Was sagt das Christentum zum Groß-Kapital?

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12 Antworten

"Das Christentum" hat hier keine einheitliche Meinung. Es gibt sowohl kapitalismusfreundliche als auch kapitalismuskritische Christen.

Rein egoistisches Gewinnstreben, bei dem die Menschenwürde außer Acht gelassen wird, widerspricht dem Gebot der Nächstenliebe.

"DAS Christentum" gibt es nicht. Es gibt im Grossen die verschiedenen Ausprägungen wie Katholiken, Protestanten etc. und im Kleinen eine Unmenge verschiedenster Strömungen und Gruppierungen. Und alle haben sehr unterschiedliche Meinungen zum sog. Gross-Kapital. Klar sagt ein der Armut verpflichteter franziskanischer Mönch was anderes, als ein Opus-Dei Kapitalist, der das Geld für eine Menge dubioser Machenschaften braucht....

homme 04.10.2015, 09:07

Bei deiner These "DAS Christentum gäbe es nicht" solltest du dich dringend weiter bilden. Sie ist nämlich falsch.

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Nichts, denn die Kirche ist selbst ein erfolgreicher Investor auf der Börse, in den verschiedensten Branchen

Scriptorium 28.08.2015, 20:30

Lk 16,9 Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es (mit euch) zu Ende geht.

Das alles hörten auch die Pharisäer (die Kirchen und Synagogen), die sehr am Geld hingen, und sie lachten über ihn.

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Historisch gesehen bejaht das Christentum Großkapital. Auch wenn es bei seiner Entstehung noch kein Großkapital gab. Die Kirche besaß auch die weltliche Vormachtstellung bis zur Säkularisation, erst mit dem Reichsdeputationshauptschluss änderten sich die Besitzverhältnisse durch Enteignungen kirchlicher Güter.

Die vermögensrechtlichen Folgen dieser Enteignungen stellen noch heute in Form der Staatsleistungen ein  Problem dar. Die kirchlichen Finanzen unterstehen aber wie alle nicht-kirchlichen Finanzen unseren Gesetzen.

robi187 27.08.2015, 10:39

frage nicht nach kirche? sondern was sagt das christentum zum groß-kapital? dazu gehören von miraus auch die sekten. umso mehr meinungen zu auslegungen um so besser?

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marylinjackson 27.08.2015, 19:38
@robi187

Das Christentum gibt es verallgemeinernd ebenso wenig wie den Islam. Frag doch jeden einzelnen Christen.danach.

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gottesanbeterin 27.08.2015, 13:58

Historisch gesehen sagte Jesus:

" Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt".

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Es gibt reiche und arme Menschen, reiche und arme Christen. Wichtig ist, dass wir als Christen mit den vorhandenen Gütern verantwortungsvoll umgehen. Mit Geld kann man viel Gutes tun..Ich weiß von vielen Christen, die in einer guten Stellung sind und Unternehmen besitzen. Wo soll da ein Problem sein? Es profitieren doch auch ungläubige Menschen davon. Durch Steuern und durch Schaffung von Arbeitsplätzen. Alles zu Ehren Gottes, dann klappt es auch mit dem Großkapital.

Geiz und Neid sind Sünde...Wenn ein Christ geizig ist und ein Ungläubiger neidisch, dann kommt man auf keinen gemeinsamen Nenner. lg

robi187 27.08.2015, 09:13

wenn man an den löhnen spart damit der gewinn steigt ist dies kein geiz?

ein neuer reicher ist ein großer krankenhausbesitzer in D?

wie kann das sein wenn er nicht an der not anderer spart wo es geht?

oder wieso machen andere verluste? was sind die gründe?

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KaeteK 27.08.2015, 10:14
@robi187

Ob das so ist und warum, kann ich hier nicht beurteilen. Du darfst nicht vergessen, wenn ein Krankenhaus keinen Gewinn mehr macht, macht es bald dicht. Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen ist schon seit Jahren ein Thema und was das mit Christen zu tun hat, kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Ein Krankenhaus gehört einem nie alleine - da hat nicht nur einer was zu sagen. Auch gibt es Tarife. Wie Deutschen leben schon zu lange auf großem Fuß, da muß man sich nicht wundern, wenn irgendwann der Punkt kommt, wo nichts mehr geht. Aber das ist nicht das Thema.Keine Sorge, es wird noch schlimmer :-( lg

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Scriptorium 28.08.2015, 20:32

Vom rechten Gebrauch des Reichtums - Lukas 16,9 ff

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was wurde gesagt zu den zöllner?

gibt es heute nicht immer mehr eine art zoll wie GENA? (meine damit nicht die rechte der autoren) sonder die art und weise wie GEMA vorgeht

Ich halt sie dumm, halt du sie arm.

Es kommt immer darauf, woran man sein "Herz" hängt, denn das, woran eines Menschen Herz hängt, das ist sein "Schatz".

Manche sammeln "Schätze" bei ihrem himmlichen Vater.. andere sammeln lieber irdische Schätze... was da im Hinblick auf das ewige Leben wirkungsvoller sein wird, mag Jeder selbst einschätzen.

Der Mensch soll arbeiten, um sein täglich Brot zu verdienen.

Wenn nun jemand zu besonderem Reichtum kommt, und sich dabei an die Gebote hält, und gottesfürchtig ist, ist es von Gott so gewollt, und seine Arbeit ist eben gesegnet.

Er strebt nicht nach Reichtum, sondern er bekommt ihn vom Herrn, ohne dass er danach strebt.

Dieser Mensch wird würdevoll mit dem "Gut" umgehen, was der Herr ihm gegeben hat, er wird das Gesetz des Zehnten befolgen, nicht prahlen, nicht prassen, nicht verschwenderisch sein, und darauf achten, dass er sich anständig verhält, sowie den Bedürftigen geben, auch über den Zehnten hinaus.


Für diejenigen, die Reichtum mehr schätzen und verehren,als Gott, und dem Reichtum nachjagen, für diejenigen gilt das, was Jesus äußerte:


Matthäus 9,16 ff

16Es kam ein Mann zu Jesus und fragte: Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen? 

17Er antwortete: Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist «der Gute». Wenn du aber das Leben erlangen willst, halte die Gebote! 

18Darauf fragte er ihn: Welche? Jesus antwortete: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen; 

19ehre Vater und Mutter!Und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! 

20Der junge Mann erwiderte ihm: Alle diese Gebote habe ich befolgt. Was fehlt mir jetzt noch?

21Jesus antwortete ihm: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach. 

22Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.


Welche Form und Auswirkungen das Kapital heutzutage hat, deutet darauf hin, dass hierbei "Der Gott dieser irdischen Welt".. nämlich Luzifer, seinen Geist drin hat.

Da treiben Geld, Macht, Politik und Religion "Hurerei" miteinander.

Solche Menschen, die dabei nicht wachsam sind, haben ihren himmlischen Lohn verloren.

Da bauen welche Paläste mit X- Zimmern, nur um sie EINER Lieblingsfrau zu schenken, statt X Flüchtlinge aufzunehmen...

Da wird mehr Geld für Kriegsgerät ausgegeben, als für Gesundheitshäuser...

Da wird in einer Wüste eine künstliche Stadt aus dem Boden gestampft, die nur eins ist: Eine Spielhölle, und soviel Wasser verbraucht, dass ein ganzes land ein Jahr genug Wasser hätte...

Da werden aus bloßer Geltungssucht bald km-hohe Türme gebaut, mit den Kosten dafür könnten Millionen Kindern Impfungen und Grundnahrungsmittel für viele Jahre finanziert werden...

usw....

Es wird insgesamt mehr zum Schaden der Mitmenschen investiert, als dazu denen Wohlgefallen zu bereiten ( selbst im Kleinen ist es so )

Es ist ein Fass ohne Boden, und die Reichen, Superreichen und Groß-Kapitalisten, sowie die Religionsführer, die ihre fetten Bäuche spazieren tragen, gut behütet leben,  und wohlklingende Reden halten... stehen dicht am Abgrund zu ihrer selbsterbauten und selbstfinanzierten , sowie selbst herbei geredeten Hölle... und ihr "Gott des Mammons, der Lügen und Selbstsucht".. wartet schon.....


"Das Christentum" sagt wohl nicht sonderlich viel, als Gesamtheit....zum Thema "Großkapitalismus"...

Hier kommt es auf die Haltung, den Glauben und das Tun jedes EINZELNEN an !

Nichts Einschränkendes sagt das Christentum zum "Großkapital" oder allgemeiner zum Reichtum. Es ist nicht verboten und keine Sünde reich zu sein, denn auch der Geldsegen mancher und vor allem tüchtiger Menschen kommt nach der Bibel von "oben" mit dem Segen Gottes.

Der "Reiche" soll bei seinem Wohlstand allerdings die Armen und Bedürftigen in seinem Umfeld nicht vergessen ohne, dass jedoch von ihm erwartet würde, automatisch sein gesamtes "Hab und Gut" zu opfern. - Er wäre ja sonst selbst ein Bedürftiger und womöglich zukünftig seiner Möglichkeiten beraubt, weitere segensreiche Spenden zu erwirtschaften und zu verteilen. 

Scriptorium 28.08.2015, 20:37

Es ist das, was im deutschen Grundgesetz steht (Artikel 14 Abs. 2 GG) "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."

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robi187 04.10.2015, 12:08
@Scriptorium

aber bitte ohne krative buchführung? die konzerne wissen (w.... worte) man es macht? schaue mal die regenwälder oder die öl konzerne usw an. deshalb nach der frage der großkonzerne (auch vw)

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"Hi, Kollegen!" xD


" Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt".

Nichts! Oder fast beinahe nichts. Was Du meinst ist sicher besser ausgedrückt mit: "Was sagen die Kirche(n) zum Groß-Kapital?" (Sie sagen dazu nichts, sie lassen spenden)

Zur Habgier aber meint der Herr (Jesus Christus):

Lk 12,15 Dann wandte er sich an alle und sagte: »Nehmt euch in Acht! Hütet euch vor aller Habgier! Denn das Leben eines Menschen hängt nicht von seinem Wohlstand ab.«

Konzernchefs, Groß-Kapitalisten sind nicht dadurch auch ein Jota Glücklicher als normale Menschen.

Scriptorium 29.08.2015, 20:44

Seit der Tempelreinigung hören diese Wort einige nicht sehr gern. Denn fleischlich ist ihr Sinn immer geblieben. Es gibt viele Hinweise in den Schriften, dass es Jehova sehr daran gelegen ist ein Ausgleich im Besitz, ähnlich dem System des Potlatch, anzustreben. Es gibt daher das sogenannte Mosesche Erlassjahr [Lev 25,8-55].

Die Elite des sogenannten "Großkapitals" lebt eben nicht unbedingt sorgloser als es manch Armer tut. In abgeschlossenen Lebensräumen, mit der Angst um die eigenen Kinder, Zwänge mit und durch die zahlreichen Verwalter...


Prediger 5,13-16 Es gibt etwas Schlimmes, etwas wie eine Krankheit, das ich unter der Sonne beobachtet habe: wenn Reichtum, der für seinen Besitzer ängstlich gehütet wurde, diesem Schlimmes brachte. Durch ein schlechtes Geschäft ging ihm dieser Reichtum verloren. Er hatte einen Sohn gezeugt, aber jetzt hat er nichts mehr, das ihm gehört. Wie er aus dem Leib seiner Mutter herausgekommen ist - nackt, wie er kam, muss er wieder gehen. Von seinem Besitz darf er überhaupt nichts forttragen, nichts, das er als ihm gehörig mitnehmen könnte. So ist auch dies etwas Schlimmes, etwas wie eine Krankheit. Genau wie er kam, muss er gehen. Welchen Vorteil bringt es ihm, dass er sich anstrengt für den Wind? Auch wird er während seines ganzen restlichen Lebens sein Essen im Dunkeln einnehmen; er wird sich häufig ärgern und Krankheit und Unmut werden ihn plagen.

Ich kannte solche Väter und auch solche Söhne.
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Scriptorium 31.08.2015, 22:16
@Waldfrosch4

Waldfrosch merkst Du deine polemischen Attacken eigentlich noch. Du Wurst. Was hast Du mit Christus zu schaffen. Währst Du dann nicht geläutert. Du selbst hast das Scheuklappen-Problem. Was nicht in Deinen Kopf will, nennst Du Esoterik. Aber ich forderte Dich schon mal auf, da näher zu erläutern, was Du für Esoterik hältst.

Wenn einem Spitzbuben nichts mehr in der Sache einfällt, pöbelt er gerne zur Person. Dein link ist katholische Propaganda.

Um jede Form des Sozialismus zu verhindern, sind soziale Zugeständnisse immer gut. Aber sie ändern nicht's. Aber es ging um etwas anderes. Der Reichtum der Kirche und seine Verwendung. Die katholische Kirche hatte immer einzelne Heilige in ihren Reihen, aber die profanen Aparatschiks Roms sind, wie auch vom Herrn immer wieder daran zu erinnern:

Lk 16,9 Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es (mit euch) zu Ende geht.

Und das gilt auch für Badewannenfetischisten (eine Form von Götzendienst). Nein Christus hat in der katholischen Kirche oft genug nichts zu suchen gehabt. Aus dem Rangstreit der Jünger kennst Du sicher den Satz: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.

Vor dem hierarchischen Kirchenaufbau hat Jesus seine Jünger gewarnt. Weist Du in welchem Gleichnis er uns das mitteilt? Räuber hat er die genannt, die den Weg nicht über ihn gehen. Und geht die katholische Liga den Weg des Friedens? Bist Du immer noch nicht in die Wahrheit gekommen, dass Du nur sehen willst, was Dein gelerntes Weltbild erhält? Busse tun heißt in Wirklichkeit umdenken... und wann hast Du zuletzt Deinen Sinn, deinen Weg mit dem Wort Gottes in Übereinstimmung gebracht?

Die Aufforderung Jesu in Lukas 16,9 kamen die katholische Kirche immer wieder (mit schlechtem Gewissen) nach. Und als letztes Brandopfer der Katholischen Institution, erwarb ich eine aufwendig hergestellte Lichtbibel für nur 9,95€uronen.

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