Was sehen wir? Ist es möglich...

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3 Antworten

Ich glaube auch, dass das Sehen etwas subjektives ist und so können wir alles was existiert nicht wahr wahrnehmen. Es besteht keine direkte Kommunikation zwischem dem Objekt und was wir nun endlich sehen, es wird auf dem Weg von der Wahrnehmung verfälscht und so können 10 Leute vor einem Baum stehen den selben Blickwinkel haben und doch etwas anderes sehen. Kleinen Baum, großen Baum, Baum mit hellgrünen / olivgrünen Blättern usw..

Ein Beispiel wäre auch, wenn ein Fisch mit seiner Optik (Fischlinseneffekt) sich denken würde seine Welt so wie er sie sieht ist real und echt, könnte das bei uns nicht auch der Fall sein? Es ist schwer etwas zu definieren was man sich schlecht vorstellen kann. Die Realität, die absolute Wahrheit die man ja eigentlich nie gesehen hat, oder vielleicht doch? Etwas was jeder sieht und auch EINdeutig beschreiben kann.

Es gibt vieles auf der Welt was man nicht erklären beweisen kann, daher stützt man sich auf Theorien solange man diese wiederlegt worden sind. Würde man jeden Tag über diese ganzen (sehr interessanten) Themen ernsthaft nachdenken dann würde man wohl sehr schnell denn Verstand verlieren. In diesem Sinne machen wir uns das Leben nicht schwerer.

Zum Abschluss ein Zitat: "Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners"


Mir gefällt der Gedanke, ich halte diese Theorie zunächst einmal durchaus für nachvollziehbar.

Man kann aber davon ausgehen, dass der Mensch wirklich nur die Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) wahrnimmt, diese in einem Spektrum von ca. 380-780nm. Wobei die Grenzbereiche zwar eng, aber individuell sind - manch einer kann das Glimmen einer IR-LED sehen.

Bleibt noch das Gegenbeispiel: Gerade in technischen Bereichen wie der Nachrichtentechnik kommt es auf ein gutes Sehvermögen an. Dabei spielt vor allem die Farbwahrnehmung eine große Rolle. Daher wurden Sehtests entwickelt, welche durch die Anordnung unterschiedlich eingefärbter Punkte (eigentlich ein stark vergrößertes Druckraster) Zahlen oder Buchstaben beinhalten, welche nur zu erkennen sind, wenn man keine Farbschwäche hat ("Farbenblindheit"). Dabei wird eine der Grundfarben weniger intensiv als die anderen Grundfarben bzw. gar nicht wahrgenommen, weshalb die Farben des "versteckten" Zeichens sich nicht von der Umgebung unterscheiden lassen - es bleibt für den Betreffenden unsichtbar. Anhand dieser Tests und durch die Anordnung verschiedener Farben lässt sich herausfinden, welche der Grundfarben im Sehvermögen beeinträchtigt ist.

Besteht man diese Tests, so kann man davon ausgehen, dass das Farbempfinden dem anderer Menschen entspricht.

Bleibt noch eine Schwäche bei der Hell-Dunkel-Wahrnehmung, welche bevorzugt im Alter auftritt. Wird es dunkel, so sieht man nicht mehr die Farben, sondern nur noch den Kontrast (deshalb sind nachts auch alle Katzen grau!). Ist diese Wahrnehmung gestört, dann ist man "nachtblind".

Und dann noch der letzte Test, den Du selber machen kannst: Betrachte eine weiße Fläche abwechselnd nur mit dem linken und dem rechten Auge. Evtl. wirst Du feststellen, dass die Fläche nicht 100%ig die gleiche Farbe hat. Das Gehirn macht aber daraus beim Stereo-Sehen wieder eine akzeptable Mischfarbe, wenn die Bilder übereinander gelegt werden. Das wiederum bedeutet, dass wirklich jeder Mensch in Nuancen eine andere Farbwahrnehmung hat. Bei mir jedenfalls ist dies so.

Somit halte ich Deine Theorie für bestätigt.

Nach Jahrmillionen gemeinsamer Entwicklung sollte man erwarten, das Lebewesen der gleichen Art die Umwelt auf  sehr gleiche Weise wahrnehmen. Die individuellen Erlebnisse unterscheiden sich wie Wellen auf dem Meer. Menschen beherrschen einige Möglichkeiten der Kommunikation, um Gemeinsamkeiten zu fördern. Es ist aber wahrscheinlich, dass Menschen Sinneseindrücke sehr individuell verarbeiten. Manche Menschen sind farbenblind, merken  es aber erst beim Test für die Fahrschule.

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