Was passiert wenn man stirbt, Info lesen?

13 Antworten

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Hallo gdzfceuh74,

Du schreibst, dass Du nicht glauben kannst, dass aus dem Nichts etwas entsteht. Da bin ich vollkommen Deiner Meinung! Das kosmologische Standardmodell zur Frage der Entstehungsursache des Universums ist der Urknall. Daran schließt sich die Frage an, was vor diesem Ereignis war.

Da gibt es z.B. das "Inflationsmodell" des Physikers Alan Guth, eine Theorie, die besagt, die gesamte Materie sei vor dem Urknall unendlich klein gewesen (Singularität). Dann sei sie mit Überlichtgeschwindigkeit in besagtem Urknall expandiert. Allerdings erklärt diese Theorie nicht, was diesen Urknall bewirkt hat und woher die stark komprimierte Materie gekommen ist.

Dr. Andrej Linde drückte es in einem Artikel der Zeitschrift Scientific American so aus: „Eine solche anfängliche Singularität zu erklären, wie der Urknall sie darstellt, ist noch immer das widerspenstigste Problem der modernen Kosmologie.“

Bewiesen ist allerdings, dass das Universum einen Anfang hat. Doch gibt es keine klaren Anhaltspunkte, wie es zu diesem "Anfang" kam. Robert Jastrow, Professor der Astronomie und Geologie an der Columbia-Universität, schrieb:

"Der astronomische Beweis für einen Anfang versetzt die Wissenschaftler in eine unangenehme Lage, denn sie glauben, daß jede Wirkung eine natürliche Ursache hat . . . Der britische Astronom E. A. Milne schrieb: ‚In bezug auf den Stand der Dinge [am Anfang] haben wir nichts anzubieten; bei dem göttlichen Schöpfungsakt ist Gott unbeobachtet und unbezeugt‘ “ (The Enchanted Loom—Mind in the Universe).

Wie dieser Wissenschaftler zum Ausdruck bringt, kann aus wissenschaftlicher Sicht nicht ausgeschlossen werden, dass die Entstehung des Universums auf einen gewollten Schöpfungsakt zurückzuführen ist!

In diesem Zusammenhang sind auch die im gesamten Universum herrschenden vier fundamentalen physikalischen Kräfte erwähnenswert: Gravitation, Elektromagnetismus, die starke Kernkraft und die schwache Kernkraft.

Die physikalische Theorie der Feinabstimmung der Naturkonstanten zeigt, dass selbst die minimalste Abweichung bei einer dieser Kräfte dazu geführt hätte, dass das Leben sowie die Natur als ganzes niemals hätte entstehen können. Als Beispiel möchte ich einmal die Gravitation herausgreifen.

Die Stärke der Gravitation ist entscheidend verantwortlich dafür, dass die Sonne überhaupt scheinen kann. Dr. Reinhard Breuer schrieb in dem Buch Das Anthropische Prinzip: Der Mensch im Fadenkreuz der Naturgesetze : „Bei geringeren Schwerkräften würden die Sterne kleiner ausfallen, der Schwerkraftdruck in ihrem Innern würde die Temperaturen nicht genügend hoch treiben, um Kernverschmelzungsreaktionen in Gang zu setzen: Die Sonne könnte nicht scheinen.“

Man könnte sich nun fragen: Warum existiert überhaupt diese Feinabstimmung, die nach Ansicht einiger Wissenschaftler eine unabdingbare Voraussetzung für das Leben ist? Könnte es einen "Jemand" geben, der die allseits bestimmenden Gesetzmäßigkeiten festgelegt hat?

Das sind Fragen, die wissenschaftlich nicht beantwortet werden können. Hier ist aus meiner Sicht ein Schnittpunkt zwischen Wissenschaft auf der einen und Spiritualität auf der anderen Seite. Die Entscheidung, welcher Seite man den Vorzug gibt, kann nur jeder für sich persönlich treffen!

LG Philipp

Wow das hast du wirklich sehr gut geschrieben, würdest du ein Buch oder Blog schreiben würde Ich es lesen!

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Hallo gdzfceuh74,

in meiner zweiten Antwort möchte ich gern auf Deine Hauptfrage eingehen, was passiert, wenn man stirbt.

Viele halten die Frage, was nach dem Tod mit uns geschieht für unergründlich. Es stimmt, den Zustand "Tod" kann niemand so einfach erforschen, da er außerhalb des für uns Erreichbaren liegt. Dennoch bleibt uns Gott eine Antwort nicht schuldig!

Die Bibel zeigt, dass der Tod ein Zustand der Nichtexistenz und damit ohne jegliches Bewusstsein ist! So steht beispielsweise in den Psalmen im Hinblick auf die Toten: "Seinen Atem haucht er aus, er kehrt zum Erdboden zurück. Am selben Tag ist es vorbei mit seinen Gedanken" (Psalm 146:4). Eine sehr deutliche Aussage, nicht wahr?

Ist es aber nicht auch sehr erleichternd zu wissen, dass kein Verstorbener mit irgendetwas Schlimmen rechnen muss? Niemand wird irgendwo gequält, womit die Lehre von der ewigen Höllenqual hinfällig wird! Bleibt nur noch die Frage, ob mit dem Tod wirklich für immer alles vorbei ist.

Nun, in der Bibel wird der Tod mit dem Schlaf verglichen. Warum? Zum einen deswegen, weil auch der Schlaf ein Zustand ohne Bewusstsein ist und zum anderen, weil es aus dem Schlaf ein Erwachen gibt. Und tatsächlich gibt es auch aus dem Todesschlaf eines Tages ein "Erwachen"!

Das geschieht natürlich nicht automatisch. Doch Gott ist aufgrund seiner Allmacht durchaus in der Lage, jemanden, der schon einmal gelebt hat, wieder erneut zum Leben zu bringen. Die Bibel spricht hier von der "Auferstehung"!

In der Offenbarung beispielsweise heißt es mit Blick auf die Zeit der Auferstehung: "Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und das Grab gaben die Toten heraus, die darin waren, und sie wurden als Einzelne beurteilt, entsprechend ihren Taten" (Offenbarung 20:13).

Auch Jesus Christus sprach immer wieder davon, dass die Toten auferweckt werden. Außerdem ist er selbst das lebendige Beispiel dafür, dass die Auferstehung stattfinden wird, da er am dritten Tag nach seinem Tod auferweckt wurde!

Wenn der Zeitpunkt der Auferstehung herbeikommen ist, wird auch folgende zu Herzen gehende Prophezeiung in Erfüllung gehen: "Der Tod ist für immer verschlungen" (1. Korinther 15:54). Aus diesem Blickwinkel heraus ist der Tod eine Art Übergang in ein neues Leben, wenn auch mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung! Ist das nicht sehr tröstend und erleichternd zugleich?

LG Philipp

Dennoch bleibt uns Gott eine Antwort nicht schuldig!

Wie jetzt? Welcher Gott, und wie weiß ich, das nicht die alten Römer oder Griechen an die echten Götter geglaubt haben? Auch die Ägypter hatten sehr schöne Vorstellungen was die Götter betrifft.

Ich habe mir deine beiden Antworten durchgelesen und komme, auch dank der zitierten Wissenschaftler, zu dem Schluss: Ich weiß, dass ich nichts weiss. Das gilt für die Wissenschaft, genauso wie für mich und alle anderen.

Glauben ist die Formel und wer das nicht will oder kann, ist eben Realist.

Anmerkung: Ich finde es nicht negativ wenn jemand gläubig ist.

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@ProfDrDrStrom

Mit dem Glauben an Gott verhält es sich vielleicht so ähnlich wie mit der Liebe. Hier könnte man sich ebenfalls fragen: Woher kann ich denn wissen, ob er/sie mich wirklich liebt, oder ob er/sie mir nur etwas vorspielt? Oder vielleicht ist ja alles nur Einbildung meinerseits.

Letztendlich gründet sich die Überzeugung, dass die Liebe eines bestimmten Menschen echt ist, auf Vertrauen, das allerdings nicht nur Traumtänzerei gleicht, sondern auf einem soliden Fundament aus zahlreichen Erfahrungen und Liebesbeweisen beruht.

Auch die Vorstellung eines Gottes wird den letzten Beweis immer schuldig bleiben. In welche Richtung ich neige, ob mit oder ohne den Glauben an Gott, hängt sehr von meinen innersten Gedanken, also meinem sinnbildlichen Herzen, ab. Je nachdem, wie es geformt wurde bzw. ich es selbst geformt habe, stehe ich dem Spirituellen entweder ablehnend oder mehr empfänglich gegenüber. Damit übereinstimmend sagt auch die Bibel: „Denn mit dem Herzen glaubt man“ (Römer 10:10).

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@Philipp59
Oder vielleicht ist ja alles nur Einbildung

Einbildung klingt mir in diesem Zusammenhang (Gott/Liebe) zu negativ.

Was den Glauben an/zu Gott betrifft, habe ich, hier auf GF, eine, für mich, exzellente Antwort gelesen.

Sinngemäß stand dort: Der Glaube an Gott (oder an was auch immer) findet ausschließlich im Kopf statt, bzw. Gott existiert nur in den Köpfen.

Darin liegt für mich auch die Erklärung für die „vielen Gottheiten“.

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@ProfDrDrStrom
Sinngemäß stand dort: Der Glaube an Gott (oder an was auch immer) findet ausschließlich im Kopf statt, bzw. Gott existiert nur in den Köpfen.
Darin liegt für mich auch die Erklärung für die „vielen Gottheiten“.

Ich stimme Dir insoweit zu, als die "vielen Gottheiten" in Wirklichkeit nicht existieren, sonderen Erfindungen der Menschen sind. Nach meiner Überzeugung muss es aber dennoch tatsächlich ein Wesen mit überragenden Fähigkeiten geben, der uns und diese Welt hervorgebracht hat. Warum ich das so sehe, möchte ich nachfolgend etwas genauer begründen.

Nach meiner Überzeugung enthält die Natur viele Beweise für die Existenz Gottes. Vor allem wenn man in die Details geht, wird einem das immer klarer. Was mich immer sehr fasziniert hat, ist die Zellforschung. Modernen Forschungen zufolge ist es gelungen, selbst die kleinsten Details zu erkennen und ihre Funktionsweise zu verstehen.

Kurz gesagt, gleicht die Zelle einer ummauerten Stadt mit Ein-und Ausgängen, Kraftwerken, Produktionsanlagen, einer Kommandozentrale uvam. Sie ist also, obwohl winzig klein, ein komplexes Gebilde, das ein großes Maß an Intelligenz erkennen lässt.

Faszinierend finde ich auch die Konstruktionsmerkmale gewisser Lebewesen. Diese sind so fein ausgeklügelt, dass es sogar einen Forschungszweig der Wissenschaft gibt, der sich ausschließlich damit beschäftigt und die Verwertbarkeit und Anwendbarkeit für die Industrie prüft, die Biomimetik.

Beeindruckend finde ich auch den sog. Geißelmotor (Flagellum) z.B. eines Bakteriums. Dieser winzig kleine "Motor" im Nanobereich ist ähnlich aufgebaut wie ein Außenbordmotor, bestehend aus Einzelteilen wie einer Antriebswelle, einen Rotor, einem U-Gelenk uvam. Erstaunlich sind auch seine Leistungen: über 20.000 Umdrehungen/min. Trotz dieser schnellen Umdrehung kann er in einer 1/4 Umdrehung zum Stillstand kommen und danach sofort die Drehrichtung wechseln.

Das sind nur einige wenige Beispiele, die aus meiner Sicht zeigen, welch ungeheure Intelligenz und Findigkeit in den Werken der Natur mit im Spiel ist. Für viele (einschließlich etlicher Wissenschaftler) ist all das ein sehr starker Hinweis dafür, dass hinter unserer Welt ein genialer Schöpfer und Konstrukteur steht.

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@Philipp59

Ich hatte ähnliche Überlegungen angestellt, wenn auch nicht auf so niedriger Ebene. Mir reichte z.B. der „Naturkreislauf“ unserer Vegetation in Verbindung mit nahezu „perfekt funktionierenden“ Lebewesen. Soweit eine Perfektion die genial ist.

Man könnte nun „glauben“ da steckt ein genialer Schöpfer dahinter. Es gibt aber noch die 3 großen und grausamen K‘s.

Krankheit - Katastrophen - Krieg

Kein genialer Schöpfer würde das zulassen.

Niemals!

Die Kirche erklärt Krieg mit freiem Willen und den Rest mit „die Wege des Herrn sind unergründlich“.

Eine andere Formulierung für „wir haben keine Antwort darauf“ und warum? Weil jede halbwegs rationale Antwort den jeweiligen „Gott“ zerstören würde. Also wird uns seit Urzeiten erzählt das alles seinen Grund hat, auch wenn wir ihn nicht verstehen. Da bin ich dabei, nur dass der Grund nicht „Gott“ ist.

Betrachten wir den/der/die/das „Schöpfer“ als eine Art Mutter(Vater) der Menschen. Eine Mutter würde die 3 K‘s niemals zulassen.

Natutkatastrophen (Überschwemmungen, Waldbrände, etc.), die keine beseelten Lebewesen töten, wären bis zu einem bestimmten Punkt nachvollziehbar.

Aber wie kann ein so genialer Schöpfer Weltkriege, Genozide oder auch Atomraketen bzw. Atomunfälle ermöglichen? Die Antwort ist so simpel wie kaum etwas: Es gibt keinen genialen Schöpfer.

Vielleicht sind wir alle hier auf Erden so eine Art „Urzeitkrebse“ aus dem YPS, nur mit deutlich höherer Halbwertszeit? Dann haben wir zwar einen Schöpfer, aber genial wäre er nicht.

Und damit das hier alles erträglich bleibt, haben sich „schlaue Leute“ schon vor langer Zeit die Religionen mit Gottheiten einfallen lassen und diverse Glaubensmodelle angeboten. Es gab welche mit und ohne Opfergaben, den Monotheismus, den Polytheismus und noch viele weitere Glaubensmöglichkeiten. Einige haben auch ein Geschäft daraus gemacht. Aber allen ist etwas gemeinsam:

Es spielt sich nur in unserem Kopf ab.

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@ProfDrDrStrom

Hallo ProfDrDrStrom,

ich kann Deine Überlegungen sehr gut verstehen, da es scheint, dass sich die Existenz eines Schöpfers nur schwer mit all dem Schlimmen in Einklang bringen lässt, was auf der Erde geschieht und geschehen ist. Doch hierzu ein paar Überlegungen.

Beweist ein Haus, das einmal voller Pracht und Schönheit war, inzwischen aber verlassen und völlig heruntergekommen ist, dass es keinen Erbauer hat? Müsste man nicht vielmehr die Frage stellen, was in der Zwischenzeit geschehen ist und warum sich der Erbauer des Hauses nicht mehr angemessen um sein Eigentum kümmert und es in Ordnung hält? Was ist also mit unserer Welt geschehen, dass sie in einen solchen schlimmen Zustand geraten ist? Und welche Rolle spielt dabei Gott?

Nun, wenn man an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückkehrt, stellt man fest, dass Gott den Menschen einen denkbar guten Start ins Leben gegeben hat. Sie hatten alles, was sie brauchten in überreichem Maß. Leider nahmen sie Gott gegenüber keine dankbare Haltung ein und wandten sich von ihm ab. Stattdessen folgten sie lieber den leeren Versprechungen des Hauptgegners Gottes, Satans des Teufels.

Gott beschloss in seinem Weitblick, nicht sofort dagegen vorzugehen, sondern die Menschen in ihren eigenwilligen Bestrebungen erst einmal gewähren zu lassen. Das zog allerdings schlimme Folgen für die gesamte Menschheit nach sich.

Die Menschen verloren ihre Makellosigkeit an Körper und Geist nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre sämtlichen Nachkommen, also auch für uns. Es dauerte auch nicht lange, bis der erste Mord geschah. Nach und nach öffneten sich immer mehr Tür und Tor für jede Art von Schlechtigkeit.

Da die Menschen nicht bereit waren, sich an die liebevollen Anweisungen und Grundsätze Gottes, die ja eigentlich nur ihrem Schutz dienten, zu halten, drifteten sie immer mehr in ein Leben der Gottlosigkeit und Bosheit ab. Diese Entwicklung zog sich über die vielen Jahrhunderte bis heute hin. Dennoch besteht kein Grund zum Pessimismus! Warum kann man das sagen?

Nun, Gott hatte von Anfang an entschieden, Böses und Leid nur für eine gewisse Zeit zuzulassen. In dieser Zeit hatten die Menschen die Chance zu erkennen, dass ihre Unabhängigkeit von Gott nicht zu einem besseren Leben führt, sondern eher im Gegenteil. Inzwischen ist, wie die Bibel deutlich zeigt, die Zeit, in der Gott die Menschen schalten und walten lässt, fast abgelaufen. Bald wird Gott in das Weltgeschehen eingreifen und dafür sorgen, dass wieder Recht und Ordnung hergestellt werden.

Zu diesem Zweck hat er seinen eigenen Sohn, Jesus Christus, als Regenten über die Erde eingesetzt, der seine Herrschaft bald antreten wird. Dann werden sich viele sehr schöne Vorhersagen , die die Bibel macht, erfüllen. Dazu zählt auch folgendes Versprechen Gottes an die Benachteiligten dieser Erde:

"Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen" (Psalm 72:12-14).

In dieser Zeit wird niemand mehr Grund zu Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit haben, denn dann wird auch das wahr werden, was in folgenden ergreifenden Worten zum Ausdruck kommt: "Du öffnest deine Hand und sättigst das Begehren alles Lebenden" (Psalm 145:16). Die Menschen werden dann weder krank noch hungrig sein. Es wird einfach an nichts mangeln!

Nun mal ehrlich: Hältst Du das für zu schön, um wahr zu sein? Berücksichtige dabei jedoch bitte, dass sich die Voraussagen der Bibel immer als zuverlässig und wahr erwiesen haben! Außerdem hat Gott schon millionenfach bewiesen, dass er diejenigen, die treu zu ihm stehen, nicht im Stich lässt.

Sein innigster Wunsch ist es, dass ihn so viele Menschen wie möglich kennenlernen und eine Freundschaft zu ihm aufbauen. "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen", heißt es in der Bibel (Jakobus 4:8). Diese Einladung kann jedermann annehmen und sie führt ihn heute schon zu einem glücklicherem Dasein und in der Zukunft zu einem Leben in vollkommenem Glück und Frieden.

LG Philipp

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@Philipp59

Hi Philipp,

so wie du es schreibst klingt es gut. Ich lese aus deinen Worten das wir beim christlichen Gott sind.

Ich möchte deine Beschreibung nicht als falsch bezeichnen oder gar unwahr, aber, und das ist bei allen Religionen identisch, „gottes Wort“ wird seit Jahrtausenden nur von Menschen erzählt. Die Bibel, der Koran, Tanach und Talmud oder auch Bhagavad Gita, etc. sind von Menschen verfasst.

Bei den Christen kann man an Hand eines grossen Fauxpas erkennen das eben kein Gott dahinter steckt. Allerdings „verkauft“ man das eben nicht als Fehler…

Der für mich größte Fehler ist der Bruch vom alten zum neuen Testament.

Die Bibel ist, nach m.E., nicht von Gott verfasst, auch wenn nach christlichem Glauben alles auf Gott zurückführt. Es ist ein Sammelband von guten und sehr guten Beispielen, u.a. in Form von Geschichten, wie man es machen, bzw. nicht machen sollte. Von daher ein hervorragender Leitfaden (Nachschlagewerk) fürs Leben. Die Bibel gibt auch Hoffnung und das macht das Buch noch wertvoller.

Um dem ganzen eine Art Gesetzescharakter zu geben, wird es mit der Religion verwebt bzw. untermauert. Ein sehr geiler Marketingschachzug für die damalige Zeit.

Was viele (dich schließe ich hiervon mal aus) eben nicht wissen, dass die heiligen Schriften mitunter in weiten Teilen Abschriften voneinander sind. Das Copyright hat damals niemanden gejuckt, heute wäre das unmöglich, dafür haben wir zu viele Plagiatsjäger.

Du schreibst:

Berücksichtige dabei jedoch bitte, dass sich die Voraussagen der Bibel immer als zuverlässig und wahr erwiesen haben! 

Da stimme ich dir nicht zu!

Die Prophezeiungen in der Bibel können keinen wissenschaftlichen Standards standhalten. Warum? Weil auf einem Zeitstrahl betrachtet die „Voraussagen“ erst nach den Ereignissen notiert wurden. Damit sind es keine Voraussagen mehr. Das können wir heute erkennen, frühere Generationen hatten wahrscheinlich nicht die Möglichkeit dazu. Auch Prophezeiungen die in unsere Zeit reichen sind nicht wirklich valide.

Hierzu ein Buchtip: Klaus Schmeh: Planeten und Propheten. Ein kritischer Blick auf Astrologie und Wahrsagerei.

weiter schreibst du:

Außerdem hat Gott schon millionenfach bewiesen, dass er diejenigen, die treu zu ihm stehen, nicht im Stich lässt.

Was meinst du damit?

Ich freue mich wieder von dir zu lesen.

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@ProfDrDrStrom

Hallo Professor! :-)

Du schreibst:

Ich möchte deine Beschreibung nicht als falsch bezeichnen oder gar unwahr, aber, und das ist bei allen Religionen identisch, „gottes Wort“ wird seit Jahrtausenden nur von Menschen erzählt. Die Bibel, der Koran, Tanach und Talmud oder auch Bhagavad Gita, etc. sind von Menschen verfasst.

Wenn es einen Gott gibt, wäre dann nicht zu erwarten, dass er sich uns Menschen auf irgendeine Weise mitgeteilt hat? Und wäre es nicht das Sinnvollste, dass er das durch ein Buch tun würde? Welches sollte das aber sein?

Nun gut, es gibt zahlreiche religiöse Bücher, die von sich behaupten, göttliche Offenbarungen zu sein. Allerdings unterscheidet sich die Bibel von sämtlichen anderen religiösen Werken in mehrfacher Hinsicht und weist, obwohl von Menschenhand geschrieben, auf eine höhere Quelle hin. Was genau meine ich damit?

Es gibt eine große Anzahl von Fakten und Belegen, die darauf hindeuten, dass das Wissen und die Erkenntnisse aus der Bibel nicht allein aus menschlicher Quelle stammen können. Die Bibel wurde zwar, wie gesagt, von Anfang bis Ende von Menschenhand geschrieben (insgesamt waren 40 Schreiber beteiligt), doch betonten die Verfasser immer wieder, dass sie unter göttlicher Anleitung standen. Beispielsweise schrieb der Apostel Petrus:

" Denn dies wisst zuerst, dass keine Prophezeiung der Schrift irgendeiner privaten Auslegung entspringt. Denn Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getrieben wurden" (2. Petrus 1:20,21).

Natürlich beweist allein die Behauptung der Schreiber der Bibel nicht, dass Gottes Hand mit im Spiel war. Wenn man sich jedoch inhaltlich mit der Bibel beschäftigt, dann ist deutlich zu erkennen, dass sie nicht allein das Werk von Menschen ist.

Man bedenke zum Beispiel, dass die Bibel das mit Abstand am weitesten verbreitete Buch ist und zwar in einer Auflagenstärke, die jedes andere Buch, das je verfasst wurde, bei weitem in den Schatten stellt. Würde man wohl einem Buch, das in einigen Teilen bereits 3500 Jahre alt ist, eine solche Aufmerksamkeit schenken, wenn es lediglich der Hand findiger Schreiber entstammen würde? Was zeigen die Fakten?

Verschiedene archäologische Entdeckungen haben immer wieder die geschichtliche und geographische Genauigkeit der Bibel bestätigt, die mit den Tatsachen in völliger Übereinstimmung sind (ein Buch von Menschenhand würde erwartungsgemäß viele Fehler und Ungereimtheiten enthalten).

Ein Beispiel: Die Bibel erwähnt die Stadt Ninive und beschreibt sie als eine große Stadt im damaligen Assyrien. Bis ins 19. Jahrhundert bezweifelten Bibelkritiker deren Existenz. Doch 1849 legte man die Ruinen eines Palastes von König Sanherib frei, der, wie sich herausstellte, zum alten Ninive gehörte.

Ein anderes Beispiel ist die Ausgrabung der chaldäischen Stadt Ur, wo Abraham gewohnt hatte. Auch hier stimmen in der Bibel erwähnte Einzelheiten mit entdeckten Artefakten überein.

Ich würde das gern noch weiter ausführen, da es ja noch zahlreiche weitere Belege gibt, doch würde das an dieser Stelle zu weit führen.

Was viele (dich schließe ich hiervon mal aus) eben nicht wissen, dass die heiligen Schriften mitunter in weiten Teilen Abschriften voneinander sind. Das Copyright hat damals niemanden gejuckt, heute wäre das unmöglich, dafür haben wir zu viele Plagiatsjäger.

Dass immer wieder Abschriften von der Bibel angefertigt wurden, ist z.T. der Vergänglichkeit der Materialien (Papyrus, Leder) geschuldet, auf denen die biblischen Texte geschrieben wurden. Was heute der Vielfachdruck ist, waren in früherer Zeit eben die handschriftlichen Abschriften.

Die Prophezeiungen in der Bibel können keinen wissenschaftlichen Standards standhalten. Warum? Weil auf einem Zeitstrahl betrachtet die „Voraussagen“ erst nach den Ereignissen notiert wurden. Damit sind es keine Voraussagen mehr. Das können wir heute erkennen, frühere Generationen hatten wahrscheinlich nicht die Möglichkeit dazu. Auch Prophezeiungen die in unsere Zeit reichen sind nicht wirklich valide.

Der Satz "Weil auf einem Zeitstrahl betrachtet die „Voraussagen“ erst nach den Ereignissen notiert wurden" ist eine immer wieder vernehmbare Behauptung, die jedoch jeglicher Grundlage entbehrt!

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@Philipp59

Eine Prophezeiung mit erstaunlichen Einzelheiten über einen besonders großen „König von Griechenland“ findet man in Daniel 8:5-8, 21, 22 und 11:3, 4. Dieser Herrscher sollte laut der Prophezeiung auf dem Höhepunkt seiner Macht „zerbrochen“ werden, worauf sein Reich nicht seinen Nachkommen zufallen, sondern in vier Teile aufgespalten würde.

Über 200 Jahre nach der Niederschrift erwies sich Alexander der Große als jener mächtige Herrscher. Wie aus der Geschichte hervorgeht, starb er plötzlich einen frühen Tod, worauf sein Reich tatsächlich nicht seinen Nachkommen zufiel, sondern schließlich unter vier seiner Generäle aufgeteilt wurde.

Kritiker haben behauptet, diese Prophezeiung müsse im Nachhinein geschrieben worden sein. Aber man sollte sich den Bericht einmal etwas genauer ansehen. Betrachtet man ihn als Prophezeiung, enthält er erstaunlich viele Einzelheiten. Hielte man ihn jedoch für einen Geschichtsbericht, der im Nachhinein für eine Prophezeiung ausgegeben werden sollte, wären die Detailangaben ziemlich armselig.

Angenommen, ein Betrüger, der nach Alexander dem Großen lebte, hätte seine Leser mit einer angeblichen Prophezeiung beeindrucken wollen. Hätte er dann nicht erwähnt, dass sich nach Alexanders Tod seine zwei Söhne den Thron sichern wollten, aber ermordet wurden? Warum hätte er unerwähnt gelassen, dass es Jahrzehnte dauerte, bis alle vier Generäle ihre Macht über einen Teil von Alexanders Reich festigen konnten? Außerdem: Hätte er nicht wenigstens den Namen des großen Königs und seiner vier Generäle nennen sollen?

Das ist nur ein Beispiel von vielen, das zeigt, dass Kritiker die Bibel in diesem Punkt nicht widerlegen können!

Außerdem hat Gott schon millionenfach bewiesen, dass er diejenigen, die treu zu ihm stehen, nicht im Stich lässt.
Was meinst du damit?

Damit meine ich persönliche Glaubenserfahrungen, die was ihre Eindeutigkeit und ihre große Anzahl betrifft, nicht als Einbildug abgetan werden können (wobei erwähnt werden muss, dass es durchaus "Glaubenserfahrungen" gibt, die tatsächlich nichts mit Gott zu tun haben).

LG Philipp

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@Philipp59

Hi Philipp,

ich denke wir sollten unseren Austausch an anderer Stelle weiterführen, hier sprengt das den Rahmen und hat auch nicht mehr wirklich etwas mit dem Ursprungsthema zu tun.

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@ProfDrDrStrom

Du hast recht! Wenn du willst, kannst du mir eine Freundschaftsanfrage schicken!

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Hmm, jede Religion hat da andere Gedanken drüber. Denn der lebende Mensch möchte sich natürlich den Tod an sich etwas schöner zeichnen.

Die einen glauben daran das sie im Himmel oder im jeweiligen "was auch immer" mit ihren Lieben wiedervereint werden.

Die anderen glauben an Reinkarnation.

Wieder andere glauben an die Hölle.

Und dann gibts solche, die glauben an das "Nichts". Die Atome die einst den Körper bildeten gehen auseinander, bilden irgendwo anders neue Materie.

Manche werden in ihrem Glauben/ ihrem Wunschglauben durch Sci-Fi (Buch/ Film) inspririert.

Vor Jahren las ich gerne von Terry Pratchett "die Scheibenwelt Romane". Dort wird auch gestorben. Und da es in diesen Büchern auf dieser Welt sehr sehr viele Glaubensrichtungen gibt, gibts dort auch viele Ansichten darüber "was danach" passiert". Der Autor hatte dieses Dilemma ganz gut gelöst indem Gevatter Tod den Verstorbenen abholte und zu dem brachte an was der Verstorbene zu Lebzeiten glaubte. Der eine wird wiedergeboren, der andere wird von einer Walküre auf ihrem Pferd abgeholt, wieder ein anderer begibt sich durch eine Art Wüste auf Wanderschaft, einer wird von seiner Furcht/ seinem persönlichen Monster abgeholt.... etc

Nun, ich habe eins gefühlt, dass an einem bestimmten Ort 'etwas nicht stimmte'.

Immer wenn ich eines Tages auf dem Weg zur Arbeit war und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzte, kam ich immer an einem Ort vorbei.

Eines Tages war es aber so, dass an einer Bestimmten Stelle - ich weiss nicht wie ich es beschreiben soll- extremes Unwohlsein- das Gefühl als ob etwas falsch ist- etwas nicht stimmt. Ich bekam Herzklopfen und wäre am liebsten nicht da gewesen.

Nach einigen Tagen immer dasselbe Gefühl, immer an derselben Stelle und da wusste ich, dass etwas ganz Schlimmes passiert sein musste.

Später wurde in der Prese bekannt gegeben, dass auf einem für die Öffentlichkeit gesperrten Bereich in der Nähe einer Landstrasse eine Frauenleiche gefunden wurde, die durch Gewalteinwirkung ums Leben kam. Es war exakt der Bereich, bei dem ich das Gefühl hatte.

Was ich damit sagen will- wenn es möglich ist, wie auch imer und warum auch immer, so etwas spüren zu können, dann Muss es eine Art von Leben danach sein- oder wie ist es sonst zu erklären, dass irgendeine Form von Energie oder wie immer man das nennen mag- sein kann.

Kann es eben nicht. Denn nichts ist an sich schon etwas, weil es dazu auch ein Wort gibt.

Energie war in einem Punkt konzentriert, laut Theorie, die ganze Universumsenergie.

Aber da alles relativ ist, ist nichts wenn es nichts gibt, auch alles. Also war das Nichts das Universum damals auch, das größte, das schönste und das einzige da.

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