Was passiert wenn man ohne Jobcenter Genehmigung umzieht?

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2 Antworten

Das JC bezahlt zumindest die bisherigen KdU weiter. Allerdings solltet ihr das Angebot vor Vertragsunterzeichnung beim JC vorlegen - zusammen mit einem Dutzend Absagen von Wohnungsunternehmen und einer kurzen Zusammenfassung der bisherigen Aktivitäten. Dann habt ihr eine gute Chance, die teurere Wohnung komplett bezahlt zu bekommen.

Ihr könnt ja als Alternative den Umzug in eine andere Stand mit günstigeren Wohnungen anbieten und dabei erwähnen, dass dann das JC deutlich mehr bezahlen muss, da ihr eure Jobs aufgeben müsstet.

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Nigol224 22.11.2015, 00:28

Wir haben einen ganzen Ordner voller schriftlicher absagen vorgelegt im Sommer wurde uns eine Wohnung wegen 28€ zu viel abgelehnt obwohl wir sie gebeten haben diese 28€ uns von unseren bezügen abzuziehen. Die Sachbearbeiterin schaltet da immer auf Stur und möchte nicht diskutieren..

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Georg63 22.11.2015, 00:31
@Nigol224

Dann schreibt dazu, dass ihr ab Januar obdachlos seid und auf Kosten des JC in ein Hotel ziehen müsst.

Zum Termin einen Zeugen mitnehmen und nicht abwimmeln lassen.

Wenn es in zumutbarem Umkreis keine akzeptablen Wohnungen gibt, können bis zu 5% über Limit genehmigt werden - bei Härtefällen mehr.

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"... würden bis auf die 70€ die Miete bezahlen oder wurden sie gar nichts bezahlen ?"

Das Jobcenter müsste die Miete übernehmen, aber nur den Teil, der angemessen ist. Also wahrscheinlich 70,- weniger, als die Miete tatsächlich beträgt.

Aber das Jobcenter muss euch vorher keine Zusicherung nach SGB II § 22 Absatz 4 geben - weil die neue Wohnung eben nicht angemessen ist.

Übernehmen muss das Jobcenter die Miete trotzdem - aber eben nur den Teil, der angemessen ist.

Über den restlichen Teil (hier also 70,- im Monat) kann man immer noch streiten mit dem Jobcenter - per Vorsprache, auch beim Vorgesetzten, per Widerspruch, und danach per Klage beim Sozialgericht.

Nur weiß man halt vorher nicht, wie der Streit ausgehen wird. Deshalb ist es immer besser, eine Zusicherung nach SGB II § 22 Absatz 4 in der Tasche zu haben, bevor man einen Mietvertrag unterzeichnet.

Gruß aus Berlin, Gerd

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