Was passiert, wenn man Diabetiker nicht behandelt?

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10 Antworten

Hallo!

Es kommt natürlich darauf an, wieviel Insulin der Körper noch selbst erzeugen kann aber grundsätzlich steigt der Blutzucker immer höher an! Ist der Blutzucker einmal über 300mg/dl, dann steigt er auch ohne Mahlzeiten unaufhörlich.

Bei Typ 1 Diabetes kann das sehr schnell gehen, denn durch die Zerstörung der Bauchspeicheldrüse kann der Körper kein Insulin mehr erzeugen. Es treten dann viele, oft sehr starke, Symptome auf, wie Konzentrationsstörungen, Gewichtsverlust, trockene Haut, bis hin zum Coma.

Bei Typ 2 Diabetes geht alles viel langsamer und die Symptome sind weniger stark! Deshalb wird er auch oft jahrelang nicht entdeckt.

Spätfolgen bei dauerhaft hohen Blutzuckerwerten sind:

** schmerzhafte Nervenschädigungen

** offene, schwer heilende Wunden an den Beinen, diabetischer Fuß - bis hin zur Amputation in Notfällen

** Nierenschädigungen - bis hin zur Dialyse und Transplantation

** Schädigung der Kleinstgefäße in den Auchen - bis zur Erblindung

In jedem Fall muss ein Diabetiker bei einem Diabetologen sehr gut eingestellt werden mit Insulin, Tabletten oder Diät um diese Spätschäden zu vermeiden!

Gruß Lirin

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Es gibt 2 signifikante Arten von Diabetes, den Typ 1 und den Typ 2.  Andere Arten existieren, sind aber eher selten und basieren, sofern nicht Unterarten der ersten beiden, meist auf Gendefekten (Typ MODY).

Typ 2 Diabetiker haben wenig mit Unterzucker zu kämpfen, sondern eher mit zu hoem Zucker. Hier produzieren die Betazellen der Bauchspeicheldrüse in der Regel noch Insulin, jedoch zu wenig, meistens gepaart mit einer Insulinresistenz.

Unbehandelt sind es anfangs diabetische Neuropathie in Händen und vor allem Füssen (Nervenschädigungen), Mikro- und Makroangiopathie (Schädigung der Arterien), Arteriosklerose (Ablagerungen in den Arterien /Arterienverkalkung), Netzhautschädigungen (Auge), Niereninsuffizienz und Fettleber.

Die zweite Stufe sind sind dann Erblindung, Dialyse, Arterienverschluss mit anschliessender Nekrose und Amputation, Lebertransplatation, Herzinfarkt und Schlaganfall. Danach folgt nur noch der Tod.

Typ 1 Diabetiker sind Opfer einer Autoimunerkrankung. Das eigene Imunsystem "erkennt" die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse als Fremdkörper und zerstört sie. Der Betroffene hat gar kein Insulin mehr.

Unbehandelt würde hier relativ schnell der Tod eintreten. Da aber ein Diabetes Typ 1 im Gegensatz zum Typ 2 sehr schnell auffällt, ist das eigentlich ausgeschlossen.

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Diabetiker werden jetzt nicht direkt behandelt, sondern ihnen wird eher gesagt, was sie jetzt im Leben ab der Diagnose alles machen müssen. Bei Diabetes hat der Betroffene ein Problem seinen Blutzucker zu regulieren.

Es gibt zwei Möglichkeiten: 

1. Überzucker. Wenn ein Diabetiker Oft Überzucker hat, dann führt das zu Gewebeschäden, was bis zur Amputation, Erblindung usw führen kann. Darum misst ein Diabetiker immer seinen Blutzuckerspiegel und spritzt sich dann Insulin.

2. Unterzucker. Das ist akut gefährlicher. Der Betroffene verliert langsam das Bewusstsein, bis der Blutzuckerspiegel so gering wird, dass nach der Bewusstlosigkeit der Tod einsetzt, weil dem Herzen der "Sprit" fehlt. Um dem entgegen zusteuern, muss der Betroffene Zucker zu sich nehmen. In welcher Form auch immer. Und falls bereits die Bewusstlosigkeit eingesetzt hat, bekommt er vom Notarzt Glucose gespritzt, sodass er dann innerhalb ein paar Sekunden wieder hell wach wird  

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Das kann bist zum Tod gehen. Aber auf alle Fälle werden vorher alle inneren Organe geschädigt, dann kann es sein, dass Körperteile amputiert werden müssen, man kann blind werden usw. Also die Palette ist sehr umfangreich

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Ein  Typ-1-Diabetiker würde innerhalb weniger Tage ins Koma fallen und sterben.

Ein Typ-2-Diabetiker hätte langfristig (je nach Höhe des Blutzuckerspiegels) Schäden in seinen Blutgefäßen. Je nachdem, an welchem Organ sich diese Schäden zuerst manifestieren, könnte er impotent werden, oder erblinden, oder ein Nierenversagen erleiden, oder einen "diabetischen Fuß" bekommen, oder auch einen Herzinfarkt erleiden.  Die Schädigung betrifft eben alle Blutgefäße  im gesamten Körper.

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Kommentar von strol
06.05.2016, 13:54

Typ-1 und Typ-2 hat nichts mit den Folgen zu tun. Diese sind bei beiden Diabetestypen gleich und hängen vom Überzucker bzw. Unterzucker ab.

Typ-1 bedeutet lediglich, dass Diabetes genetisch bedingt ist und Typ-2 ensteht durch ungesunde Lebensweise. Darum wird Typ-1 meistens bei Kindern und Typ-2 meistens bei Erwachsenen diagnostiziert.

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Hallo,

Nierenschäden, Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung, mangelnde Durchblutung in Füßen und Beinen mit Amputationen als Folge, schlechte Wundheilung...

Herzliche Grüße,

Willy

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Der Zucker im Blut macht Gefäße kaputt - Adern, Augen, Organe. Man kann erblinden oder Gliedmaßen müssen amputiert werden.

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Nierenschäden, Herzinfarkt, Schlaganfall bis hin zum Koma

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im schlimmsten fall stirbt man

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Kommentar von IchBinPassiv
06.05.2016, 13:36

was passiert bevor man stirbt?

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