Was sagt ihr zu dem gesellschaftlichen Druck die Pille zu nehmen?

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10 Antworten

Also wenn ich ne Frau wäre, würde ich mich ganz sicher zu nichts zwingen lassen, das ich in meinen Organismuss lassen muss.

Frauen sollten mitterweile doch emanzipiert genug sein, um NEIN zusagen. Ausserdem gibts doch noch einige andere Verhütungsmittel, die nicht gesschluckt oder gespritzt werden müssen, abgesehen von Kondomen.

Ich glaube das Problem ist nicht selten eher die mangelhafte Aufklärung darüber.

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Kommentar von 1467prozentig
23.11.2015, 00:30

Super Antwort. 

Die Jugendlichen sind heutzutage m. E. Gut aufgeklärt. Aber nur über Funktion der Verhütungsmittel und Schwangerschaft, vielleicht noch über Geschlechtskrankheiten, aber selten über die Nebenwirkungen der Pille. 

Ich finde mit der Emanzipation sagst du was ganz wahres. Aber von vielen wird es eben gerade als unemanzipiert gesehen die Pille nicht zu nehmen. - Aus welchem Grund auch immer. 

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  • Ich glaube, das siehst du zu überspitzt. Du kannst nicht einige Laienmeinungen in einem Forum als repräsentative Meinung der Bevölkerung darstellen. Auch auf GuteFrage.net gibt es leider zu Fragen bezüglich Verhütung, Sexualität und Schwangerschaft mehrheitlich unsinnige, oftmals sogar fachlich falsche Antworten. Ich bemühe mich seit vielen Jahren, griffige und hilfreiche Antworten zu geben und wundere mich immer wieder über die Vielzahl unqualifizierter Antworten.
  • Sexualität ist für die allermeisten Menschen eine sehr wichtige Facette einer Partnerschaft, für Frauen ganz genauso wie für Männer. Da die wenigsten Paare eine Schwangerschaft beabsichtigen, ist für sehr viele Pärchen Verhütung logischerweise überaus wichtig. 
  • Letztlich gibt es zur Zeit nur zwei wirklich gute Verhütungsmittel, die jederzeit angenehmen Sex erlauben: Die Mikropille und die Kupferkette Gynefix; letztere würde übrigens für die Frau aus der Fragestellung das Mittel der Wahl sein, wenn hormonelle Verhütung tatsächlich kontraindiziert wäre.
  • Kondome sind theoretisch und technisch extrem sicher. Nur ganz wenige Kondome sind schadhaft. Falls Kondome korrekt angewendet werden, dann sind sie ein sicheres Verhütungsmittel. Leider werden Kondome jedoch immer wieder mal falsch angewendet und leider ist die tatsächliche Anwendungssicherheit von Kondomen in der Praxis recht gering. Kondome verursachen statistisch wesentlich mehr ungewollte Schwangerschaften je Akt als die Pille, denn bei Kondomen passieren statistisch bedeutend mehr Anwendungsfehler als bei der Pille.
  • Sehr viele Männer empfinden Sex mit Kondomen zudem als deutlich weniger lustvoll, weniger stimulierend und weniger erfüllend. Das Anlegen und Verwenden stellt zudem eine Ablenkung dar und macht vielen das Halten einer Erektion schwieriger und den Akt selbst weniger spontan und weniger romantisch. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass sehr viele Männer nicht dauerhaft Kondome verwenden wollen, sowohl aus Sicherheitsbedenken als auch wegen des Gefühls.
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Kommentar von 1467prozentig
24.11.2015, 08:15

War jetzt vielleicht blöd formuliert, aber ich wollte damit sagen, dass ich das bei Freunden und allgemein auch in anderen Foren ständig erlebe und ich die Frage jetzt nur gestellt habe weil ich durch diesen Fall wieder daran erinnert würde. 

Kupferkette ist tatsächlich aus meiner Sicht nur Geldmacherei. Sie hat den selben Effekt wie die Kupferspirale, nur dass sie gefährlicher ist: Innere Verletzungen sind zu 100% garantiert, da man sie einwachsen lässt in die Haut der Gebärmutter und irgendwann wieder rausreißt. Außerdem ist die Gefahr unfruchtbar zu werden genauso hoch... Insofern würde ich dann eher zur Spirale raten. 

Kondome anzuwenden finde ich persönlich nicht schwer, steht ja auch auf der Packung, mal abgesehen davon will ich hier nicht Kondome propagieren. Es geht mir mehr darum, dass nicht für jeden die gleichen Verhütungsmittel sinnvoll sind und dass ich mich frage warum jeder meint die Pille zunehmen sei Pflicht und das wäre ja quasi ein ungeschriebenes Gesetz. 

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Jede Frau sollte selbst entscheiden, ob sie die Pille nehmen will. Wenn jemand sogar die Pille aufgrund von Vorerkrankungen nicht nehmen darf, stellt sich die Frage meiner Meinung nach gar nicht.

Es gibt Alternativen zur Pille, die ebenso sicher sind, nicht nur Kondome (mit denen ja tatsächlich öfter mal was schiefgeht - zumindest hier wird oft behauptet, das Kondom habe versagt).

Ich sehe allerdings auch keinen gesellschaftlichen Druck, die Pille zu nehmen. Wenn man mal ehrlich ist, ist sie aber schon ein bequemes Verhütungsmittel. Die Nebenwirkungen gibt es natürlich auch, aber die treten ja nicht bei jeder Frau auf und wenn, dann auch nicht immer so ausgeprägt, dass es gleich gefährlich wäre, so dass man dann immer noch die Pille wieder absetzen kann.

Wenn meine Frau aber sagen würde, sie wolle die Pille nicht mehr nehmen, dann müsste ich halt damit leben. Kondome stören mich nicht und es gibt ja auch andere Verhütungsmittel. Die Kupferkette soll ja sogar sicherer sein als die Pille.

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Kommentar von 1467prozentig
24.11.2015, 08:17

Ich wollte Kondome hier nicht als alleinige Alternative zur Pille darstellen. 

Ich wollte einerseits sagen, dass man auch anders verhüten kann, aber,  dass man auch oft die vermeintlich unsicheren Kondome braucht um Erkrankungen zu verhindern. 

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"Gesellschaftliche Druck" ist vlll. zu groß formuliert, aber ich verstehe, was du meinst. Fakt ist, die Pille ist in Deutschland Verhütungsmittel Nummer1 .

Ich denke, es ist diese " gibt es da was von ratiopharm" - Mentalität.... Wir leben in einem  Zeitalter, wo es gegen jedes Wehwehchen eine Tablette o.ä. gibt..... Und so läuft's dann auch in Sachen Verhütung.

Ich sag mal, je älter eine Frau wird bzw. je besser sie ihren Körper kennt, um so mehr nimmt auch der Druck ab, das Verhütung nur pille bedeutet.

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Ich denke es kommt auf einen selber an, inwiefern man sich von einem gesellschaftlichen Druck oder irgendwelchen anderen Idealen der Gesellschaft beeinflussen lässt.
Allerdings habe ich persönlich diesen Druck noch nie wahrgenommen in Bezug auf die Pille. Meiner Meinung nach ist das etwas sehr intimes. Man kann zwar offen über solche Sachen reden, das ist teilweise auch sehr wichtig, aber man sollte sich nicht vor Aussenstehenden für seine Entscheidungen oder Vorlieben rechtfertigen müssen. :-)

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Kommentar von 1467prozentig
23.11.2015, 00:32

Sollte man nicht, nein. 

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Ich verspüre keinen gesellschaftlichen druck, die pille nehmen zu müssen.

Das ist meine eigene entscheidung und geht niemanden etwas an. 

Höre das jetzt alles zum ersten mal. Auch ich finde es sicherer mit was anderem zu verhüten als Kondom, aber was das letztendlich ist (hormonell, chemisch usw), ist doch jedem selbst überlassen.

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Kommentar von 1467prozentig
24.11.2015, 08:23

Ich denke du hörst das wahrscheinlich zum ersten mal WEIL dir hormonelle Verhütung lieber ist. 

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Ich finde jeder soll das tun was er für richtig hält, ich z.B bin ein Mensch der sich viel zu viele Gedanken macht über Sachen, sodass ich Angst hätte das 'n Kondom manchmal nicht ganz so sicher ist.. man muss halt einfach verdammt gut aufpassen.

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Kommentar von 1467prozentig
23.11.2015, 00:41

Das ist natürlich super für dich. :) 

Was mich mal interessieren würde: Wie würdest du reagieren wenn dir eine Freundin, weil das Thema gerade aufkommt, sagen würde, es sei verantwortungslos die Nebenwirkungen der Pille in Kauf zu nehmen? 

Würdest du dich rechtfertigen, oder einfach darüber Scherzen oder lieber gleich das Thema wechseln? Ich habe sehr offene Freunde, was vielleicht daran liegt, dass ich selbst recht offen bin. Zumindest enden solche Situationen bei mir häufig in sinnlosen "Ich-habe-immer-recht-Diskussionen". 

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1.) Es muss jede selber wissen ob und wie viele Babys sie zur Welt bringt.

2.) Man kann auch mit einem Kondom verhüten, wenn das Kondom nicht erwünscht ist, dann kann auch eine Spirale bzw. Diaphragma verwendet werden.

3.) Bei absoluter Ablehnung von Nachwuchs kann man sich auch Sterilisieren lassen.

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Kommentar von 1467prozentig
23.11.2015, 00:34

Ja, es gibt viele Möglichkeiten. Nur dass Sterilisation so gut wie nie vor dem 30. Lebensjahr erfolgt und auch danach sehr selten ist. 

Viele Ärzte machen das einfach nicht und dazu haben sie sicherlich gute Gründe. 

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ich sehe bei dem Thema absolut nicht den gesellschaftlichen Druck! Das sind wirklich intime Dinge, die du für dich entscheiden solltest und mit denen du auch ausser dem Partner mit niemanden reden brauchst

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Kommentar von 1467prozentig
23.11.2015, 00:24

Im Prinzip richtig. Ich versuche das Thema auch schon bei Freundinnen zu meiden, da es ein absolutes Tabu ist... Allerdings hätte man manchmal nunmal gerne Rat aus Foren, wie der Junge Mann in dem Fall. 

Auch wenn ich an die Zeit zurück denke, wo ich minderjährig war, da wollte mich meine Mutter auch ständig überreden. Ich weiß, dass sie es nur gut meinte. Ich finde es trotzdem merkwürdig. 

Ich gehe ja auch nicht zu Leuten mit der Pille und sage "Dreimonatsspritze ist aber noch sicherer". 

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Kondom reicht eigentlich völlig aus, die Pille ist meist nur für's gute Gewissen. Wer's braucht..

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Kommentar von Kajjo
23.11.2015, 22:39

Umgekehrt wäre es sachlich korrekt...

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