Was sagt die Bibel zum Umgang mit Menschen die an einer psychischen Erkrankung leiden?

10 Antworten

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Ich kopiere hier mal eine Palette von Hilfsangeboten rein ("Erwachet" 8.9.2004, S. 20):

>Wenn ein geliebter Mensch psychisch krank ist
DER Tag begann für die Johnsons* wie jeder andere Wochentag auch. Die vierköpfige Familie war schon auf den Beinen und bereit für den Tag. Gail erinnerte ihren 14-jährigen Sohn Matt daran, den Schulbus nicht zu verpassen. Was anschließend geschah, kam für alle völlig unerwartet. Innerhalb einer halben Stunde besprühte Matt eine Schlafzimmerwand mit Farbe, legte Feuer in der Garage und versuchte, sich auf dem Dachboden zu erhängen.

Während Gail und ihr Mann Frank dem Krankenwagen folgten, der Matt fortbrachte, versuchten sie verzweifelt, zu begreifen, was soeben passiert war. Doch leider war das alles erst der Anfang. Es folgten noch etliche psychotische Schübe, die Matt in die dunkle Welt der Geisteskrankheit stürzten. Matt durchlebte fünf angstvolle Jahre. Er versuchte mehrfach, sich das Leben zu nehmen, wurde 2-mal festgenommen, 7-mal in die Psychiatrie eingewiesen und hatte zahllose Termine bei Ärzten und Psychiatern. Seine Angehörigen und Freunde wussten oft nicht mehr, was sie noch sagen oder tun sollten.

Man schätzt, dass jeder Vierte irgendwann im Lauf seines Lebens an einer psychischen Störung erkranken wird. Angesichts dieser erschütternden Zahl muss jeder damit rechnen, dass es einen ihm nahe stehenden Menschen treffen kann — sei es in der Familie oder im Freundeskreis. Was kann man tun, wenn ein geliebter Mensch an einer psychischen Störung leidet?

● Symptome erkennen. Eine psychische Störung ist nicht immer sofort als solche zu erkennen. Freunde und Angehörige führen die Symptome vielleicht auf hormonelle Veränderungen zurück, auf körperliche Beschwerden, Persönlichkeitsdefizite oder auf schwierige Umstände. Matts Mutter war es zwar nicht entgangen, dass Matt ein Problem hatte, doch seine Eltern schrieben seine Stimmungsschwankungen einer pubertären Phase zu, die bald vorbei wäre. Allerdings können auffällige Veränderungen der Schlaf- oder Essgewohnheiten oder anderweitige Verhaltensänderungen tatsächlich auf ein ernsteres Problem hinweisen. Eine ärztliche Untersuchung kann dem Betroffenen helfen, richtig behandelt zu werden und seine Lebensqualität zu verbessern.

● Sich informieren. Wer an einer psychischen Störung leidet, kann sich meist nur bedingt selbst über seinen Zustand informieren. Wenn sich Angehörige oder Freunde aktuell und zuverlässig informieren, werden sie besser verstehen können, was der Kranke durchmacht. Außerdem hilft es ihnen, offen und kundig mit anderen zu sprechen. Gail beispielsweise versorgte Matts Großeltern mit medizinischen Merkblättern. So konnten sie sich ein besseres Bild machen und am Geschehen teilhaben.

● Sich behandeln lassen. Mit der richtigen Behandlung kann selbst jemand, der an einer langwierigen psychischen Störung leidet, ein stabiles und produktives Leben führen. Unglücklicherweise leiden viele Betroffene jahrelang, ohne Hilfe zu erhalten. Ebenso wie eine ernste Herzkrankheit von einem Herzspezialisten behandelt werden muss, erfordert auch die Behandlung psychischer Krankheiten besondere Fachkenntnisse. Psychiater beispielsweise können Medikamente verschreiben, die bei regelmäßiger Einnahme eventuell helfen, die Stimmung zu kontrollieren, Ängste zu lindern und verworrene Denkmuster zu korrigieren.*

● Betroffene ermuntern, sich helfen zu lassen. Psychisch Kranke sind sich unter Umständen nicht bewusst, dass sie Hilfe brauchen. Man könnte dem Betroffenen vorschlagen, einen bestimmten Arzt aufzusuchen, geeignete Artikel zu lesen oder sich mit jemandem zu unterhalten, der selbst Erfahrungen mit der jeweiligen Krankheit gemacht hat und wieder gut zurechtkommt. Möglicherweise lehnt der Kranke den Rat ab. Doch wenn jemand, um den wir uns kümmern, Gefahr läuft, sich selbst oder anderen Schaden zuzufügen, muss auf jeden Fall etwas unternommen werden.

● Keine Vorwürfe machen. Das komplexe Zusammenspiel der genetischen, sozialen und Umweltfaktoren, die zu einer gestörten Gehirnfunktion beitragen, gibt nach wie vor Rätsel auf. Hinter einer psychischen Störung können mehrere Faktoren stecken wie eine Gehirnverletzung, Drogen- und Genussmittelmissbrauch, Umweltstressoren, biochemisches Ungleichgewicht und erbliche Vorbelastung. Jemandem vorzuwerfen, er habe seine Krankheit teilweise selbst verschuldet, nützt niemandem. Man sollte seine Kraft besser darauf verwenden, den Kranken zu unterstützen und ihm Mut zu machen.

FORTSETZUNG ...

... FORTSETZUNG ...

1
@OhNobody

● Realistische Erwartungen. Es kann einen psychisch Kranken mutlos machen, wenn man zu viel von ihm verlangt. Allerdings fühlt sich der Kranke möglicherweise noch hilfloser, wenn man ihm ständig seine Grenzen vor Augen führt. Deshalb muss man in den Erwartungen realistisch sein. Verkehrtes Handeln sollte natürlich nicht toleriert werden. Wer an einer psychischen Störung leidet, kann aus den Folgen seiner Handlungen genauso lernen wie jeder andere auch. Gewalttätiges Verhalten kann es erfordern, rechtliche Schritte zu unternehmen oder gewisse Vorkehrungen zu treffen, um ihn selbst und andere zu schützen.

● Die Kommunikation aufrechterhalten. Kommunikation ist entscheidend — selbst wenn man sich manchmal missverstanden fühlt. Die Reaktionen psychisch Kranker lassen sich kaum vorhersagen; möglicherweise scheinen ihre Gefühle überhaupt nicht zu der jeweiligen Situation zu passen. Kritisiert man dann die Bemerkungen von jemandem, der ohnehin schon deprimiert ist, lädt man ihm noch Schuldgefühle auf. Wenn Worte nicht helfen, kann man dem Kranken einfach ruhig zuhören. Die Gefühle und Gedanken des Kranken sollte man ernst nehmen, ohne zu verurteilen. Man sollte versuchen, die Ruhe zu bewahren. Einfach da zu sein und konstant Mitgefühl zu zeigen hilft sowohl dem Kranken als auch einem selbst. So war es auch bei Matt. Einige Jahre später sprach er von seiner Dankbarkeit gegenüber denjenigen, die, wie er sagte, „mir halfen, als ich überhaupt keine Hilfe wollte“.

● Auf die Bedürfnisse anderer Familienmitglieder achten. Wenn sich eine Familie auf denjenigen konzentrieren muss, der in einer Krise steckt, können andere Familienmitglieder vernachlässigt werden. Matts Schwester Amy hatte eine Zeit lang das Gefühl, „im Schatten seiner Krankheit“ zu leben. Um nicht die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken, spielte sie ihre eigenen Leistungen herunter. Ihre Eltern dagegen schienen von Amy immer mehr zu erwarten, so als ob sie die Schwächen ihres Bruders ausgleichen müsse. Manche vernachlässigten Geschwister haben versucht, durch schwieriges Verhalten auf sich aufmerksam zu machen. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen nachkommen zu können, benötigen die betroffenen Familien Hilfe. Während sich bei den Johnsons alles um Matt drehte, kümmerten sich beispielsweise Freunde aus der Ortsversammlung der Zeugen Jehovas besonders um Amy.

● Etwas für die psychische Gesundheit tun. Systematisch etwas für die psychische Gesundheit zu tun schließt ein, auf die Ernährung, auf genügend Bewegung und Schlaf sowie auf soziale Aktivitäten zu achten. Einfache Aktivitäten im kleinen Freundeskreis sind normalerweise weniger einschüchternd. Dabei sollte man im Sinn behalten, dass Alkohol die Symptome verschlimmern und die Wirkung von Medikamenten beeinträchtigen kann. Heute bemühen sich die Johnsons, auf die psychische Gesundheit der ganzen Familie zu achten, besonders aber auf die ihres Sohnes.

● Die eigenen Bedürfnisse ernst nehmen. Die Belastung, für einen psychisch Kranken zu sorgen, kann die eigene Gesundheit gefährden. Daher ist es unbedingt notwendig, auch die eigenen körperlichen, emotionalen und geistigen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Die Johnsons sind Zeugen Jehovas. Für Gail war ihr Glaube eine große Hilfe, mit der kritischen Lage in der Familie zurechtzukommen. „Die christlichen Zusammenkünfte halfen mir Stress abzubauen“, erzählt sie. „Dort konnte ich die unmittelbaren Sorgen beiseite schieben und mich auf andere wichtige Dinge und auf die einzig wahre Hoffnung besinnen. Unzählige Male habe ich verzweifelt um Erleichterung gebetet, und dann hat sich immer irgendetwas ergeben, was die schmerzliche Situation verbessert hat. Dank Jehovas Hilfe habe ich einen für unsere Situation ungeahnten Herzensfrieden verspürt.“

Matt ist heute ein junger Erwachsener, der das Leben mit ganz anderen Augen sieht. „Was ich durchgemacht habe, hat mich vielleicht zu einem besseren Menschen gemacht“, sagt er. Auch seine Schwester Amy ist der Meinung, bei alldem etwas gelernt zu haben. „Ich bin anderen gegenüber weniger kritisch“, erklärt sie. „Man weiß nie, welche verborgenen Umstände jemandem zu schaffen machen. Das weiß nur Jehova.“

Leidet jemand, den wir lieben, an einer psychischen Störung? Vergessen wir nie: Der Betreffende kann möglicherweise die Krankheit besser überwinden und das Leben sogar wieder genießen, wenn man ihm zuhört, ihm hilft und ihm gegenüber unvoreingenommen ist.

[Fußnoten]

Die Namen wurden geändert.

Der potenzielle Nutzen sollte gegen mögliche Nebenwirkungen abgewogen werden. Erwachet! empfiehlt keine bestimmte Behandlungsform. Christen sollten sich sicher sein, dass die von ihnen gewählte Behandlung mit biblischen Grundsätzen vereinbar ist.

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Ach telemann2000: ich entscheide ja wohl immer noch selbst, welche Antworten ich als hilfreich empfinde und welche nicht- ist ja auch meine Frage. Des Weiteren haben OhNobody und ich uns bereits ein klein wenig ausgetauscht was das Thema betrifft und da hat er mir bereits einige Bibelstellen genannt. Wie du also siehst, geht es OhNobody darum meine FRAGE weiter zu beantworten und kein Diskussionskrieg mit euch zu führen!

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@xxPHILOSOPHINxx

Da mich diese Frage auch interessiert (siehe meinen Namen unter deiner Frage), würde ich diese Texte auch gerne mal sehen, und hier speziell in Verbindung mit Gewaltverbrechen die  von diesen Personen verübt werden.... 

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Na ich weiß ja nich', aber ich lasse dich gewähren. Weil, an unserer Liebe zueinander, werden alle sehen, dass wir Jünger Jesu sind. Amen

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Also du scheinst ja sehr raffiniert zu sein, telemann2000. Ich schrieb "ein klein wenig ausgetauscht was das Thema betrifft". Ja: gut. Du könntest jetzt selbstverständlich verlangen, diese Bibelstellen anzugeben. Meine vorherige Frage an OhNobody lautete, "muss man seine Eltern auch dann ehren, wenn sie aufgrund psychischer Erkrankungen ihren Kinder Leid zugefügt haben?"- so in etwa. Und inwieweit, besteht eine Eigenverantwortung, bezüglich der Eltern, trotz psychischer Erkrankungen. Diese Frage bezog sich ausschließlich auf das Gebot "du sollst deine Eltern ehren". Und meine Frage jetzt, ist eine kleine Erweiterung. Also welche Fragen hast du denn nun?

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Gut: OhNobody, poste mal bitte die Verse die du mir bezüglich dessen hast zukommen lassen. Aber bitte keine Details aus meiner Frage. :) Ich bin ja per APP, weißt du ja. LG

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@xxPHILOSOPHINxx

"Wer seinen eigenen Mitmenschen verachtet, sündigt, aber glücklich ist, wer den Niedergedrückten Gunst erweist." (Spr. 14:21)

"Wer dem Geringen Gunst erweist, leiht Jehova, und ER wird ihm sein Tun vergelten." (Spr. 19:17)

"Wer dem Minderbemittelten gibt, wird keinen Mangel haben, aber wer seine Augen verhüllt, wird viele Flüche auf sich laden." (Spr. 28:27)

"Glücklich ist jeder, der mit Rücksicht auf den Geringen handelt; Am Tag des Unglücks wird Jehova für sein Entrinnen sorgen." (Psalm 41:1)

"Ist es nicht, dem Hungrigen dein Brot auszuteilen und daß du die Niedergedrückten, Heimatlosen in [dein] Haus bringen solltest? Daß du, falls du jemand nackt sehen solltest, ihn bedecken sollst und daß du dich vor deinem eigenen Fleisch nicht verbergen solltest?" (Jes. 58:7)

"und keinen Menschen pflegte er schlecht zu behandeln; das Pfand, das er für Verschuldung nahm, erstattete er jeweils zurück; nichts pflegte er durch Raub zu entreißen; dem Hungrigen gab er stets sein eigenes Brot, und den Nackten pflegte er mit einem Kleid zu bedecken;" (Hes. 18:7)

Zukunftshoffnung:

"Und kein Bewohner wird sagen: „Ich bin krank.“ Dem Volk, das in [dem Land] wohnt, wird sein Vergehen verziehen sein." (Jes. 33:24)

"Und alle deine Söhne werden von Jehova Belehrte sein, und der Frieden deiner Söhne wird überströmend sein." (Jes. 54:13)

"Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offb. 21:4)

Es gibt eine ganze Menge mehr Bibelstellen.

Liebe Grüsse ...

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@OhNobody

Danke für die Info.

Das bezieht sich ganz bestimmt auf den täglichen sozialen Umgang mit Mitmenschen die unter einer psychischen Behinderung leiden.

Allerdings wie sollte sich ein Christ verhalten, wenn er in der Gefahr steht, Opfer von Gewalt von solchen Menschen zu werden, die aufgrund ihres Zustandes nicht zurechnungsfähig sind?

Was sagt die Bibel über dieses Thema?

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@telemann2000

Was beinhaltet das Gesetz Mose bezüglich einem stößigen Stier? Der Besitzer hat die Verantwortung, ihn so zu halten, dass er keinen Schaden anrichten kann. 

Wenn ein Mensch eine so gravierende psychische Störung hat, gilt das gleiche. 

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@stefanbluemchen

Ist ja auch kein biblischer Begriff - wird allerdings von den Zeugen Jehovas inflationär benutzt....

Definition: 

Ein Grundsatz ist eine Erkenntnis, Aussage oder Regel, welche die Basis für nachfolgende Überlegungen, Aussagen oder Tätigkeiten bildet.

Genau deshalb benutzten Zeugen Jehovas diesen Begriff der nicht in der Bibel zu finden ist auch so oft.

Sie können auf Basis einer einfachen biblischen Aussage alles rechtfertigen (nicht nur die Zeugen gehen so vor - auch andere Gruppen).

Das sieht man an deinem Beispiel. Der Stier ist stößig oder mein Dobermann beißt Leute. Also sorge ich dafür, dass er nicht mehr beißt oder stößt. Das ist aber kein Grundsatz sondern lediglich ein Gesetz.

Du leitest daraus allerdings einen Grundsatz ab und wendest das dann auf behinderte Menschen an. Das funktioniert so aber nicht. Du kannst nicht Verfahrensweisen die bei einem Tier gültig sind auf einen Behinderten anwenden.

Was passiert mit einem Dobermann der Leute anfällt? Er wird eingeschläfert...

Und der Behinderte?

Fazit: Grundsätze sind schön und gut solange sie nicht mißbraucht werden....

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@telemann2000

Grundsätze der Bibel kann man nicht mißbrauchen. Sie sind im Zusammenhang mit den Geboten Gottes zu betrachten. Dann wird ein Schuh draus. 

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@stefanbluemchen

Doch man kann sehr wohl. Wenn man nämlich daraus Dinge ableitet, die mit den Geboten nix mehr zu tun haben. Das war der große Fehler der Religionsführer der Tage Jesu. Der Christus hatte sie genau deshalb verurteilt. Sie hatten aufgrund ihrer Anwendung von 'Grundsätzen' das Wort Gottes ungültig gemacht....

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@telemann2000

Nicht ganz. Die Pharisäer und Schriftgelehrten haben zu den Geboten noch hinzu gefügt. Und selbst waren sie nicht einmal bereit, die von Gott gegeben Gebote zu befolgen. Sie verdrehten das Gesetz. Genau so wird heute vieles verdreht. 

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@stefanbluemchen

Da hast du recht. Das passiert allerdings auch bei den Zeugen. 

Ich erinnere dich mal als Beispiel an die 70er Jahre. Zeugen Jehovas wiesen anhand von biblischen Grundsätzen nach, das homosexuelle Handlungen kein Scheidungsgrund seien. 

Nur wenige Jahre später benutzte man die selben Grundsätze um zu zeigen, dass man sich doch scheiden lassen darf. 

Und du möchtest mir allen ernstes erklären, ein Missbrauch angeblicher Grundsätze würde nicht statt finden? 

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@telemann2000

Ich weiß, dass bei uns biblische Maßstäbe gelten, die nicht verdreht werden. Du kannst das ja mal nachprüfen! Du stellst etwas in den Raum, für das du keine Beweise hast. Das finde ich schäbig. 

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@stefanbluemchen

Du solltest langsam wissen, dass ich alles belegen und untermauern kann. Also die Sache aus den 70er Jahren:

Quelle: Wachtturm!

Wachtturm 15. März.1972 Seite 191-192
"Sind homosexuelle Handlungen eines Verheirateten ein schriftgemäßer Scheidungsgrund, der es dem unschuldigen Partner gestatten würde, sich wieder zu verheiraten?
Die Frage, ob ein unschuldiger Ehepartner nach der Bibel wieder heiraten darf, wenn er von seinem homosexuellen Gefährten gerichtlich geschieden worden ist, muß aufgrund dessen entschieden werden, was die Bibel über Scheidung und Wiederverheiratung sagt.

„Hurerei“ ist der einzige Scheidungsgrund, der die Wiederverheiratung des unschuldigen Partners zuläßt.

Es gilt zu beachten, daß der Ausdruck „Hurerei“ in den Kapiteln 5 und 19 des Matthäusevangeliums im Sinne von ehelicher Untreue oder von unerlaubten, außerehelichen Beziehungen gebraucht wird.
Der Zusammenhang, in dem der aus Matthäus, Kapitel 19 erwähnte Text steht, bestätigt diese Schlußfolgerung. Gestützt auf die Hebräischen Schriften, wies Jesus darauf hin, daß ein Mann und seine Frau „e i n Fleisch“ werden, und fügte dann hinzu: „Was also Gott zusammengejocht hat, das bringe kein Mensch auseinander.“ (Matth. 19:5, 6)
Bei homosexuellen Handlungen werden die Geschlechtsorgane auf eine unnatürliche Weise, auf eine Weise, wie es niemals vorgesehen war, gebraucht. Gleichgeschlechtliche Personen ergänzen sich nicht, wie Adam und Eva sich ergänzten. Sie könnten niemals „e i n Fleisch“ werden, um sich fortzupflanzen. Es könnte noch hinzugefügt werden, daß bei einer geschlechtlichen Vereinigung von Mensch und Tier sich zwei verschiedene Arten von Fleisch miteinander verbinden. Der Apostel Paulus schrieb: „Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch, sondern da ist e i n e s der Menschen, und da ist ein anderes Fleisch des Viehs und ein anderes Fleisch der Vögel und ein anderes Fleisch der Fische.“ — 1. Kor. 15:39.
Obwohl Homosexualität und Sodomie abscheuliche perverse Handlungen sind, wird weder in dem einen noch in dem anderen Fall die Ehe gebrochen. Die Ehe kann nur durch Handlungen gebrochen werden, durch die ein Verheirateter „e i n Fleisch“ wird mit jemandem vom anderen Geschlecht, der nicht sein rechtmäßiger Ehegefährte ist."


Merkst du, wie hier 'biblische Grundsätze' missbraucht werden?

Damals hatte vielleicht eine getaufte Zeugin Jehovas gemerkt, dass ihr Mann fremd ging - allerdings nicht mit einer Anderen sondern mit einem Anderen.

Sie wollte sich scheiden lassen - ging aber nicht, weil die Führung es anders entschieden hatte. Hätte sie es dennoch getan, wäre ihr die Gemeinschaft entzogen worden.

Das ist nur ein Beispiel von Missbrauch der Bibel...

Ich könnte jetzt noch andere Beispiele anführen. Du magst jetzt sagen, die Führung ist schließlich nicht vollkommen. Sag sowas mal dem unschuldigen Ehepartner.

Übrigens: Die Pharisäer waren auch nicht vollkommen....

P.S.

Das mag jetzt ein extremes Beispiel sein, verdeutlicht allerdings, dass davor keine Religionsgemeinschaft gefeit ist

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@telemann2000

telemann2000,

du hast das doch sel bst geschrieben: "wer in Gefahr steht"

Dazu hat die Bibel eine ganze Menge Ratschläge, wie man sich schützt, das weißt du sicherlich selbst

- Leben ist für Jehova u.Jesus heilig - Römer 13:10

- Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um

- Unglück sehen und sich dann verbergen - Spr.22:3:

Zur zweiten Aussage kannst du ja mal suchen. Hast dann auch was zu tun.

Gute Nacht!

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@telemann2000

Kommentar von telemann

Obwohl Homosexualität und Sodomie abscheuliche perverse Handlungen sind, wird weder in dem einen noch in dem anderen Fall die Ehe gebrochen. Die Ehe kann nur durch Handlungen gebrochen werden, durch die ein Verheirateter „e i n Fleisch“ wird mit jemandem vom anderen Geschlecht, der nicht sein rechtmäßiger Ehegefährte ist." 

Das ist absolut falsch! Denn jegliche sexuelle Handlung außerhalb der Ehe ist Hurerei! Und wenn ein verheirateter Mann mit einem anderen Mann sexuelle Handlungen begehrt, ist das EHEBRUCH! 

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@stefanbluemchen

Ich habe geprüft. 1972 stand das wirklich so drin. Doch schon 1973 wurde dies berichtigt. Denn wir haben keine Dogmen. Und wenn wir fest stellen dass eine biblische Aussage falsch verstanden wurde, wird diese berichtigt. 

Leider sind die meisten Religionen nicht dazu bereit. Vom Dogma der unbiblischen Trinität und der heidnischen Lehre der unsterblichen Seele wird immer noch als wahr gelehrt. 

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@stefanbluemchen

Ich wundere mich, wie solch eine biblische Aussage überhaupt falsch verstanden werden kann.

Das mal als Nebengedanke. Das eigentliche Problem war ja: Wenn sich jemand scheiden ließ, wurde er in diesem Zeitraum ausgeschlossen - unschuldigerweise.

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telemann2000: Sag mal, bist du verwirrt? Kannst du dir mal bitte deine EIGENE Antwort auf meine Frage anschauen? Du bist doch Christ richtig? Du fügst meine Frage hier hinzu, dabei hast du doch schon selbst eine Antwort darauf gegeben? Der Staat ist das eine, geliebte Menschen mit denen Mann zusammen lebt, sind was anderes und da hat OhNobody mit seiner Antwort zur Differenzierung beigetragen. Oder, wolltest du etwa auf was ganz anderes hinaus?

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@xxPHILOSOPHINxx

Ich habe schon verstanden, das Nobody auf etwas anderes hinaus wollte. Schließlich hat er auf eine andere Frage geantwortet.

Allerdings in deinem vorgegeben Kontext kann man den Staat nicht außen vor lassen. Ich zitiere mal deine Antwort:

Ja genau das meine ich- Gewaltverbrechen.

Ich möchte das mal veranschaulichen. Ein gläubiger Christ pflegt einen Angehörigen oder auch vielleicht sogar einen Mitgläubigen mit einer psychischen Erkrankung. Er stellt leider fest, dass der Pflegebedürftige einen Hang zur Gewalt hat. Er möchte zwar seinen Angehörigen weiterhin pflegen, ist sich allerdings nicht sicher, welche Auswüchse die Gewaltbereitschaft des Angehörigen annehmen.

Soweit mein Beispiel. Wie soll sich hier jetzt in diesem Fall ein gläubiger Christ verhalten? soll er die Hilfe des Staates in Anspruch nehmen oder soll er alles in Gottes Hand legen, und hoffen, dass es besser wird?

Was sagt die Bibel über dieses Thema?

P.S.

Anfänglich hatte ich deine Frage nicht verstanden. Nachdem du explizit den Gedanken der Gewaltanwendung mit ins Spiel brachtest, hatte ich meine biblische Sichtweise des Problems geschildert. In Anbetracht der Tatsache, dass man immer noch etwas dazulernen kann, sind andere Meinungen auch ganz nützlich. Unter diesem Gesichtspunkt fragte ich Nobodys (anfänglich nicht vorhandenen ) Bibeltexte an, um zu sehen, ob andere Bibeltexte auf das Thema anwendbar sind.... 

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@telemann2000

In der Bibel wird nicht für jede Situation ein Gesetz erwähnt. Sie enthält viele Grundsätze, die für alle Situationen anwendbar sind. 

Der Grundsatz, sich körperlich und geistig rein zu erhalten zeigt, dass sich Personen, die Gott gefallen wollen, nicht dem Tabakkonsum hingeben sollen und unmoralisches Gedankengut meiden. Das ist der Vorteil von Grundsätzen. 

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@telemann2000

telemann2000,

das kommt immer auf die Situation und alle Beteiligten an.

Zuerst einmal greift das "Gesetz der Liebe", sich um seine Angehörigen zu kümmern.

Dann kommt es auf das Ausmaß der Gewalt an und auf die Belastbarkeit des Pflegenden bzw. seine Möglichkeiten.

Wenn jemand noch arbeiten gehen muß, braucht er sowieso Unterstützung.

Es gibt viele Beispiele , auch von Angehörigen die an Demenz-/Alzheimer erkranken.

Meine Mutter hatte Alzheimer. Da ändert sich die Psyche gewaltig und manchmal auch zur Gewalt.

Dann pflegt man nach Kräften , und wenn es nicht mehr geht, muß man sich Hilfe holen.

Ich habe sie 2 Jahre gepflegt. Dann ging es nicht mehr, weil sie Tag und Nacht Betreuung brauchte, und das für mich nicht mehr zu leisten war.

Das entscheidet jeder, auch ein Christ, nach seinem Gewissen.

Und unter Gebet natürlich!

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@verreisterNutzer

P.S.: Dass man sich Hilfe holen darf, finden wir z.B. hier:

"Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die Kraft, die über das Normale hinausgeht, Gottes sei, und nicht die aus uns selbst.

Wir werden auf jede Weise bedrängt, aber nicht bewegungsunfähig einggengt; wir sind ratlos, doch nicht gänzlich ohne Ausweg......wir werden niedergeworfen, doch nicht vernichtet....." 2.Ko.4:7 ff

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Also: bei aller Liebe. Du bist wie ein wandelndes Blatt.

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„Simeon und Levi sind Brüder. Werkzeuge der Gewalt sind ihre Schlachtwaffen. In ihre Gruppe von Vertrauten komme nicht, o meine Seele. Mit ihrer Versammlung werde nicht vereint“ (1. Mose 49:5, 6). -> Im Einklang mit diesen Worten hüten sich Christen davor, mit Personen Umgang zu haben, die Gewalt fördern oder verüben. Gott hasst eindeutig jeden, der Gewalt fördert. Die Bibel sagt: „Jehova selbst prüft den Gerechten wie auch den Bösen, und jeden, der Gewalttat liebt, hasst seine Seele gewiss“ (Psalm 11:5). -> Gleichzeitig heißt es: selig sind die geistig Armen, denn ihnen ist das Himmelreich gewiss. -> Wenn du also deine eigene Antwort, mit der Antwort von OhNobody und meiner Antwort kombinierst, was meinst du wohl, telemann2000, ist nun die endgültige Antwort auf meine Frage? -> Jetzt beantworte ich sie mir schon selbst. Na ja, dann hat das Ganze hier auch wenigstens einen Sinn. ||| Aber eine Frage hätte ich noch telemann2000: was sind Sektenbeauftragte und warum stellst du viele gezielte Fragen zu den Zeugen Jehovas? Bist du auch einer?

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Und die Antwort von gromio kannst du auch noch dazu packen. Also bist du ein ZJ?

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@xxPHILOSOPHINxx

Weder gromio noch ich sind Zeugen Jehovas.

Wie du siehst, kennen wir uns allerdings beide Bestens mit den Lehren der ZJ aus - auch wenn unsere Meinungen über sie weit auseinander liegen.

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@verreisterNutzer

frag ihn doch mal einfach.

Ich brauchte nicht einmal zu fragen. Er hat es mir sogar zwei Mal gesagt. Das letzte Mal erwähnte er, dass er Zeugen Jehovas jetzt schon seit 45 Jahren beobachtet....

Außerdem führt gromio eine ziemlich aggressive Diskussionsweise. So jemanden könnt ihr doch nicht wirklich gebrauchen, oder?

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Und das lernt man alles, wenn die Kirche einen beauftragt telemann2000? Oder eher gefragt, woher hast du all dein Wissen bezüglich der ZJ? Das ist wirklich ziemlich interessant. So viele Bibelkenner wandeln umher, da freut sich wahrscheinlich auch Christi.

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@xxPHILOSOPHINxx

Ich gehöre keiner Kirche an und lasse mich folglich auch nicht vor deren Karren spannen.

Allerdings habe ich einen großen Bekanntenkreis mit Zeugen Jehovas....

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@telemann2000

telemann2000,

und die kennen deine Einstellung, das , was du hier so schreibst ?

Ich glaubs ja nicht....

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@verreisterNutzer

Warum nicht? 

Kenne viele Zeugen die ziemlich offen sind und nicht alles glauben, was von oben kommt, sondern es erst einmal überprüfen.... 

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Also EXInkassoMA: wenn telemann2000 sagt, gromio wäre kein ZJ und mich als JohnW etc. betrachtest, dann kann ich ja wohl unmöglich beides sein, oder? Oder ist das so eine Viereinigkeits-Dingen der KK?

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Ich verstehe beim besten Willen nicht, was denn nun das Problem ist? Ich habe eine ganz normale Frage gestellt? Warum werden hier ständig John.W und Co. ins Spiel geholt? Beruhigt euch mal und zu dir telemann2000: ich habe mich für deine Antworten bedankt und sie positiv bewertet. Anscheinend war das alles nur ein Missverständniss. Jeder müsste seine Antwort gehabt haben. Also: Ruhe im Karton EX!

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Ach und telemann2000: als ich neulich auf deinem Profil war ist mir aufgefallen, dass ich dir Anfang diesen Jahres einen Stern zugesprochen habe (hilfreiche Antwort). Als ich dann auf mein altes Profil bin (ich hatte es eigentlich gelöscht, verstehe nicht, warum das Profil noch angezeigt wird), ist mir genau dasselbe Schema wie hier aufgefallen. Ich habe nämlich auch OhNobody einen Stern zugesprochen und überall fand man dieselben Gesichter: telemann2000, EXInkassoMA, MfS und so weiter. Was soll ich mir wohl dabei denken?

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@xxPHILOSOPHINxx

Freu dich doch. Jeder bringt seine Meinung ein und der geneigte Leser bekommt nicht nur einseitige Antworten....

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Gut telemann: ich verstehe nun worauf du hinaus wolltest. Es geht mal wieder um O.W. und den sexuellen Missbrauch, wa? Ich habe letztens bereits gesagt, dass mir diese Thematik fremd ich. Wohl gemerkt, habe ich gerade erst mit meinem Bibelstudium angefangen. Sind jetzt erstmal alle Fragen geklärt?

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ist*

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@xxPHILOSOPHINxx

Nein, nicht um Missbrauch...

Wollte nur mal sehen, ob hier jemand noch andere biblische Aussagen postet, die mir noch unbekannt waren....

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@telemann2000

Aber dann ist doch alles in Ordnung? Ich verstehe nur nicht so ganz, weshalb du sagst, ihr kennt euch mit den Lehren der ZJ bestens aus und du vor allem, einen ZJ seit Stunden um Bibelverse bittest?

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Danke für das Sternchen.

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telemann2000: darf ich dir vielleicht einen Kaffee aus Tuvalu anbieten? Oder doch eher einen aus Äquatorialguinea? Vielleicht einen Tee aus Osttimor? Dein Kollege wollte ja leider nicht. Warum lehnen alle meine Freundlichkeit ab? Verstehe das mal einer.

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In 5. Mose 19,16 heißt es:

In allen deinen Ortschaften in jedem deiner Stämme sollst du Richter und Aufseher einsetzen. Sie sollen dem Volk mit gerechtem Urteil Recht sprechen.  Du sollst das Recht nicht beugen, die Person nicht ansehen und kein Bestechungsgeschenk annehmen, denn Bestechung macht weise Leute blind und verdreht die Worte der Gerechten.  Du sollst der Gerechtigkeit und nur der Gerechtigkeit folgen, damit du am Leben bleibst und das Land in Besitz nimmst, das Jahwe, dein Gott, dir gibt.

Unter dem mosaischen Gesetz sollten also Richter für ein gerechtes Urteil sorgen. Explizit werden solche Fälle wie du sie beschreibst allerdings nicht erwähnt. Grundsätzlich bestand aber unter dem mosaischen Gesetz auf einem Gewaltverbrechen wie Mord, die Todesstrafe.

Christen unterstehen heute nicht mehr der Gesetzgebung des AT. Das NT lagert daher die Rechtsprechung sozusagen aus, und verweißt auf die Verantwortung, die die weltliche Gesetzgebung vor Gott hat.

In Römer 13 heißt es ganz deutlich und bindend für einen Christen:

Jeder soll sich den Trägern der staatlichen Gewalt unterordnen. Denn alle staatliche Gewalt kommt von Gott, und jede Regierung ist von Gott eingesetzt. Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die von Gott eingesetzte Ordnung und wird zu Recht bestraft werden. Denn wer Gutes tut, hat von den Regierenden nichts zu befürchten. Das hat nur der, der Böses tut. Wenn du also nicht in Furcht vor der Regierung leben willst, dann tue Gutes, und du wirst von ihr gelobt werden. Sie steht ja zu deinem Besten im Dienst Gottes. Tust du aber Böses, hast du allen Grund, sie zu fürchten, schließlich ist sie nicht umsonst die Trägerin von Polizei- und Strafgewalt. Auch darin ist sie Gottes Dienerin. Sie zieht den Schuldigen zur Verantwortung und vollstreckt damit Gottes Urteil an denen, die Böses tun. Es ist also notwendig, sich dem Staat unterzuordnen, nicht nur aus Angst vor Strafe, sondern auch wegen des Gewissens

Ein Christ würde also nie auf die Idee kommen, dass Gesetz selbst in die Hand zu nehmen, auch wenn eine ganze Reihe von Verfahrensweisen heutiger Gesetzgeber nicht immer auf Gegenliebe stoßen.

Tach telemann2000: deine Antwort steht zwar nicht im direkten Zusammenhang zu meiner Frage, aber ich verstehe, dass du deine Antwort auf Gewaltverbrechen solcher Menschen beziehst.

Dennoch möchte ich eine Textstelle ein klein wenig erweitern, im differenzierten Sinne.

Du schreibst bzw. zitierst aus der Bibel: "denn alle stattliche Gewalt kommt von Gott, und jede Regierung ist von Gott eingesetzt".

Aus der Bibel geht hervor, daß es unsichtbare Regierungen gibt, die gut sind und von Gott eingesetzt wurden (Eph 3:10), aber auch solche, die böse sind und von Satan und den Dämonen eingesetzt wurden (Eph 6:12).

In der Bibel werden Regierungen, die Weltherrschaft ausgeübt haben, als „Tiere“ dargestellt, und es wird gesagt, sie bekämen ihre Gewalt vom Drachen, von Satan, dem Teufel. Gott hat ihr Bestehen zugelassen und ihren Herrschaftsbereich sowie ihre Regierungsdauer in Übereinstimmung mit seinem Vorsatz eingeschränkt (Da, Kap. 7, 8; Off, Kap. 13, 17; Da 4:25, 35; Joh 19:11; Apg 17:26; 2Ko 4:3).

Nur weil der Allmächtige es Menschen gestattet, bekleiden sie Stellungen mit ‘relativer’ Machtbefugnis (höher oder niedriger relativ zueinander, aber immer Jehova untergeordnet). Ein Christ fügt sich der weltlichen Obrigkeit aus Gehorsam gegenüber Gott.

Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 4:19, 20; 5:29).

Der Apostel Johannes schrieb: „Wir wissen, dass wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist“ (1. Johannes 5:19).

Als Jesus von Pontius Pilatus verhört wurde, antwortete er: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königreich nicht von daher“ (Johannes 18:36).

Welche Ansicht sollten wir über weltliche Regenten vertreten? Paulus beantwortete diese Frage, als er schrieb: „Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan, denn es gibt keine Gewalt außer durch Gott; die bestehenden Gewalten stehen in ihren relativen Stellungen als von Gott angeordnet“ (Römer 13:1, 2).

Die Zeit kommt, wo sogar weltliche Herrscher gezwungen werden, die Macht dieses Reiches anzuerkennen (Psalm 2:6-12).

Man sollte immer den Gesamtkontext betrachten.

LG

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Wenn der Staat etwas verlangt, was Gott verbietet oder etwas verbietet, was Gott befiehlt, müssen wir Gott, dem Herrscher mehr gehorchen als den Menschen. 

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und inwieweit ist das Verhalten und die Handlungen dieser Menschen auf ihre Mitmenschen im negativen Sinne, von Bedeutung für die Einhaltung der Gebote

Darf ich erfahren, welches Verhalten du hier unter anderem einschließt?

Beziehst du das auf alltägliche Kleinigkeiten die allenfalls den sozialen Umgang mit solchen Personen erschweren oder schließt du auch (um mal ein drastisches Beispiel zu wählen), Gewaltverbrechen mit ein, die solche Personen aufgrund ihres psychischen Zustandes begehen mögen?

Hallo telemann2000: jetzt können wir mal endlich schreiben und ich brauche dich auch nicht mehr ignorieren. :) Ja genau das meine ich- Gewaltverbrechen.

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EXInkassoMA: sag mal???? Das Thema hatten wir doch bereits! Ich bin weder Röntgen, noch JohnW und wer auch immer! Würdest du endlich mal mein Kaffeeangebot annehmen, könntest du dich auch selbst davon überzeugen lassen!

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Und wenn Zeugen Jehovas missionieren, ist das noch lange kein Werbemittel. Eben eine Missionierung. Mal am Rande.

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Psalm 72 zeigt Gottes Einstellung / Empathie für diese Personengruppe:

12 Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft,+ Auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat.+

13 Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen,+ Und die Seelen der Armen wird er retten.+

14 Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, Und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen.+

cheerio

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – 50 Jahre Bibelstudium und permanente Weiterbildung

Die Bibel ist ein von Menschen geschriebenes Buch - sie sagt nichts.

Und Psychologie ist eine Wissenschaft, die um 1900 herum entstand - da gab es die Bibel schon >1500 Jahre...

Was also sollten die Autoren der Bibel zu psychisch Erkrankten sagen, wenn es damals diesen Begriff noch garnicht gab?

Doch, psychisch kranke Menschen wurden durchaus etwähnt. Kranke Menschen allgemein.

Zb auch Aussätzige, mühseelige, beladenen, Wahnsinnige, elendige etc.

Hier wird nicht abgestempelt und verurteilt. Nein, Jesus selbst, heilte diese Menschen von ihren Krankheiten und in der Bibel lesen wir, daß Jesus großen Sanftmut und innerlich bewegt gehandelt habe, Jesus liebt nicht nur die Schwachen und kranken, es ist sogar eine große Voraussetzung als Mensch in so einem lebenden Pein von Gott auserwählt zu werden.

Jesus sprach: Nicht die starken/gerechten benötigen einen Arzt sondern die Schwachen.

Es gibt unzählige Text-Stellen über kranke Menschen im Neuen Testament, man könnte glatt meinen, die meiste Aufmerksamkeit dreht sich in den Evangelien genau um diese Zielgruppe. Gott ist nicht gleichgültig gegenüber den kranken, im Gegenteil, er möchte in den Schwachen besonderen mächtig wirken. Er leidet mit ihnen, er trägt die last derer mit sich.

Vor allem die Psychosomatik wird in der Bibel oft als Grund für körperliche Krankheiten erwähnt. Die David Psalem sind das beste Beispiel dafür, hier erkennen wir, was mit einem Menschen passieren kann wenn die Seele krank ist ohne einen ursprünglichen Körperlich/organischen Auslöser.

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