Was passiert, wenn man zu lange überkopf hängt - wird man ohnmächtig?

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Das Blut staut sich im Kopf, dank der Schwerkraft. Die Venen, die vom Kopf zurück Richtung Herz führen, sind nun auch nicht allzu sehr darauf ausgelegt, gegen die Schwerkraft zu arbeiten; um die Beinvenen sind ja beispielsweise große Muskeln angeordnet, die bei der Bewegung das Blut weiter pumpen. Das hast du am Hals nicht wirklich. Dort fließt das Blut ja normalerweise freiwillig in die richtige Richtung.

Das Ergebnis ist ein erhöhter Blutdruck im Gehirn und eine verminderte Zufuhr frischen, sauerstoffhaltigen Blutes, da das Herz ja gegen den Stau arbeiten muss. Beides zusammen ist nicht gesund und könnte bei vorbestehenden Problemen (z.B. ein Aneurisma) diese sehr verschlimmern oder eskalieren lassen (Aneurisma platzt -> Hirnblutung -> tot). Ansonsten dürfte es bei Kopfschmerzen, vermindertem Denkvermögen und etwas eingeschränktem Blickfeld bleiben.

Das Gegenteil vom Blackout ist der Redout.

https://de.wikipedia.org/wiki/Redout

Wenn man ansonsten noch halbwegs gesund ist, sollte das einen nicht töten. Der Körper schiebt das schon wieder zurück.

Ich verweise dich mal auf den Nutty-Putty Unfall.

Die Nutty-Putty Höhle war bis 2009 eine beliebte Location für Hobby-Höhlenerkunder. Am 24. November 2009 erkundete John Edward Jones mit Familie/Freunde die Höhle und stieg in einen sehr engen Teil der Höhle ab - Kopf voraus wohlgemerkt. Durch Pech rutschte er in eine Position herab, aus der er sich nicht mehr befreien konnte.

Er steckte sprichwörtlich kopfüber in der Höhle fest. Rettungskräfte konnten ihn nicht befreien.

Nach 28 Stunden regierte John Edward Jones nicht mehr auf die Rettungskräfte - der Zeitpunkt seiner Bewusstlosigkeit.

Kurz darauf wurde er tot erklärt. Ursache: Herzversagen.

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