschied zwischen Blockbustern und einfach erfolgreichen Kinofilmen liegt darin, dass der Blockbusters verschieden Zielgruppen anspricht, also die "blocks" der einzelnen Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, jüngere Erwachsene, ältere Erwachsene, Männer, Frauen, hohes-mittleres-niedriges Bildungsniveau etc.) sprengt (to bust: sprengen). "Jaws" oder "Star Wars" waren in mehreren Zielgruppen erfolgreich, weil sie Elemente aus verschiedenen Genres aufgriffen. "Star Wars" sprach nicht nur männliche Jugendliche an, die sich sonst für Science Fiction interessierten, sondern auch Hippies (über die verquaste Esoterik), Kinder (über die Merchandising-Schiene), Frauen und Mädchen (über die Märchen-Schiene, und die Plüsch-Kreaturen). Ähnlich war das auch bei "Jaws".

Danach, also seit den 80er Jahren, war es das Bestreben der großen Studios, weitere Blockbuster zu produzieren. Traditionelles Genrekino war jetzt eher ein Spartenprogramm. Es gab weniger Western, reine Horrorfilme, weniger Dramen für das weibliche Publikum, weniger "sophisticated comedy" für gebildete Erwachsene, weniger reine Kinderfilme. Kinderfilme wie "Shrek" wurden mit Popmusik, Pop-Kultur-Witzen und Action-Szenen auch für andere Zielgruppen vermarktbar gemacht. Romantische Komödien wurden mit Sex und Gewalt gewürzt, damit man auch die Männer ins Kino bekommt. In Actionfilmen wie "Indiana Jones" mussten plötzlich Kinder auftauchen, um die Zielgruppen zu erweitern.

Das Problem mit den Blockbustern ist zum einen, dass sie extrem teuer sind, zum anderen, dass sie zwar viele Leute ansprechen, aber niemanden richtig. Kinder können mit den Insider-Witzen und Anspielungen bei "Shrek" nicht viel anfangen. Für die meisten Erwachsenen sind die Handlungen von Blockbustern einfach zu blöd.

Seit einiger zeit gibt es daher einen Trend, Filme wieder traditionell für bestimmte Zielgruppen zu produzieren. Zum Beispiel gibt es wieder Horrorfilme ohne Witze und Teenager. Es gibt auch wieder einige Kinderfilme, die für Kinder produziert werden und nicht für die ganze Familie. Und es gibt eine ganze Reihe von Filmen, die fast auschließlich für Erwachsene über 30 produziert werden. Viele Ziegruppen fallen dennoch hinten runter, so zum Beispiel jüngere gebildete Erwachsene, für die es eigentlich aktuell kaum intelligente Filme gibt. Das wird in den Film- und Kinoszene massiv diskutiert, weil das Hauptkinopublikum heute vor allem entweder aus ganz junge Leuten besteht (bis 22) oder aus ziemlich alten (ab 45). Dazwischen gibt es eine riesige Lücke von Leuten, denen das Kinoprogramm entweder zu blöd oder zu verschnarcht ist.

blockbuster hat man ganz früher gesagt wenn bei einem kinofilm so viele leurte anstande,das die schlange um den ganzen block ging z.b. star wars, heute benutzts mans immer noch wenn man sehr erfolgreiche filme meint

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