Was passiert, wenn mein Rottweiler einen Einbrecher in meinem Haus angreifen und verletzen würde?

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12 Antworten

Hallo, egal welcher Hund würde einen Einbrecher angreifen, das ist Notwehr. Es gibt zwar sehr merkwürdige gerichtliche Entscheidungen in Bezug auf Hundehaltung, aber das ein Einbrecher noch das Bundesverdienstkreuz erhält und der Hundehalter Probleme weil sein Hund den Einbrecher gestellt hat, soweit sind wir Gott sei Dank noch nicht.

Das gilt für jede Rasse nicht nur für den Rottweiler . Ich hoffe mal sowas passiert Dir nicht;-))))

Nach Rechtssprechung darf der Hund den Einbrecher einschüchtern und stellen, NICHT aber verletzen, da haftet der Halter wegen Körperverletzung! Das ist leider tatsächlich so. Kein Hund, auch kein Wachhund, darf einen Menschen verletzen.

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@Monasophie17

stimmt tatsächlich. Würde der Einbrecher Dich angreifen oder verletzen, dann darf der Hund Dich verteidigen. Sonst nicht.

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@mops09

die Rechtsprechung hätte ich dann aber gerne mit Quellenangabe. Das hört sich ja so an als ob man vorher dringend sein Haus aufräumen muß damit der Einbrecher im Dunkeln nicht aus Versehen über einen Gegenstand stolpert und sich verletzt. Der stellt dann auch Schadensersatzansprüche ??? Wir sprechen hier nicht vom Grundstück, sondern von der Wohnung.

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@Izusa

ich hab mir mal die mühe gemacht und versucht ein urteil zu finden... stöhn... also in jedem jura-forum, hunde-foren etc... ist es so beschrieben, dass ein hund zwar wachen darf, aber von beißen ist nicht sie rede. es sei denn, er beschützt nach einem angriff herrchen. wunder mich nur, warum keiner da ein aktenzeichen hat. irgendwo stand, dass man den einbrecher nach einem biss laufen lassen soll. weil der ja wohl kaum dann zur polizei geht und das schildern wird. da frag ich mich echt, wozu es wachhunde gibt?! sehr schwammig das ganze und unglaublich dazu... also ich hab mein bestes gegeben und konnte nichts klar definiertes finden. und jetzt hab ich auch keine lust mehr^^

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@mops09

das kann ich verstehen mops09 ;-))) suchen macht müde, aber vielen Dank für Deine Mühe ein exta großes DH für Dich ;-)))

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@Monasophie17

Welche Rechtsprechung hast du ein Aktenzeichen? Bis jetzt lese ich hier nur Behauptungen ohne Belege.

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Also bei gesundem Denken würde ich sagen, Dein Hund kriegt dafür von der Gemeindevertretung das goldene Halsband und von dem Einsatzleiter der Polizei einen Gourmet-Freßgutschein für ein Jahr und wird Ehrenmitglied in der Polizeihundestaffel. Wie gesagt, bei gesundem, normalen Denken.

Nun leben wir allerdings in der Bundesrepublik Deutschland, in der gesundes Denken gerade bei solchen Angelegenheiten vermieden werden soll.

Du kannst getrost damit rechnen, daß Du und Dein Hund Ärger bekommen werdet - schließlich sollst DU eigentlich durch den Einbrecher gesundheitlich und materiell nachhaltig geschädigt werden, auf jeden Fall sollst Du gefälligst das Opfer sein und nicht etwa der Verbrecher.

Gerade bei "Unfällen" durch oder im Zusammenhang mit Tieren mußt Du als Tierhalter beweisen, daß Du jedwelche Sorgfalt hast walten lassen, damit niemand zu Schaden kommt. Umgekehrte Beweislast.

..... möglicherweise hat der Einbrecher Dich und/ oder den Hund aber angegriffen - was derjenige natürlich abstreiten wird - aber vielleicht glaubt man Dir ja und dann ist alles gut, soviel ich weiß.

Klar, es kommt ein Einbrecher bei dir ins Haus. Der Hund beißt ihn. Er zeigt dich an, weil er vom Hund gestört wurde, dein Haus auszuräumen? Nein, Konsequenzen wird sowas nur für den Einbrecher haben. Das Betreten von Privatgrundstücken erfolgt immer auf eigene Gefahr, vor allem, wenn z.B. durch ein Schild, bekannt ist, dass in dem Haus ein Hund wohnt. Nur wenn du den Einbrecher ausdrücklich eingeladen hast und er gebissen wird, kann er dich anzeigen ;P

Leider liegst Du da etwas falsch. Der Einbrecher kann zwar wegen Einbruch und unbefugtes Eindringen belangt werden, nicht aber Notwehr durch den Hund, wenn er durch den Hund verletzt wird, da haftet tatsächlich der Halter nd ein Warnschild nützt nichts.

Habe mir solche Urteile schon mehrfach angesehen. Unfassbar, aber das ist Deutschland!

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@Monasophie17

Der Hund soll ja auch nicht beißen, sondern freundlich lächelnd den Einbrecher/Dieb zur Türe/zum Tor geleiten;-)) die Urteile möchte ich mal sehen.

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@Izusa

Izusa, dann google mal und staune, wie die deutsche Rechtsprechung ist. Wir haben einen RA in der Familie und der hat mir einige Urteile mal dazu gezeigt. Das Thema kam auf, als ich sagte, wir machen ein Türschild als Warnung vor dem Hund.

Teilweise echt haarsträubend, aber der Hund, auch ein Wachhund darf nur bellen und den Eindringling stellen, aber nicht verletzen. Und dann beweise mal Notwehr, ob der Einbrecher Dich bedroht hat. Ein Hundebiss ist da zu erkennen, die Drohung leider nicht beweisbar.

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@Monasophie17

Vielleicht ist das in jeder Region anders? Ich habe von einem Polizisten erfahren, das der unerwünschte Besuch da selber Schuld ist. Wenn man nicht aufgefordert wurde, das Grundstück zu Betreten haftet man selber, wenn etwas passiert. Ausnahmen sind gewerbl. Grundtücke (Läden, Restaurants, ...).

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Das ist, so glaube ich, rechtlich sehr verwickelt.

Als ich Nachts einen Einbrecher bei mir im Schlafzimmer, stand ich vor der Situation ob ich meine Jagdwaffe gebrauche oder nicht. (Mal davon abgesehen, dass ich viel zu schlaftrunken war um klar zu denken). Ich habe ihn angebrüllt und er ist abgehauen und mit nackten Füßen bin ich ihm nur in den Garten gefolgt.

Als die Polizei da war, habe ich die gefragt, wenn ich jetzt geschossen hätte und ihn verletzt hätte, was dann. Da sagte der Polizist zu mir, wenn sie ihn getötet hätten, wären sie fein raus. Aber wenn sie ihn schwer verletzt hätten, dann hätten sie wohl ihm ein Leben lang eine Rente zahlen müssen.

Denn dann hätte ich in der Situation nicht angemessen reagiert. Bei einem Toten fragt keiner mehr. So ist die Rechtssprechung hier, in den USA ist das egal.

Wenn ich das jetzt mal auf deinen Rottweiler umdenke, dann gilt hier wohl das Gleiche. Du kannst ihn sozusagen bedrohen und festhalten bis die Polizei kommt, bei allem anderen wäre ich vorsichtig.

Ja - wenn dein Hund den Einbrecher angreift und verletzt, haftest du! Egal ob da eingebrochen wurde oder nicht.

Daher rate ich jedem Hundehalter sich eine Alarmanlage anzuschaffen, statt den Hund das regeln zu lassen.

so bescheuert das klingt aber darf der Hund den Einbrecher daran hindern das Grundstück zu verlassen bis die Polizei kommt. Aber er darf auf keinen Fall beissen. Sonst kannst du verklagt werden wegen Körperverletzung. Wenn du Pech hast, wird dir der hund weggenommen, da er "gefährlich" ist. Obwohl ich das nicht einsehe. Immerhin versucht er sein Revier und Rudel zu schützen.

Das ist doch quatsch. Das ist Notwehr, ist ja ein Einbrecher und kein Jogger, der vorbeiläuft

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@Anaxabia

nein das ist kein quatsch da gibt es ein urteil drüber Ein Hund stellt als Tier eine Gefahrenquelle dar, da er in seinem Verhalten nicht vernunftgesteuert und im allgemeinen unberechenbar ist. Gerade deshalb ist der Hundehalter verpflichtet, sein Tier so zu überwachen, daß Verletzungen und Schäden von anderen Personen verhindert werden.

Beißt der Hund eine Person, so führt dies nicht nur zu Schadensersatzansprüchen. Der Tierhalter kann sich unter Umständen sogar wegen fahrlässiger Körperverletzung strafbar machen, nämlich dann, wenn er keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen hatte und wenn für ihn aufgrund früherer Vorfälle eine Schädigung Dritter vorhersehbar gewesen ist. Von Bedeutung sind insoweit Rasse der Hundes, sein Alter und insbesondere seine bisherige Führung, ob er sich als gutartig erwiesen hat oder bereits durch erhöhte Aggressionsbereitschaft oder Bösartigkeit aufgefallen ist. Wesentlich ist ferner ob der Hund folgsam ist, sich leiten läßt und wie er gewöhnlich reagiert wenn er mit Menschen in Berührung kommt. Schließlich ist auch zu berücksichtigen welche Eigenschaften die Begleitperson hat, wie ihre körperliche Konstitution ist und welche Erfahrung, Geschicklichkeit und Kraft sie im Umgang mit Hunden hat.

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@diddl959

hier gehts aber um EINBRUCH und da gilt das Hausrecht. Wie kann der Halter fahrlässig handeln, wenn sich jemand unbefugt Zutritt verschafft.

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@mops09

Es ist Schwachsinn, aber das Gesetz ist da nun mal eindeutig! Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit (in diesem Fall die des Einbrechers...) gilt höher als die Unverletzlichkeit der (deiner) Wohnung. Das bedeutet, dein Hund darf den Einbrecher nicht beißen, wenn du Pech hast, kannst du dafür verklagt werden. Etwas anderes ist es, wenn der Hund dich selbst verteidigt (wenn du dich also im Haus aufhälst, während eingebrochen wird und du bedroht wirst), dann gilt das als Notwehr. Ob du allerdings in Zeiten der Hundehysterie und sinnfreien Rassegesetzen nachweisen musst, ob der Einbrecher dich auch wirklich bedroht hat, kann ich dir auch nicht sagen...

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@Biene862

Bitte Belegen bis jetzt sehe ich hier nur eine Urbane Legende

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Aber wenn man selber Handgreiflich wird, ist es Notwehr??

Naja, kann man verstehen. Ein Hund kann einen ohne weiteres schwer verletzten oder gar töten.

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@KanDoo91

vor kurzem hat ein einbrecher sogar noch schmerzensgeld rechtlich gemacht weil er beim einbruch von einem hund gebissen wurde .... finde das auch nicht korrekt aber das ist unsere deutsche rechtsprechung .... sorry

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@diddl959

na dann gib mal her das Urteil, will mich informieren

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@mops09

Trotz hohem Zaun, trotz Warnschildern... wenn ein Einbrecher von Deinem Hund gebissen wird, zahlst Du! Und zwar den Sach-, den Personenschaden und auch Schmerzensgeld.

Ein Wachhund darf zwar bellen aber nicht beißen! So ist die Rechtsprechung in Deutschland.

Idiotisch, aber ist so. Von einem Tier geht immer eine Tiergefahr aus. Und der Halter des Tieres haftet für alle von diesem verursachten Schäden!

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@diddl959

Diddl hat leider Recht! Mein Cousin ist RA und hat mir solche Urteile GEGEN den Hunde-Halter gezeigt. Der Hund darf den Einbrecher nur einschüchtern, NICHT aber verletzen!

Selbst der Gartenteich muß so gesichert sein, das keiner drin ersäuft, sogar der Einbrecher nicht. Unfassbar, aber es ist leider so!

Wenn der Einbrecher den Hund tötet, dann hat er nur einen Sachschaden verursacht, leider keinen Mord nach Rechtssprechung...:o(((

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@Monasophie17

OK OK - hab mal gegooglet und es stimmt tatsächlich mit einer Ausnahme:

Nur wenn der Einbrecher Dich direkt angreift, darf Dein Hund eingreifen, dann auch "massiv", das ist dann nämlich Notwehr. Allerdings solltest Du hinterher sichtbare Verletzungen aufweisen, oder Zeugen haben, sonst steht wieder "Aussage gegen Aussage"

Das ist wirklich erstaunlich....

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@mops09

Es gab sogar ein extrem schlimmes Urteil. Da hat ein Typ eine Frau vergewaltigt, IHR Hund hat ihn gebissen, er verklagte SIE wegen Körperverletzung durch den Hundebiss und bekam RECHT!! Sie dagegen konnte die Vergewaltigung nicht beweisen ohne Zeugen und war somit doppelt geschädigt. Unfassbar!!

Und noch etwas, ein Warnschild "Vorsicht bissiger Hund" gilt als Geständnis, dass der Hund gefährlich ist!!

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@Monasophie17

das ist allerdings krass. weil die beiträge im netz einstimmig der meinung sind, dass wenn man angegriffen wird, der hund durchaus beschützen kann und der NICHT klagen kann. das ist allerhand... was ne beschissene welt...

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Das ist ein weltweites Problem, ein Hund darf den Einbrecher stellen, aber fest in Wade, Arme fassen nicht. Du kannst einen Einbrecher nicht erschießen geschehen in Krems/Donau. Die Beamten wurden Tötung verurteilt. Dein Eigentum ist nach derdzt. Rechtsauffassung nichts Wert.:-(

Leider wahr!

Ich weiß nur nicht, wenn der Einbrecher bewaffnet ist und die Waffe gegen einen richtet, was man da aus Notwehr machen darf. Wenn das Leben eindeutig in Gefahr ist, sieht es da, hoffe ich, etwas anders aus!

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beamte unterliegen aber auch einer anderen rechtsprechung als privatpersonen. selbst privater personenschutz hat mehr rechte, als polizeibeamte.

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@taigafee

ähm - als privater personenschützer hat man genau die selben rechte wie eine privatperson.

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Tja, da irren viele leider! Wenn der Einbrecher im Gartenteich ersäuft, dann ist der Grundstückbesitzer haftbar zu machen und genauso sieht es für Hunde aus, die Eindringlinge im Garten oder Haus verletzen. Ganz erschreckend, aber wahr. Google mal nach Gerichtsurteilen. Menschen, leider auch Einbrecher, haben immer noch mehr Rechte als ein Hund.

Der Hund ist so zu halten, dass er keinen auf dem Grundstück verletzen kann.

Ein Warnschild an Garten und Haustür ist kein Freispruch!

DH, auf den Punkt gebracht.

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nein ich glaube nicht dann wäre er einfach ein guter wachhund und der Einbrecher hat ja eine straftat begangen und nicht dein hund. Dein hund hat ja nur gut drauf aufgepasst!

Falsch - der Hundehalter würde haften, der Hund darf niemanden verletzen - egal ob Einbrecher oder nicht!

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@BlackCloud

DH, BlackCloud! Der Hund darf bellen und dem Einbrecher stellen, aber nicht verletzen!

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Hausrecht - da hat ja auch keiner einzubrechen^^

Ja, für den Einbrecher. Für dich oder deinen Hund nicht.

Falsch, es ist genau umgekehrt!

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@BlackCloud

Ist dann wohl vor Gericht unterschiedlich. Ich kenne nur Fälle, bei welchen anschließend der Hundebesitzer bzw. Hund keine rechtlichen Konsequenzen hatte. Also jetzt bei den Fällen von Leuten, welche ich privat kenne.

Kann vielleicht auch an den jeweiligen Anwälten liegen.

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Das dürfte nur Konsequenzen für den Einbrecher haben.

Der Einbrecher ist verletzt und der Rottweiler ist ein guter Hund!

Nett gedacht, aber leider falsch.

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@BlackCloud

War halt meine Auffassung. Es ist schon eigenartig, daß der Gesetzesbrecher dann auch noch auf Schmerzensgeld klagen kann. Gute Nacht, Deutschland!

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