Was simd typische anzeichen für das Aspergersyndrom?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

  • Hochsensibilität. Autisten haben überempfindliche Sinne, sind schnell überreizt. Lärm oder Berührungen sind oft schmerzhaft.
  • Detailblick. Sie sehen eher die Details, als das "große Ganze". Dadurch erkennen sie Muster und Systeme sehr leicht.
  • Wenig Blickkontakt im Gespräch. Denn die Mimik des Gegenübers überflutet einen Autisten mit so vielen Details, dass er nicht gleichzeitig zuhören könnte. Vielen tut schon der direkte Blickkontakt an sich weh.

  • Starkes Mitgefühl, aber schlechte kognitive Empathie ( https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie#Aktuelle_Definitionen ). Das heißt, Autisten sehen zwar nicht von außen, was ein Mitmensch empfindet, weil sie die Körpersprache nicht lesen können. Aber wenn sie erstmal verstanden haben, was im Mitmenschen vorgeht, ist ihr Mitgefühl oft krass übersteigert.
  • Schwaches Selbstwertgefühl. Aspies neigen oft zu Perfektionismus, werden aber von ihrem Umfeld ständig kritisiert. Deshalb fühlen sich viele zu Unrecht minderwertig.
  • Wenige, dafür starke Interessen, sogenannte Spezialinteressen. Aspies steigern sich in ihre Hobbys derart rein, dass sie nahezu perfekt darin werden. Von außen hält man das dann für eine Art von Inselbegabung. In Wirklichkeit steckt dahinter aber nichts außer Intelligenz und nächtelanges Lernen.
  • Visuelles Denken. Autisten denken mehr in Konzepten und Bildern, als in Sprache. Um einen Gedanken auszusprechen, müssen sie erst mühsam übersetzen. Andersherum müssen sie erst visualisieren, um einen gehörten Satz ganz zu verstehen. Deshalb sind sie in einer Gesprächsrunde oft sehr still und nach kurzer Zeit müde.
  • Soziale Überforderung. Mit zwischenmenschlichen Dingen die einem niemand erklärt, weil man sie angeblich von allein kann, sind Aspies überfordert. Wie man Freundschaften aufbaut und pflegt, wann man welchen Ton anschlägt, wie lange man wann reden darf: Das erklärt sich einem Aspie nicht von selbst. Im Gegenzug verstehen sie systematisch nachvollziehbare Dinge von selbst, mit denen sich Nicht-Autisten immer so schwer tun.

Mehr darüber: https://de.wikipedia.org/wiki/Asperger-Syndrom

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

-wenig emphatiefähig
-können Gesichtszüge nicht interpretieren
-haben Schwierigkeiten mit anderen Menschen sich zu arrangieren (schwache soziale Kompetenzen)
-haben oft eine Inselbegabung,das heißt sind auf einem Gebiet ziemlich  intelligent
-ihr Interesse beschränkt sich oft auf wenige Themen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von halbsowichtig
27.11.2015, 10:20

Im Prinzip geht das in die richtige Richtung. Aber zwei Punkte kann ich so nicht stehen lassen:

wenig emphatiefähig

Hier muss man klar zwischen kognitiver und emotionaler Empathie unterscheiden.

Bei Aspies ist das Erkennen von Emotionen beeinträchtigt, das heißt, sie können keine Körpersprache lesen. Sie sehen einem Mitmenschen nicht von außen an, was er gerade fühlt.

Genauso zeigen Autisten auch selbst keine oder wenig Körpersprache. Das heißt, Nicht-Autisten können deren Gefühle nicht ablesen. Dadurch stehen sich Autisten und Nicht-Autisten gleichermaßen "empathie-blind" gegenüber.

Hat ein Autist jedoch auf andere Weise verstanden, was sein Gegenüber gerade empfindet, dann greift die Hochsensibilität: Er reagiert schnell mit übersteigertem Mitgefühl oder regelrecht aktivistischer Hilfsbereitschaft.

haben oft eine Inselbegabung

Inselbegabte (Savant Syndrom) sind extrem selten. Weltweit gibt es so um die 100. Davon sind zwar etwa die Hälfte auch Autisten. Aber dem gegenüber steht 1% der Menschheit mit Autismus aber ohne Inselbegabung.

Was bei Autisten wie Inselbegabungen aussieht, sind Spezialinteressen. Also Hobbys und Interessengebiete, in die sie sich in jahrelanger Arbeit hinein fuchsen, weil sie unglaublichen Spaß daran haben. Was für Nicht-Autisten die Party oder der Kneipenabend mit Kumpels ist, das ist für einen Aspie die einsame Nacht mit einem Buch über sein Spezialinteresse. So werden sie oft so gut in ihrem Fach, dass man meinen könnte, das Talent sei angeboren.

0

Ein sehr gutes Beispiel ist Sheldon Couper aus BigBang Theorie.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von halbsowichtig
27.11.2015, 10:11

Die Produktionsfirma hat mehrfach ausdrücklich abgestritten, dass Sheldon einen Autisten darstellen würde. Die Figur soll einfach nur so'n Freak sein.

0
Kommentar von Doubtwhatyousee
27.11.2015, 14:40

Sheldon ist das allerschlechteste Beispiel für einen am Aspeger-Syndrom leidenden Menschen. Zum einen wurde mehrfach dementiert, dass er Autismus hat und zum anderen stellt die Art und Weise, wie er dargestellt wird, in Verbindung mit der weit verbreiteten Meinung, er sei Autist, alle Autisten gänzlich falsch dar. 

1

Was möchtest Du wissen?