Was passiert wenn man die Masse mit „0“ verbindet? (Elektrotechnik, Physik)

7 Antworten

Die sogenannte "Masse" ist der Bezugspunkt auf die sich alle in der Schaltung befindlichen Potentiale und Spannungen beziehen.

"0" ist die Abkürzung für "Nulleiter" der eitgentlich "Neutralleiter" heisst.

In Drehstromsystemen ist der Nulleiter die "Masse" auf die sich alle Spannungen beziehen.

In Wechselstromsystemen (nur eine Phase) kommt es immer auf die Betrachtungsweise an. In ganz alten Röhrenradios war ein Pol des Steckers mit dem Chassis (Metallgehäuse im Holzgehäuse) verbunden. Je nachdem wie rum der Stecker eingesteckt wurde, ist die Masse (Chassis) entweder mit der Phase oder mit "0" verbunden. Das macht man heutzutage nicht mehr. Entweder ist die Masse ohne Bezug zum Lichtnetz oder mit der Erde (PE) verbunden. Denn nur der Schutzleiter garantiert, dass keine gefährlichen Spannungen auftreten können wenn jemand die "masse" eines Gerätes anfassen kann.


Ganz früher gab es keinen Schutzleiter. Steckdosen waren ein "in die Wand gemauertes Schwein", also ein Kreis mit zwei Löchern drin der an einen Schweinerüssel erinnerte. Dann wurde der Schutzleiter eingeführt. Da dieser extra ist, können keine Spannungen auftreten wenn ein Kabelbruch vorliegt. Bricht die "0", so steht der unterbrochene Teil unter Strom da die angeschlossenen Geräte diesen Teil mit der Phase verbinden. Der Schutzleiter ist extra, da wird im Normalfall kein Strom draufgegeben. Um den Schutz des Schutzleiters zu erweitern, werden heutzutage FI-Schutzschalter benutzt. Die messen die Summe der Ströme auf den Phasen und dem "0" leiter. Heben sich die Ströme auf, also kommt genau der Strom zurück der ausgegeben wurde, ist die Summe Null und alles in Ordnung. Wird ein Strom über Erde abgeleitet, also wenn jemand "an die Phase packt", ist die Summe aller Ströme durch den FI unausgeglichen und es wird sofort abgeschaltet. Verbindet man jetzt "0" und Schutzleiter (PE), so fließt ein großer Teil des Stromes der auf die "0" gehört über den Schutzleiter am FI vorbei. Dadurch stimmt dessen Summe nicht mehr und er muß abschalten da irgendwas gefährlich schief zu laufen scheint.

In der Regel nichts !! befindet sich der O Leiter auf der potenzialausgleichsschiene. Wenn nicht fliegt der fehlerstromschalter (FI-Schalter) raus, falls einer eingebaut ist.

Wenn ein RCDS ("FI-SChalter") vorhanden ist, fliegt der sofort raus. Auch weil der Neutralleiter mit dem PE auf der PA-Schiene verbunden ist. Ansonsten würde der RCDS ja gar nicht funktionieren. :oP

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Wenn man dies an elektrischen Geräten durchführt, würde die Schutzleiterfunktion (PE-Erde)unwirksam; d.h.im Falle eines entsprechenden Kurzschlusses im Gerät bestünde die Gefahr (z.>B: bei Leitertausch auchin den zugehörigen Anschlusselementen), dass die Leiterspannung an Masse und damit zur Berührung anliegt! Null (N) mit Erde (PE) verbinden nennt man "Nullung". Das ist ein provisorischer Schutz, sofern kein Schutzleiter vorhanden ist. Der Schutzleiter (PE) ist im Zählerkastenbereich übrigens mit Null (heute Neutralleiter genannt) verbunden. Ab da beginnt seine Schutzfunktion. Eine Nullung am Gerät würde diesen fast 100 prozentigen Schutz außer Betrieb nehmen.

ansonsten gelten die obigen Antworten, z.B. wenn ein FI-Schalter vorhanden ist, der auf eine solche fehlerhafte Nullung sofort reagiert und das Netz abschaltet!

Wenn Du damit beruflich befasst bist wird es aber Zeit, dass Du dieses Prinzip schnellstens begreifst-am besten mit Hilfe eines praktischen Versuches. => Auch ein E-Technik-Berufsschulbuch besorgen bei Freunden oder Bekannten-kostet sicher nichts!

habe damit nichts beruflich zu tun...

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Masse ( gelbgrün ) und " 0 " oder auch Mittelpunktleiter ( blau ), haben die selbe Polarität. Es sind sogenannte kalte Leiter.

In welcher Schaltung? Falls Masse Erdpotentenial (PE gelb-grüner Leiter) und 0 der Neutralleiter (N blau) sein soll wird der FI-Schutzschalter auslösen. Der N-Leiter befindet sich auch nicht auf der Potenzialausgleichsschiene!

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