Was passiert wenn man die Mietkaution nicht bezahlen kann!?

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5 Antworten

Der Vermieter hätte schon längst ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten können, da die Kaution hier spät. bis zum 3. Werktag im Mai 2011 zu zahlen war. Selbst wenn Deine Mutter die Kaution in den vom Gesetz erlaubten 3 Mon. Raten bezahlt hätte, wäre die letzte Rate bereits am 3. Werktag im Juli 2011 fällig gewesen.

Eine Durchsetzung der fristlosen Kündigung dürfte schon schwieriger werden, anders sieht es jedoch mit einer ordentlichen Kündigung sein.

siehe auch:

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/k1/kaution_neu.htm

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Deine Mutter soll mit dem Vermieter reden und einen Ratenzahlungsvertrag machen.

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Zur Nichtzahlung der Kaution und deren Anmahnung hatten wir bereits hier vor einiger Zeit einige hitzige Diskussion.

Dazu zunächst zwei unterschiedliche Entscheidungen;

Nach Ansicht des LG München ist die Nichtzahlung der Mietkaution ein Grund um die Wohnung fristlos zu kündigen. LG München (Urteil vom 8. Dezember 1999, Az.: 14 S 12619/99)

Nach Ansicht des AG Hamburg-Wandsbek, Urteil vom 20. September 2001, Az.: 716 C 187/01 rechtfertigt ein Rückstand bei der Zahlung der Kaution dagegen keine fristlose Kündigung. Diese Ansicht dürfte zutreffend sein, denn die Nichtzahlung der Kaution ist in § 543 Nr.3 BGB nicht als Kündigungsgrund benannt. In jedem Fall ist aber eine ordentliche Kündigung nach § 573 BGB möglich.

Die Gerichte urteilen es äußerst kontreher, denn vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand.

Außer einige Laienrichter hier im GF-Forum, die es besser wissen.

Zur Vermeidung einer möglichen ordentlichen Kündigung sollte deine Mutter dem Vermieter in schriftlicher Form einen Vorschlag zur ratenweisen Aufbringung der Mietsicherheit vortragen.

Die Forderung des Vermieters nur Barkaution und keine Bürgschaft, wenn dieses nicht ausdrücklich im Mietvertrag festgehalten sollte auf keinen Fall nachgekommen werden.

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Kommentar von helmutgerke
09.10.2011, 09:37

Nachtrag:

Hier noch eine Alternative, falls die Kaution nicht in wirtschaftlich angemessenen Raten gestellt werden kann.

http://www.mietkautionsbuergschaft.de/

Die Lösung ist zwar nicht die günstigste, aber allemal günstiger als eine anwaltliche Auseinandersetzung mit dem Vermieter.

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Ja, in dem Zusammenhang droht tatsächlich und berechtigt die Gefahr einer fristlosen Kündigung. Die Kaution sollte wenn irgend möglich sofort bezahlt werden, sonst kommen die ganzen Kosten noch dazu und da können schnell aus 1000 € 3000 € und mehr werden.

Die REA-Kosten werden aus 12 Monatskaltmieten als Streitwert errechnet.

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Wenn deine Mutter nicht dauerhaft zahlungsunfähig ist, sollte sie sich das Geld für die Kaution leihen. Andernfalls sollte sie mit dem Vermieter reden und ihm die Lage erklären. Solange sie die Miete pünktlich bezahlt und die Wohnung nicht beschädigt, hat ja der Vermieter keinen wirklichen Nachteil - die Kaution müsste er eh auf ein Konto festlegen und irgendwann mit Zinsen zurückzahlen. Wenn er sich stur stellt und sie rausklagt, bleibt er letztlich auf den Anwaltkosten, den evtl. dann bis zur Räumung nichtmehr gezahlten Mieten und den Renovierungskosten sitzen, was für ihn letztlich keinen Vorteil bringt.

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