Was sagt man beim Besuch eines Totgeweihten?

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14 Antworten

Ich hatte selber Krebs (bin wieder gesund), und mir hat es am besten getan, wenn ich abgelenkt wurde. Wenn es einem schlecht geht, vergeht der Tag nur sehr langsam. Je nachdem wie gut es ihr noch geht, geh mit ihr in ein kleines Café oder geht spazieren oder spiel ein einfaches Kartenspiel mit ihr. Oder lies ihr irgendwas vor oder bring irgendwelche Fotos mit oder zeig ihr sonst irgendwas, sodass sie nicht viel reden muss, wenn sie nicht will. Sorg einfach dafür, dass sie ein paar schöne Stunden hat, das hilft am meisten. Da muss man gar nicht viel zur Krankheit sagen - es sei denn, sie spricht es von sich aus an. Und noch ein Tipp: schick ihr ab und zu mal eine Postkarte in der nächsten Zeit. Darüber hab ich mich auch immer SEHR gefreut.

Ich will keinen Ratschlag geben, schließlich habe ich mich in ähnlicher Situation gegenüber meinem Vater und später meiner Mutter auch nicht optimal verhalten, eher hilflos.

Von wem ist die Information, dass sie so schwer krank ist? Von ihr selbst oder hat man über sie gesprochen?

Ich erinnere mich an einen Klinikpfarrer, der einmal gesagt hat, in seiner ganzen beruflichen Laufbahn sei es nur 2x vorgekommen, dass Todgeweihte ihren nahen Tod angesprochen hätten und er dann darauf eingegangen sei. Von diesen beiden Leuten sei dann aber beklagt worden, der Pfarrer habe richtig hart mit ihnen gesprochen.

Ich würde, wenn mich heute jemand auf dieses Thema anspricht, dem Thema trotzdem nicht ausweichen wollen, vielleicht darüber sprechen, welche Ängste bezüglich des Sterbens da sind, wie man sie lindern kann und wie ein Leben nach dem Tod vielleicht aussieht.

Ich würde einfach normal Guten Tag sagen! Sie in Arm nehmen, so wie ihr euch halt sonst auch begrüßt. So dinge wie "na, wie gehts" würde ich tunlichst vermeiden! Dann kann man ja im Laufe des Gespräches auf ihren Gesundheitszustand zu sprechen kommen

Hallo! Das kommt darauf an wie gut Du den denjenigen kennst! Manchmal hilft warten bis derjenige alleine anfängt zu reden ! Manchmal hilft aber auch denjenigen in den Arm nehmen, nichts sagen, und Ihn ganz feste zu drücken!Man versteht sich auch ohne Worte! Auf jedenfall braucht der Betreffende kein Mitleid und schonmal gar nicht das es Dir auch schlecht damit geht!

Kommt sehr darauf an, wie deine Tante selbst damit umgeht. Sich am besten möglichst wie immer verhalten und nicht krampfhaft gut drauf sein wollen. Zuhören, da sein und sehen was von ihr kommt.

Das mit den 3 Monaten kannst du auch vergessen, meine schwiegermutter sollte es nur 2 höchstens 3 Monate schaffen, sie hat aber noch 2 Jahre gelebt. Geh ganz natürlich mit ihr um, hör zu,wenn sie was sagen will. Zuhören ist oft sehr wichtig.

Ich finde, das kommt drauf an, in welcher Verfassung die Tante ist. Auf jeden Fall ist es schon mal gut, dass Du sie besuchst, sie wird sich sicher freuen. Wenn Du sie länger nicht gesehen hast, ruf zuvor mal an, um die Lage zu peilen.

Je nach Bezug zur Person hält man sich mit Gesprächen eher bedeckt. Die restlichen Gespräche ergeben sich aus der Situation... Alles gute für Euch !

Bringe ihr Wärme, Liebe und Geduld entgegen.

Wenn es sich ergibt, dann erzähl ihr, daß sie nach dem Tode des Leibes alle ihre Leibeskrankheiten verlieren und in einem geistigen Leib ewig weiterleben wird.

Daß sie von Engeln zur Vollkommenheit geführt wird und daß sie mit der Vollkommenheit jung und schön wird.

Sag ihr, daß sie keine Angst vor dem Sterben haben muß und daß sie auch im Jenseits ihren freien Willen hat.

Wenn sie im Jenseits Hilfe benötigt, dann soll sie sich an Jesus wenden. Jesus ist der EINZIGE in der ganzen Unendlichkeit, der ihr wirklich helfen kann und auch helfen will.

Sprich es vielleicht nicht unbedingt von dir aus an. Wenn sie drüber reden möchte, wird sie es tun. Sei einfach für sie da.

sehr, sehr guter rat! ich glaube, mehr kann man in diesem fall nicht tun.

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@Hurrierbay16

So hätte ich es auch gesagt. Meine Stiefmutter hat auch Darmkrebs und noch (laut Arzt) höchstens 2 Jahre. Sie redet darüber auch nie. Also rede ich auch nicht darüber.

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Was soll man schon sagen hallo Tante XXX und wenn das Thema aufkommt dann redet man halt drüber.

Erst mal nichts. hör einfach zu. Diese Menschen haben oft viel zu erzählen.

Ganz normal wie immer sein.

Ich glaube man ist wie immer lieb und nett.

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