Was sagt ihr zu dem Argument, dass heutzutage heterosexuelle Diskrimimiert werden?

8 Antworten

Was bedeutet Diskriminierung durch die Sexualität? Nicht verstanden werden, Ausgrenzung, Unterstellungen, Angst vor Outing, Angst vor Jobverlust, Angst vor Reaktionen in der Öffentlichkeit, Angst vor Gewalt ...

Heterosexuelle Menschen kennen diese Ängste nicht. Aber viele von ihnen diskriminieren andere Sexualitäten. Sie gestehen anderen nicht die Rechte zu, die sie für sich in Anspruch nehmen.

Was wird nun anders? Durch die Gleichstellung wird nun diese Diskriminierung nach und nach aufgehoben. Es wird ihnen das "Recht" entzogen, anderen ihre Rechte vorzuenthalten. Sie müssen nun zusehen, wie offen nichtheteronormative Menschen in ihre Arbeitswelt "eindringen". Sie müssen sie nun auch offen in den Medien "ertragen" und dürfen auch nicht mehr beleidigen! Hieraus kommt auch oft die Forderung, dass nichtheteronormative Lebensweisen zwar geduldet, aber nicht ständig gesehen werden wollen. Es ist zwar die gleiche Diskriminierung, wird aber oft gerne als "tolerante" Haltung verkauft (siehe z.B. AfD).

War nur ihre Sexualität für sie "normal", so müssen sie immer mehr anerkennen und zulassen, dass auch andere Sexualitäten als "normal" gelten!

Dies wird nun als Einschränkung und damit als Diskriminierung ihrer Lebensweise empfunden. Sie verwechseln den Verbot der Diskriminierung anderer Sexualitäten mit angeblichen Einschränkungen ihrer Sexualität.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – LGBTIQ*, Vater und Großvater

Sehr schön erklärt. Den Text heb ich mir auf.

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Nehme ich zumindest nicht mehr so wahr.
Ich finde aber man wird überflutet von Regenbogen und LGBT 🙂

Sollte es nicht einfach egal sein, worauf man Lust hat?

Genau dadurch kippt die Stimmung - meiner Meinung nach. Es muss doch niemanden interessieren, auf was / wen du genau stehst.

Ich finde auch das Outing heute etwas seltsam, so von wegen, ich bin hetero.

Hä? Wozu?

Es gibt leider noch viel zu viele Menschen, die sich im negativen Sinne für die Sexualität anderer interessieren.

Damit queere Menschen als normal angesehen werden, muss man in Kontakt mit ihnen kommen und dazu müssen sie sichtbar werden.

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@randomUser01

Ich nehme halt genau das Gegenteil wahr. Gerade durch diese Überflutung, wird das Thema sehr präsent und man fragt sich - warum?!?
Das ist auch überhaupt nicht böse gemeint, habe selbst im Bekanntenkreis oder Familiienkreis solche Menschen.

Ich finde die Überflutung eher negativ.

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@safur

Was für eine Überflutung denn bitte? So präsent ist das Thema nun echt nicht.

Und was sollte man bitte sonst tun?

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@safur

Und ich störe mich an der "Überflutung" von hetero-Pärchen in Medien und dem öffentlichen Leben. Sieht man heutzutage überall!!! Die müssen sich dann nicht wundern, wenn ich es ihnen ins Gesicht sage, dass sie mich stören. Tagtäglich sehe ich Männer und Frauen die sich lieben und das öffentlich zeigen, geht mir langsam auf den Keks. Ist ja nicht böse gemeint, ich kenne selbst so hetero-Pärchen, aber das kann man doch im privaten ausleben?!? Ganz abgesehen von den Medien, die berichten auch ständig von hetero-Pärchen. Und die Filme erst, lässt sich kaum etwas finden, wo einem keine Romanze zwischen Mann und Frau auf die Nase gebunden wird.🙃

PS: Der letzte Satz war nicht ironisch.

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@randomUser01

Wir haben alleine auf Arbeit mindestens 2 x die Woche Artikel dazu

Überall Regenbogen 🌈 und Co

Es wirkt irgendwann scheinheilig, einerseits soll alles so normal sein, wozu dann die Werbung ständig 🤷🏼‍♂️

Ich meine das ist wie Inklusion, kann das Wort nicht mehr lesen oder Diversität

Irgendwann ist halt genug

Man kann es doch auch normal leben

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@cyan33

Das kann sogar ich verstehen. Kommt aber wohl durch USA

Schau mal französische Filme.

Ich weiß nur nicht ob Deutschland schon bereit dafür ist. War vor 3, 4 Jahren mal im sneak preview im Kino.

Es kam ein Film wo zwei Männer nackt badeten auf einem Landsitz.

50 % und mehr sprangen auf und haben den Saal verlassen. 😲

Oder der hype damals mit 50 Schatten von Herrn Grau. Was bitte war da so besonders? Prüdes Amerika

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@safur

Welche Arbeit? Was für Artikel? Was für Werbung? Ohne Details kann man schlecht einschätzen, wie diese Situation aussieht.

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@safur

Am Ziel vorbei geschossen... oder war das Absicht?

Ich wollte aufzeigen, wie dämlich deine Nörgeleien sind.

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@cyan33

Nein ehrliche Meinung

Dann findest du es halt dämlich, deine Meinung, dein Problem 😉

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@safur

Ich sagte sie *sind* dämlich, im Sinne von "ohne Logik". Und das sollte mein ironischer Vergleich aufzeigen :)

Zum verdeutlichen, was ich meinte, hier mal noch ohne Ironie:

Du sprichst von einer "Überflutung", wobei das hetero-sein in Medien und der Öffentlichkeit viel präsenter ist. Dir erscheint es bloß als eine Überflutung, weil es dir im Unterschied zu hetero-Dingen viel mehr auffällt.

Zudem willst du deine Behauptung "ist nicht böse gemeint" mit dem Argument unterstützen, dass du "auch solche Menschen kennst". Das ist ein logischer Fehlschluss. Auch homophobe Leute können schwule Freunde haben (sage nicht, dass du homophob bist, ist nur ein Vergleich).

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@cyan33

Ich finde durch die Überflutung findet ein gegenteiliger Effekt statt

Ist halt meine Meinung

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@safur

Deine Meinung habe ich gar nicht in Frage gestellt, ich kritisiere deine Argumentation/Überlegungen.

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@cyan33
Deine Meinung habe ich gar nicht in Frage gestellt

Damit meine ich, dass ich nie gesagt oder angedeutet habe, dass deine Meinung nicht deine Meinung sei. (War etwas ungünstig formuliert vorhin, könnte man auch anders verstehen, daher diese Ergänzung.)

Es war also nicht wirklich nötig, dass du dich da wiederholst ^^

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Von Experte Adomox bestätigt

Es muss ein schreckliches Gefühl sein, wenn man herausfindet, dass man hetero ist. Wie soll man das bloß seinen Eltern und Freunden erklären? Die Klassenkameraden oder Arbeitskollegen dürfen es auf keinen Fall erfahren, sonst hat man keinen ruhigen Tag mehr. Und dann erlauben einem Staat und Kirche auch noch die Heirat. Was denken die sich eigentlich dabei? Und wenn man selbst nicht kann oder will, darf man auch noch Kinder adoptieren. Sogar fremde. Dass man für diese fundamentelen Rechte nicht erst jahrzehntelang auf die Straße gehen darf, ist eine bodenlose Unverschämtheit.

Made my day!

Aber ich denke, dass dieses Gefühl, diskriminiert zu werden auch der inzwischen überall präsenten Diskussion über Gendering usw. geschuldet ist. Vielleicht sind einige Jüngere noch nicht so gefestigt in ihrer Identität, dass sie das wirklich so empfinden.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit 52 auch noch "umgelernt" und mich vom erlernten SchubladenDenken verabschiedet habe. Wenn ich heutzutage gefragt würde, wie ich mich sehe, käme als Antwort kein "hetero" mehr, sondern ein "offen für alles". Man verliebt sich nicht in eine äußere Hülle sondern in den Geist, die Seele, die darin steckt. Insofern ist alles möglich.

Aber das ist nur meine Meinung, muss nicht die von anderen sein.

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Da ich in meinem Freundeskreis und generellem Bekanntenkreis nur 1- 2 homosexuelle Leute habe, würde ich nicht sagen, dass es Diskriminierung gegen heterosexuell gibt, ich glaube auch homesexuelle Leute liegen immer noch deutlich in der unterzahl

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich bin selber ein Teil davon :))

Das ist kein Argument, sondern eine persönliche Empfindung.

Ok, und was ist deine Meinung dazu?

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@Luisaaaa644

Ich fühle mich nicht diskriminiert und sehe auch keinen Grund, warum sich andere diskriminiert fühlen sollten.

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