Was sagen Buddhisten/ der Buddhismus über Opfer?

6 Antworten

Ich finde Enzylexikons Antwort und Kommentare sehr gut, lieber Wepster.

Ergänzend würde ich sagen:

Buddhismus ist am besten als praktische Lebensbewältigung zu verstehen.

Man soll sagen: Tut mir sehr leid, dass Dir das passiert ist - Du hat mein Mitgefühl (natürlich nur, wenn es auch stimmt) - Wie kann ich Dich in dieser Situation unterstützen? - Was kann ich für Dich tun, was Du nicht selbst für Dich tun könntest?

Das darf eben NICHT bedeuten, dass Du das Opfer trägst, beschützt, betüttelst und in Watte packst - Dein Job ist nur, ihm zu verhelfen, des er/sie sich selbst helfen kann.

NICHT HILFREICH ist es an dieser Stelle mit Karma zu kommen so nach dem Motto: "Irgendetwas in Deinem jetztigen oder früheren Leben, was Du getan hast, war sicher die Ursache dafür, dass Dir das jetzt zugestoßen ist!" - Wäre totaler Quatsch, weil das Opfer sich als der Schuldige bezeichnet sehen würde - Also dazu die Klappe halten;)

Soviel nur für den Fall, dass Du meinst, Du kannst+willst Hilfestellung anbieten.

Der Buddhismus sagt auch, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist, und man nicht jedem helfen kann und auch nicht muss. - Du bist zu überhaupt nichts verpflichtet aus Buddhistischer Sicht kannst Du das Problem auch beim Opfer lassen.

Ich bin Buddhist und bin mir nicht sicher, was du mit "über Opfer sagen" meinst.

Der Buddhismus lehrt, dass man Mitgefühl für alle Wesen entwickeln sollte und diese Haltung soll niemanden ausschließen - auch Täter und Opfer von Gewalttaten nicht.

Diese Menschen mögen schlimme Dinge gemacht oder erlitten haben - aber das schmälert nicht ihr Menschsein. Man sollte sie als Menschen akzeptieren.

Wenn wir einen Menschen als "Täter" und den anderen als "Opfer" brandmarken, dann sehen wir sie meist gar nicht mehr in ihrer Ganzheit, sondern nur durch eine Brille.

Vom Täter wird man zB in den Medien nie erfahren, dass er tierlieb ist, ehrenamtliche Tätigkeiten übernommen hat und gerne Nudeln mit Käse-Sahne-Soße mag.

Vom Opfer wird man dagegen nie erfahren, dass es bei den Nachbarn unbeliebt war, als Querulant galt, Rechtsrock hörte und ständig Ladendiebstähle beging.

Man hat diese Brille "Täter=böse, Opfer=gut". Der Buddhismus lehrt aber, sich nicht mit diesen ideologischen Brillen zu identifizieren, sondern das ganze Bild zu sehen.

Wenn dir mit dieser Antwort nicht geholfen ist, oder du mehr wissen willst, dann kannst du gerne Rückfragen stellen.

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Vielleicht noch einen Buchtipp zum Thema Gewalt.

Claude Anshin Thomas - Am Tor zur Hölle

https://www.amazon.de/Am-Tor-zur-H%C3%B6lle-Zen-M%C3%B6nch/dp/3783195322/

Der amerikanische Vietnam-Veteran Claude Thomas kehrte traumatisiert aus dem Krieg zurück und wurde von der jungen Hippie-Generation verachtet. Er fand nicht mehr in die normale Gesellschaft zurück, sondern rutschte sozial ab.

Er wurde Alkoholiker, drogenabhängig und landete als Obdachloser auf der Straße, weil ihm das normale Leben mit seiner Familie nicht möglich schien. Er fand keine Lösung für seine inneren Konflikte - der Krieg wirkte weiter in ihm.

Ausgerechnet die Begegnung mit einem vietnamesischen Mönch - dem einstigen "Feind" - ist für ihn der erste Schritt, sich mit seinen Erfahrungen auseinanderzusetzen und einen Weg zur inneren Heilung zu finden.

Heute ist er buddhistischer Wandermönch, trägt den Namen "Anshin" (Friedensherz) und reist auf der ganzen Welt umher, um über die Ursachen von Konflikten zu sprechen und einen Weg aus der Gewalt zu weisen.

Ich fand das Buch und auch seine Vorträge bemerkenswert, weil er nicht allein darüber spricht "Opfer" irgendwelcher äußeren Umstände zu sein, sondern er bekennt sich auch zu seiner Rolle als tausendfacher "Täter".

Manches mag einem zu symbolisch oder idealistisch scheinen, aber angesichts einer Welt, in der Gewalt in verschiedener Form ein vielfach akzeptiertes Mittel zur Durchsetzung von Interessen geworden ist, fand ich das Buch durchaus lesenswert.

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Also die Kausalität Menscheit mit allen Facetten sehen. Durch den Mangel an Medieninhalten kann diese Sichtweise nie erfüllt werden. Sagen wir mal es gäbe einen fiktiven Fall in dem das Opfer mit einem Buddhisten/ Mönch o.ä. spricht und das Opfer sein leben offenbart....dabei kann es ja meistens dualistische schlechte oder gute Konstellationen geben.
Wäre das Opfer lebenslang gebeutelt, also schlechte Schulbildung, Mobbingopfer, geringe Intelligenz, Schwanger und abgetrieben und zum Schluss vergewaltigt, nachdem sie Drogen bekam...
Was dann? Man hat Mitleid und versucht zu helfen, aber versucht nicht die Ursache und den Grund zu finden, ergo eine Beschuldigung ? So als wären ihre Entscheidungen die Ursache führ die Konstellation des Leidvollen Lebens.

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@Wepster

Nun, für das Leiden des Menschen gibt es eine Ursache - etwa eine Vergewaltigung. Womöglich ist es denkbar, dass ein Therapie dabei helfen kann, die Erfahrung besser zu bewältigen. Meditation ersetzt keine Psychotherapie.

Man kann nicht erwarten, dass ein psychologischer Laie die Arbeit eines erfahrenen Trauma-Therapeuten leistet, also ist es vielleicht das größte Maß an Hilfe, dieser Person eine Möglichkeit zur unterstützten Selbsthilfe (Therapie) zu besorgen.

Buddhismus bedeutet eben nicht, für alles ein Patentrezept und eine Glückskeks-Weisheit zu haben, sondern man sieht sich sehr oft mit Konflikten konfrontiert, bei denen die Buddhalehre lediglich Orientierung bieten kann - den Weg muss man allerdings selbst finden.

Ich hatte schon mit Menschen in verschiedenen Lebenslagen zu tun - sei es beim Kampfkunst-Training, bei Vorträgen, oder in privaten Gesprächen.

Manche brauchen einfach einen Zuhörer, der nicht moralisch bewertet, andere dagegen brauchen konstruktive Kritik, oder sogar einen Tritt in den Hintern, um ihre geistig-emotionalen Gefängnisse selbst zu erkennen und ggf. sogar verlassen zu können.

Buddhistische Praxis ist nicht immer angenehm - auch für einen selbst nicht - da man mit vielen "Schatten" konfrontiert wird, aber man kann aus dieser Begegnung mit diesen Schatten wachsen und etwas für sich daraus ziehen.

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@Enzylexikon

Etwas aus der Vergewaltigung zu ziehen, kann u.U. zu falschen Entscheidungen führen, ohne Hinweise einer Richtung, die auch nicht die richtig sein muss, z.b. Hass und Wut, also Emotionen und deren Handlung daraus. Unerfahrene Menschen gibt es genug. Ich denke also, dass Buddhismus, wie du sagst kein Allheilmittel ist, okay. Es sieht keinen Dualismus in der Art Täter oder Opfer. Psychologische Hilfe ist eine weitere Option.

Doch gehen schon etwas zu weit...ich wollte bei der Ursache der Situation bleiben. Also du geschrieben hast für Leiden gibt es eine Ursache...hättest du doch auf das Leidensprinzip des Buddhimus hinweisen können...Leben ist Leiden ^^,

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@Wepster

Ja, nach der Grundlehre des Buddhismus ist Leben "leidvoll" bzw. "unbefriedigend. Dabei geht es aber nicht allein um materiellen Mangel.

"leidvoll" oder "unbefriedigend" bedeutet, dass unsere Gier nach Angenehmen und unsere Ablehnung von Unangenenehmen, uns nie Frieden finden lässt.

Diese Gier nach "positivem" und die Zurückweisung von "negativem" wird "Tanha" (Durst, Verlangen) genannt und ist eine der Ursachen für "Dukkha" (Leiden).

Diese Gier geht sogar so weit, dass wir entweder danach gieren, als "Ich" zu existieren (Gier nach Existenz) oder danach gieren, das "Ich" zu verlieren (Gier nach Nichtexistenz).

Wenn wir die fiktive Vergewaltigung nehmen, könnte man nun viel über die zugrunde liegende Ursache für das Ereignis nachgrübeln. Das könnte dann zum Beispiel so aussehen:

Die Frau gierte vielleicht danach, schnell nach Hause zu kommen, weil sie Gier nach gutem Essen und ihrem abendlichen Fernsehkrimi hatte. Der Täter gierte nach Macht über Frauen, weil seine Gier nach Liebe in der Jugend nicht befriedigt wurde.

Die Gier der Frau nach etwas Angenehmem ließ sich womöglich eine riskante Abkürzung durch einen dunklen Park nehmen während die Gier nach Macht den Täter zum Angriff trieb.

Jetzt könnte man ewig weiterspekulieren: Hätte die Frau bei ihrer Arbeitsstelle in der Kantine gut gegessen und hätte sie an die Mediathek gedacht, wo man alles nachträglich ansehen kann...dann hätte ihr die Vergewaltung womöglich nicht geschehen müssen.

Aber du merkst schon...es heißt immer "hätte...hätte...hätte..." - nichts als pure Spekulation, die an der gegenwärtigen Situation überhaupt nichts mehr ändert.

Du kennst vielleicht das buddhistische Gleichnis vom Giftpfeil?

Ein Fürst wurde aus dem Hinterhalt von einem vergifteten Pfeil getroffen und seine Bediensteten wollten den Leibarzt holen, um sein Leben zu retten.

Doch der Fürst wollte erst, dass sie herausfinden, welcher Kaste der Schütze angehörte, von welchem Baum das Holz des Pfeiles stammt, ob das Holz bei ab- oder zunehmendem Mond geschnitten wurde, welche Sternenkonstellation gerade herrschte...

Und während er über all diese trivialen Dinge nachforschen lies, verstarb der Fürst an der Vergiftung. Er hatte nicht das Problem behandeln lassen, sondern sich in einer sinnlosen Suche nach der Ursache verstrickt.

Es kann durchaus sinnvoll sein, zu akzeptieren, dass sich der Grund, das "Warum?" die letztendliche Ursache für ein Geschehen, womöglich niemals erschließen wird.

Man kann daraus lernen - in dem Beispiel also "meide künftig dunkle Parks" - auch ohne zu wissen, welches Sternzeichen der Vergewaltiger hatte, oder ob es an diesem Tag womöglich einen anderen hätte Treffen können.

Ich halte den Buddhismus für sehr "erdverbunden" oder "pragmatisch", weil er eben an dem Punkt, wo man sagt "ich weiß nicht warum" nicht irgendeine "höhere Macht" erfindet, die für die Situation verantwortlich gemacht werden kann.

Er sagt eben "Ist halt so, schauen wir, wie wir die Situation bewältigen und etwas daraus lernen, womöglich sogar mit ihr Frieden schließen können".

Ob eventuell eine höhere Macht wirkt, kann niemand wissen - aber für die Bewältigung der Situation ist ein alter Mann auf einer Wolke ohnehin nicht von Bedeutung.

Das ist natürlich ganz klar viel leichter gesagt als getan und für traumatisierte Menschen kann es ein lebenslanger Kampf um "Normalität" sein - aber selbst dieses Ringen ist ein konstruktiver Prozess, anstatt sich in passive Grübelei fallen zu lassen.

Buddhistisch gesehen ist die konkrete Lebenshilfe der abstrakten intellektuellen Grübelei vorzuziehen.

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Der Buddhismus oder Buddhisten sagen überhaupt nichts dazu, weil sie von vornherein auf völlig andere Weise denken als du. Solch eine Frage würden ihnen nie in den Sinn kommen, und falls die dann doch gefragt werden, wollen sie erst einmal wissen: Von welchem Opfer (bitte Name, Adresse und Lebenslauf) und von welcher Straftat (mitsamt Tatort, Tathergang und allen anderen relevanten Informationen) sprichst du? Es macht wenig Sinn, sich zu Opfern zu äußern, die lediglich deiner Fantasie entspringen.

Ich dachte Buddhisten glauben nicht an Götter?

Manche sagen,dass sie keine Götter haben und manche sagen,dass sie doch Götter haben Z.B hier:  http://www.religionen-entdecken.de/lexikon/g/goetter-im-buddhismus

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