Was sagt Caesar, nach der Überschreitung des Rubikon?

4 Antworten

Ich will meinem Onkel beweisen das das Internet auch zu was gut ist.

...ob dieses Zitat das gewesen ist, welches Cäsar von sich gab, läßt sich auch anhand von bedrucktem Papier nicht zweifelsfrei nachweisen. Wenn Dein Onkel glaubt, im Internet steht ausschließlich Blödsinn, gehört er wohl zu den unverbesserlichen "ewiggestrigen", denen kaum zu helfen ist. Denn im Internet geht es zu wie im richtigen Leben: Viele der Informationen sind richtig, viele falsch. Man muß schon selbst differenzieren.....Der große Vorteil ist natürlich, dass man Informationen zu eigentlich allen Dingen die es gibt bekommt.

Wenn er "dagegen" ist (da kenne ich auch so einige) hast Du kaum eine Chance, ihn zu überzeugen.

Das Problem ist nicht das Zitat, sondern der Zeitpunkt, denn in

Sueton: Divus Iulius, 32f

wird es noch vor der Überquerung des Rubikon von Caesar gesagt. Es erschien dem Caesar eine riesige Gestalt, welche den Fluß durchschritt und damit das Zeichen setzte. Entsprechend ist dem eigentlichen Zitat auch ein "Dahin gehe es ..." vorgestellt.

@SchonBemerkt

32 Cunctanti ostentum tale factum est. Quidam eximia magnitudine et forma in proximo sedens repente apparuit harundine canens; ad quem audiendum cum praeter pastores plurimi etiam ex stationibus milites concurrissent interque eos et aeneatores, rapta ab uno tuba prosilivit ad flumen et ingenti spiritu classicum exorsus pertendit ad alteram ripam. Tunc Caesar: "Eatur," inquit, "quo deorum ostenta et inimicorum iniquitas vocat. Iacta alea est," inquit.

33 Atque ita traiecto exercitu, adhibitis tribunis plebis, qui pulsi supervenerant, pro contione fidem militum flens ac veste a pectore discissa invocavit. Existimatur etiam equestres census pollicitus singulis; quod accidit opinione falsa. Nam cum in adloquendo adhortandoque saepius digitum laevae manus ostentans adfirmaret se ad satis faciendum omnibus, per quos dignitatem suam defensurus esset, anulum quoque aequo animo detracturum sibi, extrema contio, cui facilius erat videre contionantem quam audire, pro dicto accepit, quod visu suspicabatur; promissumque ius anulorum cum milibus quadringenis fama distulit.

Caesar sagt es also, bevor er selber den Rubicon durchschreitet, nicht nachdem er ihn durchschritten hat.

Auf die Frage

"Was sagt Caesar, nach der Überschreitung des Rubikon? "

Kann man korrekt nur antworten, daß es dazu keine Überlieferung gebe, da nur überliefert sei, was er vor der Überschreitung gesagt habe.

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@PolluxHH

Natürlich ist das "alea iacta est" als solches schon abgeändert, da original "iacta alea est" geschrieben steht, was daraus resultierte, daß es sich zu einem stehenden Spruch wandelte, doch das setze ich gemeinhin als bekannt voraus.

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http://www.wissen.de/redewendung/den-rubikon-ueberschreiten-2017-01-14

"Da Cäsar nicht nur herausragender Feldherr war, sondern auch als
Schriftsteller einigen Ruhm anhäufte, bescherte er uns beim
Überschreiten des Rubikons gleich zwei Redewendungen, indem er seinen
riskanten Schachzug auch noch kommentierte. Angeblich gab er ein
griechisches Sprichwort zum Besten, das übersetzt etwa lautet "Der
Würfel ist geworfen" - ein Ausruf der Glücksspieler. Die lateinischen
Übersetzung "Alea iacta est" bürgerte sich als Redensart im
deutschsprachigen Raum ein. Wer des Lateinischen nicht mächtig ist,
bevorzugt die leicht abgewandelte Übersetzung "Die Würfel sind
gefallen", um anzudeuten, dass soeben eine wichtige Entscheidung
getroffen wurde."

Vielleicht deswegen?

@SchonBemerkt

Das halte ich für die richtige Antwort. - Und sag deinem Onkel, er habe keine Ahnung vom Internet. ;-) (Von einer Besitzerin des "Kleinen Pauly", des Grimmschen Wörterbuchs und anderer netter "echter" Bücher.)

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