Was passiert wenn man mit Winterreifen 210 statt 190 fährt?

14 Antworten

Reifen halten im Allg. höhere Geschwindigkeiten aus, als auf dem Reifen gem. Tragfähigkeitsindex angegeben. Diese Tatsache resultiert aus dem sog. "Sicherheitszuschlag". Dieser variiert von Hersteller zu Hersteller und wir so bemessen, dass der Hersteller sein Risiko für die Produkthaftung als "akzeptabel" einschätzt. Gesetzlich muss der Reifen mindestens 10km/h mehr aushalten können, als angegeben.

Aber wie das bei allen Bauteilen ist, versagen gleiche Reifen aus selber Produktion und selber Charge nicht bei exakt der gleichen Geschwindigkeit. Daher testet der Hersteller mehrere Reifentypen auf einem Prüfstand bis zum Versagen und erhält mehrere Ergebnisse nach der Gaußschen Nominalverteilung. Dann legt er ein äußeres Perzentil fest, das für ihn das vertretbare Risiko ("Produkthaftung") darstellt.

Da jeder Reifenhersteller die Beurteilung anders vornimmt, kann man mit Reifen einiger Hersteller sehr viel schneller fahren, aber auch das Pech haben, dass ein Reifen sogar schon unterhalb der für ihn zulässigen Maximalgeschwindigkeit versagt.

In einem von VW durchgeführten ECE-Schnelllauftest verschiedener Reifen, versagten z. B. ein für 240km/h zugelassener Reifen der Marke KENDA nach 8 Minuten und 230km/h (Er hätte sogar 250km/h aushalten müssen.) und drei weitere chinesische Modelle vorzeitig. Im selben Test schaffte der Conti-Reifen 260km/h.

Nun darf man aber einen solchen Test nie als Maßstab sehen, da man eine gewissen Streuung in der Qualität einer Produktion mit berücksichtigen muss. Zudem sind die tatsächlichen Umstände im Straßenverkehr nie genau so wie im Labor: Luftdruck, Reifen-, Außenluft-, Reifeninnenluft- u. Reifentemperatur, Schräglaufwinkel, Fahrbahnbeschaffenheit, Radlast, Fahrzeit, Profil, Alter, Vorgeschichte des Reifens usw. sind Größen, die im Extrembereich das Versagen des Reifens mitbeeinflussen. Auch ein auf der Fahrbahn liegender (auch sehr kleiner) Gegenstand kann beim Überfahren mit Extremgeschwindigkeiten den Reifen zum Platzen bringen, auch wenn der selbe Gegenstand dem Reifen bei niedriger Geschwindigkeit sicherlich nicht geschadet hätte.

Ivh glaube du meinst 1900 und nicht190 Hi, Hi, Hi

0

Das hier ist wohl die qualitativste Antwort!

0

naja, ne kurze zeit halten die schon eine höhere geschwindigkeit aus. allerdings sind die profile gröber, und wenn die reifen erhitzen, können profilstücke rausbrechen. dann ist ein reifenplatzer schnell geschehen, das will keiner haben bei so einer geschwindigkeit. der hersteller übernimmt die garantie für die reifen, dass bis 190 km/h auch bei dauer dem reifen nicht schadet.

Also ich bin mal mit nem Kumpel 210-220 gefahren mit nem Reifen der für 190 kmh gedacht war und der ist uns um die Ohren geflogen :-)

Bei Tempo 200 hat's plötzlich angefangen zu vibrieren wie bekloppt im Auto, wir konnten aber noch ohne Probleme anhalten. Beim Versuch ihn mit dem "Erste Hilfe Kit" für Autoreifen wieder aufzupumpen ist er dann neben meinem Ohr explodiert. ich hatte das Ohr dran gehalten weil etwas komisch geknistert hat.

Ergebnis: Hörsturz. :D

Au weia! Und? Alles wieder o.k. mit Dir?

0

Reifen gehen nicht kaputt, sondern du kannst kaputt gehen, weil der Halt auf der Straße nicht mehr gegeben ist - also es passieren schneller Unfälle und du rutschst! Wo kann man denn bitte überhaupt 210 fahren auf deutschen Sraßen? Und meines Wissens sollte man mit Winterreifen nicht über 120 fahren. 200 ist lebensgefährlich und unvernünftig.

Autobahn....und da ist es auch nicht lebensgefährlich sondern normal

0

Die Winterreifen funktionieren optimal, wenn man nicht schneller als 190 fährt. Ansonsten funktionieren sie eben nicht mehr optimal bzw. nicht mehr gut! Also, sie nutzen sich viel zu schnell ab und man muss sie öfter wechseln. Die Haftung auf den Straßen ist dann nicht mehr so gut!

Was möchtest Du wissen?