Was sage ich bzw wie soll ich dem Arzt meine Situation erklären?

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7 Antworten

Hallo Daniel20162016,

ich verstehe Dich sehr gut. Du könntest entweder bei einem neuen Hausarzt/-ärztin oder einem psychiatrischen Arzt telefonisch einen Termin ausmachen.

Falls am Tel. nachgefragt werden sollte, gibst Du einfach nur psychische Probleme an. Auf weitere Nachfrage, die aber vermutlich gar nicht vorkommen wird, sagst Du, Du bittest um Verständnis, dass Du das nur dem Arzt besprechen möchtest (bzw. dass es ja Teil des Problems wäre).

Auf diese Weise brauchst Du an der Rezeption nur Deinen Namen und die Uhrzeit des zuvor vereinbarten Termins zu sagen. Nimm Dir zum Termin am besten etwas Vertrautes, dass Du in die Hosentasche stecken kannst, mit, was Du zur Beruhigung immer wieder festhalten kannst.

Vor dem Arzttermin schreibst Du am besten alles in Ruhe auf. In Stichworten oder/und ausformuliert. Das kannst Du ruhig so dem Arzt überreichen, mit der Bitte um Verständnis der besonderen Situation.

Im übrigen ist nichts an einer Erkrankung peinlich und jeder Behandler/in hat Verständnis für die Patienten. Solltest Du zwischendurch mal einen trockenen Mund bekommen, darfst Du auch ruhig um ein Glas Wasser bitten. Oder Du nimmst Dir in einer Tüte etwas mit. Alles ist gut und wird besser laufen, als Du es vielleicht erwartest. Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.

Wenn Du noch Fragen hast, schreibe gerne zurück :-)

Alles Liebe und Gute für Dich

Buddhishi

Der Tipp mit dem kleinem Vertrauten Gegenstand könnte sogar mir helfen, Danke! Das ich da noch nie selbst drauf gekommen bin ....

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Das mit dem Aufschreiben und mit dem Gegenstand in der Hosentasche ist ein sehr guter Tipp - Danke dafür!
Daran habe ich selbst noch gar nicht gedacht, obwohl ich schon des öfteren in so einer Situation war, wo ich sowas gut hätte gebrauchen können.

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Erstmal ist es schon mal gut das du dir vorher Gedanken machst, als ohne erkennbaren Grund nicht bei der Maßnahme aufzutauchen.

Das du keinen Vertrauten Arzt hast macht die Situation verständlich schwer. Aber lass dich davon nicht entmutigen.

Rufe bei einem an, zuhause hast du die sichere Umgebung. Sage das du akute Angstzustände hast und gerne mit einem Arzt sprechen möchtest. Falls du den Mut aufbringst merke an das du nach Möglichkeit einen Termin haben möchtest weil du zu Panik unter dieser neuen Situation tendierst.

Sollte noch Zeit sein bis zum Termin kannst du den Weg dort hin schon mal üben, dann hast du keinen Zeitdruck und das dich die Panik aus der Bahn wirft während du auf dem Weg zu Termin bist, ist auch geringer.

Mit einem festen Termin ist der Anfang Gemacht, am Empfang nennst du nur noch deinem Namen für wann du den Termin hast und gibst die Karte ab. Die meisten Sprechstunden Hilfen machen beim Termin den sie eingetragen haben eine Notiz und werden deine evtl. Kurz angebunden Art verstehen.

Dann beschönige nichts. Sag dem Arzt wie es ist, auch das dich der Gedanke allein fix und fertig macht und du Hilfe brauchst und du gar nicht weißt wie und was und überhaupt. Er wird dir Anlaufstellen nennen und ggf. Eine Überweisung zum Facharzt. Sobald die Maßnahme beginnt und du immer noch in dieser Situation steckst, lass dich krank schreiben!

Ich weiß nicht wie es in deiner Umgebung aussieht mit ambulanten Hilfen aber Google mal das spz und den ambulant aufsuchende Dienst, die helfen in solchen Situationen und begleiten und unterstützen dich bei der Suche nach weiteren hilfestellen und auch bei der speziellen Kommunikation mit der Arge.

Bei der ARGE solltest du dann natürlich die Krankmeldung schnellst möglich einreichen ggf. Quittieren lassen. Du kannst bei deinem sachbearbeiter die Situation schildern und darum bitten einen Termin bei deren Arzt zu gekommen um die Erwerbsfähigkeit genau zu bestimmen. 

Ich habe mit meiner Sachbearbeiterin Glück und viele sind im persönlichen Gespräch ganz okay. Wichtig ist aber in jedem Fall mit denen in Kontakt zu bleiben, da sonst schnell fehler passieren können.

Es ist keine Schade sowas zu haben und um Hilfe zu bitten.

Hallo!

Ich war auch mal wegen so was in der Art bei meiner Hausärztin. Ob das jetzt dein Hausarzt ist oder nicht ist egal - An der Rezeption musst du gar nichts sagen, da reichst du einfach deine e-card hin und ein schlichtes "Hallo, ich würde bitte gerne mit Herrn/Frau Doktor sprechen" ist genug.
Die Dame bei meiner Hausärztin an der Rezeption fragt mich auch nur "Musst du zur Frau Doktor rein und brauchst du was anderes?". Völlig egal ob du nun wegen nem gebrochenen Bein da bist oder wegen was psychischem.
Mehr geht die Damen oder Herren an der Rezeption auch gar nichts an. Und der Arzt hat Schweigepflicht. Es wird und darf niemand außer ihm davon erfahren. Das muss dir absolut nicht peinlich sein.
Wenn du dann im Behandlungsraum bist, kannst du ganz offen mit dem Arzt reden. Er wird dich fragen was du für ein Problem hast und dann erzählst du ihm von deinen Ängsten. 
Bei mir war es so, dass meine Hausärztin mir dann eine Überweisung an einen Psychiater ausgestellt hat. Ob der Hausarzt dich direkt krankschreibt bzw. dir eine Bestätigung für das Jobcenter gibt, dass du die Maßnahme nicht machen kannst weiß ich nicht. Aber wenn du jetzt schon weißt, dass du diese Maßnahme (dessen Sinnhaftigkeit ich sowieso in Frage stelle) nicht nicht schaffst, wirst du um einen Arztbesuch leider sowieso nicht herumkommen.

LG und alles Gute

Ich würde mich an deiner Stelle direkt an einen Psychiater wenden. Dort wird man Verständnis für deine Situation haben. Da dein Verhalten schon ziemlich krankhaft zu sein scheint wird dir dort auch wohl am ehesten geholfen werden.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

An der Rezeption musst du denen gar nicht sagen. Wenn du beim Arzt drin bist,
Kannst du ihm das so erklären, wie hier. Kannst es ihm auch ausdrucken

danke für eure antworten das hat mir mut gemacht

Das ist aber nett von Dir, sogar noch an uns zu denken :-)

LG, Buddhishi

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