Was sagt ihr zu gendern und allem was dazu gehört zurzeit?

Das Ergebnis basiert auf 40 Abstimmungen

Unnötig weil… 68%
Gut weil… 33%

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

es kommt auf die Form des Genderns an.

Das auf den (Gender)Stern oder sonstige Zeichen reduzierte Gendern sowie das Gendern durch substantivierte Partizipien (Studierende, Mitarbeitende, Lehrende usw.) sowie andere "Wortungetüme" lehne ich ab!

Deshalb nutze, spreche und schreibe ich den Genderstern auch nicht, und es nervt mich ungemein, wenn ich Nachrichtensprecher und Fernsehmoderatoren ihn aussprechen höre - was heißt aussprechen, es ist ja vielmehr eine Kunstpause.

Ich gendere nur - wie schon lange vor dem Gender-Stern-Wahn üblich - in der Form von Studentinnen und Studenten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer usw., obwohl ich persönlich auch kein Problem mit dem generischen Maskulin habe.

Daneben verwende ich je nachdem, ob ich jemanden duze oder sieze, bei der Anrede die Pronomen du, dein, dir, dich oder Sie, Ihr, Ihnen, Sie, und als Personalpronomen ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie.

Das ist meiner Meinung nach völlig ausreichend; für manche Leute sogar schon viel zu viel.

AstridDerPu

Ich switche immer zwischen gendern (*innen) und der altbekannten Form (-ler und -innen). Gendern ist manchmal kürzer aber man hat trotzdem alle erwähnt, das finde ich cool. Allerdings gibts auch einige Dinge die mir an der Sache weniger gefallen...

Denn alles immer mit ,,innen" dazu zu sagen/schreiben ist anstrengend, man muss sich dran gewöhnen. Und auch wenn Leute so viele Wörter hintereinander gendern finde ich es echt nervig: ,,egal ob Student:innen, Schüler:innen, FSJler:innen..."

Wenn allerdings ganz ,,normal" gegendert wird regt mich das nicht auf, verstehe nicht wie ein * manchen den ganzen Tag versauen kann ;D

Ebenfalls kann ich bestätigen das wenn man nur ,,Lehrer" z.b. sagt im Gehirn zuerst das Bild von einem Mann aufploppt, beim gendern sind es tatsächlich beide Geschlechter.

Fazit

die Mischung machts: nur zu Gendern erschwert das Lesen, nur immer männl. und weil. aufzuzählen viel Arbeit. Nur die männliche zu benutzen wäre zwar am bequemsten, jedoch wie ich finde nicht mehr zeitgemäß.

LG :)

Woher ich das weiß:Hobby
Gut weil…

Ich halte Gendern, also gendersensible(re) Sprache, für eine sinnvolle Maßnahme. Gekonnt eingesetzt ist gendersensible Sprache für mich dann, wenn sie aus einer Kombination der verschiedenen Möglichkeiten und nicht aus dem strikten Einsatz einer einzigen Variante besteht. Dazu gehört auch, dass man versteht, bei welchen Wörtern eine "gegenderte" Variante angebracht ist und bei welchen nicht, und einem klar ist, dass nicht jede Situation/jeder Kontext eine gendersensible Anpassung der Sprache benötigt. Außerdem ist gendersensible Sprache kein Allheilmittel, sondern ein Baustein von vielen für eine Gesellschaft, in der Nicht-Männer sichtbarer sind als in unserer heutigen, da durch gendersensible Sprache der männliche Bias im Deutschen abgemindert wird.

Das einzige, das ich an "allem was dazu gehört" unfassbar unnötig finde, sind Menschen, die mit ihrem Halbwissen versuchen dagegen zu argumentieren. Diese sind sich meist nämlich gar nicht bewusst, dass sie kaum Ahnung von gendersensibler Sprache haben, und erst recht über kein tiefergehendes Wissen über Sprache verfügen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – MA Linguistik

Es kommt auf die Art des Genderns an. Mit der Form der Beidnennung und mit neutralen Formulierungen habe ich persönlich keine Probleme und verwende diese auch.

Anders sieht es aus, wenn mit Gendersternchen und Ähnlichem gegendert wird. Diese Formen sind nicht barrierefrei und schließen somit Teile der Bevölkerung aus. So etwas unterstütze ich nicht.

Unnötig weil…

Wir Leben im Jahre 2021, wir befinden uns inmitten einer Pandemie. Es gibt tausende wirkliche, reale Probleme auf der Welt, denen man sich widmen müsste, aber die Menschen machen sich Gedanken darüber, wie ihr Geschlecht angesprochen wird. Ein Parabeispiel für die menschliche Idiotie und Ignoranz. Wenn die Leute gerne in die metaphorischen Fußstapfen von Don Quichotte treten möchten, können sie das gerne machen. Jeder hat das Recht auf die eigene Entscheidung, auch wenn diese Entscheidung ist dumm zu sein, jedoch ohne mich, ich beteilige mich nicht an der Kollektiven Verdummung dieser Spezies.

I refuse to be a part of your idiocracy

They'll find our city's ashes beneath the rising sea

And one day they'll look back and wonder how it came to be

'Cause we replaced reality with idiocracy

In diesem Sinne.

Das war ein super Kommentar. Gebe dir vollkommen recht.

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Wir Leben im Jahre 2021, wir befinden uns inmitten einer Pandemie. Es gibt tausende wirkliche, reale Probleme auf der Welt, denen man sich widmen müsste, aber

Was genau machst du dann hier? Löse doch bitte die wirklichen, realen Probleme der Welt und gib dich nicht mit irgendwelchen Fragen in einem Internetforum ab.

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@Adomox

Reductio ad absurdum, schwach, ferner dessen auch noch im Fehlschluss falsch.

Es ging in meinem Kommentar nur am Rande um meine eigene Meinung zu dem Thema. Viel mehr ging es um die Heuchelei und Idiotie des Kollektivs, die Gendern als wünschenswert oder gar "notwendig" sehen. 

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@Kbeacker

Ruhig, Brauner. Ich sehe die Idiotie viel eher darin, etwas abzulehnen, von dem man gar nicht weiß, weshalb es überhaupt existiert. Naja, oder man denkt zumindest, man wüsste es, lehnt es dann aber aus Trotz ab. Oder man kennt die Hintergründe tatsächlich, ist dann aber aus eigener Überzeugung dagegen. Mir egal, am Ende alles nicht so wirklich weise.

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@Adomox

Ich bin ganz ruhig, ich zeige nur deinen schwachen Versuch einer Argumentation auf, falls man das überhaupt so nennen kann. Na dann erleuchte mich mal, heiliger Adomox, klär mich auf, über meine Gründe der Ablehnung des Genderns und natürlich des "warum" es eigentlich existiert.

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@Kbeacker

Denkst du wirklich, dass ich dir nach der Antwort noch irgendetwas erklären werde? Du bist jetzt Teil meiner offiziellen Fan-Liste™  - viel Spaß auf dieser.

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